Ortschaften (D) im Lieferumfang von MykIS wünschenswert

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    • Ortschaften (D) im Lieferumfang von MykIS wünschenswert

      Hallo MykIS-Nutzer,
      hallo Frank,

      seit einigen Stunden sichte ich jetzt die aus Pilzkartierung 2000 Online importierten Datensätze und vereinheitliche die Orte und Ortslagen - eine Sisyphusarbeit. Immer stärker keimt in mir der Wunsch, nicht jede Ortschaft einzeln von Hand anlegen zu müssen. Wieviel Zeit könnte man sich sparen, wären alle Ortschaften in Deutschland mit den wichtigsten Eckdaten bereits in MykIS hinterlegt? Man bräuchte nur noch die Ortslagen erstellen und sie zusammen mit den Orten zu Fundorten zu kombinieren. Gleichzeitig hätte man einen Riesenschritt in Richtung einheitliche Datensätze gemacht ohne den Anwender zu gängeln, weil es für ihn schlicht bequemer ist, als das eingefahrene System beizubehalten. Optional könnte man dies natürlich weiterhin ermöglichen, um Kontroversen zu vermeiden.

      Wie seht ihr das? Gibt oder gab es eine solche Überlegung schon? Ließe sich das realisieren?

      Gruß, Andreas
      Ein früher Vogel tappt im Dunkeln.
    • Hallo Andreas,

      Grundsätzlich finde ich das auch (mitlerweile - ich mache dasselbe wie du) wünschenswert.

      Allerdings schränkt es schon ein wenig die Nutzbarkeit des einzelnen ein, zugunsten einer praktikablen Nutzung in zusammengeführten Datenbanken. Als ich meine eigenen Funde angelegt hatte bzw. Jena, hatte ich anfangs jeden kleinen Ort um Jena als Ort angelegt, weil Jena-Wogau und Jena-Cospeda für mich Welten sind, wenn ich mich ausschließlich um Jena tummel. Ich kann so sehr viel feiner anlegen, ohne meterlange Ortslagen zu kreieren. Das wäre für mich heute aber kein echtes Argument mehr.

      Dann bräuchte man trotzdem, wenn man Ortsnamen vereinheitlicht, einheitliche Verwendung. Nimmt man von vorneherein die MTB-Namen, kann man es eigentlich fast auch lassen, weil man ja das MTB sowieso hat und hat wieder nur ein echtes Eingabefeld für Ort. (Mache ich derzeit zwar so, aber damit beschränke ich zugunsten der Einheitlichkeit.

      Wenn ich das nicht tu, ist die Gefahr, dass die Ortsnamen nicht einheitlich verwendet werden, bzw. Gebiete zerrissen. Dann gibt es dann einmal "Jena, Wöllmisse" und einmal "Schöngleina, Wöllmisse" und die Kartierer kreuzen sich doch auf ihrer Tour. Man bräuchte eine Karte, die die Gebiete zuordnet und die Grenzen für jeden nachvollziehbar darstellt - und da sind wir dann wieder bei den MTB.

      Wenn man auswertet, schaut man ja allerhöchstens nach dem gesamten Fundort und der sollte in sich geschlossen und einheitlich sein. Deshalb finde ich es mit dem MTB Namen vorweg am einfachsten. Die verschiedenen Schreibweisen von "Gebiet xy" lassen sich recht gut vereinheitlichen und für die Funde, die nur den Quadrant erkennen lassen, lege ich die Ortslage "Q xy (die Namen gibt es einheitlich, da jeder Quadrant einen Namen hat, den der 1:10000-Karte) an. Analog zum Fundort.

      Ich bin nicht ganz sicher, wie ich zu einheitlichen Fundortnamen stehe, verlockend (weil viel Arbeit gespart wird) ist es aber.

      Viele Grüße,

      Tanja
    • Hallo Tanja,

      ich dachte schon, dass nur ich mit dem Problem zu kämpfen habe. :S

      Huperzia schrieb:


      Allerdings schränkt es schon ein wenig die Nutzbarkeit des einzelnen ein, zugunsten einer praktikablen Nutzung in zusammengeführten Datenbanken. Als ich meine eigenen Funde angelegt hatte bzw. Jena, hatte ich anfangs jeden kleinen Ort um Jena als Ort angelegt, weil Jena-Wogau und Jena-Cospeda für mich Welten sind, wenn ich mich ausschließlich um Jena tummel. Ich kann so sehr viel feiner anlegen, ohne meterlange Ortslagen zu kreieren. Das wäre für mich heute aber kein echtes Argument mehr.

      Das eine muss das andere nicht zwingend ausschließen: Man könnte den MykIS-Anwenderinnen und -Anwendern die (löschgeschützten, aber editierbaren?) Orte anbieten und es ihnen wie bisher erlauben, neue Orte anzulegen. Denn auch ich gliedere zum Beispiel Augsburg mindestens in Planungsräume wie A.-Innenstadt, A.-Haunstetten-Siebenbrunn, A.-Hochzoll usw. und bin sogar am überlegen, die Orte mit Stadtbezirken noch feiner zu unterteilen.

      Weiter könnte ich mir vorstellen, dass diese verfeinerten Gliederungen im Laufe der Zeit in die "globale Liste der Ortschaften" integriert werden. Zumindest bei Städten fände ich das bis zur Ebene der Stadtbezirke sinnvoll, wenngleich nicht zwingend erforderlich.

      Dann bräuchte man trotzdem, wenn man Ortsnamen vereinheitlicht, einheitliche Verwendung. Nimmt man von vorneherein die MTB-Namen, kann man es eigentlich fast auch lassen, weil man ja das MTB sowieso hat und hat wieder nur ein echtes Eingabefeld für Ort. (Mache ich derzeit zwar so, aber damit beschränke ich zugunsten der Einheitlichkeit.

      Unterm Strich verbleibt mit "Ortslage" zwar nur ein einziges "freies" Eingabefeld. Aber Angaben wie Ortschaft, Stadtteil etc. fallen schon mal weg, weil es dafür das Feld "Ort" gibt. Und wenn ich Frank richtig verstanden habe, ermöglicht das Feld "Ortslage" Eingaben mit einer Länge von bis zu 255 Zeichen (!). Um das zu verdeutlichen, nachstehend ein Beispieltext in dieser Länge:

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      Noch eine Detailfrage an Frank: Wenn ein Fundort aus einem Ort und einer Ortslage kombiniert wird, wird die Bezeichnung dann auf 255 Zeichen gekürzt?

