Eingabe von Clavulina cristata

    • Hallo Tanja,

      Clavulina cristata ist jetzt Clavulina coralloides.

      Für die in Mykis zusätzlich enthaltenen Clavulina cristata-Varietäten gibt es leider keine Umkombinationen mit Clavulina coralloides. Die Clavaria- Spezialisten halten aber an diesen Varietäten in der Artenliste fest, obwohl sie z. B. im Index fungorum alle zu Clavulina coralloides gehören.

      LG

      Frank
    • Hallo Frank,

      machen man da nicht irgend etwas verkehrt? Oder könnte man die Eingabe nicht zumindest besser anbieten?
      Die DBs wie Mycobank oder IF halten einfach alle Namen (also auch nicht mehr gebräuchliche) und Varietäten vor.
      Bei der Eingabe von Funddaten würde es doch keine Rolle spielen, ob als Clavulina cristata oder als Clavulina coralloides, solange klar ist, dass die eine Art (warscheinlich) Synonym der anderen ist. Man muß nur unbedingt den Bezug der Namen zueinander aufrecht erhalten um bei Abfragen der DB eben (in diesem Fall) beide abzufragen.
      Man kann dann ja z.B. eine Abfrageausgabe machen wie: Komentar: eingegeben als Clavulina cristata

      LG, Jens
    • Hallo,

      das verstehe ich nicht. Wieso soll man Clavulina coralloides wieder zu cristata umbenennen müssen, weil es noch ein paar nicht umkombinierte Varietäten gibt?
      Ich dachte, wir würden mit MYKIS auch den Anspruch haben, so gut als möglich die aktuell gültigen Namen zu verwenden. Absichtlich einen (derzeit?) nicht akzeptierten Namen wieder zu installieren, nur damit es zu den Varietäten passt, halte ich für Nonsense, offen gestanden.
      Was macht ihr dann mit Macrolepiota venenata? Die ist auch noch nicht zu Chlorophyllum umkombiniert. Müssen jetzt alle Chlorphyllum-Arten wieder zurück zu Macrolepiota, damit es "passt"?

      beste Grüße,
      Andreas
    • Hallo,

      ich verstehe nicht, warum man nicht beide Namen anbietet. Nicht jeder wird diese Umkombination kennen. Wenn dann die Funde als cristata oder als coralloides eingegeben werden, sind sie doch immer noch abfragbar, solange man die Namen verknüpft, wie z.B. in Mycobank ......

      hier wollte ich eigentlich das Mycobank Beispiel posten: mycobank.org/BioloMICS.aspx?Ta…bank&Rec=63878&Fields=All

      So und nun steh ich da und verstehe gar nichts mehr. In Mycobank taucht Cl. cristata nicht als Synonym von Cl. coralloides auf. Also eigentlich gar nicht.
      Fehler in Myobank, Gehirnaussetzer von mir, vielleicht kann mir das mal jemand erklären.

      Ach und hier CL. cristata aus Mycobank: mycobank.org/BioloMICS.aspx?Ta…obank&Rec=5634&Fields=All

      Wenn ich diese Basis wähle, ist Calvulina cristata eine eigene Art und Clavulina coralloides f. cristata (Holmsk.) Franchi & M. Marchetti,
      Bollettino del Circulo Micologico G. Carini, 39: 21, 2000 das Synonym und Cl. coralloides taucht nicht auf.

      Fragende Grüße,

      Jens
    • Hallo Andreas und Jens,

      vielen Dank für eure Antworten, die auch mal zeigen, mit welchen Problemen ich zum Teil bei der Artenliste zu tun habe. Ich muß teilweise auch Kompromisse eingehen, da es unterschiedliche Auffassungen gibt.
      Die Unterschiede in Index fungorum und Mycobank sind oft verwirrend und in diesem Falle wäre Clavulina cristata in Mycobank ein gültiger Name und in Index fungorum ein Synonym von Clavulina coralloides.


      Ich dachte, wir würden mit MYKIS auch den Anspruch haben, so gut als möglich die aktuell gültigen Namen zu verwenden.

      Diesen Anspruch möchte ich natürlich bei der Pflege der Artenliste gerecht werden. Aber wenn es schon bei den großen Internetportalen oft keine Übereinstimmung gibt, ist für mich dieser Anspruch manchmal schwer durchzusetzen. Deshalb sind für die Pflege der Artenliste entsprechende Gattungsspezialisten mit aktiv, deren Zustimmung ich mir auch für dieses spezielle Beispiel einholen werde.


