Pilze im Winter

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    • Pilze im Winter

      Hallo,

      heute war ich im Wald, es war trübe, Himmel bedeckt, und im Wald ziemlic dunkel. Ich war hier im Südharz im Nadelwald.
      Gefunden habe ich von den Arten, die mich am meisten interessieren: eine gute Handvoll später Zimthautköpfe,(Cortinarius Derm cinnamomeus) giftig, nicht eßbar, nur zum Färben geeignet! und einige rauchgraue Schwefelköpfe (Hypholoma capnoides) eßbar, aber ich nehme sie auch zum Färben, sie färben ein klares helles gelb.
      Ausser mir, war sonst weit und breit kein Mensch im Wald zu sehen.(Fand ich sehr schön!) Sonst, zur Steinpilzzeit begegnen einem dort ständig andere Leute!
      Bei uns am Haus und am Bachrand, wo unser Grundstück endet, fand ich noch weitere Samtfußrüblinge, die ich zum Sonntagsbraten dazu gegeben habe! Lecker 8o

      Liebe Grüße
      Karin
    • Hallo Flammulina,

      hier ist ein Foto dieser Zimthautköpfe (Cort.Derm.cinnamomea) es sind kleine Pilzchen mit einem Durchmesser von etwa 3-8 cm Hutdurchmesser. Du hast doch bestimmt ein Bestimmungsbuch. Da sind sie meist zusammen gefaßt mit den Blutblättrigen- und Bluthautköpfen. Sie sind alle sehr ähnlich, oft nur an der leuchtenden, lebhaften Lamellenfarbe unterscheidbar. Mal sehen, ob das Foto scharf rüberkommt, ich habe es stark verkleinert. Wenn es gar nicht mitkommt, mache ich es nochmal kleiner. Ich empfehle Dir unbedingt an Pilzexkursionen teil zu nehmen. Die Hatköpfe sind Spätherbstpilze, die oft erst mitte September zu sehen sind.

      Liebe Grüße
      Karin
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      • Zimth8.JPG

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    • Pilze im Winter

      Hallo die Damen

      Pilze im Winter zu finden ist wirklich eine schöne Sache.
      Besonders, wenn jeder die Pilze findet die ihn besonders ansprechen!

      Beim Winterfund vom Tigelteuerling fällt mir spontan ein: "Jedes Töpfchen(Tigelchen) findet sein Deckelchen"
      Wirklich possierlich und aussergewöhnlich dieser Pilz des Jahres.

      Daß Karin mitten im Winter ihre geliebten Färbepilze findet hat mich schon eher überrascht, aber auf diese Arten richtet sich das Augenmerk des selbsüchtigen Sammlers von Speisepilzen eben nicht so sehr.

      Da ist man schon zufrieden, wenn man für's Mittagessen eine Hand voll Samtfußrüblinge im Garten ernten kann, die am Stumpf eines Hibiskus immer im Winter sprossen.

      Häufiger findet man jetzt ja auf Mulch und Holzlagerplätzen den (Winter-) Trompetenschnitzling, leider für mich nicht zu gebrauchen.

      Aber mit gezielter Suche lässt sich in feuchten Biotopen an Holunder reiche Ernte an Judasohren einfahren.

      Kürzlich waren es 300 gr, heute über 500gr., fast schon zuviel, da ich wegen des herrlich sonnigen Wetters erst spät wieder zu Hause war. Da gab's ein bisschen Stress:
      1) Umziehen, dann Kaffe kochen, trinken und relaxen beim ...
      2) Mails abrufen, dann gemütlich
      3) duschen und mit einer
      4) gemütlichen Tasse Tee genüsslich zu Abend essen, danach
      5) Pilze säubern (teilweise!) - es eilt ...
      6) ab zum Kegelabend bis ca. 11:00 Uhr
      7) endlich Pilze fertig machen für Trocknung (auf dem Pellet-ofen)
      und schon gibts Feierabend mit einem schönen Gläschen Lemberger aus Heilbronn (geht doch!)

      meine aktuellen Winterpilzfunde:

      Trompetenschnitzlinge
      Samtfußrübinge
      gweihförmige Holkeule
      Rotpustelpilz
      runzeliger Schichtpilz
      Judasohr (da werd ich noch ein paar Fundbilder nachreichen)

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      LG Spinnich 8-)
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      • Trompetenschnitzling (3).JPG

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      • Trompetenschnitzling (5).JPG

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      • Samtfußrüblinge (1).JPG

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      • Geweihförmige Holzkeule (Xylaria hypoxylon).JPG

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      • runzeliger Schichtpilz (Stereum rugosum) (2).JPG

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    • Hallo Pilzpic,

      meines Wissens enthält kein Becherling wasserlösliche Farbstoffe. Hier der Scharlachrote Kelchbecherling???
      Besonders bei roten Pilzen hätte ich das auch sehr gerne, aber rot färben eben nur die Hautköpfe, weil Antrachinone enthalten sind, der Farbstoff, der auch in der Krappwurzel ist und rot bzw. orange färbt. (und giftig ist) Die Anthrachinone sind übrigens ein ganzer Farbstoffkomplex mit rot-, orange-, gelb- und braunfärbenden Anteilen. je nachdem welcher Anteil in dem jeweiligen Pilz am höchsten ist, so färbt der Pilz. Bei den Krappwurzeln ist es so, dass sich der braune Anteil bei höheren Temperaturen löst, als der rote.
      Bei den Hautköpfen habe ich das so noch nicht erlebt. Da kommt es auf die Art an.