      Wenn ich das nicht tu, ist die Gefahr, dass die Ortsnamen nicht einheitlich verwendet werden, bzw. Gebiete zerrissen. Dann gibt es dann einmal "Jena, Wöllmisse" und einmal "Schöngleina, Wöllmisse" und die Kartierer kreuzen sich doch auf ihrer Tour.

      Ich denke, an der Datenbankpflege (Zusammenführen von Orten bzw. Fundorten) kommen die Landeskoordinatoren oder Sammelstellen der Datensätze nicht vorbei. In Deinem Fall würde ich den Ort "Schöngleina" in "Jena-Schöngleina" umbenennen und "Wöllmisse" als Ortslage beibehalten oder höchstens in "Wöllmisse (Hochebene)" umbenennen - habe ebens in der Wikipedia nachgeschaut, was das ist. Einige meiner Fundorte lauten z.B. "Buttenwiesen, LSG Geschwellgehau (bewirtschaft. Auwaldrelikt)" und "Hattenhofen, NSG Haspelmoor (Hochmoorrelikt des Alpenvorlands)". Das System aus Ort, Flurname und kurzer Biotopcharakterisierung erscheint mir sinnvoll, weil sich damit auch ortsfremde Nutzer auf einen Blick einen Eindruck vom Fundort verschaffen können. Wie benennst Du Deine Fundorte?

      Man bräuchte eine Karte, die die Gebiete zuordnet und die Grenzen für jeden nachvollziehbar darstellt - und da sind wir dann wieder bei den MTB.

      Wenn man auswertet, schaut man ja allerhöchstens nach dem gesamten Fundort und der sollte in sich geschlossen und einheitlich sein. Deshalb finde ich es mit dem MTB Namen vorweg am einfachsten. Die verschiedenen Schreibweisen von "Gebiet xy" lassen sich recht gut vereinheitlichen und für die Funde, die nur den Quadrant erkennen lassen, lege ich die Ortslage "Q xy (die Namen gibt es einheitlich, da jeder Quadrant einen Namen hat, den der 1:10000-Karte) an. Analog zum Fundort.

      MTB-Namen als Ortsbezeichnungen halte ich für wenig sinnvoll, da ein MTB durchaus mehrere Ortschaften/Stadtbezirke enthalten kann. Auch in Deinem Fall, wo ein Kartierer nur Straße und Hausnr. hinterlegt hatte, würde ich keinen MTB-Namen ergänzen - es sei denn, das MTB enthält nur eine Ortschaft. Sonst könntest Du schlimmstenfalls den Datensätz verfälschen, wenn der Fund in/bei einer Ortschaft gemacht wurde, die nicht als Namenspate des MTBs fungiert. Ansonsten müsstest Du Detektivarbeit leisten: Kommt die Straße nur in einer Ortschaft innerhalb des MTBs vor? So könnte man im günstigsten Fall den Ort konstruieren. Die Frage ist nur, ob es SInn macht, soviel Energie zu investieren? Ich würde das nicht machen.

      Gruß, Andreas
      Ein früher Vogel tappt im Dunkeln.
    • Hallo Andreas,



      Problem ist ja, dass eigentlich fast alle Funde zwischen Ortschaften gefunden werden. Und wenn ich einen Fund habe, dann muss ich entscheiden, welchem Ort ich ihn zuordne. Dem Ort 5km weg, von dem ich abgebogen bin oder dem Ort hinterm Berg 3 km weg oder der nächstgrößeren Stadt 10km weg oder einem 5-Häuser-Kaff 0,2 km weg oder oder .... oder dem Ort 1km weg, der durch einen Fluß getrennt ist...

      Ob ich meinen Ort nun Jena-Schöngleina oder Schöngleina nenne, ist ja Jacke wie Hose. Es sind zwei von "Jena" verschiedene Datensätze und dann hat man wieder das Problem, dass der eine es so und der andere so macht. Außerdem verwirrt es dann, dass Schöngleina nicht zu Jena gehört, sondern zum saale-Holzlandkreis und bisher habe ich "Jena-Ortsname" nur für die eingemeindeten Orte genommen.

      Was macht man mit dem Schönbuch? Werden das dann so viele Fundorte wie Orte, die drumherumliegen? (Quadranten sind begrenzt ;-)) Man muss sich darüber also auch mit allen Kartierern verständigen, wenn es eine Hilfe sein sollen oder wenigstens selbst ein ganz stringentes Zuordnen betreiben, was ich auf Quadrantenbasis leichter finde.

      Natürlich kann ein MTB mehrere Orte enthalten und in einigen Fällen (hier in Thüringen hält sich das in Grenzen) macht es vielleicht auch überhaupt keinen Sinn. Ich mache das derzeit so, dass ich das MTB als Fundort nehme, entweder, wenn es sowieso heißt wie der nächstgelegene Ort (oder einer der ebenso gut nächstgelegen ist wie der ursprüngliche) oder wenn ich nichts anderes habe als eben diese Angaben und ich den Platz irgendwie sinnvoll füllen möchte. Wenn ich MTB oder Quadrantenname verwende setze ich MTB oder Q davor. Bei Quadranten kommt das öfter vor, wenn ich nur eine ungenaue Angabe über den Ort habe, bzw der Quadrant sehr uneinheitlich ist.

      Ich bin aber noch am Suchen, habe mir von Andreas (Vesper) seine Fundortnamen mal schicken lassen und überlege gerade, wie es hier sinnvoll ist. Wenn man aber mit vielen Funden hantiert, die sehr heterogen hereinkommen, dann ist MTB und Quadrant eben das sicherste, finde ich.

      Viele grüße,

      Tanja
    • Hallo Tanja,

      Huperzia schrieb:


      Problem ist ja, dass eigentlich fast alle Funde zwischen Ortschaften gefunden werden. Und wenn ich einen Fund habe, dann muss ich entscheiden, welchem Ort ich ihn zuordne. Dem Ort 5km weg, von dem ich abgebogen bin oder dem Ort hinterm Berg 3 km weg oder der nächstgrößeren Stadt 10km weg oder einem 5-Häuser-Kaff 0,2 km weg oder oder .... oder dem Ort 1km weg, der durch einen Fluß getrennt ist...

      da sehe ich hingegen kein Problem: Ich nehme einfach die nächstgelegene Ortschaft, unabhängig davon, ob zwischen Fundort und der Ortschaft ein Fluss oder ein Berg (btw. was bezeichnest Du denn als Berg *fg*) liegt. Und ein 5-Häuser-Kaff gehört in der Regel zu einer größeren Ortschaft. Ich erfasse solche Ortsteile zusammen mit den Ortschaften, z.B. "Mertingen-Druisheim" oder "Mertingen-Heißesheim".

