En passant

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  • Hallo allerseits,

    ein paar Pilzfunde vom Juli möchte ich zeigen, alle Fotos stammen aus NRW (überwiegend Kreis Mettmann).

    Im Wald war so gut wie gar nichts los, das hier Gezeigte ist - quasi "im Vorübergehen" - aus Parks, Friedhöfen und Privatgärten.

    Ein paar Täublinge gab es auch noch, die unbedingt auf sich aufmerksam machen wollten ... doch das ist (bzw. wird vielleicht) ein anderes Thema.


    01-05

    Am Rande eines Parkes lagen Abschnitte eines großen Tannenstammes (Abies alba).

    Darauf entwickelten sich an mehreren Stellen Gegabelte Hörnlinge, Calocera furcata. Auffallend fand ich die etwas unterschiedlichen Farben von blass bis intensiv gelb. Die typischen Gabeln waren erst nur ganz vereinzelt sichtbar ...

    Auf dem Foto sind mir später auch die dunkel-orangen gallertigen Flecken aufgefallen, bei denen ich eine teil-eingetrocknete Gallerttränen-Art vermute, Dacrymyces spec. - eventuell D. stillatus?



     


    An den entrindeten Stellen gab es leuchtende Holzverfärbungen.

    Ob allerdings die beiden Pilze oder noch andere Arten dafür verantwortlich sind, konnte ich nicht herausfinden.


     



    06

    Ein hübscher junger Grauer Wulstling, Amanita excelsa ... stand neben unfotografierten älteren merkmalsüberprüften Exemplaren.




    07-09

    Ein paar Gold-Mistpilze, Bolbitius titubans gaben vor, Risspilze zu sein, hihi.

    Sie waren durch Trockenheit aufgerissen, die Huthautstruktur habe ich bewusst noch nie so faserig gesehen. Zum Glück gab es direkt daneben auch alte Exemplare zum Vergleichen.


        

    ... P I L Z E ... können unterirdisch, "unterirdisch", oberirdisch oder "überirdisch" sein.  :S 




  • 11-14

    Auf dem Friedhof stehen an einer Stelle regelmäßig Wurzelnde Bitterröhrlinge, Caloboletus radicans. Erst konnte ich nur uralte, zerfallene FK. finden, doch dann ein paar ganz junge Pilze, nur fingernagelgroß. Das "größte" Exemplar hatte 3 cm Durchmesser, das Schnittfoto habe ich mir gespart. In diesem Stadium war überhaupt noch kein Netz zu erkennen.

    In nur vier (!) Tagen hat sich der Hutdurchmesser von 15 mm auf 5-6 cm vergrößert und die Huthaut war dann schon typisch gefeldert.

       




    15-16

    In Nachbars Garten, unter einer Zeder, in kurzgeschorenem Rasen, saßen ein paar winzige Röhrlinge, von oben sehr dunkel braun. Ich erkannte sie nicht - auch nicht auf Anhieb, als ich sie in der Hand hatte (Kamera nicht dabei). Doch dann schwärzten sie stark. Solch jungen Schwarzblauende Röhrlinge, Cyanoboletus pulverulentus hatte ich noch nicht, bisher kannte ich nur zwei wesentlich ältere Funde mit deutlich groberen Poren.



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  • 17-18

    Sehr gefreut habe ich mich über meinen ersten (einheimischen) Fund eines sehr jungen gestielten Lackporlinges, wo ich beim Fund auf Laubholz (vermutlich Prunus cerasifera, seitlich kam neuer Austrieb) von Ganoderma lucidum ausgehe.


           


    19-22

    Die Glänzenden Lackporlinge i.w.S. müssen ein gutes Jahr haben, denn kurz darauf fand ich auf mutmaßlichem Nadelholz diese beiden Exemplare.

    Auch hier sieht man die Entwicklung nach vier (!) Tagen. Um welche Art es sich hier genau handelt, wird man wohl so nicht sagen können? Ganoderma lucidum s.l. ?

       




    23

    Zwei hübsche Schwärzende Saftlinge, Hygrocybe conica. Leider finde ich auf dem Friedhof immer nur diese eine Art, die dafür reichlich.




    24

    Zu aller-allerletzt eine riesige Überraschung.

    Sogar ein paar Pfifferlinge wuchsen unter Eichen (am Waldrand) auf diesem Friedhof. Sie kommen mir relativ hell vor. Könnte man sie als Cantharellus pallens bezeichnen oder sind es doch eher "normale" Pfifferlinge, Cantharellus cibarius ? Sie sind erst mein Drittfund außerhalb von Supermärkten.



    FG, abeja

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