Posts by Peter Püwert

    Da ist doch für eine Tageszeitung und den durchschnittlichen Leser eigentlich in verständlicher Weise alles gesagt, zumal bei "Trüffel" in erster Linie an die Delikatesse gedacht wird wie hier bei der "Trüffelpastete", in der wirklich Tuber indicum aus China (woher sonst) in überschau- und von mir nicht schmeckbarer Menge vorhanden war. Die Leiterin des Discounters war trotzdem hoch erfreut, dass sich wirklich Trüffel darin befanden. Ich sehe hier keinen weiteren Kommentarbedarf seitens P. K.

    VG P. P.

    Edit: Das bezieht sich auf den ersten Artikel. Peters Antwort hatte ich noch garnicht auf dem Schirm.

    Hallo Gernot,

    da habe ich Deinen Beitrag zu schnell überflogen, kenne natürlich auch die Unterschiede zwischen uni- und bitun., auch wenn ich da auch immer mal Probleme damit habe. Auf dem 3. Foto von Harry vermeine ich auch Setae zu sehen und bin inzwischen geneigt, Dir recht zu geben.

    Viele Grüsse Peter.




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    Hallo Gernot,

    sind die Capronia- Arten nicht setenbehaftet ? Die Färbung der Apo- Wand ist mir auch geläufig, hier aber m. M. nach schwer einzuschätzen. Und sind die Fus./ Gibb.- Arten immer eindeutig uniseriat, diese Eigenschaft ist ja auch bei anderen Gattungen bzw. Arten manchmal recht schwer einzuschätzen.

    Herzliche Grüsse P. P.

    Edit: Jetzt habe ich auch Zweifel wegen der Sporenfarbe.

    Nochmal edit: Wenn ich die Fotos der Links ansehe, kommen mir wieder Zweifel an meinen Zweifeln.

    Ja, das ist schon ein Kreuz mit Macrolepiota. Ich sehe das wie Harald, verwende ausschliesslich den Schlüssel von Gernot Friebes aus dem Tintling 4/2013 und Ludwig 2016 (ausser die heutigen Chlorophyllum). Auf dem 4. Foto ist das vielzitierte Röten/Bräunen in der Stielbasis gut zu sehen. Die Pilze wurden mir zur Pilzberatung gebracht, selbst habe ich diese Form noch nicht gefunden und in dieser Ausprägung vorher noch nie gesehen.

    Peter Püwert.








    Hallo abeja,

    als 2015 die "Bibel" über "Pflanzenpilze" erschien (KLENKE/ SCHOLLER: Pflanzenparasitische Kleinpilze, Springer- Verlag), hiess der erste Pilz noch "offiziell" Microstroma juglandis. Dieses Werk als auch "JULIA KRUSE (2019): Faszinierende Pflanzenpilze. Erkennen und bestimmen." beantworten (fast) alle Deine Fragen. Der erste Pilz ist klar, der zweite ist schon die genannte Marssonina juglandis, die Anamorphe von Ophiognomonia leptostyla. Diese Art gibt es wahrscheinlich an und unter jedem älteren Walnussbaum, wie man sie nennen sollte nach "one fungus, one name" weiss ich aber nicht so recht. Zwischen Ende März und Anfang Mai kann man an den vorjährigen Blattstielen die eingesenkten Perithezien der Teleomorphe mit ihren langen Hälsen finden, ich hatte da noch nie einen Fehlgriff, auf die später an den Blättern erscheinende Anamorphe wurde dann kaum noch geachtet, hatte die Art ja schon aus dem Frühjahr. Anbei ein Makro der Teleomorphe, ähnliche Arten findet man auch (immer) an Blättern anderer Baumarten.

    VG P. P.

    Hallo in die Runde,

    diese schöne Art suche ich schon Jahre vergeblich, habe allerdings immer die falsche Jahreszeit gewählt. Wenn man die Literatur bemüht und sich die Funddaten der Kartierung anschaut, wurde die Art immer im Spätherbst (eine Ausnahme Ende Sept.) gefunden. Das hatte ich nicht auf dem Schirm und muss mich deshalb noch mit dem Foto meines Pilzfreundes B. Hanff "begnügen" (aus der PFNO 11, 1987). Die dazugehörige Beschreibung zum damaligen Erstfund für die BRD findet man in den BKPM III 1987. Ich würde mich also nicht im Hochsommer in den recht mückenträchtigen Schilfbeständen 'rumdrücken und noch etwas warten. Es ist schon erstaunlich, dass gerade Winzlinge durch eine ziemlich exakte Phänologie auffallen, diese Art gehört dazu und Ausnahmen gibt es bestimmt auch hier, es bleiben aber Ausnahmen, wenn überhaupt. Dafür findet man zu "unpassender" Zeit noch allerhand an Schilf.