      Ob ich meinen Ort nun Jena-Schöngleina oder Schöngleina nenne, ist ja Jacke wie Hose. Es sind zwei von "Jena" verschiedene Datensätze und dann hat man wieder das Problem, dass der eine es so und der andere so macht. Außerdem verwirrt es dann, dass Schöngleina nicht zu Jena gehört, sondern zum saale-Holzlandkreis und bisher habe ich "Jena-Ortsname" nur für die eingemeindeten Orte genommen.

      Mein Fehler: Ich nahm an, dass Schöngleina zu Jena gehört. Das ist nicht der Fall, insofern würde ich den Ort als "Schöngleina" erfassen.

      Was macht man mit dem Schönbuch? Werden das dann so viele Fundorte wie Orte, die drumherumliegen? (Quadranten sind begrenzt ;-)) Man muss sich darüber also auch mit allen Kartierern verständigen, wenn es eine Hilfe sein sollen oder wenigstens selbst ein ganz stringentes Zuordnen betreiben, was ich auf Quadrantenbasis leichter finde.

      In der Regel sind Exkursionen räumlich begrenzt, weshalb sich die Untersuchungsgebiete problemlos einer Ortschaft zuordnen lassen. Zumindest ich selbst hatte noch kein Problem damit. Und über die Ortslage lässt sich der Fundort dann konkretisieren. Fährt man dann in ein anderes Exkursionsgebiet, erstellt man einfach ein neues Fundprotokoll basierend auf einem anderen Fundort.

      Ich mache das derzeit so, dass ich das MTB als Fundort nehme, entweder, wenn es sowieso heißt wie der nächstgelegene Ort (oder einer der ebenso gut nächstgelegen ist wie der ursprüngliche) oder wenn ich nichts anderes habe als eben diese Angaben und ich den Platz irgendwie sinnvoll füllen möchte. Wenn ich MTB oder Quadrantenname verwende setze ich MTB oder Q davor. Bei Quadranten kommt das öfter vor, wenn ich nur eine ungenaue Angabe über den Ort habe, bzw der Quadrant sehr uneinheitlich ist.

      Habe ich das richtig verstanden: Du trägst ins Feld "Ortsname" den Namen des jeweiligen MTBs ein? Falls ja: Das halte ich für keine gute Lösung, sofern mehrere Ortschaften in einem MTB vorkommen. Klar kann man argumentieren, dass sich über die Angabe von Q und UQ der Fundort noch konkretisieren lässt. Aber das spiegelt sich dann nicht in der Bezeichnung wieder.

      Verstehst Du, was ich meine? Du kannst es natürlich so machen, wie es Dir am sinnvollsten erscheint. ich finde allein schon unsere Diskussion sehr hilfreich - danke.

      Ich bin aber noch am Suchen, habe mir von Andreas (Vesper) seine Fundortnamen mal schicken lassen und überlege gerade, wie es hier sinnvoll ist.

      Vielleicht klinkt sich Andreas Vesper noch mit ein? Ich finde andere Blickwinkel immer hilfreich, um mir eine eigene Meinung zu bilden.

      Wenn man aber mit vielen Funden hantiert, die sehr heterogen hereinkommen, dann ist MTB und Quadrant eben das sicherste, finde ich.

      Generell verstehe ich diese Diskussion "entweder Fundortbezeichnung oder MTB-Q" nicht: In den Fundorten sind doch beide Angaben hinterlegt?!

      Gruß, Andreas
      Ein früher Vogel tappt im Dunkeln.
    • Hallo Tanja und Andreas,

      Noch eine Detailfrage an Frank: Wenn ein Fundort aus einem Ort und einer Ortslage kombiniert wird, wird die Bezeichnung dann auf 255 Zeichen gekürzt?

      Sorry, der Fundort ist natürlich dann auch auf 255 Zeichen begrenzt. Das ist halt eine physikalische Grenze. Derzeit ist Ort und Ortslage jeweils auf 100 Zeichen begrenzt. Längere Bezeichnungen würden sich auch in keinem Bericht vernünftig unterbringen lassen.

      Wieviel Zeit könnte man sich sparen, wären alle Ortschaften in Deutschland mit den wichtigsten Eckdaten bereits in MykIS hinterlegt?


      Es gibt in Deutschland ca. 12 000 Ortschaften. Wir haben z. B. in der sächsischen Zentrale schon ca. 10 000 Einträge in der Refliste Orte. Das würde also eine 22 000 Einträge große Auswahldatei werden, von der dann wieder viele vereinigt werden müßten, die jetzt schon vorhanden sind, nur leicht anders geschrieben. Außerdem hätten wir dann noch alle Ortschaften der restlichen Bundesländer als "Dateileichen" in der Auswahl. In der Zentrale der DGfM wäre der Aufwand noch größer. Außerdem kommen immer wieder neue Fundortbezeichnungen über die verschiedenen Schnittstellen in Mykis, die dann auch wieder angepasst werden müssten. Diese Baustelle möchte ich nicht eröffnen! :)

      LG
      Frank
    • AK_CCM schrieb:

      Vielleicht klinkt sich Andreas Vesper noch mit ein? Ich finde andere Blickwinkel immer hilfreich, um mir eine eigene Meinung zu bilden.

      Hallo zusammen,
      ich hatte mich ja schon diese Woche dazu geäußert, dass ich eine einheitliche Ortsangabe für eine bestimmte Quadrantengröße (ich favorisiere MTB-16tel) als sinnvoll betrachte. Hatte aber auch auf die Probleme hingewiesen. Für ganz Deutschland betrachte ich das als unrealistisch und für Sachsen im Nachhinein sowieso. Für Bundesländer, wie z.B. Thüringen, wo man die Mykisnutzer noch an einer Hand abzählen kann, ist das sicher noch möglich. Grundvoraussetzung dafür wäre eine von allen akzeptierten einheitliche Vorgehensweise und regelmäßige Abstimmung untereinander. Die Namensgebung sollte vorranging von Ortskundigen vorgenommen werden. Demzufolge könnte ich mir eine regionale Aufteilung von Verantwortlichen vorstellen.
      Beste Grüße
      Andreas
    • Hallo Andreas,

      danke, dass Du Deinen Beitrag nochmals hier eingebracht hast.

      Andreas Vesper schrieb:

      ich hatte mich ja schon diese Woche dazu geäußert, dass ich eine einheitliche Ortsangabe für eine bestimmte Quadrantengröße (ich favorisiere MTB-16tel) als sinnvoll betrachte.

      Kann mir schwer vorstellen, dass sich jeder UQ sinnvoll benamsen lässt.
      Hast Du vielleicht ein paar Beispiele an der Hand?

