PSV Prüfungsvorbereitung

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  • Hallo Daniel,


    die schriftliche Prüfung ist mit dem notwendigen Lernwillen sehr gut zu bewältigen. Die Punktebemessung ist auch großzügig genug, um sie zu erreichen. Beim praktischen Teil kämpft man viel eher mit mit der großen Aufregung. Da hilft nur Sicherheit, Wissen und ruhiges Nachdenken. Da kommt dann bei der Freigabe zum Verzehr auch die berühmte "Vorfahrtsfrage" ins Spiel, die man keinesfalls falsch beantworten darf. Mit guter Vorbereitung ist aber auch das keine unüberwindbare Hürde. Das Gefühl, es geschafft zu haben ist übrigens toll. Viel Erfolg!


    Beste Grüße

    Stefan

  • Hallo zusammen,


    auch wenn viele Fragen inzwischen dank der Beteiligung hier im Forum bereits geklärt werden konnten, möchte ich ganz kurz noch darauf eingehen. Zur Frage 419 könnte die Antwort so aussehen:

    Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben haben Förster hoheitliche Aufgaben und daraus abgeleitete Befugnisse. Hierzu gehört u.a. auch die Kontrolle der Einhaltung der einschlägigen Gesetze. Insofern obliegt ihm auch die Kontrolle des Sammelgutes.


    Zu Frage 390 lautet die Antwort: Treffpunkt und Ziel der Exkursion, Dauer der Exkursion, Name und Telefonnummer der Ansprechpartner, ggf. Höhe der anfallenden Kosten, mitzuführende Utensilien (Pilzmesser, Lupe, Korb etc.), Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.

    Eigentlich sollte klar sein, worauf die Frage abzielt. Beim zuständigen Forstamt wird eine Exkursion nicht angekündigt, sondern angemeldet. Manchmal kann es also auch ganz einfach sein.


    Wenn in der schriftlichen Prüfung nicht klar ist, was mit einer Frage gemeint ist bzw. worauf diese abzielt, kann übrigens gerne auch der Prüfer dazu befragt werden.

    Der Fachausschuss PSV-Wesen arbeitet mit Hochdruck an einer Neuauflage des Leitfadens für Pilzsachverständige. Viele der aufgeworfenen Fragen werden darin behandelt werden.


    Allen PSV-Prüflingen wünschen wir viel Erfolg bei der Prüfung!


    Viele Grüße,

    Babett Hübler

    Sprecherin Fachausschuss PSV-Wesen

  • Hallo zusammen,


    eine Frage ist mir noch aufgefallen, wo ich mir noch nicht ganz sicher bin:


    "370. Im vorgelegten Sammelgut finden sich neben grünen Speisetäublingen auch Hüte von Grünen Knollenblätterpilzen (Amanita phalloides). Wie verhalten Sie sich?"


    Wäre es hier am besten direkt alles zu entsorgen ? Nicht, dass Bestandteile des grünen Knollis zB zwischen die Lamellen der Täublinge geraten sind :/


    Gruß

    Daniel

    PS: Oh, bei der nächsten Frage würde ich auch so argumentieren:

    "371. Bei gesammelten Stockschwämmchen finden Sie auch Gifthäublinge (Galerina marginata agg.). Wie verhalten Sie sich? "

    Wobei es hier noch wahrscheinlicher ist Gifthäublinge beim aussortieren zu übersehen.

  • Hallo Daniel,


    wenn in einem Korb unter essbaren Pilzen tödlich giftige Pilze sind, sollte der Korb verworfen werden. Die giftigen Pilze machen die bekömmlichen Pilze zwar nicht per se ungenießbar, aber beim Knollenblätterpilz genügen ja auch kleine Stückchen, um eine Vergiftung hervorzurufen und es ist nicht auszuschließen, dass solche in eine Mahlzeit geraten.

    Man stelle sich aber vor, dass der Sammler z.B. die Täublinge zu Hause vor der Zubereitung 3 Tage liegen lässt oder sie nicht ausreichend gart und deswegen Symptome einer Pilzvergiftung erleidet. Wenn dann bei einer Untersuchung von Erbrochenem Sporen des Knollis entdeckt werden, würden die erforderlichen Maßnahmen bei einer Knollenblätterpilzvergiftung eingeleitet werden. Das ist nicht nur für den Patienten unangenehm, es belastet auch das Gesundheitssystem mit hohen Kosten.

    Das Verwerfen eines gesamten Korbes hat außerdem auch einen guten pädagogischen Effekt :)


    Dem Ratsuchenden muss bei solchen Fällen anhand des Sammelgutes der genaue Unterschied zwischen den beiden Arten sowie die tödliche Giftwirkung der Knollis bzw. Gifthäublinge erläutert werden. Bei Stockschwämmchen/Galerina wäre zudem für eine Freigabe zu Speisezwecken der Kontrollaufwand viel zu hoch und du hast recht, die Gefahr, doch eine Galerina zu übersehen, ist gegeben. Dem Sammler sollte man auch raten, sich bei der Suche nach Speisepilzen auf leicht kenntliche, ihm 100%ig bekannte Arten zu beschränken.


    Viele Grüße,

    Babett