25er Spätlese 6: u.a. Phyllotopsis nidulans, Climacocystis borealis, Coniophora puteana (?), Stereum insignitum u. subtomentosum (makr. Vergleich)

  • Hallo allerseits,

    es geht weiter mit Pilzen ohne Stiel, aber zum Teil doch mit Hüten oder Hutkanten.

    28 - Diese beiden auffälligen Käfer habe ich mit meiner Kamera nicht "aus dem Konzept" bringen können. Wie ich dann nachgelesen habe, handelt es sich um Scharlachrote Stäublingskäfer, Endomychus coccineus, typischerweise - wie hier - an Chondrostereum purpureum, dem Violetten Knorpel-Schichtpilz.


    29 - Schon länger nicht mehr gesehen, hier Mitte Oktober in der Nähe eines Waldparkplatzes zwischen Lörrach und Rheinfelden, Dinkelberg) : Orangeseitlinge, Phyllotopsis nidulans - leuchten in der Sonne an gelagerten Laubholz-Stämmen (Ich wollte nichts abschatten - es gefiel mir mit diesem Licht, obwohl der Hintergrund schwarz wird.)


    30 - Ein bekannter "Stopp" in diesem Wald ist dieser Nadelholzstumpf, zum wiederholten Mal mit Climacocystis borealis, dem Nördlichen Schwammporling besetzt.


    31 - Immer wieder finde ich sie schön: Gemeine Spaltblättlinge, Schizophyllum commune. Hier ein paar ganz kleine Fruchtkörper mit dabei.


    32 - Vermutlich erst zum zweiten Mal habe ich diesen Rindenpilz gesehen, auf Nadelholz. Aufgrund der olivbraunen Farbe, des hellen, wattig-faserigen Zuwachsrandes, der etwas wachsigen Erscheinung + den deutlichen Warzen halte ich das für den Braunen Kellerschwamm, Coniophora puteana, leider nur mit dem Smartphone fotografiert, kommt makromäßig da an Grenzen. (Mit oder ohne "cf." ?;))

    ... P I L Z E ... können unterirdisch, "unterirdisch", oberirdisch oder "überirdisch" sein.  :S 


    Edited 2 times, last by abeja: Schreibfehler im Namen des Käfers korrigiert. (March 19, 2026 at 11:45 AM).

  • 33-34 - Immer wieder und immer häufiger sehe ich diese wunderschönen Schichtpilze, die ich für die Prächtigen Schichtpilze, Stereum insignitum halte (auf Buche). Nach Acanthozystiden ist bei einem meiner früheren, identisch ausschauende Funde schon mal erfolgreich gesucht worden. Ich gehe inzwischen davon aus, dass diese Art hier bei mir die häufigste Stereum-Art ist.


    An einem Tag hatte ich das Glück, Stereum cf. insignitum (anderer Fund) und die hellere (und meist kleinere), und frisch auf der Unterseite beim Reiben gelblich verfärbende Art Stereum subtomentosum (Samtiger Schichtpilz) kurz hintereinander zu finden und im Vergleich fotografieren zu können - auch mit Schnittbild (das später bei trockenen Exemplaren).
    Das Schnittbild der beiden wird auf der Seite "Fundkorb" vorgestellt und als deutlich unterschiedlich bezeichnet, das wollte ich einmal nachvollziehen.

    Stereum insignitum ist dicker und hat eine bräunliche Schicht von Haaren, die in unregelmäßigeren Büscheln stehen (bei meinem Fund: "nur etwas" unregelmäßiger ...). Stereum subtomentosum ist sehr gleichmäßig heller (und kürzer) behaart und ich sehe auch eine dunklere Schicht zwischen Fruchtfleisch und Tomentum, die beim anderen Schnitt nicht vorhanden ist.
    Stereum subtomentosum (Samtiger Schichtpilz) – Fundkorb


    oben S. subtomentosum, unten S. cf. insignitum


    Viele Grüße
    abeja

    ... P I L Z E ... können unterirdisch, "unterirdisch", oberirdisch oder "überirdisch" sein.  :S 


  • abeja December 31, 2025 at 12:23 AM

    Changed the title of the thread from “25er Spätlese 6” to “25er Spätlese 6: u.a. Phyllotopsis nidulans, Climacocystis borealis, Coniophora puteana (?), Stereum insignitum u. subtomentosum (makr. Vergleich)”.

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