Gifthäubling/Nadelholzhäubling?

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Es gibt 9 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von apusenifreund.

  • Hallo in die Runde,


    Den Nadelholzhäubling/Gifthäubling kenne ich bisher nur aus dem Pilzbuch.

    Entsprechend aufmerksam bin ich beim Stockschwämmchen sammeln.

    Ich möchte meine Unterscheidungsfähigkeit verbessern - daher würde ich gern "echte" Gifthäublinge zum Vergleich

    "studieren" - sie sind mir in meiner Umgebung bisher kaum begegnet.

    Könnten die Pilze auf den Fotos eventuell welche sein (leider nur Smartphone dabei gehabt, sorry für die Bildqualität)

    Standort: Die Pilze wuchsen auf einem alten Fichtenstubben, Umgebung lichter Fichtenwald, Granitboden, Höhenlage ca. 350m, Zwickau/Sachsen.

    Danke für alle Rückmeldungen!

  • Hallo apusenifreund,


    ich lehne mich mal sehr weit mit meinen bescheidenen Kenntnissen zum Fenster raus.

    Also, wenn es denn tatsächlich Galerinas sind würde ich eher den Weißgenatterten Häubling Galerina sideroides ins Spiel bringen.

    Mir fehlen für G. marginata einfach Reste eines flüchtigen Ringes.

    Aber, warten wir auf die Experten.


    Beste Grüße

    Stefan Fischer

  • Hallo,

    so sehr "berufen" fühle ich mich hier auch nicht ... ;), aber ich stimme Stefan zu, dass es sich hier sehr wahrscheinlich nicht um Galerina marginata handelt (fehlender Ringrest) ... mir gefallen aber auch die Proportionen (Hutbreite zu Stiellänge nicht wirklich) und die Hutoberfläche zeigt so eine leichte radiale Streifung (?).


    Die ins Spiel gebrachte Galerina sideroides kenne ich noch nicht, Vergleichsbilder zeigen bei jungen Pilzen aber deutliche Velumreste auf dem Hut, sowie einen durchscheinend gerieften Hutrand.


    Kann es sein (es sieht ein bisschen so aus), dass die Farben durch die Kamera extrem blass daherkommen?

    Vom Habitus her vermute ich Geflecktblättrige Flämmlinge, Gymnopilus penetrans (die wären aber "freudiger", d.h. intensiver gefärbt), die die Flecken noch nicht richtig ausgebildet haben (Das wären sehr häufige Pilze, auf Nadelholz).

    Wenn du noch einen Sporenpulverabdruck machen könntest:

    Gymnopilus hätte einen deutlichen Gelbstich im Braun, Galerina marginata hätte eher ein dunkles Rostbraun (ob alle Galerina-Arten da +- gleich sind, weiß ich nicht, vermute da aber weniger diese gelblichen Töne.)


    VG abeja

  • Hallo,


    Es ist immer schwer nur nach Bildern sicher etwas zu sagen, aber ich tendiere auch sehr zu einem Flämmling.

    Schade dass man an Fotos schlecht lecken kann .... den Geflecktblättrigen Flämmling könnte man durch den bitteren Geschmack schnell von den Häublingen unterscheiden.


    VG, Tanja

  • Vielen Dank für die Antworten!

    Ja, die Bilder sind grauer als die Pilze in echt aussahen. Ich habe mit geflecktblättriger Flämmling verglichen - das sind sie sehr wahrscheinlich. Gegen Gifthäubling/Galerina marginata spricht definitiv das Fehlen jeglicher Ringreste.

    Dann hoffe ich mal, nächstes Jahr "echte" Galerina marginata zu finden.


    Grüße von Jan

  • Hallo Jan,

    Galerina kann man auch jetzt noch im November finden (sofern das Wetter nicht allzu kalt wird).

    Ich habe gerade jetzt die ersten Winzlinge davon in diesem Jahr gefunden - bei mir wachsen sie meist zu wenigen und meist auf Laubholz.

    (Genaue Art lasse ich hier mal offen, seltsamerweise scheint hier das Velum so aufzureißen - bei weiteren Exemplaren deutlicher zu sehen - , dass man wahrscheinlich nicht viel Ring sehen wird - eher eine Ringzone. Ich hatte auch schon mal Winzlinge, wo kurz nach dem Aufschirmen ein ganz stabiler Ring zu sehen war.)


    VG abeja



  • Hallo,

    noch zwei "November-Galerinchen", diesmal von Nadelholz (abgelöst und woanders fotografiert).

    mit gut sichtbarem Ringrest, hygrophaner Oberfläche (am Rand sieht man minimal etwas wie durchscheinende Riefung).

    Den typischen leicht ranzig-mehligen Geruch (der aber nicht immer vorhanden ist) konnte ich bei dem kühlen Wetter überhaupt nicht wahrnehmen.





    VG abeja