Posts by abeja

    Hallo Andreas und Matthias,

    vielen Dank für eure Antworten.


    Da bin ich ja doch noch in der richtigen Ecke gelandet^^ - wo der Pilz mir doch alles mögliche vorspiegeln wollte, was er gar nicht war.

    Ziegenlippen scheinen bei mir wirklich nicht häufig zu sein, denn ich habe nur ein Bild mit cf. abgelegt - das ist aber schon alt und nicht nach allen "Pilzbestimmerkünsten" aufgenommen, das kann man eigentlich vergessen.

    Interessant fand ich auch den Link, wo der Pilz ganz helle Püstelchen hatte. Neu war für mich auch, dass die Ziegenlippe einen ähnlichen Geruch wie Hemileccinum depilatum und impolitum entwickeln kann. Der Geruch bei meinem Pilz ging in diese Richtung , allerdings auch ein bisschen undefinierbar.


    Was die Stielnetzhäufigkeit bei Caloboletus radicans betrifft, bei mir ca. 50/50 ... aber ich sage nicht, wie wenige Funde ich erst hatte - darunter uralte Schlappen. Von den "schönen" Exemplaren war eine Gruppe mit sichtbarem Stielnetz, eine Gruppe ohne (oder nicht richtig untersucht, jedenfalls auf den Fotos ist nichts erkennbar).

    Zum Vergleich:

    ohne sichtbares Stielnetz:


    mit Stielnetz



    ein Schnittbild (oben die jüngeren Pilze haben "hübscher" geblaut).





    Was die orange-farbenen Pünktchen bei Hortiboletus engelii betrifft, die sah ich bei alten/ausgewachsenen Pilzen immer. Aber einmal standen daneben noch ganz junge, winzig kleine Exemplare. Da waren die Pünktchen noch nicht ausgebildet.

    Zum Vergleich:



    Die junge Pilze vom gleichen Fundort:



    und noch ein älteres Exemplar:


    VG abeja

    Hallo,

    die Pilze waren auch ganz hervorragend.

    Ich bevorzuge eigentlich die Lungenseitlinge vor den "normalen Austernpilzen", weil letztere sind oft so zäh - das habe ich auch bei gekauften Pilzen schon erlebt - unabhängig davon, wie groß sie waren.

    Hallo,

    einen mutmaßlichen persönlichen Erstfund konnte ich am Freitagabend machen. :)


    Fundort: Hochrhein, Buchenmischwald auf Kalk, 500 m Höhenlage, sehr morscher Buchenstumpf, Einzelexemplar in den "Falten" (unfotografierbar vor Ort)

    Größe: ca. 3 cm Hutdurchmesser (noch nicht vollständig aufgeschirmt), Stiel ungefähr 5 mm dick

    Huthaut: rein weiß ohne sichtbare Fasern, ohne Schuppen (wie ein Kinderpopo), wird beim Trocknen leicht gelblich, Huthaut in dünnen Bahnen komplett abziehbar.

    Stiel: weißlich, überfasert, die äußersten Fasern dunkeln beim Trocknen stark nach

    Stielbasis leicht gerundet (auf dem Foto des trockenen Pilzes nicht mehr zu sehen, da ich ein Teilstückchen versehentlich mit dem Fingernagel abgeknipst hatte)

    Geruch: unverletzt nicht feststellbar, verletzt minimal rettichartig

    Geschmack: nicht probiert

    Sporenpulver: hat nicht ausgesport (Lamellen sind aber eindeutig frei, also ein Dachpilz sollte es auf jeden Fall sein)


    Ich tippe auf Pluteus pellitus, weil die Huthaut mit "Ultranah-Blick" weder faserig noch schuppig, weder runzelig noch haarig ist - und die sonstige makroskopische Beschreibung sowie der Fundort gut passen.


    Was meinen die Kundigen dazu?


