Simocybe coniophora aus dem Ruhrgebiet

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hallo Andreas,
      passende Literatur fehlt mir da leider noch, von daher hab ich das mit den spärlichen Infos im Netz abgeglichen und die Vorstellung der Art auf der Seite von Hans Bender ergab dann einen Volltreffer.
      Auch Karl Wehr hat den Fund dann aufgrund der gezeigten Bilder im Pilzforum.eu bestätuigen können.
      Liebe Grüße aussem Pott
      Björn
    • Krötenhocker schrieb:

      Hallo zusammen,

      ich verlinke hier mal einen ziemlich aktuellen Schlüssel von Hausknecht zu Simocybe, den ihr aber alle wahrscheinlich schon kennt:

      Hausknecht in Östr. Zeitschrift f. Pilzkunde

      Ich finde aber, dass mit den kleinen Sporen und den kopfigen Cheilocystiden wohl nur S.coniophora in Frage kommt, wenn die Gattung stimmt...



      @'Andreas
      hast du da eine andere Gattung im Kopf?

      LG, Jens

      Hallo Jens, danke für den Link.
      Wenn du schon nach einer anderen Gattung fragst, welche schwebt dir vor?
      Liebe Grüße aussem Pott
      Björn
    • Hallo Björn,

      mir gar keine. Ich habe mich nach Andreas Frage genau dieses gefragt. Aber mit dem verlinkten Schlüssel kommt man eindeutig zu eurer(deiner) Bestimmung. Wie und/oder womit hast du denn zur Gattung geschlüsselt?
      Wenn du das richtig gemacht hast, stimmt die Art. Wenn das aber zu Rimocybe oder Phaeogalera oder was weiß ich geführt hätte, stimmt die Art eben nicht.

      LG, Jens

      P.s.: Wenn ihr das nächste mal meinen Hauswald plündert..... ;)
    • Hallo Jens,
      geschlüsselt habe ich eigentlich gar nicht. Simocybe war schon im Gelände als Startoption gesetzt. ;)
      Ich habe eben dann die Daten erfasst und mit allem was ich so finden konnte abgeglichen.
      Hier , bender-biotop.de/pilz_der_woch…_simocybe_coniophora.html, ergab das ganze dann einen Treffer.

      Ich weiß das diese Arbeitsweise nicht unbedingt wissenschaftlich korrekt ist, aber führt sie doch gerne auch zum Ziel. Der Mangel an passender Literatur lässt für mich derzeit kaum andere Möglichkeiten zu.
      Spardosen für den Gröger und das Pilzkompendium sind aber schon angelegt ;)


      Soso, dein Hauswald also, guck dir mal die Seite des Arbeitskreises Pilzkunde Ruhr an. Dort findest du die Exkursionstermine, ins Grutholz geht's eigentlich jedes Jahr einmal. Mich selbst wird dieser Wald aber öfter mal sehen. Hat mir gut gefallen dort. Vielleicht zeigst mir da ja mal die "besonderen Ecken" :D
      Liebe Grüße aussem Pott
      Björn
    • Hallo,

      nein nein, ich hatte erst mal keine wirklichen Hintergdanken, sondern wollte nur wissen wie der Pilz bestimmt wurde und wie er gegen andere Arten - insbesondere S. centunculus - abgegrenzt ist.

      Ich bin immer erst mal skeptisch bei so ganz neuen Sachen und lese mich gerne mal ein wenn es was neu gefundenes gibt. Schließlich kann mir das ja auch mal über den Weg laufen *gg*

      Simocybe wäre für mich eine Gattung, mit der es sich mal lohnen würde, sich monographisch zu befassen, einschließlich molekularer Daten. Die Artenmenge ist halbwegs überschaubar und die Gattung leidlich gut definiert.
      trotzdem würde es mich nicht wundern, wenn sie polyphyletisch wäre. Der Aufbau der HDS ist doch ziemlich unterschiedlich innerhalb der Gattung, aber das haben wir bei Hydropus z.B. ja auch. Andererseits gibt es so abweichende Kollektionen, die doch immer nur als centunculus bestimmbar bleiben, dass ich auch hier noch Potential erkennen würde. In Berchtesgaden hatten wir eine Mini-Simocybe, die mehrfach gefunden wurde, immer an der Innenseite von Fichtenborke in Stammgrundnähe an vom Borkenkäfer befallenen Fichten. Wir hielten das für eine kleine Galerina zumächst, Hut 0,5 cm Durchmesser. Sporen etwas kleiner als S. centunculus. Aber insgesamt halt doch noch in deren Variationsbreite ....

