Ehrenamtliche Pilzberatung am siechenden Ende?

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Es gibt 46 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Stefan82.

  • Hallo Peter, danke für deine Antwort.


    Das klingt wirklich toll. Übertragbar auf andere Bundesländer/Situationen ist es wohl eher nicht, gerade weil es sich von allein aus einem funktionierenden regionalem Beratungssystem entwickelt hat. Ich hoffe für euch, dass sich dieser Geist in Sachsen-Anhalt noch lange erhält!


    Beste Grüße, Craterelle

  • Veröffentlichen der Kontaktdaten auf der Website

    Das würde ich auch nicht wollen, sondern eher versuchen, eine ortsfeste Pilzberatung zu bestimmten Zeiten zu etablieren. Es kann ja durchaus gute Gründe dafür geben: Räumlichkeiten, Privatsphäre, Datenschutz/Spamvermeidung.


    Ich für meinen Teil biete zwar Beratungen an, bin an sich viel lieber in der Pilzkartierung unterwegs, weil dort aus meiner Sicht meine Zeit und meine ehrenamtliche Arbeit im Endeffekt "sinnvoller" investiert ist. Die Ratsuchenden bringen meist nur alte Röhrlingsschlappen und haben auch leider wenig Einsehen, wenn ich denen Versuche den Verzehr von dem Röhrlingsmatsch auszureden. Das zehrt echt ziemlich an den Kräften.


    Stefan, für mich klingt das fast, als wärst du im falschen Ausschuss.


    Ist absolut nicht despektierlich gemeint, aber Menschen für etwas zu begeistern, für das man selbst keine große Begeisterung empfindet, halte ich für eine ziemlich schwierige Mission.

  • Hi,


    der FA-PSV ist in allererster Linie für die Qualitätssicherung der PSV-Prüfungen, die zu beherrschenden Inhalte (z.B. Erstellung des PSV-Leitfadens) usw. zuständig.


    Ich hab auch nicht gesagt, dass mir die Beratungstätigkeit an sich keinen Spaß macht; ich bin es nur langsam leid, dass bei sehr vielen Beratungen mir irgendwelcher Röhrlingsmatsch in Stoffbeuteln immerhin gebracht. Wirklich interessierte kommen dabei kaum, wenn aber doch, dann lade ich sie immer gerne zu den Exkursionen der Mykologischen Fachgruppe Dresden ein. Da bin nicht nur ich, sondern auch andere PSV und sehr erfahrene kompetente Mykologen mit dabei, so dass die Interessierten dann gleich mehrere Ansprechpartner haben.


    Leider ist es wirklich so, dass die DGfM nur über die Listung auf der Website und die Jahresmeldungen wirklich einsehen kann, ob PSV Beratungen aktiv anbieten oder nicht. Dann wären dann Leute wie du, die nur an ihrem Heimatorten veröffentlicht werden würden, für die DGfM ohne Rückmeldung der Jahresberichte nicht als aktive PSV erfassbar.


    l.g.
    Stefan

  • Ah, ihr seid gar nicht für Begeisterung zuständig, verstehe. Siehst du diese Aufgabe woanders und wenn ja wo?


    Die Liste auf der Website ist ohnehin für Ratsuchende m.E. nur eingeschränkt nützlich, weil das Beratungswesen so stark fraktioniert ist und nicht mal auf die Listen der DGfM-Mitgliedsvereine hingewiesen wird. Eine zentrale Liste mit allen öffentlich aufgeführten Pilzberatern/PSV wäre aus Verbrauchersicht das Optimum, aber wohl nicht realisierbar.


    Mein Vorschlag wäre, dort zumindest die DGfM-Liste mit den Vereinen zu verlinken mit dem Hinweis, dass einige davon ebenfalls regional Beratungen anbieten.



    Beste Grüße,
    Craterelle

  • Hallo Stefan,
    das manchmal keine Rückmeldungen kommen liegt oder lag an dem komischen Formular der DGfM für die PSV.
    Viele Grüsse
    Matthias

  • Hallo Matthias,


    herzlichen Dank für deinen Input. Ich werde das gerne weiterleiten. Allerdings wird sich wohl leider bis zur MV nix an dem Formular ändern.


    Wir müssen priorisieren und da haben die Prüfungsfragen erstmal höhere Wichtigkeit.


    l.g.
    Stefan

  • Hallo Craterelle,


    dafür sollte der FA-Nachwuchsarbeit zuständig sein. Wir sind schon mit den Prüfungsregularien, Prüfungsfragen und der Erstellung des Leitfadens sehr stark ausgelastet.


    l.g.
    Stefan