Wer kennt diesen Sprödblättler?

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    • Wer kennt diesen Sprödblättler?

      Servus in die Runde,
      im vorderen Westerwald am Wegesrand, trockener Buchen-/Mischwald, zwischen Gras und Brombeeren am 06. September. Verstreut einige Exemplare eines recht großen Sprödblättlers in unterschiedlichem Stadium, mild, sehr entfernt stehende Lamellen und ohne besonderen Geruch.
      Mit meiner Literatur komme ich nicht weiter. Besonders die Sporen bekomme ich nicht zugeordnet.
      Wer kann helfen, beraten?
      Danke schon Mal, und noch ganz viel Regen.
      Grüße Euch
      Stefan
      Bilder
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    • Hallo,

      nein nein, das ist natürlich ein Täubling! Allerdings sind in deinem Präparat Fremdsporen zu sehen, vermutlich von einem Risspilz. Chamaemyces hätte übrigens kleine hyaline Sporen, würde da also auch nicht passen.

      Ich hätte Deinen Pilz eigentlich als Russula foetens angesprochen, aber da das Schnittbild keinerlei Andeutung von Kammern im Stiel zeigt, und der Geschmack mild sein soll, muss es was anderes sein. Der Stiel erinnert mich an Russula viscida, den es auch in rein gelbe Exemplaren geben kann. Allerdings dürfte der nicht absolut mild sein. Zumindest in den Lamellen müsste er schärflich schmecken, das Fleisch selbst kann schon mild sein - Täublinge immer in den Lamellen testen!
      Ein weiterer Hinweis auf R. viscida wäre eine rote KOH-Reaktion an den Flecken der Stielbasis, so wie das auch R. ochroleuca zeigt.

      Wenn Du nochmals nach Sporen schauen solltest, dann verwende am besten gleich Melzers, Täublingssporen muss man grundsätzlich damit behandeln.

      beste Grüße,
      Andreas
    • Wer kennt diesen Sprödblättler?

      Danke Peter, danke Andreas.
      Da hat bei meiner Aufsammlung wohl eine Inocybe über der Russula gelegen.
      Denn Reinlichkeit als oberstes Gebot beim Mikroskopieren habe ich doch bei Dir, Andreas, gelernt.

      Den Pilz kann ich nicht weiter untersuchen, da er bereits das Zeitliche gesegnet hat.
      R. viscida kommt der Sache, auch ohne Sporenbilder, sehr nahe. Obwohl Hutfarbe, die entfernt stehenden Lamellen und das mehr schwärzen als
      gilben/bräunen nicht so recht passen. Wohl aber der schorfige Stiel und Anderes mehr.

      Vielleicht lassen meine 2 dürftigen Mikro-Fotos vom Lamellen- Präparat noch eine Deutung zu.
      Beste Grüße vom Stefan
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