      Also da gäbs noch manches zu forschen, glaube ich, und ob die Zystidenform kopfig vs. nicht kopfig so eine große Rolle spielt, scheint mir fragwürdig - vgl. Tubaria .... Auch die Stielausprägung mag nicht notwendigerweise so wichtig sein, dass man das gleich als ersten Schlüsselschritt nehmen sollte.

      beste Grüße,
      Andreas
    • Hallo Björn,

      natürlich kenne ich die APR-Seite und war auch schon mit auf einer Exkursion. Nur passen die meistens nicht in meine Freizeitplanung.

      Zum Grutholz:
      Ich wohne hier noch nicht solange; als das ich hier Hotspots kennen gelernt haben könnte. Wenn ich welche finde, bist du gerne eingeladen. Solltest du hier vorher welche finden....

      Aber eigentlich immer interessant ist die Hoppenbruchhalde bei Herne-Wanne, die hat die APR (glaube ich) auch alljährlich auf der Exkursionsliste.

      LG, Jens
    • Andreas schrieb:

      Hallo,

      nein nein, ich hatte erst mal keine wirklichen Hintergdanken, sondern wollte nur wissen wie der Pilz bestimmt wurde und wie er gegen andere Arten - insbesondere S. centunculus - abgegrenzt ist.

      Ich bin immer erst mal skeptisch bei so ganz neuen Sachen und lese mich gerne mal ein wenn es was neu gefundenes gibt. Schließlich kann mir das ja auch mal über den Weg laufen *gg*

      Simocybe wäre für mich eine Gattung, mit der es sich mal lohnen würde, sich monographisch zu befassen, einschließlich molekularer Daten. Die Artenmenge ist halbwegs überschaubar und die Gattung leidlich gut definiert.
      trotzdem würde es mich nicht wundern, wenn sie polyphyletisch wäre. Der Aufbau der HDS ist doch ziemlich unterschiedlich innerhalb der Gattung, aber das haben wir bei Hydropus z.B. ja auch. Andererseits gibt es so abweichende Kollektionen, die doch immer nur als centunculus bestimmbar bleiben, dass ich auch hier noch Potential erkennen würde. In Berchtesgaden hatten wir eine Mini-Simocybe, die mehrfach gefunden wurde, immer an der Innenseite von Fichtenborke in Stammgrundnähe an vom Borkenkäfer befallenen Fichten. Wir hielten das für eine kleine Galerina zumächst, Hut 0,5 cm Durchmesser. Sporen etwas kleiner als S. centunculus. Aber insgesamt halt doch noch in deren Variationsbreite ....

      Also da gäbs noch manches zu forschen, glaube ich, und ob die Zystidenform kopfig vs. nicht kopfig so eine große Rolle spielt, scheint mir fragwürdig - vgl. Tubaria .... Auch die Stielausprägung mag nicht notwendigerweise so wichtig sein, dass man das gleich als ersten Schlüsselschritt nehmen sollte.

      beste Grüße,
      Andreas
      Hallo Andreas,
      ich schätze mal, dass alle Simocyben relativ selten sind und sich arg wenig Leute mit sowas befassen (wollen).
      Von daher sollte eine solche monografische Bearbeitung wohl eine recht langwierige Angelegenheit werden, oder?
      Freuen würde ich mich definitiv wenn es sowas in Bälde gäbe :rolleyes:

      Krötenhocker schrieb:

      Hallo Björn,

      natürlich kenne ich die APR-Seite und war auch schon mit auf einer Exkursion. Nur passen die meistens nicht in meine Freizeitplanung.

      Zum Grutholz:
      Ich wohne hier noch nicht solange; als das ich hier Hotspots kennen gelernt haben könnte. Wenn ich welche finde, bist du gerne eingeladen. Solltest du hier vorher welche finden....

      Aber eigentlich immer interessant ist die Hoppenbruchhalde bei Herne-Wanne, die hat die APR (glaube ich) auch alljährlich auf der Exkursionsliste.

      LG, Jens
      Hallo Jens,
      jetzt wo du es sagst... ich meine mich dunkel zu erinnern das einer der APRler dich mal erwähnt hat......

      Bislang war ich auch nur recht selten mal zu den offiziellen Terminen dabei, musste Sonntags immer arbeiten, hab aber den ein oder anderen langjährigen Teilnehmer mal für inoffizielle Termine gewinnen können ;)
      Ich schicke dir im Pilzforum mal ne PN mit meinen Kontaktdaten (hier finde ich nix wo das gehen könnte ;( ).
      Vielleicht finden wir mal nen gemeinsamen Termin.

      Die Halden hier im Pott sind generell interessante und vor allem Weltweit einzigartige Biotope.
      Im Frühjahr bringen meine Halden hier besonders gerne seltene Helvellas (H.atra, H.leucomelaena usw....) hervor. Auf der Hanielhalde gab´s im letzten Jahr sogar Arrhenia rickenii.
      Liebe Grüße aussem Pott
      Björn