Zwei "Die-sah-ich-schon-mal-"Rindenpilze" ... die +/- resupinate Porlinge sind"

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  • Hallo allerseits,

    Ende Januar fand ich bei mir im Buchenwald ganz im Südwesten, unweit des Hornfelsens, an morschem Buchenholz ringsherum eine große Menge dieses Rindenpilzes, in unterschiedlichen Entwicklungsstadien.


    Die Farbe geht von weiß nach "rosalich", bei Berührung bräunt er deutlich (leicht rötlich), mit KOH reagiert er rötlich.

    Die Poren (ca. 4-5 pro mm) sind zum Teil stufenartig in die Länge gezogen. Sie neigen ein wenig dazu, unregelmäßig zu werden, sie schlitzen etwas auf.

    Die Konsistenz ist weich.


    Ich glaube hier den Fleckenden Wachsporling, Ceriporiopsis gilvescens gefunden zu haben.








    Ein Tag später



    ... P I L Z E ... können unterirdisch, "unterirdisch", oberirdisch oder "überirdisch" sein.  :S 




  • In der Nähe des Altrheins sah ich einen Hainbuchenstamm, daran an verschiedenen Stellen wiederum ein Pilz in verschiedenen Entwicklungsstufen.










    Die Farbe geht von weißlich-gelblich bis zu ocker, die Porenränder bleiben lange weiß.

    Ganz jung bildet er diese einzelnen "Knötchen" aus.

    Die großen Beläge (viele cm) zeigen oft eine stufenförmige Wuchsform (dort war der Pilz ca. 1 cm dick.)

    Die Poren sind relativ klein, 4-5 pro mm und neigen zum Aufschlitzen, aber auch vorher sieht das sehr "wellig" aus.

    Mit KOH reagiert der Pilz braun.

    Die Konsistenz ist zäh.


    Ein Tag später






    Ich glaube hier den Gelbporigen Spaltporling, Schizopora flavipora gefunden zu haben. Vor allem die Färbung und die rel. große Anzahl von Poren pro Millimeter sprechen meiner Meinung dafür.


    Geht die Bestimmung so in Ordnung, mit cf.?


    FG abeja

    ... P I L Z E ... können unterirdisch, "unterirdisch", oberirdisch oder "überirdisch" sein.  :S 




  • abeja

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  • Hallo Andreas,

    auch hier danke für deine Einschätzung.


    Hier bei den beiden Kandidaten sind im frischen Zustand sehr deutliche (optische und haptische) Unterschiede feststellbar gewesen. Im trockenen Zustand gleichen sie sich etwas an, sehen aber immer noch unterschiedlich aus. Ich würde hier tatsächlich jede Wette eingehen, dass es sich um verschiedene Arten handelt, mit sehr prägnanten und typischen makroskopischen Merkmalen. Ich kann es nur nicht beweisen. :saint:


    Anders läge die Sache bei zwei kleinen Funden von diesem Wochenende: wieder auf Holz, wieder rel. kleine gelbliche Poren, wieder Neigung zum Aufschlitzen - könnte der gleiche Pilz wie Nr. 2 gewesen sein. Aber: keine guten Randbereiche, keine verschiedenen Entwicklungsstufen, keine "Knötchen", "Hütchen" oder andere Besonderheiten, Pilze relativ klein und schon sehr trocken ... einmal auf dickerem Ast, einmal in einer Ritze in einem stehenden Totholz. Das waren "li-li Porlis" (links liegengelassene Porlinge).


    FG abeja

    ... P I L Z E ... können unterirdisch, "unterirdisch", oberirdisch oder "überirdisch" sein.  :S