MykIS und kostenloses Kartenmaterial?

    • Hallo Alfred,

      Alfred schrieb:

      Mein Anliegen war lediglich kundzutun, dass sich Mykis nicht mit propietärem Kartenmaterial herumschlagen müsste, es also alternative, kostenlose Möglichkeiten gibt.

      alles klar, dann hatte ich das in den falschen Hals bekommen.

      Das Programm hat noch keinen Namen. Wir werden es auf der BMG-Tagung in Roggenburg vorstellen. Das Programm soll einfach zu bedienen sein und möglichst viele Daten, per Mausklick in der Karte auf den Fundpunkt, automatisch übernehmen.

      Liest sich interessant.

      Zum Standard GIS-Tool von der Firma ESRI gibt es eine kostenlose Alternative in Form von QGIS von Quantum. Das ist eine Welt für sich. Allerdings wusste ich vor drei Monaten noch nicht wie man GIS schreibt. Dennoch habe ich bis jetzt sehr viel dazu gelernt.

      Habe das Programm jetzt mal installiert, aber ich scheitere schon daran, die OSM-Daten da reinzubekommen. Muss mich da erst einlesen.

      Natürlich wären TK25 topografische Karten wesentlich besser. Es würde auch eine künstliche Verminderung der Qualtität durchaus reichen. Dies geschieht, wenn man von den Vermessungsämtern überhaupt kostenlose Karten bekommt, automatisch. Solltest Du solches Material bekommen, wäre ich durchaus daran interessiert.

      Da hast Du mich wahrscheinlich falsch verstanden: Ich versuche einen Weg zu finden, basierend auf der freien und kostenlosen topografischen Karte von OpenTopoMap.org an Karten von ganz Bayern zu kommen, die dem Blattschnitt der TK25-Karten entsprechen. Beim Landesvermessungsamt habe ich sicher keine Chance, weil ich ein zu unbedeutendes Licht bin: Wenn Peter keine Karten kriegt, dann ich erst recht nicht. 8-)

      Hallo Frank,

      F.Dämmrich schrieb:

      Als ich mit dir zur Bayerntagung 2013 über Mykis gesprochen habe und du es installiert hattest, war meine Hoffnung, dass du als Access-Profi zur Verbesserung und Erweiterung von Mykis beitragen könntest. Das wäre auch für die inzwischen ca. 300 Nutzer in Deutschland ein Gewinn gewesen. Das nun stattdessen ein weiteres Kartierungsprogramm entsteht, ist zwar völlig legitim, aber hättest du Zeit und Kraft dafür nicht auch in die Weiterentwicklung von Mykis (z.B die Online-Kartendarstellung) investieren können, zumal es ebenfalls auf Access basiert?

      vielleicht ist dieser Zug ja noch nicht ganz abgefahren und Alfred könnte es sich vorstellen, parallel als "Gast-Entwickler" für MykIS tätig zu werden?

      Gruß, Andreas
      Ein früher Vogel tappt im Dunkeln.
    • Lieber Alfred,

      Bei unserem Gespräch über Mykis hatte ich allerdings nicht den Eindruck, dass Du Mitstreiter suchst, sorry.

      Hier der Text meiner Eröffnung des Mykis-Forum noch vor der Tagung in Mamming:

      „Eröffnung des Fachforums MykIS

      Liebe Pilzfreunde und MykIS-Anwender,

      das Kartierungsprogramm MykIS wird inzwischen von über 200 Pilzfreunden in Deutschland genutzt. Aus diesem Grund wurde im DGfM Forum ein Fachforum eingerichtet, wo alle Fragen und Probleme in Verbindung mit MykIS diskutiert werden können. Das umfangreiche Programm bringt für den Benutzer anfangs, wie fast jede Software, etwas Einarbeitungszeit mit sich. Das mitgelieferte Handbuch kann nicht alle Fragen klären, vor allem wenn es sich um so viele verschiedene Betriebssysteme und Access-Versionen handelt, unter denen MykIS funktionieren muß. MykIS ist eine Open-Source-Lösung und damit sind auch Interessenten eingeladen, den Code kritisch zu überprüfen und an seiner Verbesserung mitzuarbeiten.

