Entolomen aus dem Werdenfelser Land; E. weholtii

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There are 3 replies in this Thread. The last Post () by Karl.

  • Leider nur ein Einzelfruchtkörper, was in der Gattung Entoloma eine Bestimmung oft unmöglich macht. Wenn man dann zu einer Art kommt, die in Deutschland wohl noch nicht nachgewiesen wurde, treten natürlich Selbstzweifel auf, die durch die Verbreitungsangabe in FE 5 „so far only known from a few localities in southern Scandinavia“ nicht geringer wurden. Zwei Fundangaben in der Datenbank der Pilze Österreichs stimmten wieder optimistisch.


    Fruchtkörper laut Finderin mit feinschuppiger Hutmitte und poliertem Stiel. Hutdurchmesser 15 mm.


    Funddatum: 31.08.2013
    Fundort: MTB 8533/22, Seinsraut 875 m, temporär beweidete Wiese mit eingestreuten Fichten, Birken und Weiden.
    Sporen: 7,7 – 9,3 x 5,8 – 6,8; Qm = 1,35
    Cheilozystiden: breit keulig, 20 – 55 x 10 – 18 µm
    HDS mit auf ca. 20 µm erweiteten Endzellen im Zentrum, Pigment intrazellulär
    Schnallen im gesamten Frk. vorhanden.





    Anmerkung: Schnallen sind in der UG Leptonia ja nicht so häufig und in Verbindung mit den auffälligen Zystiden kam ich im Schlüssel der Funga Nordica 2 problemlos zu E. weholtii. Die auf dem Foto herablaufend erscheinenden Lamellen haben mich zunächst noch irritiert, aber das kann man bei einem Einzelfruchtkörper wohl nicht überbewerten. (laut Noordeloos adnate to subdecurrent, Funga Nordica adnate with a decurrent Tooth). Auf dem Bild von Vesterholt FE 5a S. 1349 sieht der liegende Frk. rechts genau so aus.

  • Hallo an alle,


    ich kenne weholtii auch aus Mainz, und auch mal mit herablaufenden Lamellen (siehe Bild).


    Wie Vesterholt habe auch ich beobachtet, dass das Vorkommen von Zystiden innerhalb einer Kollektion und sogar innerhalb eines Fruchtkörpers schwankt.
    Daher halte ich politoflavipes für ein Synonym, und dann werden es auch mehr Fundpunkte in Deutschland.


    Grüße,


    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang


    Ich habe inzwischen nachgelesen, dass E. Ludwig E. politoflavipes zu E. weholtii var. politoflavipes umkombiniert hat. Wenn es neben Formen mit und ohne Zystiden auch Übergangsformen mit vereinzelten Zystiden gibt, ist möglicherweise tatsächlich alles nur eine Art.


    Gruß Karl


    PS. Ich habe die drei Beiträge über Entolomen aus dem Werdenfelser Land versehentlich in den geschlossenen Bereich gestellt. Kann man die ins Fachforum Entoloma verschieben?