Inocybe asterospora?

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Es gibt 3 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von B.Tuber.

  • Hallo an Alle,


    letzten Sonntag habe ich bei einer AMU-Exkursion bei Ehingen folgenden Risspilz in einem Eichen-Hainbuchenwald auf Kalk gefunden. Leider war es nur ein Exemplar, aber ich hoffe, dass man das Exemplar aus Grund der charakteristischen Sporen trotzdem dingfest machen kann.


    Beschreibung:


    Hut: 3,5 cm Durchmesser, mit dunkelbraunem, zentralem Buckel, Farbe gegen den Hutrand heller braun werdend und von faserigen Velumresten bis 0,5 cm vor dem Hutrand bedeckt, Hutrand "gespalten" bzw. eingerissen


    Lamellen: normal entfernt, fast frei, ausgebuchtet angewachsen, Farbe sehr helles graubraun, Lamellenschneiden weiss bewimpert


    Stiel: Länge 5 cm, Durchmesser Spitze 4mm, Basalknöllchen 9 mm, Stiel auf ganzer Länge bereift, weiss berandetes Basalknöllchen, Farbe von hell rötlichbraun an der Stielspitze dunkler werdend bis zur rotbraunen Stielbasis


    Geruch: spermatisch, auch buttrig


    Sporen: sternförmige Sporen, 9,5-11,1-12,7*7,5-9,2-10,8 µm


    Cheilozystiden: metuloid, mit Kristallen, 39-58*13-18 µm


    Pleurozystiden: wie Cheilozystiden geformt; 62-76*18-24 µm


    Kaulozystiden (unteres Stieldrittel): s. oben, 65-84*16-18 µm


    Mit dem Stangl komme ich etwas mühsam zu Inocybe asterospora, mit dem Großpilzen BaWü Bd. 5 lande ich problemos bei I. asterospora. Liege ich damit richtig?


    liebe Grüße und herzlichen Dank


    Birgit

  • Servus Birgit,


    ich denke, mit I. asterospora liegst du richtig. I. brunneorufa (calida) kann ähnlich aussehen, ist aber schmächtiger, hat kleinere, stumpfer höckrige Sporen und mehr fusoid-utriforme Zystiden.


    Grüße aus München und bis Sonntag!


    Hias

  • Hallo Brigitte


    dieser Risspilz ist einfach zu bestimmen und du hast ihn auch erkannt. Die Art ist basiphil, aber es gibt unerklärliche Funde in Sandergebieten. Bei mir in MV fehlt dieser Pilz in keinem basenreichen Buchenwald.