Lepiota perplexa

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Es gibt 2 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von diomedes.



  • Hallo liebe Pilzfreunde,
    ich möchte Euch noch einmal einen Schirmling aus dem derzeit extrem trockenen Bergischen Land vorlegen, den ich vor einigen Jahren gefunden habe. Erst nachdem ich bei E. Ludwig den Begriff gelesen hatte: "... bis zu fast projektilförmigen Sporen...", war ich mir mit meiner Bestimmung sicher. Dennoch würde ich mich freuen wenn ihr mal ein Auge darauf werft. Zumal ich von dem - unverletzt - starken, angenehm süssen Geruch noch nirgends was gelesen habe. Aber mit den Gerüchen ist das ja so eine Sache...


    Jedenfalls würde ich mich über eine Beurteilung eurerseits freuen!


    Schöne Grüsse
    Diomedes





    Kalkbuchenwald am Wegrand; Hut: 4,5 cm, fuchsig-braun zur Mitte hin dunkler, mit kleinen dunklen Schüppchen; Lamellen: frei, dicht, cremefarben, Schneide glatt; StieL: 5 x 0,7 cm mit ausgeprägter Knolle (1,4 cm), hutfarben, zur Spitze hin heller und glatt, zur Basis flockig genattert, bzw. schuppig; Fleisch weiß im Stiel auch gilbend; Geruch: angenehm süßlich, im frischen Schnitt auch leicht metallisch. Mikro: Sporen: 5,5 - 7 x 2,5 - 3, schmal-elliptisch bis fast projektilförmig!; Cheilozystiden deutlich größer als Basidien, keulig bis spindelig oft apikal eingeschnürt; HDS aus parallel liegenden Hyphen und Stachel-Schüppchen (nicht ganz einfach zu finden) die aus Ketten von länglichen bis runden dickwandigen Zellen von bis 100 µm gebildet sind.

    Das vorletzte Foto zeigt Cheilozystiden; auf dem letzten sind Zellen der Stachelschuppen zu sehen.


  • Hallo Diomedes,


    ja, die Stachelschirmlinge können einem auch leicht zur Verzweiflung bringen. Ich habe gerade die Mikromerkmale nicht im Kopf, aber ich denke, deine Diagnose wird schon hinkommen.


    Hier mein Fund von 2016 aus dem Allgäu:


    Beste Grüße
    Harald