Posts by DocMarten

    Danke für die Antworten und die Links, die bringen mich schon mal sehr viel weiter.
    Und nein, ich habe nicht übersehen, dass die Tiere und Pflanzen in jeder somatischen Zelle einen diploiden Chromosomensatz haben. Die Gene wirken aber stark vereinfacht immer gemeinsam auch beim dominant rez. Erbgang, wenn sie nicht gerade reprimiert werden oder nicht funktionsfähig, weil kaputtmutiert, sind etc. Komplizierte Ausnahmen gibt es da reichlich.
    Saskia

    Danke für den Tipp, den Beitrag habe ich mir Gestern in der Mediathek angesehen.War wirklich ein sehr, sehr interessanter und schöner Film.
    Nur zwei Wermuthstropfen: Die typische amerikanische Methode, dass die beteiligten Wissenschaftler immer so in in Szene gesetzt wurden, fast wie Gurus, und sie sich selbst und ihre manchmal etwas gewagten Therorien in grauenhaftem amerikanisch in den Mittelpunkt stellen konnten. Ich schätze, etwa ein Drittel der Zeit gingen dabei drauf, dass ich mir diesen Ha.....en anschauen musste. Es gibt einen etwas älteren BBC Film zum Thema Pilze, da laufen die Kommentare im Ton, während Pilze gezeigt werden. Das mag ich lieber.
    (Wenn jemand weiß, wo man sich diesen BBC Film herunterladen und/oder anschauen kann, wäre ich für einen Hinweis sehr dankbar)
    Der zweite Wermuthstropfen ist die Tatsache, dass sich ausgerechnet auf Vancouver Island die Cryptococcose seuchenhaft bei Tier und Mensch ausbreiten konnte.Ich habe sehr selten beruflich mit dieser Krankheit zu tun, das ist echt kein Zuckerschlecken. Die Krankheit hat schon sehr viel mit warmem Klima zu tun. In Australien kommt sie bei Katzen recht häufig vor. Und Vancouver Island ist doch eines meiner Traumziele, dass ich in diesem Leben unbedingt noch mal besuchen wollte. Jetzt muss ich mir das noch mal ernsthaft überlegen.
    Saskia

    Ich bin Heute früher als sonst aufgewacht und habe mir zum Zeitvertreib noch mal den Vermehrungszyklus der Pilze in einem populärwissenschaftlichen Pilzbuch (Readers Digest, ist gar nicht so übel, wie man meinen sollte) durchgelesen. Das war eine Wiederholung; u.a. im Pilzcoachkursus von Rita haben wir das auch schon gelernt.
    Bekanntermaßen entwickelt sich bei den Basidiomyceten zunächst aus den Sporen das einkernige Primärmycel, nach dem zufälligen Zusammentreffen mit einem zweiten Primärmycel das zweikernige Sekundärmycel. Das bleibt zweikernig, bis im FK erst kurz vor der Sporenbildung in der Basidie die Kerne zu einem diploiden Kern verschmelzen, sich 2x teilen und dann 4 Sporen mit je 1 Kern entstehen.
    Nun weiß jeder Biowissenschaftler, das Zellkerne die DNA enthalten, auf der Aminosäurenreihenfolgen kodiert sind, und damit die Bioproteinsynthese steuern. Bioproteinsynthese heißt Enzymsynthese, Produktion von Strukturproteinen und damit Steuerung der gesamten Ausstattung der Zellen und deren Stoffwechsel,also Definition des lebenden Einzelindividuums, egal ob Tier Pflanze oder Pilz.
    Ich frage mich jetzt, welcher der beiden Kerne bzw dessen DNA die Protiene produziert und damit das Pilzindividuum nun definiert. Entweder nur + oder nur - oder paralel oder abwechselnd oder wie sonst? Bei Pflanzen und Tieren verschmelzen die Zellkerne unmittelbar nach ihrer Befruchtung, da gibt es nur einen Kern und keine "Diskussion". Und ich frage mich auch, warum mir das nicht schon viel früher auf- und eingefallen ist. Vielleicht lag es ja an der viel zu frühen Morgenstunde :P .
    Auf erleuchtende Antworten hofft Saskia

    Ok, hab auch was dazu gelernt, aber die Formulierung bleibt trotzdem absolut haarsträubend. Ein Pilz ist ein Pilz und ein Bakterium ist ein Bakterium. Die haben verwandtschaftlich weniger miteinander zu tun als ein Elefant mit einer Bartflechte.
    Es gibt in der Veterinärdermatologie auch zwei so absurde Bezeichnungen:"Botryomykose" und "Mycosis fungoides". Die wurden so genannt, als noch niemand wusste, dass die erste Erkrankung eine bakterielle und keine Pilznfektion und die zweite eine tumoröse Hautkrankheit ist. Heute werden diese Begriffe praktisch nicht mehr benutzt, geistern aus historischen Gründen aber immer noch durch die Fachliteratur.

    Bei dem "Bakterium des Pilzes" standen mir auch die Haare zu Berge. Da wurde wahrscheinlich ein Wasserbauing. mit rein technischer Ausbilung befragt, der absolut keine Ahnung von Mikrobiologie hat. Ich frage mich nur, warum der den Reporter nicht gleich an andere Spezialisten verwiesen hat. Wenn er schon über Mikrobiologie nichts weiß, muss er doch wenigstens wissen, dass er nichts weiß :P .

    Seit ich vor einigen Wochen hier etwas geschrieben habe, scheint sich bei der Aufteilung hier irgendwie etwas gändert zu haben. Damals gab es das "Pilzcoach" Unterforum, dass ich jetzt genauso wie meinen eigenen Beiträge nicht mehr so richtig wiederfinden kann.

    Wie so viele andere Pilzcoaches habe auch ich während des Kurses die schönen Zunderschwammlederhüte bewundern dürfen, die komerziell offensichtlich nur noch in einigen wenigen Osteuropäischen Ländern hergestellt werden.
    Es gbt jetzt in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift LandIdee eine anschauliche gut bebilderte Anleitung zur Herstellung von Pilzleder aus Zunderschwämmen. Ein solches Projekt lässt sich sicherlich gut in eine Führung einbauen.
    Zurzeit dürfen auch zwei pilzverrückte Bayern mit behördlicher Genehmigung Zunderschwämme im Frankenwald ernten und daraus Leder herstellen. Kontakt: info@zunderschwamm-gmbh.de

    Hallo Pablo,
    Danke für die Begrüßung. Ich habe gehofft, hier noch auf ein paar andere Pilzcoaches zu treffen, weil es doch ein Spezialforum ist:)
    Saskia

    Ich habe in diesem Jahr den tollen Pilzcoachkursus bei Frank und Rita in drei Modulen besucht und bin seit 12. November gerprüfter Pilzcoach DGfM. Mich interessieren eigentlich alle Themen rund um die Pilze, sowohl die kulinarischen als auch die biologischen und kreativen, aber mein "Spezialgebiet" ist das Färben mit Pilzen. Insofern war die Pilzcoachausbildung genau das Richtige für mich. Ich wollte mich hier kurz vorstellen und bei der Gelegenheit das Forum wieder ein wenig zum Leben erwecken. ;)
    Saskia