Ortschaften (D) im Lieferumfang von MykIS wünschenswert

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  • Wenn man mit Mykis einen Fundort edidiert und diesem seine bekannten Pilzfunde zuordnet, so stimmen die errechneten Koordinaten mit dem alten Deutschen MTB nach Gauß-Krüger Bessel-System (Potsdamer Zeit) nicht immer überein. Auf den alten Karten ist ein Kilometergitternetz abgedruckt. Vergleicht man die neueren Topographischen Karten, dann gibt es in gewissen Abständen einen Keil zwischen 2 Meßtischblättern. Dieser Keil ist mit Absicht eingezeichnet, weil die Erde rundlich ist. Nun ist PiaPro beim Überrechnen der Koordinaten, welches dem Mykis aus dem jeweiligem Bundesland bereit gestellt wird - dabei (bei mir MV).
    Wir haben festgestellt, wenn man mittels GPS-Gerät im Gelände einen Fundort präziese ermittelt, später auf Mykis überträgt, dann aber nicht mit den alten Gauß-Krüger Gitternetz übereinstimmt. Warum? Weil die Koordinaten über Mykis nochmal automatisch überrechnet werden. Kann es sein, das hier noch eine Rechenformel vergessen worden ist, wie sie auf das TOP 50 Programm gibt. Hier bekommt man mittels Maus immer die richtigen Koordinaten angezeigt. Allerdings weiß ich, das eine gewisse Ungenauigkeit vorliegen kann. Wenn Fundorte hart an der Peripherie liegen, dann gehe ich mit der Maus absichtlich ein wenig weiter. Dieses sieht man, falls man plötzlich auf dem falschen Quadranten landet. Die Fundpunkte werden aber mit Mykis richtig gezeigt.

  • Alle Orte von Deutschland, wer soll die eingeben. Das ist Strafarbeit! Selbst mein Nordwestmecklenburg hat schon viele Orte. Großstädte splitte ich auch in Stadtteile auf. Beispiel: Rostock, Schwerin. Mitunter sind Stadtteile auf verschiede Quadraten verteilt. Bei so großen Städten wie Hamburg sorgar auf verschiedene MTB.
    Die Probleme mit alten Exkursionen habe ich auch, wie Maren sie vom Sachsenwald geschildert hat. Wenn man früher keine Gemarkungsgrenzen, Flurgrenzen und ähnliches beachtet hat, dann vermerke ich in Klammern dem Exkursionsgebiet (allgemein). Neue Exkursionen kann man sogar auf die Waldabteile aufsplitten. So verfahre ich derzeit. Ich suche mir nach dem jeweiligen Geoportal vom Bundesland online die zustände Forstbehörde und das Revier heraus. Ich gebe 2 Beispiele aus der Nähe von Bad Kleinen:
    1.) Losten, Staatsforst Grevesmühlen, Revier Bad Kleinen, Lostener Tannen, Abt. N 2417
    Damit ist diese Forstfläche eindeutig festgelegt und alle Pilzfunde speziell in diesem Waldstück können hier untergebracht werden. Natürlich kann ich auch von anderen Personen die Funde hier eingeben, sie müssen aber aus dem selbigen Forstabteil stammen. Bei Altfunden, wo nur der MTB-Quadrant beachtet wurde, geht das nicht mehr. Ich kann dann keine Abteilnummer angeben. Hier ein Lösungsbeispiel: Losten, Staatsforst Grevesmühlen, Revier Bad Kleinen, Lostener Tannen, Südwestteil (allgemein). Schön ist es auch, wenn man einen Flurname für ein Exkursionsgebiet hat. Ein Name für ein Waldstück, für eine Wiese. für ein Gewässer. Diese bekommt man von örtlichen Gemeinden heraus. Es gibt auch Landesarchive und notfalls muss man sich in Bibliotheken durcharbeiten. So habe ich alle verfügbaren Forstkarten mir bringen lassen und die Flurnamen mir in Exeltabellen übertragen. Die meisten Forstwirtschaftskarten aus Nordwestmecklenburg habe ich mir vom Amt einscannen lassen. Dieses ist nicht billig, aber es gibt zu fast allen Forstflächen Namen. Die vielen Sölle und Kleingewässer haben auch Namen. Aber es ist ein schier unmögliches Unterfangen, diese alle zu listen. Man kann natürlich auch zu Katasterämter gehen. Diese verlangen aber Geld für Auskünfte (das ist nicht billig).
    2.) Wiesenfunde: Hoppenrade, Wiesenflur Gemarkung Hoppenrade DEMVL1083DB30010, Zipollen-Berg. Damit ist eindeutig nur diese Wiesenfläche gemeint, nicht alles.
    3.) Feldflur-Beispiel aus der Gegend von Rerik: Blengow, Feldflur Gemarkung Zweedorf DEMVL1072CB30003, Westteil. Damit meine ich von dem großen geschlossenem Feld nur den Westteil, weil der Ostteil schon ein anderer Quadrant angehört.
    Die Feld- und Wiesenblockkennungen sind in MV oline über das Geoportal einsehbar, auch die elektronische Forstgrundkarte. Im übrigen glaube ich, das der Trend hier in Zukunft hingehen wird. Es kann in der heutigen Zeit keiner mehr sagen, er kennt das Exkursionsgebiet nicht mit Namen oder Kennung. Die anderen Bundesländer müssen eigentlich alle ein Geoportal haben. Das in Brandenburg und Niedersachsen habe ich schon getestet. In MV sind alle Topographischen Karten 1.25000 online, die alten MTB vom Deutschen Reich ebenfalls (außer Grenzgebiete). Dann sind noch die 1:12000 Karten online gestellt.