      Als Administrator der Software stehe ich für die Moderation und den Support gern zur Verfügung.

      Mit freundlichen Grüßen

      Frank Dämmrich„

      Wichtig wäre insbesondere evtl eine Schnittstelle zum Datenaustausch zwischen Deinem und meinem Programm zu programmieren.


      In unzähligen Stunden habe ich Schnittstellen zu DGfM 2000, DGfM Online und Kartierungsprogrammen der Landesämter (z.B. Multibase) erstellt um Daten zusammenführen zu können. Schnittstellen sind aber oft ein Kompromiß, da die Referenzlisten und die Formate etc. nicht übereinstimmen. Mit einen weiteren Kartierungsprogramm ist das dann wahrscheinlich auch so und mir fehlt inzwischen die Zeit und Kraft dafür. Genauere Details und Hintergründe können wir ja über Email-Kontakt austauschen.

      Zwei Fragen bleiben aber für mich noch unklar: Welche Referenzlisten willst du verwenden und was ist der eigentliche Grund, Mykis abzulehnen.

      Nochmals schöne Feiertage
      Frank
    • Wichtig wäre insbesondere evtl eine Schnittstelle zum Datenaustausch
      zwischen Deinem und meinem Programm zu programmieren. Welches Programm
      dann die Kartierer benutzen, bleibt jedem selbst überlassen. Bei einer
      guten Schnitstelle zwischen den Programmen könnten ja durchaus auch
      beide benutzt werden.
      Hallo Alfred,
      hallo Zusammen,

      in Bayern werden derzeit schon sieben Pilz-Kartierungsprogramme +/- genutzt. Die alle zu pflegen und synchron zu halten, ist (für optimistisch geschätzte 100 aktive Pilzkartierer) aus meiner Sicht nicht zielführend. Wenn du und die BMG ihre Ressourcen dafür einsetzen könnten, das von der DGfM als nächstes geplante Online-Kartierungsprogramm im Sinne der Kartierer gemeinsam zu entwickeln, wäre allen geholfen. Gemeinsam können wir viel mehr erreichen, als jeder für sich, ganz zu schweigen von den unsäglichen Schnittstellenfehlern.

      Die DGfM möchte bei der Entwicklung die Kartierer und Landeskoordinatoren mit einbeziehen, um neben der Optimierung auch eine größtmögliche Akzeptanz zu erreichen.
      Der nächste von uns geplante Schritt ist die Erstellung eines Pflichtenheftes. Den ersten Entwurf dazu wollte Martin Schmidt bis Mitte des Jahres machen.

      Schöne Ostertage, Peter
    • Hallo Peter,

      in Bayern werden derzeit schon sieben Pilz-Kartierungsprogramme +/- genutzt.

      Allein diese Tatsache zeigt doch, dass sich kein Programm richtig durchsetzen konnte.

      Wenn du und die BMG ihre Ressourcen

      was ich in meiner Freizeit mache, musst du schon mir überlassen. Die BMG hat hier kaum Ressourcen verbraucht.

      das von der DGfM als nächstes geplante Online-Kartierungsprogramm im Sinne der Kartierer gemeinsam zu entwickeln, wäre allen ...

      Es gibt ein absolutes Profiprogramm kostenlos. Es heißt "Recorder" und hat lediglich keine Taxref-Liste integriert. Die Entwickler haben auf meine Anfrage hin erklärt, dass sie eine derartige Liste gerne einspielen würde. Dann würde ein Programm für Pflanzen, Tiere und Pilze existieren. Dieses Programm gibt es schon mindestens 10 Jahre. Als Backend wird ein SQL-Server verwendet. Das Programm wäre deshalb ideal dazu geeignet eine Client/Server-Lösung zu schaffen. Warum hat die DGFM dieses Programm nicht verwendet? Warum wird hier wieder neu entwickelt, bzw warum werden von der DGFM Resourcen für eine "Neuentwicklung" verbraucht?

