Spam-Mails an Pilzsachverständige ?

  • Liebe Forenmitglieder

    Mein Name ist Josef. Ich bin seit ca. 3 Jahren PSV und neu hier im Forum.
    Seit einiger Zeit erhalte ich ständig Spam-Emails mit diversen Geldangeboten (Lotteriegewinne, Erbschaften usw.) oder zur Kontaktaufnahme zwecks Bestätigung meiner Emailadresse. Normalerweise lösche ich diese, ohne darauf zu antworten.

    Heute habe ich eine E-Mail erhalten, die sich auf mein Profil auf der DGfM-Webseite bezieht mit folgendem Inhalt:

    "es freut mich sehr, Ihnen zu schreiben, nachdem ich Ihr Profil auf (dgfm-ev.de) gesehen habe. Ich bin sehr an einem Austausch mit Ihnen interessiert und würde mich freuen, wenn Sie mich per E-Mail kontaktieren könnten. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag."

    Der (arabisch klingende) Name des Absenders steht in keinem Bezug zur Email-Adresse (Name einer tansanischen Olympiateilnehmerin). Bei einer Google-Recherche tauchen beide Namen jeweils einzeln im Zusammenhang mit Spam-Mails auf. Auch der nichtssagende Text ohne nähere Abgaben weist auf eine mögliche Spam-Mail hin.

    Da ich einerseits, falls es sich tatsächlich um Spam handelt, dem Absender nicht meine Emailadresse bestätigen möchte, andererseits aber, falls die Email echt sein solle, auch nicht unhöflich sein möchte,

    möchte ich fragen, ob vielleicht noch sonst jemand derartige Mails erhalten hat?

    Liebe Grüße

    Josef

  • Hallo Josef,

    wenn man seine Mailadresse im Internet veröffentlicht wird man automatische derartige Spam-Mails erhalten. Das betrifft ja auch die PSV-Suche auf unserer Webseite. Eingesammelt werden die Mailadressen auch automatisiert und untereinander weit verteilt. Meine Mailadresse steht an mehreren Orten und ich erhalte somit täglich mehrere Spams. Wichtig ist, dass man nicht antwortet und nirgends etwas öffnet (Datei, Link etc.). Im Zeifel besser nicht antworten. Ernsthafte Mails erkennt man schon mit etwas Überlegung.

    Beste Grüße

    Stefan

  • Hallo Stefan

    Herzlichen Dank für Deine Antwort. Es ist mir schon klar, dass man auf solche Mails nicht antworten sollte. Grundsätzlich melde ich solche Mails als Phishing und setze sie auf die Blockierliste. Ich habe da mittlerweile auch schon etwas Erfahrung darin. Neu war für mich nur, dass hier jemand die Herkunft der Adresse preisgibt bzw. speziell auf die PSV-Liste Bezug genommen wurde. Das wäre m.M. schon sehr speziell für eine automatische Generierung. Mich würde daher schon interessieren, ob noch jemand davon betroffen ist. Dann könnte man andere vor solchen Mails warnen. Denn die genannte Mail war im Gegensatz zu den üblichen ja nicht so auf Anhieb als Spam zu erkennen.

    LG, Josef

  • Hallo Josef,
    ich kenne den Text nicht als "Standard-Spamtext". Ich finde auch nichts bei einer Suche mit exakt diesem Text.
    Ich bin im DGFM Forum angemeldet, erhalte aber keine solchen E-mails.
    Ich bin aber für einen Lauftreff als Ansprechpartner genannt.
    Ich erhalte zwar einiges an Spam ("Ihr Account läuft ab", Erbschaft des nigerianischer Prinzens, die Sparkassen ändern ihr Sicherheitsverfahren etc.).
    Ich bin mir aber nicht so sicher, dass das mit damit zu tun hat, dass meine E-mail-Adresse öffentlich bekannt ist.
    Viel wahrscheinlicher ist es, dass irgendeine Firma, bei der ich irgendwann etwas gekauft habe, ein Datenleck hatte.
    Solche für Einkäufe genutzten Adressen sind für Betrüger viel interessanter.
    Wie Du schon richtig bemerkt hast, ist es vor allem wichtig, die Absenderadresse zu prüfen.
    Wenn da zum Beispiel "Microsoft Support" als Name drin steht und das E-mail Programm das als "Hugo Müller bei T-Online auflöst, weist Du, dass das Spam ist.
    Ob Du antwortest, macht für weitere Belästigungen keinen nennenswerten Unterschied.
    Natürlich solltest Du keinen Link anklicken und dort irgendwelche Passwörter eingeben.
    Am einfachsten sperrt man Links im E-Mail Programm und gibt die erst frei, nachdem man die E-Mail geprüft hat.

    Gruß,
    Marcel

  • Hallo zusammen

    Ich kenne das Problem gut, hatte ich heute auch. Vermutlich gab es da keinerlei "Datenklau" bei irgendeiner Webseite.

    Es ist heutzutage eine Kleinigkeit, sich im Internet Mailadressen zusammenzusuchen, die irgendwie zusammengehören. Das ist nicht einmal mehr Fleissarbeit, sondern kann locker einer KI in Auftrag gegeben werden. Beispielsweise einfach alle, die sich in Deutschland mit Pilzen beschäftigen und in irgendwelchen Pilzvereinen sind.

    Die werden dann alle angeschrieben, mit einer Mail, die sogar Bezug zum gemeinsamen Thema herstellt (die Pilze oder die DGfM).

