Lila Lamellen und Stiel, Hut braungrau

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There are 7 replies in this Thread. The last Post () by abeja.

  • Hallo Forum,

    diese kräftigen, festen Pilze fand ich heute - es gab recht viele Exemplare, in älterem Fichtenbestand, der vermutlich in die damalige (und heute noch danebenliegende) Wiese gepflanzt wurde. Lehmboden.

    Kappe verwaschen hellbraun, zum Rande hin heller werdend.

    Lamellen lila (hab noch keine Sporen), am Stiel m.E. nicht festgewachsen,

    Stiel lila gestreift, lilaweiß gefüllt, unten breiter, fast knollig werdend,

    Duft vorhanden, den ich nicht beschreiben kann.

    Lepista spec.?

    Danke für Rückmeldungen :)

    Viele Grüße

    Flitzepitz



       


  • Ja, Lepista nuda. So können sie auch aussehen, mal mehr braun, mal mehr violett. Eine meiner Kursteilnehmerinnen klassifizierte den Geruch übrigens als "nach Gummihandschuhen", die Assoziation fand ich gar nicht so schlecht.


    Nur nicht irre machen lassen, ob des Variantenreichtums mancher Pilzarten. Hast Du schon mal beobachtet, wie vielseitig beispielsweise ein Perlpilz daherkommen kann?


    Beste Grüße

    Harald

  • Hallo Harald,

    vielen Dank, ja, auf diesen Variantenreichtum war ich wahrlich (mal wieder) nicht gefasst... und ich komme deshalb selten ohne Nachfrage hier im Forum zu ein vertrauenswürdigen Bestimmung meiner gesammelten Exemplare aus .... Danke für deine Ermutigung ... und die Auflösung, dass es sich um Lepista nuda handelt, worüber ich mich natürlich freue, weil ich wieder eine für mich neue Art gefunden und gelernt habe. :)


    Der Witz - bzw. die herrliche Tücke des Alltags - bei dieser auch im Dunkeln bestimmbaren Art ( :)  Peter Karasch :) ) war, dass gestern der Geruch vom Rötelritterling nicht richtig in meine Nase steigen konnte, weil ich einen weiteren grauslig stinkenden Pilz gesammelt hatte, dessen massive üble Duftwolke mich nicht richtig differenzieren ließ, was nun von dem lila Pilz für ein Duftanteil ausgeht und was von dem scheußlichen Gelben: dazu sei die Frage erlaubt - ohne neuen Thread - ist das ein Tricholoma sulphureum?

    Der Hut war trocken, die Lamellen "wirr", aber mein Exemplar hat einen hohlen Stiel, ich fand aber nur Angaben, dass er vollfleischig sein soll.... grrrr....


    Und zum Perlpilz: hatte vor ein paar Wochen meinen allerersten gesehen, er war tiefstrotbraun unter den Punkten.... die meisten Bilder zeigen ihn viel heller :-) .


    Danke auch für die Geruchs-Bestimmungs-Vorschläge ---> ich übe noch :-)



       


  • Hallo Flitzepitz.

    der Schwefelritterling ist natürlich einer. Der Geruch ist wirklich .... grauenhaft, für mich "verbrannte Haare oder Fingernägel"

    Letztens las ich, dass manche Leute das bei dem Pilz nicht wahrnehmen, sondern nur den blütenhaft-süßlichen Unterton. Das hat mich schon etwas verwundert.

    Hier bei deinem Bild sieht man sehr deutliche Queraderung. Das hat das Bild bei Wikipedia (von Andreas K., von hier) auch. Ich selbst habe das noch nie so deutlich gesehen. Vermutlich muss der Hut etwas älter sein und sich etwas aufbiegen, damit sich die Lamellen so spreizen und den Blick darauf freigeben.

    Mein einziger Fund von diesem Jahr (total in Gelb), Tricholoma sulphureum :



    Zu der Lepista:

    ich habe (oder hatte) da tatsächlich auch schon mal Schwierigkeiten. Bei mir gibt es ganz helle, blasse Exemplare. Da stellte sich immer die Frage, ist das noch L. nuda oder oder doch L. glaucocana. Der Geruch war relativ schwach ... und wenn man keinen Vergleich hat, ist es nicht einfach das einzuordnen . Es sind wohl L. glaucocana.

    Erst als ich "richtige" L. nuda hatte, erkannte ich den Unterschied. L. nuda kenne ich aus dem Wald schön "lila-in-lila" - vermutlich waren das aber junge, frische Pilze. Ein Fund von einem Rasenstück auf einem Friedhof sah aus wie deine Exemplare: so eine "speckige" Oberfläche mit restlichem violetten Schein am Rand und in der Mitte bräunlich-rötlich.

    Ich hätte auch ein bisschen Bedenken, dass ich L. personata nicht auf Anhieb erkennen könnte. Der soll auch etwas schwächer riechen, sehr kompakt und kräftig gebaut sein, auf Wiese wachsen und einen eher hellen (grau-braunen) Hut haben, der in starkem Kontrast zum violetten Stiel steht. Wahrscheinlich wird man erst sicherer, wenn man eigene Funderfahrung dazu hat.

    Sehr schöne Bilder zu Lepista personata :

    https://www.dgfm-ev.de/pilz-de…ilastiel-roetelritterling


    Lepista sordida ist eher ein schmächtiges Pilzchen, was kaum riecht und das schöne Lila auch sehr schnell verliert und auch etwas hygrophaner ist.


    FG, abeja