      Die DGfM möchte bei der Entwicklung die Kartierer und Landeskoordinatoren mit einbeziehen, um neben der Optimierung auch eine größtmögliche Akzeptanz zu erreichen.

      Da bin ich mal gespannt.

      Der nächste von uns geplante Schritt ist die Erstellung eines Pflichtenheftes. Den ersten Entwurf dazu wollte Martin Schmidt bis Mitte des Jahres machen.

      Genau das muss her. Dann ist es auch kein Problem Daten aus anderen Anwendungen zu importieren, da dann ja genau festgelegt ist welches Feld welche Form der Daten (Integer / Text / Datumsformat usw.) benötigt.

      Frank schrieb:
      Zwei Fragen bleiben aber für mich noch unklar: Welche Referenzlisten willst du verwenden und was ist der eigentliche Grund, Mykis abzulehnen.

      Hier möchte ich mich aus Kompatibiltätsgründen an die Taxrefliste von Mykis halten.
      Zum Grund: Bisher habe ich noch auf keiner Tagung, außer in Mamming, Listen von Mykis erhalten. Jeder liefert seine Daten in einer anderen Form ( schlecht lesbare handgeschriebene Listen, Excel-Tabellen, Word-Dateien usw.). Wenn ich es erreichen kann, dass die Tagungsteilnehmer noch während der Tagung die von Ihnen bereits bestimmten Pilze in mein Programm direkt vor Ort eingeben, hat nicht nur die BMG davon profitiert. Die Teilnehmer bekommen dann am Ende der Tagung sauber ausgedruckte Fundlisten. Dazu werde ich bei der nächsten Tagung zwei Laptops aufstellen. Mal sehen ob das klappt.
      Also Frank, der Grund ist demnach, dass nach meiner Erfahrung Mykis kaum benutzt wird. Ich höre immer nur: "Kann das Programm nicht installieren", "Es hat einmal funktioniert, dann nicht mehr", "Ich komme mit der Bedienung nicht zu recht" usw.
      Auch die Tatsache, dass du über 200 Lizenzen verteilt hast, heißt noch lange nicht, dass alle diese Leute das Programm auch wirklich nutzen. Manche halt nur einmal und dann nie wieder.

      VG
      Alfred
    • Hallo in die Runde,

      AK_CCM schrieb:


      AK_CCM schrieb:


      F.Dämmrich schrieb:


      P.S. Bayern hat übrigens 564 MTB's :)

      Bist Du sicher? Ich habe so um die 240 Rahmenblätter in Erinnerung - ich hoffe, Du irrst Dich. ;)

      im OpenStreetMap-Forum wurde mir das zum Glück bestätigt:
      Der Kartensatz ATK25 (1:25.000) für Bayern besteht aus 237 Kartenblättern.

      Bevor die Verwirrung weiter zunimmt: ATK25 und TK25 sind zwei verschiedene Kartensätze:

      Landesamt für Digitalisierung Breitband und Vermessung schrieb:

      Die Kartenserie ATK25 ersetzt in den nächsten Jahren die bisherigen TK25-Rahmenblätter. Kontinuierlich erscheinen seit 2010 neue Ausgaben der ATK25. Mit 237 Kartenblättern wird das gesamte bayerische Gebiet abgebildet sein. Gegenüber einem Rahmenblatt 1:25 000 stellt ein ATK25-Blatt eine 3,5-fach größere Kartenfläche dar. [...] Anders als die bisherigen TK25-Rahmenblätter hat jedes Blatt der ATK25 einen großzügigen Überlappungsbereich zu den Nachbarkarten. Dies bietet dem Nutzer den Vorteil, dass alle größeren Städte (mit Ausnahme von München) auf einem einzigen Blatt komplett abgebildet werden.

      Weitere Informationen liefert dieses PDF-Dokument.

      Gemäß dieser Übersicht umfasst der (alte) Kartensatz TK25 inklusive den Randbereichen 598 Rahmenblätter.

