Wolpertinger mit braunem Sporenpulver

For discussions about the society, its structure and goals, only the forum "Geman Mycological Society" serves as a platform for the exchange of opinions.
  • Guten Morgen beisammen,


    dieser Fund verursachte am gestrigen Sonntag den PSV-Einsatz eines Bekannten. Der Pilz wächst auf Hackschnitzeln und sieht aus wie eine Mischung aus einem Schwefelkopf, Häubling und Schüppling. Die Hutoberseite ist klebrig wie bei Gomphidius glutinosus, das Sporenpulver ist braun.






    Wir sind bei den Schüpplingen gelandet. Unser Verdacht war Pholiota spumosa. Das muss aber nicht stimmen.


    Was meint ihr?


    Gruß, Andreas

  • Moin Andreas,


    Pholiota auf jeden Fall. Ich hätte mal als erste Vermutung lucifera, da müsste man aber mal das scharfe Glas bemühen.


    Beste Grüße

    Harald

    Landeskoordinator Pilzkartierung Hessen

  • Hab noch mal drüber geguckt, meine luciferas hatten immer noch einen deutlichen Ring, der fehlt hier ja. Mit dem dünneren Stiel, wie Andreas G. meint, kann ich nicht so ganz konform gehen. Anhängend ein Bild von lucifera, wo ich keine großen Stieldickenunterschiede zum obigen Exemplar sehe.

    Also möchte ich dann auch meinen, dass spumosa plausibler ist.


    Beste Grüße

    Harald


    Landeskoordinator Pilzkartierung Hessen

  • Hallo Andreas,

    die Pilze, die du zeigst kenne ich noch nicht, aber Pholiota lucifera (die ich so genannt habe ... ;)) kommt in "meinem" Wald und auch an anderen eher grasigen Stellen (mit Holzresten) regelmäßig vor und die sehen genau so aus wie die Exemplare von Harald.

    Sie sind eher etwas freudiger gefärbt als die angefragten Pilze . Die Oberfläche war nie extrem schleimig, sondern nur etwas klebrig, die Schüppchen waren immer relativ deutlich erkennbar, im Vergleich zur Hutgröße sind es eher grobe Schuppen, teils deutlich kontrastierend, teils weniger kontrastierend.

    Die Lamellen werden nicht so fleckig wie bei deinen Pilzen. Der Stiel ist oberhalb der Ringzone sehr hell, fast weiß und unterhalb der Ringzone deutlich mit großen etwas dunkleren Schuppen bedeckt.

    Im Schnitt war das Fleisch weniger gelb, eher weiß, hatte nicht so eine deutliche gelb abgesetzte Zone. Im unteren Stielbereich wurde das Fleisch zwar etwas bräunlicher, aber nicht so extrem dunkel.

    Pholiota lucifera soll auf (vergrabenem) Laubholz (auch Holzstückchen) vorkommen , Pholiota spumosa auf Nadelholz.


    Die Bilder in Fungi of Temperate Europe für Pholiota spumosa passen auch ganz wunderbar zu den fraglichen Pilzen. Ich bin also auch für Pholiota spumosa ... unbekannterweise.


    FG, abeja


    Noch zwei Bilder von Pholiota lucifera (die Stielzone war durch den Transport usw. etwas angegrabbelt)

       

    Viele Grüße von abeja


    Ha !!! Du winzig kleiner Wicht ! Ich erspähte dich !!!


  • Was wären denn die relevanten Mikromerkmale zur Differenzierung von Schüpplingen?

    Bei lucifera vs. spumosa wären einfach die Pleuros zu kontrollieren, lucifera hat nämlich keine. Zudem sollen die Zystiden insgesamt bei spumosa in KOH im oberen Teil gelb werden.


    Grüße

    Harald

    Landeskoordinator Pilzkartierung Hessen

  • Andreas Kunze

    Set the Label from PSV to Determination