      Hatte aber auch auf die Probleme hingewiesen.

      Andreas Vesper schrieb:

      Praktisch habe ich mich aber von dem Wunschgedanken verabschiedet. Denn wer soll das länderweise oder sogar für ganz Deutschland vorbereiten?

      Allein deshalb erscheint mir Dein Vorschlag unrealisierbar.

      Und was wird, wie Frank schon schreibt, mit den noch nicht erfassten – und Altdatenbeständen. Die müssten dann ja rückwirkend vereinheitlicht werden.

      Warum? Du hast ja selbst geschrieben (siehe Zitat weiter unten), dass zur Auswertung die MTB-Angaben ausreichen würden.

      Was rechnerisch sicher ohne Aufwand möglich ist, nur sind die vergebenen Ortangaben dann noch allgemein verständlich?

      Da kann ich Dir leider nicht folgen: Was müsste Deiner Meinung nach umgerechnet werden?

      Ich denke auch, dass zur Auswertung die MTB- bzw. GIS Daten ausreichend genug sind, und die Benennung nur schmückendes Beiwerk darstellt.

      Ich sehe die Bezeichnungen der Fundorte nicht als schmückendes Beiwerk und freue mich, dass in den Auszügen aus der DGfM-Datenbank auch die Fundorte benannt sind.

      Für ganz Deutschland betrachte ich das als unrealistisch und für Sachsen im Nachhinein sowieso.

      D'accord

      Für Bundesländer, wie z.B. Thüringen, wo man die Mykisnutzer noch an einer Hand abzählen kann, ist das sicher noch möglich.

      Da stimme ich Dir ebenfalls zu.

      Grundvoraussetzung dafür wäre eine von allen akzeptierten einheitliche Vorgehensweise und regelmäßige Abstimmung untereinander. Die Namensgebung sollte vorranging von Ortskundigen vorgenommen werden. Demzufolge könnte ich mir eine regionale Aufteilung von Verantwortlichen vorstellen.

      "Regionale Aufteilung" und Verantwortliche" - hattest Du nicht (siehe Zitat weiter oben) daran gezweifelt, ob genügend Personal für eine solche Personalstruktur vorhanden ist? Stellenweise mag das vielleicht funktionieren, aber flächendeckend glaube ich kaum.

      Generell begrüße ich es jedenfalls, dass wir hier alle möglichen vereinheitlichenden Maßnahmen bei den Orten und Ortslagen diskutieren - unabhängig davon, dass Frank sie wahrscheinlich allesamt ablehnen wird... :rolleyes:

      Gruß, Andreas
      Ein früher Vogel tappt im Dunkeln.
    • Hallo Frank,

      F.Dämmrich schrieb:


      Sorry, der Fundort ist natürlich dann auch auf 255 Zeichen begrenzt. Das ist halt eine physikalische Grenze. Derzeit ist Ort und Ortslage jeweils auf 100 Zeichen begrenzt. Längere Bezeichnungen würden sich auch in keinem Bericht vernünftig unterbringen lassen.

      danke für die Richtigstellung. Ich denke, auch mit diesen Zeichenlängen kommt man gut zurecht. Bislang bin ich jedenfalls an keine Grenze gestoßen.

      Es gibt in Deutschland ca. 12 000 Ortschaften. Wir haben z. B. in der sächsischen Zentrale schon ca. 10 000 Einträge in der Refliste Orte. Das würde also eine 22 000 Einträge große Auswahldatei werden, von der dann wieder viele vereinigt werden müßten, die jetzt schon vorhanden sind, nur leicht anders geschrieben. Außerdem hätten wir dann noch alle Ortschaften der restlichen Bundesländer als "Dateileichen" in der Auswahl.

      Ich merke schon: Für Sachsen ist das keine Option. 8-)
      Aber vielleicht für andere Bundesländer?

      In der Zentrale der DGfM wäre der Aufwand noch größer. Außerdem kommen immer wieder neue Fundortbezeichnungen über die verschiedenen Schnittstellen in Mykis, die dann auch wieder angepasst werden müssten. Diese Baustelle möchte ich nicht eröffnen! :)

      Habt ihr in Sachesen bereits ein einheitliches System, wie ihr Orte bezeichnet?

      Gruß, Andreas
      Ein früher Vogel tappt im Dunkeln.
    • Hallo Andreas,

      Ich merke schon: Für Sachsen ist das keine Option. 8-)
      Aber vielleicht für andere Bundesländer?


      Wenn jemand die Zeit und Kraft hat, eine Ortsliste Deutschland mit den wichtigsten Eckdaten zu erstellen, könnte man diese an neue Mykisnutzer mit ausliefern. Dort, wo schon große Datenmengen vorhanden sind, ist alles zu spät.

      Habt ihr in Sachsen bereits ein einheitliches System, wie ihr Orte bezeichnet?


      Nein, das haben wir "verpaßt". :(

      LG
      Frank
    • Hallo Frank,

      F.Dämmrich schrieb:

      Hallo Andreas,
      Wenn jemand die Zeit und Kraft hat, eine Ortsliste Deutschland mit den wichtigsten Eckdaten zu erstellen, könnte man diese an neue Mykisnutzer mit ausliefern.

      habe in ein paar WikiProjekten um Unterstützung beim Aufbau einer Ortsliste gebeten. Ob die Initiative Erfolg haben wird, muss sich zeigen - drück mir die Daumen.

      Kannst Du mir bitte noch durchgeben, wie die Spalten heißen, in denen die Ortsdaten gespeichert werden, welche Daten sie beinhalten müssen (Stringwerte, Zahlen etc.) und wie lang die Felder sind, wo es relevat ist (Zeichenlänge)? Danke im Voraus.

      Gemäß dem Formular werden folgende Daten erfasst:

      1. Ortsname (z.B. Augsburg-Hochzoll)
      2. Kurzbezeichnung (z.B. A-Hochzoll)
      3. Staat (z.B. Deutschland)
      4. Provinz/Land (z.B. Bayern)
      5. Messtischblattnr., Quadrant (z.B. 7631,00)
      6. UTM-Blattnr., Quadrant (Kenne weder das System noch eine Quelle für UTM-Blätter.)
      7. UTM-Weltkoordinate (z.B. 32U 644258 5357343)
      8. Naturraum (z.B. nach Meynen & Schmithüsen [1962])
      9. Naturraum-Einheit (z.B. 04047 Iller-Wertach-Ebenen)
      10. Ozeanität (z.B. subozeanisch)
      11. Zonalität (z.B. temperat)
      12. Höhenstufe (z.B. submontan [bis 600mNN])
      13. Postleitzahl (z.B. 86163)
      14. Katasternummer (Keine Ahnung, wo man die herbekommen kann.)


