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  • Raw Food und (Wild)Pilze

    Berndt - - PSV-Treff

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    Hallo Irmtraut, prinzipiell sind rohe und ungenügend gegarte Pilze giftig. Hitzelabile Toxine, die in zahlreichen Speisepilzen vorkommen, werden erst durch Braten oder Kochen über mindestens 15 Minuten bei über 100°C sicher zerstört. Es gibt nur wenige Ausnahmen von roh eßbaren Pilzen: Steinpilze, Kaiserling, Brätling, Zuchtchampignon, Wiesen - und Schafchampignon, ( von weiteren Egerlingen ist mir rohe Genießbarkeit nicht bekannt), Hexeneier, Trüffeln. Aber auch diese Arten sollten nur dünn ges…

  • Eine ältere Bezeichnung für den Olivgrünen Milchling (Lactarius turpis) war L.necator. Necator (lat.) heißt Töter oder Mörder. Vielleicht geht dieser veraltete Name auf Verwechselungen mit dem Grünen Knollenblätterpilz zurück. Die brennend scharfe Art wurde und wird nach Silage in Ost- und Nordeuropa als beliebter Speisepilz verwendet und war früher Marktpilz in Russland. Die Fruchtkörper enthalten neben hitzelabilen Lektinen das hitzestabile Necatorin [7-Hydroxycoumaro (5,6-c) cinnolin]in hoher…

  • Hautkontakt mit Amanita phalloides

    Berndt - - PSV-Treff

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    Nach Rücksprache mit Dr. R.Flammer hat mir Harry Andersson nähere Einzelheiten zu der fraglichen Amanitinvergiftung von Dr. E.Horak übermittelt, so dass ich zu meinen von Dr. Prüfert im Forum wiedergegebenen Ausführungen ergänzend Stellung beziehe : Das Ereignis liegt 24 Jahre zurück. Dr. Horak habe reichlich Grüne Knollenblätterpilze gesammelt und danach mit ungewaschenen hohlen Händen Wasser aus einem Brunnen getrunken um seinen Durst zu stillen. Am Folgetag klagte er über Übelkeit, leichte Ba…

  • Verhaltensregeln im Umgang mit von der Kraut- und Braunfäule befallenen Tomaten sind im von UdoA wiedergegebenem Zitat der deutschen Krebsgesellschaft aufgeführt, so dass ich mich auf einige ergänzende Hinweise beschränke: Phytophthora infestans gehört zu den Oomycotica (Eipilze) und wird i.d.R. durch Sporenflug von Kartoffeln auf Freilandtomaten übertragen. Nachdem der aus Südamerika stammende Erreger im Irland der 1840 er Jahre die Kartoffelernte zerstört hatte, war es zu einer Hungerkatastrop…

  • Kontakt und Giftigkeit

    Berndt - - PilzCoach - Forum

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    Hallo Flammulina, wenn keine sichtbaren Pilzreste am Messer hängen geblieben sind, kann es weiter auch zum Abschneiden von Speisepilzen benutzt werden. Peter hat schon auf das Prinzip, dass die Dosis das Gift macht, verwiesen, und das gilt auch für die hochtoxischen Amanitine und Phalloidine. Um gleich eine weitere oft gestellte Frage zu beantworten: Weder muss man beim Pflücken Handschuhe anziehen noch sich die Hände waschen , wenn man toxische Wulstlinge in den Händen gehalten hat. Reaktionen …

  • Hallo Herr Wölfel, meine Beurteilung des Speisewertes von Herbstlorcheln wurde bereits widergegeben; ich nehme noch zur Giftigkeit vom Wasserfleckigen Rötelritterling Stellung: Lepista gilva sollte wie der Fuchsige Rötelritterling (L. flaccida) betrachtet werden, da beide Sippen z.Zt. synonymisiert sind. Bei E. Ludwig ist L.gilva zur Forma herabgestuft (L.flaccida fm. gilva ). Diese schwer verdauliche Art enthält hitzelabile Agglutinine und Hämolysine, ist somit roh oder ungenügend gegart stark …

  • Meldung von Pilzvergiftungen

    Berndt - - PSV-Treff

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    Hallo Tanja und Jens, bis zum Rücktritt des alten Präsidiums hat der damalige Beauftragte für PSV, Dieter Oberle, die Jahresberichte über Vergiftungen und weitere Aktivitäten der PSV entgegen genommen, vorbildlich ausgewertet und in den DGfM-Mitteilungen publiziert und kommentiert. Seine letzte Berichterstattung erschien in den Mitteilungen zur Z.Mykol. 77/2 für das Pilzjahr 2010. Auf Grund erneuten Wechsels im Amt des Beauftragten für PSV und des dadurch bedingten Interims, konnte diese auch fü…

  • Pilze im Kindergarten

    Berndt - - PSV-Treff

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    Ich bin aufgefordert worden, auf die Frage von Jürgen, ob überhaupt Pilzvergiftungsfälle in Kindergärten vorkommen, zu antworten: Ja, es gibt Berichte über leichte, aber auch sehr schwere Vergiftungen. Jeder Pilzberater und PSV kennt das Problem mit aufgeregten Müttern und Erzieherinnen, wenn Kleinkinder Pilze (wie viele?) roh gegessen oder nur in den Mund gesteckt haben, eine Frage, die oft offen bleibt. Eine Statistik über Pilzvergiftungen in Kindergärten, Kitas und Hausgärten gibt es nicht. D…

  • Cordyceps gracilis

    Berndt - - Plattform für Pilzfreunde

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    Die Kernkeulen auf den mumifizierten Raupen sind eindeutig Raupenkernkeulen(Codyceps gracilis, jetzt Ophiocordyceps gracilis). O.gracilis ist deutlich seltener als die Puppenkernkeule (C.militaris). Im Verbreitungsatlas G.J.Kriegelsteiner und bei Axel Schilling sind nur wenige Fundstellen für Deutschland angegeben. (S.h. auch meinen Beitrag im "Tintling" 60/3, 2009 über meinen Erstfund im Mai 2005 für Westfalen. Glückwunsch zu dem seltenen Fund! Berndt