Tricholoma - Projekt Kollektion #24

    Es gibt 6 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Beorn.

    • Tricholoma - Projekt Kollektion #24

      Hallo,


      kommen wir mal zu meiner zweiten Kollektion, für mich schwer einzuschätzen, insbesondere aufgrund der Schleimigkeit des Hutes. Vergeben wir hier mal den Namen "untypische T. stans" Gefunden am 7.10.17
      in meinem Sandkasten, dem Dresdner Heller; direkt an meiner Tricholoma focale-Stelle aber 50 m vom Fundort von "Kollektion 20" weg; magerer Sandboden; Jungkiefern, Birken und junge Eichen

      Hutoberfläche nach Entnahme feucht, klebrig; nach 3-4 h komplett abetrocknet; der umliegende Sandboden war zum Fundzeitpunkt nass
      Geruch: leicht mehlig unverletzt; Verstärkung des Geruches nach Verletzung
      Geschmack: frisch mehlig und schwächer bitter als Kollektion 20
      Sporengrößen (gemessen direkt im Lamellenpräparat):4,3-5,1 x 3,4-3,8 µm
      KOH-Reaktion: negativ
      Guajak-Reaktion: nach 5 min keine Verfärbung; nach 10 min eine leichte Grünverfärbung und nach über 15 die typische Blaufärbung vorhanden






      l.g.
      Stefan
      Auf der Suche nach dem heiligen (Pilz)Gral ;)
    • Climbingfreak schrieb:

      kommen wir mal zu meiner zweiten Kollektion, für mich schwer einzuschätzen, insbesondere aufgrund der Schleimigkeit des Hutes. Vergeben wir hier mal den Namen "untypische T. stans"
      Hallo Stefan,

      endlich ein paar sächsische Ritterlinge. ;) Wenn du noch etwas Zeit übrig hast, könntest du auch bei diesem Beitrag noch den Titel (Koll #24) anpassen.
      Für T. stans sind die wirklich untypisch. Ich finde, die passen eher in den albobrunneum-Komplex. Von der Beschaffenheit der Hutoberfläche her handelt
      es sich nicht wirklich um glatthütige Vertreter. Von der Scheibe her bis über die Hutmitte sind deutlich dunkle, striate bis sogar schorfig-schuppige Zonen erkennbar. Erst an den Rändern sind die gezeigten Exemplare heller, glatt und teils kurz gerieft.
      Ebenfalls untypisch sind die Stielfarben. bei typischen T. stans sind diese bei Jungexemplaren ( hier Mitte) fast reinweiss und entwickeln erst spät
      hellbraun-orange Fasern.
      Ich sehe da schon Ähnlichkeiten mit einigen der bereits gezeigten Kollektionen. Da keine Größenangaben dabei stehen; der unten links hatte doch bestimmt knapp 10 cm Hdm. oder?

      Grüße Ingo
    • Beorn schrieb:

      Die Chancen, da eine der Laubwaldarten (ustale, ustaloides) draus machen zu können, sind eher gering, oder?
      Hi Pablo,

      vom Aussehen her wäre T. ustaloides ähnlich. Die beiden Jungpilze (unten - Mitte) sollten in diesem Fall aber eine erkennbare Ringzone aufweisen. Stefan hätte da sicher drauf hingewiesen. T. ustale hat keine Riefen am Hut und ist einheitlicher gefärbt.
      Ansonsten kämen von der Optik her höchstens noch bittere Pappelritterlinge in Frage. Das darf man hier mangels Pappel sicher ausschließen. Es sei denn, wir finden heraus, dass diese Art letztendlich auch mit Kiefern kann.

      Grüßlis Ingo
    • Hi,

      T. ustaloides ist das sicher nicht. Das ist eine kalkliebende Art, die zudem noch extrem bitter wäre. Ich hatte die letztes Jahr im Stadtpark von Plauen. Der Fund oben war für T. ustaloides nicht bitter genug. Keine Espen beim Fundort übrigens.

      Hutdurchmesser vom größten Fruchtkörper der Kollektion betrug wirklich ca.10 cm. :)

      Ich hätte die übrigens auch als T. albobrunneum=T. pini eingestuft, wenn nicht die deutlich klebrige Huthaut gewesen wäre.

      l.g.
      Stefan

      P.S. Die nächsten Kollektionen folgen ab jetzt regelmäßog stückweise. ;)
      Auf der Suche nach dem heiligen (Pilz)Gral ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stefan82 ()

    • Hallo, Stefan!

      Fein, dann ist das schon mal kein Thema mehr, den Gedanken von mir kann man fallen lassen.
      Die von mir vorgestellten Arten aus dem albobrunneum - Komplex hatten schon alle zumindest eine +/- beppige (klebrige) Huthaut, schmierig, aber nicht deutlich schleimig. Sieht man auch bei trockener Witterung noch durch den teils ziemlich solide anhaftenden Detritus (Kiefernnadeln und so).


      LG; Pablo.