      In Mykis sind natürlich immer beide Namen enthalten, nur bei der Fundeingabe steht nur der (derzeit) gültige Namen zur Auswahl. Das hat den Hintergrund, dass es von vielen Arten gleiche Namen gibt, die nur durch "sensu sowieso" bzw. einen anderen Autorennamen unterschieden werden. Bei der Fundeingabe müßte ich also die Auswahl mit Autorenname und Qualifizierungsvermerk zur Verfügung stellen und zusätzlich noch kenntlich machen, zu welcher Art der angezeigte Namen noch Synonym ist. Das ist zwar programmiertechnisch vielleicht noch hinzukriegen, wäre aber wohl (vorsichtig ausgedrückt) sehr unübersichtlich.

      Ich bin ich für alle vernünftigen Lösungen offen und freue mich auf weitere Diskussionen.

      Beste Grüße

      Frank

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von F.Dämmrich ()

    • Hallo,
      Nur nochmal, was wohl mein Problem war. Normalerweise, wenn ich einen Namen nicht finde, such ich nach dem Synonym. Klappt ja auch wunderbar.
      Ich bin bei Clavulina cristata einfach nicht drauf gekommen, weil die vielen Varietäten aufgetaucht waren und so der Eindruck entstand, dass C. cristata schon noch aktuell sei. Und am Ende zweifel ich dann sogar dran, ob cristata und coralloides ein- und dasselbe ist oder ob ich da was verwechsel.
      Ich bin da jetzt schon zweimal drauf reingefallen. Hab genau die Erklärung schon mal gehabt und dann brav immer coralloides eingegeben, aber neulich war´s eben wieder aus dem Kopf....
      Eigentlich kann man sich das ja auch merken, ist ja wohl nur ein Fall - oder?

      VG, Tanja
    • Hallo Frank,

      ich stehe eigentlich vor dem gleichen Problem, da ich für meine Funde und Sporenvermessungen auch eine Grundlage brauche. Ich werde die Mycobank-Daten als Grundlage nehmen und der Index wird die MB-Nummer (Mycobank-Nummer des Datensatzes) sein. Durch eine Einschränkung der Daten auf z.B. nur korrekt beschriebene und was es da noch gibt, kann man den Datenwust bestimmt kleiner halten, genau wie über ein Aus-/Einblenden von Varietäten, Forma und so.

      Eingabe der Daten
      Aber so ganz ausgegoren ist dass alles bei mir noch nicht. Sinnvoll wäre wohl die Angabe einer Synonymliste, in der der aktuell gebräuchliche Name hervorgehoben ist, um die Auswahl zu vereinfachen. Nur müßte das wieder mit hohem Aufwand gepflegt werden. Mycobank hat z.B. ein Feld in dem bei vielen Namen steht "currently use", also "derzeit in Gebrauch". Auf das werde ich z.B. zurückgreifen und ggf. selber durch eigene Erkenntnisse oder durch die Erkenntnisse anderer User pflegen. Hat IF eigentlich auch so eine Möglichkeit?

      Ausgabe der Daten
      Warum also nicht alle Namen anbieten (Einschränkungen darf der User selber zwecks Übersichtlichkeit auswählen) und wer sich gerade mit einer Art
      intensiver auseinander setzt, kann dann die Daten der synonymisierten
      einfach mit übernehmen (anzeigen, auswerten, usw.), z.B. hier mit dem
      Zusatz "als Cl. cristata).
      Ich stelle mir das so vor, dass man durch eine Mehrfach-Auswahl Datensätze zum Vergleich (bei dir
      dann in der Fundliste) auswählen kann und in meinem Fall dann z.B. die
      Datensätze, die unter mehreren MB-Nummern (Namen) abgespeichert sind.

      LG, Jens
    • Hallo in die Runde,

      Andreas schrieb:

      das verstehe ich nicht. Wieso soll man Clavulina coralloides wieder zu cristata umbenennen müssen, weil es noch ein paar nicht umkombinierte Varietäten gibt? [...] Absichtlich einen (derzeit?) nicht akzeptierten Namen wieder zu installieren, nur damit es zu den Varietäten passt, halte ich für Nonsense, offen gestanden.


      sehe das genauso wie Andreas: Das macht keinen Sinn. Könnte man alternativ nicht die zugehörigen Formen und Varietäten eines umkombinierten Taxons entsprechend provisorisch umkombinieren (nom. prov.)?

      Gruß, Andreas
    • Hallo Andreas,

      diese nom. prov. würden dann als offizielle Artnamen in der Mykis Artenliste stehen, die mal als Referenzliste für alle Kartierungsprogramme in Deutschland als Basis dienen soll. In so eine Liste gehören keine provisorischen Namen, vor allem nicht, wenn es sich um Namen handelt, die höchstwahrscheinlich nie geändert werden.

      LG

      Frank