      Apropos begrenzte Zeichenlänge und Eingabefelder: Habe gestern Abend den Stadtteil München-Sendling als Ort angelegt und wollte im Formular auch die zugeordneten Postleitzahlen eintragen: Leider passen nur bis zu drei rein, wenn ich mich recht entsinne. Ließe sich das Feld vielleicht vergrößern? Für alle PLZ von Sendling bräuchte ich 47 Zeichen - keine Ahnung, ob es noch andere Stadtteile mit mehr PLZ gibt.

      Dort, wo schon große Datenmengen vorhanden sind, ist alles zu spät.

      Meine 50 Orts-Datensätze in MykIS sind überschaubar. Deshalb wäre es klasse, wenn Du eine künftige D-Ortsliste - sofern sie realisiert wird - in meine MyKIS-Installation integrieren könntest, bevor Probleme durch doppelte Inditifikatoren o.ä. entstehen. Ich würde dann natürlich meine bestehenden Orte mit der D-Ortsliste abgleichen und nötigenfall doppelte Orte vereinigen. Der Aufwand wäre überschaubar.

      Gruß, Andreas
      Ein früher Vogel tappt im Dunkeln.
    • Hallo Andreas,

      mach dir bitte nicht zu viel Arbeit. Viele Angaben in diesem Ortsformular sind unnötig bzw. werden erst durch einen genauen Fundort möglich. So kannst du z.B. für einen Ort noch kein MTB, und keinen Naturraum eintragen, da sich diese erst aus der Kombination mit der Ortslage ergeben. Du hast doch sicherlich mehrere Exkursionsgebiet in der Nähe von Augsburg, die dann einen anderen MTB Quadranten und einen anderen Naturraum haben. Mir ist unklar, warum damals Herr Seiger dieses aufwendige Ortsformular programmiert hat. Auch die Postleitzahl ist nur für die Personendatei nötig, aber nicht für Kartierungsfundorte. Du willst doch nicht noch alle Orte nach PLZ aufspalten, da in der Ortsliste, wenn überhaupt, nur eine PLZ pro Ort Sinn machen würde! Was wirklich etwas Zeit spart, wären die Angaben: Ortsnamen, Provinz, Staat, Zonalität (Ozeanität?) und Höhenstufe, da die dann automatisch bei der Anlage eines Fundortes übernommen werden würden. Alles andere kannst du getrost weglassen. Wenn diese Angaben in einer Excelliste stehen, reicht das zum Einbinden in Mykis.

      LG
      Frank
    • Hallo Frank,

      F.Dämmrich schrieb:

      mach dir bitte nicht zu viel Arbeit.

      keine Bange: In erster Linie mache ich das wegen mir, damit ich weniger Arbeit bei der Funderfassung habe. Ich sondiere jetzt erst einmal, welche Daten ich kostenlos beschaffen könnte. Dann sehe ich weiter.

      Viele Angaben in diesem Ortsformular sind unnötig bzw. werden erst durch einen genauen Fundort möglich. So kannst du z.B. für einen Ort noch kein MTB, und keinen Naturraum eintragen, da sich diese erst aus der Kombination mit der Ortslage ergeben. Du hast doch sicherlich mehrere Exkursionsgebiet in der Nähe von Augsburg, die dann einen anderen MTB Quadranten und einen anderen Naturraum haben.

      Ein Ort liegt wie ein Fundort in einem MTB und einem Naturraum, wenngleich die Angaben bisweilen voneinander abweichen können. Glaube nicht, dass ich den Orten die Naturräume zuordnen kann, aber vielleicht klappt es mit den MTBs. Wenn sie beim Ort hinterlegt sind, wäre das eine nützliche Orientierungshilfe, um den darauf basierenden Fundort weitereinzugrenzen.

      Mir ist unklar, warum damals Herr Seiger dieses aufwendige Ortsformular programmiert hat.

      Das kann ich erst recht nicht beantworten. Könnte man nicht die unnötigen Felder aus dem Formular entfernen? Das würde das Formular übersichtlicher und dadurch benutzerfreundlicher machen.

      Auch die Postleitzahl ist nur für die Personendatei nötig, aber nicht für Kartierungsfundorte. Du willst doch nicht noch alle Orte nach PLZ aufspalten, da in der Ortsliste, wenn überhaupt, nur eine PLZ pro Ort Sinn machen würde!

      Hatte mir keine Gedanken darüber gemacht, ob die Erfassung der Postleitzahlen Sinn macht - beschaffen ließen sich die Angaben sehr wahrscheinlich.

      Was wirklich etwas Zeit spart, wären die Angaben: Ortsnamen, Provinz, Staat, Zonalität (Ozeanität?) und Höhenstufe, da die dann automatisch bei der Anlage eines Fundortes übernommen werden würden. Alles andere kannst du getrost weglassen.

      Angaben wie Ortsname, Staat und Provinz/Land dürften ebenfalls kein Problem sein. Höhenstufen dagegen schon. Reichen Dir die Höhenmeter bzw. könntest Du daraus die jeweiligen Höhenstufen generieren? Für die Ozeanität- und Zonalität-Angaben kenne ich aber keine Datenquelle - vielleicht werde ich noch fündig. Ansonsten versuche ich noch, an die MTBs und UTM-Weltkoordinaten zu kommen. Doch das ist nur eine grobe Einschätzung - ich kann und will nichts versprechen.

      Wenn diese Angaben in einer Excelliste stehen, reicht das zum Einbinden in Mykis.

