Online-Kartierung 2.0 und MykIS: Wünsche und Anregungen

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    • Online-Kartierung 2.0 und MykIS: Wünsche und Anregungen

      Hallo in die Runde,

      in diesem Thema möchte ich ein paar Denkanstöße für die in Planung begriffene Neuprogrammierung der Online-Kartierung, aber auch für die Weiterentwicklung von MykIS als Variante zur stationären Funderfassung geben. Würde mich freuen, wenn sich weitere Pilzfreundinnen und -freunde hier zu Wort melden. So könnte mit der Zeit ein Sammelbecken für Ideen und Lösungsansätze entstehen, aus dem die zuständigen Personen der DGfM schöpfen können. Dann will ich mal den Anfang machen:

      Fundortdefinition über Kachel-/WebTile-Kartendienste

      In MykIS besteht die Möglichkeit, über das eingebettete Geoinformationssystem „PIA Pro“ einen Fundort auf einer Karte zu markieren und die Koordinaten anschließend ins Formular „Fundortbeschreibung“ zu übernehmen. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass auch die Höhenmeter und der nächstgelegene Ort automatisch eingetragen werden – Land und Kreis könnten aus den inzwischen implementierten Ortsdaten ergänzt werden. Für die GIS-gestützte Fundortdefinition stellen manche Landesvermessungsämter kostenloses Kartenmaterial zur Verfügung, aber leider nicht in allen Bundesländern. In solchen Fällen müssen die Benutzer i.d.R. mangels Alternativen auf diese Funktion verzichten.
      In den Zeiten bezahlbarer Internetanbindungen fände ich es deshalb sinnvoll, in das Programm einschlägige Kachel-/WebTile-Kartendienste wie OpenTopoMap, Bing Maps, Google Maps etc. zu integrieren. Damit kämen die Anwender in den Genuss einer zeitgemäßen Benutzeroberfläche mit einer blattschnittfreien Karte, Vergrößern und Verkleinern via Mausrad, Suche nach Orten, um nur ein paar Vorteile zu nennen. Aber vor allem wären die Anwender nicht länger auf die Rahmenblätter der Vermessungsämter angewiesen.

      Gruß, Andreas
      Ein früher Vogel tappt im Dunkeln.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AK_CCM ()

    • Hallo in die Runde,

      hier bin ich ganz neu, in einem der Pilz-Foren aber schon etwas länger und in OpenStreetMap schon einige Jahre aktiv.

      Zu MykIS kann ich weiter nichts beitragen, zur Intergration dynamischer Karten in Websites schon eher.

      Viele der grundsätzlichen Überlegungen dürften aber ohnehin unabhängig davon sein, in welches Tool die Karten integriert werden sollen.

      Kartendienste hat Andreas schon einige genannt, da sollte sich etwas finden lassen.

      Vielleicht können wir erstmal klären, woraus ein Datensatz eigentlich besteht?

      Nach meinen Verständnis sind das
      - Funddatum: erforderlich (tagesgenau?)
      - Gattungs- und Artname: erforderlich; muss in der aktuellen taxonom. Referenzliste aufgeführt sein
      - Messtischblatt-Nr.: erforderlich
      - Quadrant: anscheinend als Zahl 1-4, NW (oben links) = 1, und dann in Z-Formation (so ist es bei orchids.de)? - erforderlich?
      - Unterquadrant: s. Quadrant, aber optional?
      - Ort: erforderlich?
      - Bundes-/Nachbarland: erforderlich?
      - Koordinaten: optional?
      - Höhe: optional?
      - einige weitere optionale Angaben, die sich nicht aus der Position ableiten lassen

      Könnt ihr das bestätigen oder korrigieren?

      Beste Grüße,
      Craterelle
    • Hallo Craterelle

      und herzlich willkommen hier im Forum. Bei den Feldern der Online-Kartierung wird man sich wahrscheinlich an MykIS orientieren. Deshalb habe ich einfach mal ein paar Bildschirmfotos, insbesondere von den Karteireitern des Formulars Fundorte, zusammengestellt, damit Du einen Eindruck bekommst, welche Daten erhoben werden. Detaillierte Auskunft zu den einzelnen Punkten bekommst Du im MykIS-Handbuch.

      Gruß, Andreas
      Bilder
      • 2015-04-28_MykIS_Einzelnachweis.png

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      • 2015-04-28_MykIS_FO_Fundortbeschreibung.png

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      Ein früher Vogel tappt im Dunkeln.
    • Hm, ich hatte mich erstmal am bestehenden Online-Formular orientiert, das ist ja bedeutend schlanker.