  • Hallo,


    vielleicht kommen die Ungenauigkeiten bei der Übertragung ins GK-Netz auch daher, dass wir ijn Deutschland verschiedene Meridianstreifen im GK-Netz haben. Eigentlich müsste man zusätzlich zu den Koordinaten auch noch den Meridianstreifen (2, 3, 4 oder 5) angeben.


    In diesem Zusammenhang eine geniale Seite zur Verortung von Punkten, die die Orchideen-Leute entwickelt haben:
    http://www.orchids.de/haynold/tkq/googlemap.html


    Hier kann man sich auf seinen Fundpunkt reinzoomen, dann einen Markierungspfeil setzen, und man bekommt sämtliche Koordinaten für diesen Punkt angezeigt: MTB oder Gauß-Krüger oder UTM - alles da.
    Seit Tanja dieses Tool entdeckt hat arbeiten wir sehr viel damit, insbesondere wenn wir Funde aus Gegenden haben, zu denen wir nicht selbst ein MTB besitzen.


    beste Grüße,
    Andreas

  • Lieber Andreas,


    der Tipp mit Googel-Maps ist goldwert. Ich habe es gleich ausprobiert und so einfach zu bedienen. Ich glaube fast, so ähnlich funktioniert auch das Top 50 Programm. Ich denke, das kennt mancher von Euch. Das muss mit diesen Meridianstreifen was zu tun haben. Wenn ich in der Palinger Heide östlich von Lübeck kartiere, dann stimmen die Koordinaten von Mykis über PipaPro ermittelt ganz gut. Kommt man immer weiter östlich, dann kommt eine Ungenauigkeit dazu. Sie wird am größten, wenn man fast die polnische Grenze erreicht. In welchen Abständen dieser Meridianstreifen sich befindet, weiß ich nicht genau. Etwa nach 7-8 MTB.
    Wir haben in der AMMV eine Floristin, die schon lange im Gelände mit ein GPS-Gerät arbeitet. Außerdem glaube ich auch, das sie sich damit gut auskennt. Sie macht immer gerne bei Seltenheiten Standortermittlungen. Seit wenigen Jahren hat sie Interesse an den Pilzen. Wenn ich von ihr GPS-Daten bekommen habe, habe ich die versucht mittels Mykis zu transfomieren. Dabei sind mir diese Ungenauigkeiten aufgefallen.
    Möglicherweise machen wir in MV auch etwas fasch mit Mykis. F. Dämmrich hat mir bei manchen PC-Schwierigkeiten schon helfen können. Nach seiner Meinung werden in Sachsen mittels PiaPro anders die Fundortkoordinaten ermittelt.
    Daher gleich an Bitte und Frage. Wie gebt ihr diese Koordinaten mittels Google-Maps in das Mykis-Programm ein? Welche Arbeitsschritte sind zu beachten? Darf Mykis diese überhaupt überrechnen? Ich fürchte nein, weil dann die Werte wieder nicht stimmen.