      Apropos kostenloses Kartenmaterial für ehrenamtliche Kartierer:

      Bundesamt für Naturschutz schrieb:

      Das Bundesamt für Naturschutz stellt zur Förderung der ehrenamtlichen Erhebung und Bereitstellung von Verbreitungs- und Bestandsbeobachtungsdaten mit freundlicher Genehmigung des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG, www.bkg.bund.de), Frankfurt, bundesweit die Kartenblätter der TK25 (DTK 25-V © Vermessungsverwaltungen der Bundesländer und BKG) zur Verfügung.
      Die Bedingung des BKG: Die Nutzung darf nur im Rahmen von Kartierungsprojekten erfolgen, die die frei verfügbare Kartierungssoftware Recorder-D einsetzen.

      Quelle: floraweb.de/recorder/tk25_kacheln/

      Blanker Hohn und politische Willkür.

      Gruß, Andreas
      Ein früher Vogel tappt im Dunkeln.
    • Heureka! Es ist geschafft: Der Kartensatz von Bayern basierend auf der OpenTopoMap im Blattschnitt der topografischen Karten 1:25.000 (TK25) ist fertig. Die Rahmenblätter liegen als GeoTIFF-Dateien mit den zugehörigen World-Files (.tfw) und den Referenzdateien für das Forstware-Geoinformationssystem (.fwr) vor. Zugunsten der Dateigröße wurde die Farbtiefe auf 8 Bit (256 Farben) reduziert und als Auflösung wurde 2,5 m pro Pixel gewählt. Dadurch passt der komplette Kartensatz (4,05 GB) auf eine einzelne DVD.

      Dadurch können wir bayerischen Pilzkundler jetzt die GIS-gestützte Fundortdefinition in MykIS nutzen, unabhängig davon, dass das hiesige Landesvermessungsamt kein kostenloses Kartenmaterial im Rahmen der ehrenamtlichen Pilzkartierung zur Verfügung stellt. Für mich immer noch ein Unding, dass die Benutzer des vom Bundesamt für Naturschutz propagierten Programms Recorder D entsprechende Karten kostenlos nutzen dürfen!

      Eine DVD mit den den Karten ist auf dem Weg zu Frank Dämmrich. Sobald Peter Karasch aus dem Urlaub zurück ist, wird die Verteilung der Karten koordiniert. Evtl. kann ich dabei mit meinem Dropbox-Account behilflich sein. Bitte noch um etwas Geduld.

      Abschließend vielen Dank an alle beteiligten Helfer der deutschsprachigen OpenStreetMap-Community, allen voran Max Berger für das Aufsetzen und geduldige Konfigurieren eines Mapservers sowie das Bereitstellen der Rahmenblätter, Sven Kasparz für seinen hilfreichen Rat und das Überprüfen der Blattschnitte und natürlich Stefan Erhardt für die Erlaubnis, alle Kacheln der OpenTopoMap-Bayernkarte für den Mapserver herunterzuladen. Darüber hinaus gilt unser Dank Gerald Seiger, den Entwickler der Programmbasis von MykIS, der innerhalb kürzester Zeit die Referenzdateien für das Forstware-GIS erstellte und uns zur Verfügung stellte. Zu guter Letzt bedanke ich mich bei Frank Dämmrich für seinen unermüdlichen Einsatz und Peter Karasch für seine Unterstützung des Projekts.

      Gruß, Andreas
      Ein früher Vogel tappt im Dunkeln.
    • Lieber Andreas,

      dir gilt besonderer Dank für deinen Einsatz, diese Karten für die bayerischen Nutzer von Mykis verfügbar zu machen. Von offizieller Seite des Landesamtes für Naturschutz wäre wohl auch in den nächsten Jahren nichts basiert. Du hast hartnäckig dieses Ziel verfolgt und nun sind die Kartierer auch in der Lage, GPS- genau ihre Fundorte in den bayerischen MTB-Karten zu finden und die Geodaten zu hinterlegen. Ähnliche Wege müssen nun auch noch für die Bundesländer gefunden werden, die ebenfalls keine Hilfe von ihren Landesämtern erhalten. Zwischenzeitlich ist ja die neue Funktion der Onlinesuche des Fundortes auf Google Maps in Mykis möglich.

      Beste Grüße
      Frank