      Wenn man das alles im neuen Online-Formular unterbringen will, muss man schon aufpassen, es nicht zu überfrachten und Werte wo immer sinnvoll möglichst zwischenzuspeichern (Cookies oder serverseitig benutzerspezifisch) und wiederzubenutzen.

      Hierzu würde für mich auch Kartenposition und Zoomfaktor gehören, damit nicht bei jedem Besuch neu von der Deutschlandkarte hereingezoomt werden muss.

      Im weiteren konzentriere ich mich auf Felder mit geografischem Bezug.

      Aus einer Karte bzw. der darin vom Benutzer per Klick festgelegten Position lassen sich nach meiner Einschätzung folgende Daten ermitteln:

      Koordinaten

      Gauss-Krüger-Werte: sicher nicht unmöglich, aber m.E. nicht sinnvoll. Die Koordinaten erlauben diese Transformation auch nachträglich.

      Blattnr. TK25, Quadrant: eigentlich s. Gauss-Krüger, aber ich habe den Eindruck gewonnen, das viele an diesem System zu hängen scheinen.

      Höhe: SRTM-Daten sind frei verfügbar und es gibt auch verschiedene Webservices dazu, allerdings ist die Genauigkeit nicht allzu hoch, vielleicht im 10m-Bereich. Außerdem kann es aufgrund besonderer geografischer Gegebenheiten Lücken in den Daten geben, wo dann keine Höhe ermittelbar ist. Dies sollte in Deutschland aber recht selten sein, es ist vor allem in extrem steilem Gelände ein Problem.

      Ortsangaben: Wird als "Reverse Geocoding" bezeichnet und u.a. von OSM angeboten. Land und Bundesland sollten sich im Regelfall extrahieren lassen, in Grenznähe kann es aber vereinzelt zu unglücklichen Zuordnungen kommen. Als nächstgelegene Ort kann ein Weiler, ein Dorf, eine Stadt, ein Stadtteil, ... ausgegeben werden.

      Ich habe zum Testen mal diese Daten in einer Karte zusammengefasst, externe Quellen bisher noch als Link:

      g0ldfish.bplaced.net/opentopo/
      (hineinzoomen und in die Karte klicken)
    • Ich habe noch einen Vorschlag:

      Wenn zu jedem Datensatz noch Werte für die Genauigkeit gespeichert würde, könnte man einerseits die Altbestände sinnvoll und automatisch mit Koordinaten versehen, ohne eine nicht vorhandene Genauigkeit vorzutäuschen. Die Koordinaten wären dann der Mittelpunkt und die Genauigkeit die Hälfte der Ausdehnung des Blatts/Quadrants/Unterquadrants.

      Auch für Neueintragungen mit Auswahlmöglichkeit der geografischen Position in einer Karte finde ich es sinnvoll. Man könnte alternativ zur Punktmarkierung einen Rechteckrahmen ziehen und dann Mittelpunkt und Genauigkeit automatisch ermitteln. Für Punktmarkierungen wäre die vorgegebene maximale Genauigkeit aus der Auflösung auf der jeweiligen Zoomstufe abschätzbar, könnte aber natürlich noch geändert werden.
    • Hallo Craterelle,

      Wenn zu jedem Datensatz noch Werte für die Genauigkeit gespeichert würde, könnte man einerseits die Altbestände sinnvoll und automatisch mit Koordinaten versehen, ohne eine nicht vorhandene Genauigkeit vorzutäuschen. Die Koordinaten wären dann der Mittelpunkt und die Genauigkeit die Hälfte der Ausdehnung des Blatts/Quadrants/Unterquadrants.


      Genau das macht Mykis im Hintergrund schon. Über "Berechnung von Gauß-Krüger-/UTM- und Geokoordinaten aus MTB's" im Menüpunkt "automatische Aktualisierung von Fundorten" werden je nach Genauigkeit der MTB Angabe die entsprechenden Dezimaldaten und die Genauigkeit abgespeichert. Sollten entsprechende Auswertungen oder Schnittstellen diese Daten mal benötigen, stehen sie jederzeit zur Verfügung.

      Beste Grüße
      Frank
    • Noch eine Überlegung: sollte man auch Bilder-Upload als Möglichkeit der Ortsbestimmung anbieten? Kameras und v.a. Smartphones mit GPS-Empfänger sind ja inzwischen schon recht verbreitet, und wenn man sowas hat, wäre es als Alternative zur Auswahl in der Karte recht bequem, einfach daraus die Koordinaten ablesen zu lassen.