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  • Liebe Pilzfreunde,


    von den beiden angeblich weit verbreiteten Arten ist T. cupularis die häufigere. Die meisten Funde aus Mecklenburg-Vorpommern als T. catinus bestimmt gehören jedenfalls auch dazu. Nur Funde von Dr. Benkert und T. Richter sind glaubhaft bestimmt worden. Der Fehler liegt in der Anfängerzeit der Pilzleute und unsere knappe Literatur in Ostdeutschland. Nach einer mündlichen Auskunft von D. Benkert stellen viele Funde in Wirklichkeit Tarzetta cupularis dar. Dieser Anfängerfehler wurden nach Pilze Deutschland online auch in Altbundesländern begangen. D. Benkert wollte über Tarzella eine Publikation heraus bringen und hat es nicht mehr geschafft.


    Ich habe meine Belege alle D. Benkert übergeben. Ein Fund von einer unbeschriebenen Art ist auch dabei. Diese ist schwarzbraun und besitzt kein Velum am Apothezienrand. Ansonsten genauso die Größe und Form wie T. cupularis. Sie wächst auf der Baumscheibe unter Picea auf dessen Nadelstreu über Kiesboden. Ich habe kein Buch gefunden, wo so eine Art beschrieben ist. Habe sie deshalb provisorisch T. atrofusca genannt. Ich weiß bis heute nicht, was ich da gefunden habe. Soweit ich mich erinnere, wurden die Ascusspitzen mit Jod nicht blau! Meine Kenntnisse über Ascomyceten sind nicht so groß. Wer kann mir hier einen Tipp geben?

  • Lieber Stefan,


    habe es gesichtet, finde aber nicht meine Aufsammlung von damals. Ich meine, muss unbedingt noch mal den Fundort aufsuchen, der nicht weit von meinem Wohnort liegt. Wenn ich noch etwas finden kann, dann kann eine Sequenzierung hier Aufklärung schaffen. Material liegt von mir in Berlin-Dahlem. D. Benkert ist für unsere neuen Bundesländer eigentlich der Spezialist für die Pezizales im weiteren Sinn gewesen. Aber auch er hat die Art nicht bestimmen können, und dieses hat schon was. Was soll ich als Nicht-Ascomyceten-Fachman denn heraus bekommen? Vielleicht hat diese auch eine neue Gattung bekommen. Ich werde in Zukunft überhaupt erst mal versuchen, meine damaligen unbestimmbaren Pilzarten heraus zu bekommen. Diese harten Nüsse müssen irgendwann mal geknackt werden, wenn man es dann mal schafft.

  • Kann den Grund nicht erkennen, glaube er ist zu alt geworden oder er hat die oben erwähnte Publikation gesehen und sein Vorhaben aufgegeben. Ich persönlich hatte auch immer schon große Mühe unter T. catinus und T. cupularis zu trennen. Einzig was ich heute noch sagen kann, es war eine Tarzetta. Die Gattung wurde erkannt, aber dann gibt es Chaos. Hatte mal gedacht, einige waren so opalisierend und etwas hyalin im Hymenium, andere hatten einen beigen Graustich - dieses ist möglicherweise nur eine Frage vom Reifestadium. Frank kann für Mykis gerne ein Tarzetta-Aggregat schaffen. Ich stelle dann sämtliche Funde aus MV dort rein. Die meisten Funde auf Pilze Deutschland online sind aus meinem Bundesland nicht belegt. In Wirklichkeit ist es ein großes Durcheinander und eine nachträgliche Zuordnung ist nicht möglich. Will mich auch nicht weiter in die Gattung einarbeiten. Einzig diese schwarzbrauen Tarzettas möchte ich gerne mal bestimmt haben. Dieser Umstand ärgert mich schon lange. Ich muss nur aufpassen, das man nicht meine Fundstelle plündert. Möchte auch noch mal etwas neues nieder schreiben.