Einzelverkostung - Geschmacksprobe - von giftigen Pilzen

    Es gibt 3 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Der Juergen.

    • Einzelverkostung - Geschmacksprobe - von giftigen Pilzen

      Hallo zusammen,

      vielleicht kann hier jemand den DGfM - Toxikologen Dr. Siegmar Berndt auf meine Frage aufmerksam machen, ich habe leider keine Email-Adresse von Ihm hier finden können. Es geht um folgendes:

      Auf unseren Seiten wollen wir zu den normalen Pilzportraits auch Protokolle über Einzelverkostungen bringen. Mal als Beispiel diese Portraits von bekannten Speisepilzen:
      pilzflora-ehingen.de/index.php…unde___Einzelverkostungen

      Bei Arten, deren Speisewert unbekannt ist, und bei giftigen und potentiell giftigen Arten entfällt natürlich der Verzehr, hier ist nur eine Geschmackprobe geplant. Frage nun: Inwieweit kann das riskant sein, z.b. was die Resorption toxischer Substanzen im Mundraum während des Kauens und Einspeichelns betrifft? Grüßle Jürgen
      www.pilzflora-ehingen.de
    • Hallo Jürgen,

      da z.B. beim Knollenblätterpilz nie eine Geschmacksprobe gemacht werden soll, ist IMHO daraus zu schliessen, dass eine Respoption toxischer Substanzen durchaus erfolgt bzw. erfolgen kann.

      Daher wenn man auf Geschmacksproben mit anschliessendem Ausspucken nicht verzichten möchte bitte nur bei ungeniesbaren Pilzen und bei Giftpilzen welche folgende Vergiftunssyndrome auslösen:
      Tricholoma-Equestre-Syndrom
      Pantherina-Syndrom
      Gastroindestinales-Syndrom
      Psilocybin-Syndrom
      Coprinus-Syndrom
      Paxillus-Syndrom
      Lyophyllin-Syndrom

      Ich kenne PSVs die auch bei Giftpilzen die das Muskarin-Syndrom auslösen Geschmacksproben machen, aber hier möchte ich mich nicht aus dem Fenster legen.

      VG Jorge

      Falls jemand über andere Erkenntnisse verfügt, ich nehme Kritik gerne entgegen