      Alles klar

      Gruß, Andreas
      Ein früher Vogel tappt im Dunkeln.
    • Hallo zusammen,
      Tanja hat mich gebeten, hier mal unser System vorzustellen.
      Auch wir in Schleswig-Holstein kämpfen mit den Fundorten. Die Orte unserer Fundorte waren bisher die Volksnamen eines Gebietes und lauteten dann so was wie „Krähenholz“ oder „Marienhölzung“.
      Dieser „Volksname“ eines Gebietes muss in der Fundortbezeichnung erhalten bleiben, insbesondere, wenn Auswertungen für Naturschutzverbände und ähnliches gefahren werden sollen. Den „Volksnamen“
      kennt aber unter Umständen nur der Kartierer. Wir haben uns deshalb entschieden, keine festen Ortsbezeichnungen vorzugeben.
      Auch von einer Fundortbenennung nach MTB haben wir abgesehen, weil der Name ohnehin feststeht und nur unnötig Platz verschwenden würde.
      Wir haben eine Regel aufgestellt, die unabhängig von Gebietsreformen, Straßenumbenennungen und Postleitzahländerungen ist.
      Als Ort soll der nächstgelegene Ort angegeben werden, der eine eigene Postleitzahl hat, egal, ob ein Berg, eine Autobahn oder der Nordostseekanal dazwischen liegt oder man das Gebiet nur von der anderen Seite anfahren kann. Liegt ein Ortsteil näher dran, wird dieser mit Bindestrich (ohne Leertasten) angehängt z. B. Bosau-Thürk, Bosau-Brackrade usw. Das gleiche gilt für Stadtteile oder Stadtbezirke wie Kiel-Wik oder Lübeck-Kücknitz.
      Die Ortslage bezieht sich dann auf den Fundort selbst, in den auch ein „Volksname“ übernommen werden kann und in der Regel das Biotop um das es sich im Groben handelt, zum Beispiel Waldstück, Buchenwald, Spülfeld, Kiesgrube, Extensivweide usw. Eine erläuternde Ergänzung zum Biotop wird, falls nötig, in die Fundortbeschreibung integriert. Am Ende der Ortslage wird in der Regel das
      geografische Verhältnis der Ortslage zum Ort angegeben. Beispiel für eine Ortslage ist „Kiesgrube N Sievers Klind SW Börnsdorf NE Bosau“.
      Der Fundort heißt dann „Bosau-Brackrade, Kiesgrube N Sievers Klind SW Börnsdorf NE Bosau“.
      Um nicht so viel Platz zu verschwenden und zu vermeiden, dass Himmelsrichtungsbezeichnungen mehrmals im Text ausgeschrieben werden müssen, haben wir folgende Abkürzungen festgelegt: N=nördlich, S=südlich, E=östlich, W=westlich.
      Manchmal ist es erforderlich zwei Orte anzugeben, um eine Gebietslage so zu beschreiben, damit auch jemand, der keine Möglichkeit hat, Koordinaten zu überprüfen, das Gebiet finden kann, dann sind die Abkürzungen gut.
      Wir haben in mühsamer Kleinarbeit unsere bisherigen bisher knapp 1.400 Fundorte so umgestellt. Der Erfolg ist unmittelbar feststellbar. Wenn man dann einen Ort in die Fundortsuche eingibt, sieht man schnell, welche Fundorte genau in dieser Gegend schon existent sind.
      Herzliche Grüße
      Maren
    • Hallo Maren,

      Maren schrieb:

      Tanja hat mich gebeten, hier mal unser System vorzustellen.

      danke für die detaillierte Vorstellung eures Systems und auch an Tanja ein Dankeschön für den Anstubser. :thumbup:

      Als Ort soll der nächstgelegene Ort angegeben werden, der eine eigene Postleitzahl hat, egal, ob ein Berg, eine Autobahn oder der Nordostseekanal dazwischen liegt oder man das Gebiet nur von der anderen Seite anfahren kann. Liegt ein Ortsteil näher dran, wird dieser mit Bindestrich (ohne Leertasten) angehängt z. B. Bosau-Thürk, Bosau-Brackrade usw. Das gleiche gilt für Stadtteile oder Stadtbezirke wie Kiel-Wik oder Lübeck-Kücknitz.

      Bin begeistert, dass wir unabhängig voneinander das gleiche System verwenden - sogar exklusive den Leerzeichen beim Bindestrich!

      Die Ortslage bezieht sich dann auf den Fundort selbst, in den auch ein „Volksname“ übernommen werden kann und in der Regel das Biotop um das es sich im Groben handelt, zum Beispiel Waldstück, Buchenwald, Spülfeld, Kiesgrube, Extensivweide usw.

      In meine Ortslagen habe ich noch die Bezeichnungen von Schutzgebieten integriert - nachstehend eine Auswahl von Fundorten:

      • Augsburg-Haunstetten-Siebenbrunn, NSG Stadtwald Augsburg, Schießplatzheide Süd (Kalkhalbtrockenrasen)
      • Augsburg-Hochzoll, LSG Kuhseegebiet und östl. Uferschutzstreifen, Kuhseeheide (Kalkhalbtrockenrasen)
      • Kissing, ND Neukissinger Bahngruben mit Erweiterungsflächen (Kalkhalbtrockenrasen, teils initial)
      • Scheuring-Haltenberg, NWR Westerholz (Eichen-Hainbuchenwald auf der Landsberger Altmoräne)
      • Zwiesel-Innenried, NrP Bayer. Wald, NSG Stockauwiesen (Hangmoor mit Feuchtwiese)


      Wie handhabt ihr das?

      Würdest Du als Gebietsfremde bei meinen Ortslagen noch etwas vermissen?

      Eine erläuternde Ergänzung zum Biotop wird, falls nötig, in die Fundortbeschreibung integriert.

      D'accord

      Um nicht so viel Platz zu verschwenden und zu vermeiden, dass Himmelsrichtungsbezeichnungen mehrmals im Text ausgeschrieben werden müssen, haben wir folgende Abkürzungen festgelegt: N=nördlich, S=südlich, E=östlich, W=westlich.
      Manchmal ist es erforderlich zwei Orte anzugeben, um eine Gebietslage so zu beschreiben, damit auch jemand, der keine Möglichkeit hat, Koordinaten zu überprüfen, das Gebiet finden kann, dann sind die Abkürzungen gut.

      Klasse! Kürzel für Himmelsrichtungsangaben sparen Platz und können dennoch ohne Spezialwissen interpretiert werden, auch nach Jahren.

      Der Fundort heißt dann „Bosau-Brackrade, Kiesgrube N Sievers Klind SW Börnsdorf NE Bosau“

      Interessehalber: Was ist denn "Sievers Klind"? Konnte ich mit Google und Wikipedia auf die Schnelle nicht herausfinden...

      Wir haben in mühsamer Kleinarbeit unsere bisherigen bisher knapp 1.400 Fundorte so umgestellt.

      Kann euch nachfühlen - zum Glück musste ich deutlich weniger Datensätze überarbeiten.

      Schönes Wochenende

      Gruß, Andreas
      Ein früher Vogel tappt im Dunkeln.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AK_CCM () aus folgendem Grund: Liste mit Ortslagen um Orte zu Fundorten erweitert.