    Diese Form von Spam/Scam geht an einen relativ kleinen Empfängerkreis, ist aber viel erfolgreicher. Denn die potentiellen Opfer kennen die genannten Organisationen und Namen, und fühlen sich angesprochen. Ziel ist meistens kein grossangelegter Betrug, sondern das Erschleichen relativ kleiner Beträge. Beispielsweise bitte der vermutliche Pilzkollege dann um Fotos von Apple-Geschenkgutscheinen, weil er gerade nicht aus dem Haus kann.

    Wehren kann man sich nicht dagegen. Wichtig sind folgende Sachen:

    • Wie oben schon erwähnt, die Absender-Adresse ganz genau anschauen
    • Bei merkwürdigen Anfragen, die meistens auch Zeitdruck vermitteln:
      Den vermeintlichen Absender auf einem anderen Kanal kontaktieren (Telefon, Whatsapp, soziale Medien, auch die echte Mailadresse geht gut)
    • Wenn das nicht möglich ist: Einfach löschen

    Man kann auch auf solche Mails bewusst antworten, das mache ich auch manchmal. Wenn man die unbekannten Absender freundlich darauf hinweist, dass man die Masche durchschaut hat, ist meistens einige Monate Ruhe. Unser Verbandsvorstand wurde mal Opfer eines solchen Angriffs. Nachdem ich mal geantwortet habe, hörte es sofort auf.

    Bei diesen gezielten Mails nützt es nichts, einfach nicht zu antworten, damit man "seine Mailadresse nicht bestätigt". Die Empfänger sind nicht hundertausende Adressen von einer veralteten Mailinglist, sondern eine gezielt angelegte Liste, die vermutlich zu 99% aktuell ist. Anders bei dem "nigerianischen Prinzen" oder der "Bank", das sollte man immer sofort löschen.

    LG Raphael

  • Hallo Stefan

    Ja grundsätzlich hast du schon recht, löschen ist erstmal der beste Weg.

    In dem Fall hatte die Täterschaft aber mich auserkoren, und unter meinem Namen diverse Fake-Adressen eröffnet. Da ich unmöglich jeden denkbaren Empfänger warnen konnte, war das eine mögliche Alternative. Hat auch tatsächlich funktioniert. Ein kurzes Mail, und die Belästigung hörte auf. Sie machen dann halt irgendwo anders weiter.

    Das war übrigens auch die Empfehlung der Polizei, auf meine Frage wie ich die Sache unterbinden kann. Solange man nichts anklickt oder so, riskiert man insbesondere dann nichts, wenn die eigene Mailadresse ohnehin öffentlich bekannt ist. Dass ich hinter der Adresse praesidium (at) vsvp.com stecke, ist ja kein Geheimnis. Durch eine Antwort gab ich nicht mehr an Informationen preis, als ohnehin im Internet steht.

    LG Raphael

  • Hallo zusammen.

    Herzlichen Dank für Eure Antworten.
    Inzwischen hat auch ein anderer Kollege aus der Umgebung die gleiche Mail erhalten, so dass davon ausgegangen werden kann, dass der Absender gezielt Adressen aus der PSV-Liste anschreibt. Ich habe die Mail inzwischen gelöscht und meine Mail-Adresse von der PSV-Liste entfernen lassen. Wenn jemand was von mir will, kann er/sie mich ja telefonisch kontaktieren.

    LG Josef

    Ich bin im DGFM Forum angemeldet, erhalte aber keine solchen E-mails.

    Hallo Marcel.

    Das hat nichts mit dem Forum zu tun, sondern mit der PSV-Liste, die ja öffentlich für jeden zugänglich ist.


    .

  • Hallo Josef,
    das Löschen Deiner E-mail Adresse bringt Dir frühestens in einigen Jahren etwas.
    Man findet gelöschte Einträge mit Hilfe von Internet-Archiven ohne größere Mühe wieder.
    Irgendwann sind aber die Spammer der Meinung, dass diese Adresse möglicherweise nicht mehr aktuell ist, weil Leute häufig ihre Adresse ändern.
    Du kannst das prüfen, indem Du nach Deiner eigenen E-mail Adresse mit Google suchst.
    Es gibt im übrigen sowohl Telefon-Spam als auch Spam in der Form von Schreiben, die im Briefkasten landen.
    Beispiel Brief-Spam:
    Ein schwindliger Telefonanbieter schrieb alle Telekom-Kunden wie mich an. Das Schreiben imitierte das Layout der Telekom. Als Firma war ein Name genannt, der dem Namen der echten Telekom sehr ähnlich war.
    Irgendwo stand "unser neuer Telefontarif", "füllen sie das angehängte Schreiben aus und schicken sie es uns zurück, um den Tarif zu bestätigen".
    Nun scheiterte das bei mir schon daran, dass ich mit der echten Telekom seit vielen Jahren nur elektronische Kommunikation habe.
    Viele sind aber den Anweisungen gefolgt.
    Der Fall beschäftigt mittlerweile intensiv die Gerichte.

    Gruß,
    Marcel

    P.S Meine bei pilzepilze hinterlegte E-Mail Adresse ist nach einem Angriff auf das Forum immer noch im Internet auffindbar.
    Das hat nicht nur Nachteile: Ein entfernter Verwandter von mir, der in Brisbane wohnt, hat mich neulich mit Hilfe dieser Adresse gefunden. Meine Adresse ist Vorname Nachname. Auf Grund des Eintrags im Forum hatte er noch die Stadt, in der ich wohne.
    Mein Nachname ist sehr selten und er wusste wo meine Familie seit meiner Geburt wohnt.

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