Was für ein Röhrling?

    Es gibt 6 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Beorn.

    • Was für ein Röhrling?

      Diesen Pilz habe ich am 13.6. im Nadelwald gefunden (Fichten). Bergahorn war in der Nähe.
      Er wirkt wie ein überdimensionierter Rotfußröhrling. Hat aber im oberen Stielbereich eine feine Netzzeichnung.
      Hab mit dem Finger "Saft" abgetupft und gekostet - war nicht bitter. Hutdurchmesser ca. 20 cm - Hutoberfläche kleinfeldrig aufgerissen.
      Was könnte das für einer sein?
    • Salut!

      Die Bestimmung dürfte klar sein, wenn auch natürlich mit einem vollständigen Shcnittbild noch besser.
      Ich bin übrigens ziemlich sicher, daß der durchaus bitter ist. Klar, man muss es letztlich selbst entscheiden, aber so aus meiner ganz persönlichen Erfahrung: Besser eine richtige fach- und kunstgerechte Kauprobe durchführen. Diese ominösen "Leckproben" funktionieren nach meiner Erfahrung nur bei Cortinarius vibratilis wirklich konstant. bei so ziemlich allem anderen schwankt das zu stark. Bei Röhrlingen würde ich empfehlen, also entweder ein erbsengroßes stück mal gut durchzukauen (mit anschließendem Ausspucken, nur bei Gelbporern, etc., die Details müssten ja bekannt sein?) oder aber den Geschmack auszupendeln, letzteres ist ebenso präzise wie "Leckproben". ;)


      LG, Pablo.
    • Hallo Pablo,
      das geht ja leider nicht immer gut auch der Satansröhrling kommt mal gelbporig daher.
      Aus eigener Erfahrung habe ich Funde vom Schonfüssröhrling aus dem Nadelwald immer milder empfunden als welche aus dem Laubwald,
      viele Grüsse
      Matthias

      Beorn schrieb:

      Bei Röhrlingen würde ich empfehlen, also entweder ein erbsengroßes stück mal gut durchzukauen (mit anschließendem Ausspucken, nur bei Gelbporern, etc., die Details müssten ja bekannt sein?) oder aber den Geschmack auszupendeln, letzteres ist ebenso präzise wie "Leckproben".
    • Hallo, Matthias!

      Ja, das stimmt natürlich.
      Doch eine Kauprobe auch von einem Satansröhrling (ohne Verschlucken und mit Mund ausspülen usw.) dürfte kaum Auswirkungen haben. Also zumindest keine, die man spürt. Nicht, daß man es versuchen sollte. Generell ist es ja so, daß der Geschmack bei rotporigen Röhrlingen halt einfach keinen Erkenntnisgewinn zur Bestimmung bringt (sind ja alle mild, zumindest mal die europäischen Arten), deswegen der Hinweis oben, daß man die rotporigen gar icht zu probieren braucht.

      Die Beobachtung mit der Bitterkeit je nach Standort ist allerdings interessant. Ich habe noch nicht viele Schönfüße probiert, bei Gallenröhrlingen habe ich es eine Zeit lang etwas regelmäßiger gemacht, weil ich einfach wissen wollte, wie oft da verhältnismäßig milde Fruchtkörper vorkommen. Bei Gallenröhrlingen jedenfalls gar nicht mal so selten (schwach bitter, nicht komplett mild), und auch da lustigerweise eher in Nadelwäldern. :)


      LG; Pablo.