    • Hallo Andreas,
      jo, auch wir benennen NSG als solche in der Ortslage Beispiel Bark, NSG Barker Heide N Birkenweg W Bark.
      Andere Bezeichnungen wie FFH-Gebiet usw. haben wir bisher in die Fundortbemerkung geschrieben, die Bezeichnung mit in die Ortslage zu nehmen hat aber auch was. Wir werden das nochmal diskutieren.
      Deine Ortslagen sind gut nachzuvollziehen, betreffen aber größere Gebiete, wenn ich das richtig verstehe. Wenn sich in einem größeren Gebiet mehrere Fundorte unterschiedlicher Lebensraumtypen (z. B. FFH 6210 oder 6120 - verschiedenen Trockenrasentypen) befinden oder noch entdeckt werden, bietet sich noch eine nähere geografische Bezeichnung an (Nordostrand, Südwestecke, N Straße soundso usw.). Es besteht sonst die Gefahr, wenn ein weiterer Fundort im gleichen Gebiet auftaucht, dass man plötzlich keinen Namen mehr zur Verfügung hat, weil zwei Fundorte gleich bezeichnen werden müssten. Ich hoffe, ich habe klar gemacht, was ich meine.
      Bestehende Fundortbezeichnungen später umzubenennen ist problematisch, wenn schon Auswertungen weiterverarbeitet wurden. Man sollte sich immer die Option erhalten einen weiteren eindeutig zu benennenden Fundort dazufügen zu können, ohne einen bestehenden ändern zu müssen.

      Sievers Klind bezeichnet eine Abbruchkante (auch Klint), die hier zwei Kiesgruben teilt, der Südteil wird dann irgendwann folgende Fundortbezeichnung erhalten, wenn das Gebiet untersucht wurde, Bosau-Brackrade, Kiesgrube S Sievers Klind SW Börnsdorf NE Bosau. Hier der Link zur Karte.

      portal.digitaleratlasnord.de/p…C8E8F0588F2F96A2.nodetc01

      Herzliche Grüße
      Maren
    • Hallo Maren,

      das klingt erstmal alles gut durchdacht, verlangt aber auch Disziplin. Darf denn jeder neue Ort ergänzen? Wie viele Kartierer arbeiten aktiv bei euch mit diesem System? Bei uns in Thüringen sind es wahrscheinlich bis jetzt nur 3 (Tanja, Andreas G. und ich). Da kann man sicher noch einheitliche Systeme vereinbaren und einhalten. Bei vielen stelle ich mir das schwierig vor. Das geht dann eigentlich nur noch mit Vorgabetabellen.

      Maren schrieb:

      Als Ort soll der nächstgelegene Ort angegeben werden, der eine eigene Postleitzahl hat, egal, ob ein Berg, eine Autobahn oder der Nordostseekanal dazwischen liegt oder man das Gebiet nur von der anderen Seite anfahren kann. Liegt ein Ortsteil näher dran, wird dieser mit Bindestrich (ohne Leertasten) angehängt z. B. Bosau-Thürk, Bosau-Brackrade usw. Das gleiche gilt für Stadtteile oder Stadtbezirke wie Kiel-Wik oder Lübeck-Kücknitz.


      Wenn ich das richtig verstehe, ist die Ortsangabe nicht auf ein festgelegtes Gebiet begrenzt (?). Dann habe ich 2 Fragen wie das praktisch geht. Im ländlichen Gebieten haben doch viele Orte die gleiche PLZ. Auf welchen Ort bezieht ihr euch dann? Und wo zieht ihr die Grenzen zwischen den Orten?



      Maren schrieb:

      Man sollte sich immer die Option erhalten einen weiteren eindeutig zu benennenden Fundort dazufügen zu können, ohne einen bestehenden ändern zu müssen.


      Hier weiß ich nicht so richtig, wie du das meinst. Hast Du dafür mal ein praktisches Beispiel?

      Beste Grüße
      Andreas
    • Hallo Maren,

      Maren schrieb:


      Deine Ortslagen sind gut nachzuvollziehen, betreffen aber größere Gebiete, wenn ich das richtig verstehe.

      das zwar häufig zu, aber nicht immer - ein Beispiel für einen kleinen Fundort ist "Mertingen, ND Mertinger Galgeneiche 7330,421". Dabei handelt es sich lediglich um eine Hand voll, teils recht alte Stiel-Eichen auf einer kleinen Grünfläche mit zwei Sitzbänken, eingezwängt von Feldern - mehr ist da nicht.

      Wenn sich in einem größeren Gebiet mehrere Fundorte unterschiedlicher Lebensraumtypen (z. B. FFH 6210 oder 6120 - verschiedenen Trockenrasentypen) befinden oder noch entdeckt werden, bietet sich noch eine nähere geografische Bezeichnung an (Nordostrand, Südwestecke, N Straße soundso usw.).

      Auf die Idee, für verschiedene Biotoptypen verschiedene Fundorte anzulegen, bin ich noch nicht gekommen. Was brächte das für Vorteile?

      Gegenwärtig handhabe ich das so, dass ich im Fundprotokoll z.B. bei einer Exkursion in der Fröttmaninger Heide den Fundort "München-Fröttmaning, NSG Fröttmaninger Heide Süd 7735,432" auswähle. Im Karteireiter "Biotopbeschreibung" des Fundorts habe ich im Feld "Geltungsbereich der Biotopbeschreibung" die Option "für den Fundort charakteristisch" gewählt und den Fundort dann bis hin zu "subkontinentaler Halbtrockenrasen auf karbonatischem Boden, beweidet (incl. Mähweide)" charakterisiert.
      Bei jeder gefundenen Art spezifiziere ich dann das Biotop entsprechend der unmittelbaren Fundstelle (Gruppen- und Detailauswahl Pflanzengesellschaften). Die Angaben können auch von der überwiegenden Pflanzengesellschaft abweichen. Und was sich damit und über die Felder "Wirt", "Organ/Substrat", "Wuchsstelle" und "Substratzustand" nicht ausdrücken lässt, ergänze ich schließlich im Feld "Bemerkung zur Ökologie".

      Es besteht sonst die Gefahr, wenn ein weiterer Fundort im gleichen Gebiet auftaucht, dass man plötzlich keinen Namen mehr zur Verfügung hat, weil zwei Fundorte gleich bezeichnen werden müssten. Ich hoffe, ich habe klar gemacht, was ich meine.

      Bin mir unschlüssig, ob man für jedes Biotop im Exkursionsgebiet gleich einen eigenen Fundort anlegen sollte. Ich werde zwar die Fröttmaninger Heide Süd noch weiter aufteilen, aber nur räumlich gut abgrenzbare Bereiche (z.B. der ehem. Handgranatenwurfübungsplatz oder der Deltawald, eine Aufforstung mit Schwarz-Kiefern) splitten.