      Liebe Grüße
      Karin
    • Pilze im Winter

      Hallo Karin

      Habe heute an Flammulina gedacht, die hier so fleißig im Forum schreibt und bin daher am Nachmittag noch mal schnell in den Wald gezischt.
      Meine Frau hatte mir im Dezember mal einen Pilz von dort zur Bestimmung mitgebracht. Leider waren einige Tage später, als ich mal eben Zeit hatte alle Pilze ausgerissen. Letzte Woche war mein bestes Stück mal wieder beim Walken an der gleichen Stelle. Es waren wieder ein paar Pilzchen am sprießen.
      Heute habe ich dann dort ca. 150 g geerntet. Flammulina velutipes ist doch wirklich schön standorttreu und lässt sich an früheren Fundstellen immer wieder finden.
      Wie Du schon berichtet hast, ist man zur Zeit bei Waldspaziergängen meist völlig allein.
      Sicher hast Du inzwischen auch noch ein paar Funde gemacht, ob nun für deine Zwecke brauchbar oder auch nicht.
      Bei der milden Witterung müssten jetzt ja schon bald einige Frühjahrspilze sprießen.
      Darauf deutet auch der Becherlings-Fund von pilzpic hin.

      Bin mal auf Eure nächsten Fundinfos gespannt.

      Gruß Spinnich :rolleyes:
    • Hallo Spinnich, hallo an alle anderen.... schöne Funde! ich möchte unbedingt ! auch mal solche Becherlinge finden, die sind sooo schön...
      Inzwischen habe ich einige neue Samtfussrüblings-Plätze entdeckt und etwas geerntet. Judasohren wachsen bei uns direkt vor der Haustüre am uralten Holunder. Ich trockne sie meist und verwende die dann im Wok. Heute habe ich wieder einen neuen Baumporling entdeckt, bin noch am rätseln - evtl. eine raue Tramete. Zu meinen weiteren Funden gehört noch eine wunderhübsche striegelige Tramete.
      Übrigens war vom gemeinen Spaltblättling vor wenigen Wochen ein toller Bericht in "Wissen vor 8" im Ersten hier der link:http://www.daserste.de/information/wisse...z-100.html
      lg Flammulina
      Es gibt 3 Wege sein Ziel zu erreichen: Den richtigen, den falschen und den eigenen! ;)
    • Pilze im Winter - Sendungshinweis: wissen-vor-acht-zukunft

      Hallo Flammulina

      Tatsächlich ein hochinteressanter Bericht zum gemeinen Spaltblättling als potentiellem "Ölbohrpilz", danke für den Hinweis.
      Da kann man nur sagen besser umweltfreundliche Ölförderung mit Schizophyllan vom Spaltblättling als schizofren mittels Fracking, so sich diese neue geniale Idee als umweltverträglich und technologisch durchführbar herausstellt.

      Bleibt nur zu hoffen, daß keine gesundheitlichen Risiken vom Einsatz des Spaltblättling bei dieser Methode ausgehen.
      Der an und für sich harmlose (ungenießbare) Pilz wird ja inzwischen als tödlich giftig eingestuft, weil er nachweislich immungeschwächte Personen befallen kann: Bei geschwächten Menschen können durch Einatmen der Sporen gesundheitliche Schäden der Atemwege, einschließlich der Lunge auftreten.
      Desweiteren können wohl Mundschleimhäute, Zehnägel und das Hirn betroffen sein.
      123pilze.de/DreamHC/Download/Spaltblaettling.htm
      fotocommunity.de/pc/pc/display/16256795
      Denke aber nicht, dass wir uns deshalb ernstlich Sorgen machen sollten.
      pilzepilze.de/cgi-bin/webbbs/p…00.pl?noframes;read=12208

      Hoffe die Samtfussrüblinge haben geschmeckt, leider scheint es jetzt mit der Saison zu Ende zu gehen (zu warm ?)
      Die Judasohren verwende ich genauso wie Du als leckere Wok-Zutat.

      LG Spinnich 8o
    • Hallo Spinnich, freut mich das Dir der Link gefallen hat. Ich habe auch gelesen, dass der Spaltblättling in asiatischen Ländern einmal Marktpilz war...DAnke für die weiterführenden Links.
      Gestern habe ich nochmals die Plätze der Samtfüsserl aufgesucht - da gibt's nichts mehr zu holen..... wie Du schreibst, es ist zu warm.
      Ich werde mich nun langsam auf die grosse Pilz-Schwemme vorbereiten - die mich mit Sicherheit erschlagen wird... Jetzt war es ja noch relativ einfach: Pilz finden und versuchen zu bestimmen, so viel Auswahl gabs ja nicht...
      Mein Trameten -Fund hat sich wohl bestätigt: Es ist die raue oder rötende Tramete. Mein Pilz Nummer 25! den ich seit November 2013 mit Beginn der Ausbildung entdeckt und (hoffentlich) mit Hilfe von Kennern richtig bestimmt habe. Ne ganze Menge schon - und wie gesagt, jetzt geht's ja dann erst richtig los
      lg Flammulina :)
      Es gibt 3 Wege sein Ziel zu erreichen: Den richtigen, den falschen und den eigenen! ;)