    P. P.



    Hallo in die Runde,

    bei der Datenbank- Abfrage fehlen bei vielen Arten die Wirte, vielleicht wurden diese garnicht angegeben ? Schilf ist schon ein sehr interessantes Substrat, Phragmitis ist aber doch vertippt, oder bin ich nicht auf dem Laufenden ?

    Einen ordentlich feuchten Sonntag

    P. P.


    Interessant finde ich den Hinweis auf Seite 9:
    "Vergiftungen mit Pilzen müssen gemeldet und dokumentiert werden"

    http://www.bfr.bund.de/cm/350/risiko_pilze.pdf


    Gruß Alis

    Hallo in die Runde,

    aus gegebenem Anlass nochmal im Archiv gewühlt: Diese Aussage beruht auf Gesetzen der DDR, da war das Vorschrift und hier wahrscheinlich leider nur der Wunsch der Vater des Gedankens. Nicht nur die eindeutig geregelte Zuständigkeit als auch eine aussagekräftige Statistik waren von grossem Nutzen bei solchen Fällen.

    VG P. P.

    Hallo in die Runde,

    dieser Vergiftungsfall ist mir noch gut in Erinnerung. Ich war damals bei der zuständigen Behörde unseres Landkreises vorstellig und hatte ihnen zur weiteren Verwendung Aufklärungsmaterial in mehreren Sprachen, darunter auch arabisch, überlassen, dass dann an die Aufnahmeeinrichtungen weitergeleitet wurde. Die Quelle zu diesem Material kam aus dem Netz, kann sie aber nicht mehr ausfindig machen. Hier im Forum wurde auch darüber diskutiert, finde es leider nicht mehr. Was mich aber umtreibt ist die jetzt erfolgende juristische Aufarbeitung dieses Falles.


    Gibt es eigentlich irgendwelche verbindlichen Vorschriften, wie Mediziner, sei es der Hausarzt, die Verantwortlichen der Notaufnahmen usw. bei einer Vergiftung zu reagieren haben ?


    Mir ist es schon klar, dass speziell bei Pilzen wegen ihrer Komplexität auf das Mitwirken und die Hilfe von ehrenamtlich tätigen Pilzfreunden zurückgegriffen werden muss. In meiner langjährigen Tätigkeit als Pilzberater (heuer 45 Jahre) habe ich jedoch nicht nur den Eindruck gewonnen sondern auch die Erfahrung gemacht, dass man sich 100 %ig auf diese stützt. Manche medizinischen Einrichtungen reagieren mitunter recht kopflos, oft auch anmassend, indem man gebeten wird, nachts um zwei Uhr ins 20 km entfernte Krankenhaus zu kommen, um Pilzreste, Erbrochenes o. ä. zu identifizieren, natürlich kostenlos. Inzwischen ist man ja so weit, dass ehrenamtlichen Pilzfreunden Kurse zur Krankenhausdiagnostik angeboten werden, natürlich mit ordentlichen Kursgebühren verbunden, vom finanziellen Drumherum ganz abgesehen. Das war jetzt wohl etwas abschweifend, musste aber sein.


    Mich würde brennend interessieren, wie dieser Fall verläuft. Nur die im Link aufgezeigten Fakten kennend würde ich aus rein menschlicher Sicht nur einen "schuldig" sprechen, das wäre der Vater.


    Grüsse P. P.

    Hallo in die Runde,

    da würde ich Andreas zustimmen. Vor Jahren hatte ich etliche dieser Sklerotien gesammelt und an einer wiederfindbaren Stelle ausgebracht. Im Jahr darauf erschienen dann die Pilze. Aufgrund der Sklerotienfunde zu kartieren halte ich allerdings nicht für angebracht, es gibt ja noch mehrere Typhula- Arten mit Sklerotienbildung und auch manche Sämerei könnte ähnlich sein.VG P. P.

    Hallo Flitzepitz,

    den ersten Pilz hast Du ja schon selbst "disqualifiziert", das wäre nur sinnlose Raterei bei vielleicht hunderten Möglichkeiten. Dass der Pilz schon abgerissen war lässt vielleicht den Schluss zu, nicht auf der Suche nach Speisepilzen gewesen zu sein. Da gibt es ja bekanntlich Pilzarten, die bewusstseinsändernd wirken, Gnihihi und Trallalla brauchen halt manche, wenn auch nur temporär.

    Der zweite Pilz ist der Gold- Mistpilz (Bolbitius titubans), eine relativ häufige Art auf altem Mist und sonstigem verrottenden Material.

    VG P. P.