      Bestehende Fundortbezeichnungen später umzubenennen ist problematisch, wenn schon Auswertungen weiterverarbeitet wurden. Man sollte sich immer die Option erhalten einen weiteren eindeutig zu benennenden Fundort dazufügen zu können, ohne einen bestehenden ändern zu müssen.

      Denke schon, dass ich Dich recht verstehe: Du willst gleich lautende Fundortbezeichnungen verhindern.

      Sievers Klind bezeichnet eine Abbruchkante (auch Klint), die hier zwei Kiesgruben teilt, der Südteil wird dann irgendwann folgende Fundortbezeichnung erhalten, wenn das Gebiet untersucht wurde, Bosau-Brackrade, Kiesgrube S Sievers Klind SW Börnsdorf NE Bosau. Hier der Link zur Karte.

      Wieder was dazu gelernt - besten Dank!

      Gruß, Andreas
      Ein früher Vogel tappt im Dunkeln.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AK_CCM () aus folgendem Grund: kleine Ergänzungen

    • Hallo Andreas,

      Andreas Vesper schrieb:


      das klingt erstmal alles gut durchdacht, verlangt aber auch Disziplin. Darf denn jeder neue Ort ergänzen? Wie viele Kartierer arbeiten aktiv bei euch mit diesem System? Bei uns in Thüringen sind es wahrscheinlich bis jetzt nur 3 (Tanja, Andreas G. und ich). Da kann man sicher noch einheitliche Systeme vereinbaren und einhalten. Bei vielen stelle ich mir das schwierig vor. Das geht dann eigentlich nur noch mit Vorgabetabellen.

      der Gedanke, dass dieses System viel Disziplin von den Userinnen und Usern erfordert, schoss mir auch gleich durch den Kopf. Ob andere MykIS-Nutzerinnen und -Nutzer das Prozedere 1:1 übernehmen würden? Oder empfänden sie das System als zu enges Korsett, das ihnen die Luft abschnürt? Frank hatte vor kurzem auf die "künsterlische Freiheit" hingewiesen, die von den Anwenderinnen und Anwendern gewünscht werde. *grübel*

      Im ländlichen Gebieten haben doch viele Orte die gleiche PLZ.

      Das kenne ich nur von Vorwahlen im Festnetz, aber nicht von Postleitzahlen. Bei uns haben nur Ortsteile die gleiche PLZ wie der Ort, zu dem sie gehören. Zumindest ist mir nicht bewusst, dass sich mehrere Orte die gleiche PLZ teilen können. Hast Du ein paar Beispiele dafür?

      Auf welchen Ort bezieht ihr euch dann?

      Auf den zur Fundstelle nächstgelegenen Ort, wenn ich Maren richtig verstanden habe. So mache ich das jedenfalls bei meinen Funden.

      Und wo zieht ihr die Grenzen zwischen den Orten?

      Sind Grenzen überhaupt nötig? Der "nächstgelegene Ort zur Fundstelle" ist doch erindeutig? In Fällen mit einer Fundstelle genau in der Mitte zwischen zwei Orten würde ich aus dem Stegreif den größeren Ort wählen, unabhängig von der Gemarkung etc. Würde mich interessieren, wie Maren und ihr Team das handhaben.

      Gruß, Andreas
      Ein früher Vogel tappt im Dunkeln.
    • Hallo Andreas und Andreas,
      die Postleitzahl ist nur ein Anhaltspunkt. Viele kleine Orte waren früher eigenständig, heute sind sie irgendwo eingemeindet und auf keiner digitalen Karte mehr "suchbar". Wir haben uns gedacht, dass wir ohnehin wissen, um welches Gebiet es sich handelt, das gilt aber nicht für nicht Ortskundige, die recherchieren wollen. Damit nun auch jemand aus dem Rest der Republik unseren Ort finden kann, sollte er schon suchbar sein. Der kleine ehemalige Ort, der vielleicht gar nicht mehr Ortsteil ist, wird aber trotzdem mit Bindestrich angehängt.
      Wenn ich einen Fundort habe, der beispielsweise ganz im Westen eines Postleitzahlenbezirks liegt und der Nachbarort liegt ganz dicht im Osten des Nachbarbezirks, dann nehme ich den. Unabhängig davon zu welchem Postleitzahlenbezirk der Fundort gehört wird der nächste Ort gewählt, auch wenn der eine andere PLZ hat. Gemeindegrenzen sind für die Kartierung egal, würde auch viel zu viel Recherchearbeit bedeuten.
      Wir sind 4 Mykis-Erfasser und diverse, die in Excel-Tabellen und Geländelisten zuliefern. Wir legen die Fundorte gemeinsam mit dem Kartierer fest. Das ist der Vorteil einer kleinen Mykologen-Gemeinde.

      Fundorte nach Lebensraumtypen werden in SH in Kartierungsprojekten im Auftrag des Landes angelegt. Wie die Arbeit von Matthias über die GROßPILZGEMEINSCHAFTEN IN ÖKOSYSTEMEN pilze-schleswig-holstein.de/publikationen.htm. Sonst eigentlich nicht.
      Die Biotopbeschreibungen haben wir noch nicht verwendet, wir schreiben Ergänzungen in die Fundortbemerkungen. Werden die Biotopbeschreibungen eingentlich mit exportiert? Das habe ich gerade nicht parat.
      Unsere Pflanzengesellschaftsliste hat Matthias nach FFH-Typen aufgebaut, so lässt sich jedem Fund auch eine Pflanzengesellschaft zuordnen, gerade wenn kleinräumig viele FFH-Typen vorhanden sind. Und man hat die Angabe beim Fund und nicht im Fundort.

      Zu der Frage:
      "Hier weiß ich nicht so richtig, wie du das meinst. Hast Du dafür mal ein praktisches Beispiel?"

      Wir haben alte Geländelisten ohne spezielle Präzisierung des Fundortes (da steht dann z. B. nur Sachsenwald Schwarze Au - dass Flüsschen geht durchs ganze Waldgebiet östlich von Hamburg). Die Funde wurden erfasst unter Sachsenwald Schwarze Au. Nun gibt es eine neuere Exkursion und im Sachsenwald wird die Definition eines neuen Fundortes erforderlich. Sie findet im Südostteil auch an der Schwarzen Au bei Schwarzenbek statt. Der dort anzulegende Fundort müsste Schwarzenbek beeinhalten. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass auch bei den alten Listen schon dieser Teil mit drin war. Wir machen das in den Fällen nun so, dass wir den Zusatz "Gesamtgebiet" ohne weitere Ergänzungen verwenden. Ich hoffe es ist jetzt klar geworden.

      Herzliche Grüße
      Maren