    ... ja, die Dachpilze ... sichere Bestimmung geht nur mikroskopisch, Huthaut und so. ;)


    Falls jemand Interesse an dem Pilz haben sollte, der ja nicht so häufig sein soll - ich habe ihn getrocknet. :)

    Allerdings blieben die Lamellen hell, wahrscheinlich war er noch nicht sporenreif.





         


    VG abeja

    Hallo,

    bei großer Hitze fand ich im Buchenwald auf Kalk (500 m Höhenlage, Hochrhein) diesen kleinen, etwas seltsam gewachsenen Röhrling.

    Die sehr deutlich ausgeprägten dunklen Pünktchen am Stiel hatten mich zu der Annahme verleitet, es könnte sich um Hemileccinum impolitum, den Fahlen Röhrling handeln, den hatte ich noch nie.

    ABER DANN: das Ding blaut an den Poren, "Killmerkmal" - die Poren wären für diese Art ja auch ziemlich grob geraten, die Huthaut passt auch nicht wirklich.

    Der Geruch war aber durchaus etwas seltsam chemisch unangenehm, der Geschmack war auch nicht einladend, fast schon etwas bitter.


    Kurzzeitig habe ich wegen des leicht bitteren Geschmackes einen seltsamen "knirpskleinen" "magersüchtigen" Wurzelnden Bitterröhrling (Boletus radicans) in Betracht gezogen, ABER DA müsste ja irgendwo andeutungsweise ein Stielnetz sein, auch da passt die Huthaut nicht richtig und auch nicht das Verfärbungsmuster, das Fleisch müsste im Hut etwas stärker blauen.


    Ist es einfach nur eine "stinknormale" Ziegenlippe, Xerocomus subtomentosus s.str.?

    ... die hier gar nicht so normal ist, denn ich habe gar keine Fotos davon. Von den Filzröhrlingen i.w.S. finde ich oft Xerocomellus engelii, der hier "commun is" oder Xerocomellus rubellus.


    Für Ziegenlippe sprechen m.M. nach die filzige gelbliche Huthaut (leicht rötlich unten drunter), das leichte Blauen der Poren, weißliches Fleisch, was im Hut minimal blaut (nur kurzzeitig) und eine leicht bräunlich-rosa Verfärbung im unteren Stielfleisch, der Pilz hat weißliches Basismycel.

    Beim Trocknen dunkelt die Huthaut bräunlich nach.

    ABER: ich konnte keinen leicht säuerlichen Geschmack feststellen und wie passen diese PUNKTE dazu?

    Ist das alles nur durch Hitze und Trockenheit erklärbar?


    Wer kann mir da weiterhelfen? Vielleicht habe ich ja noch etwas übersehen? :/





         


    VG abeja

    Liebe Babett,

    danke für deinen Erfahrungsbericht aus deiner Region. Da muss es in den Wochen vorher deutlich mehr geregnet haben. Sowohl Schnecken als auch Pilze gaben bei mir nur ein kurzes Intermezzo - und dann wollen Schnecken ja normalerweise auch noch von den Pilzen naschen.

    D.h. Weinbergschnecken scheinen nicht an Pilze zu gehen (bzw. sehr selten) sagt diese schöne Molluskenseite, wo es mir nicht gelingt, nur den inneren Frame anzuschauen. Was ich auch noch nicht wusste: Weinbergschnecken können 20 Jahre alt werden!

    http://www.weichtiere.at/Schne…rg/seiten/ernaehrung.html

    http://www.weichtiere.at/Schne…seiten/fortpflanzung.html


    Hallo @ all,

    im Moment sieht man keine knutschenden Schnecken mehr, bei der Affenhitze (leider auch keine Affen ... ^^ ) - aber einige Pilze gab es tatsächlich doch noch. Da wo ich letztens alte Sommersteinpilze (Boletus aestivalis) fand, standen auch jetzt wieder welche - aber nicht die gleichen Fruchtkörper - also entwickelten sich die Pilze von unsichtbar bis Fast-Zerfall innerhalb einer Woche.

    Ansonsten sah ich neben zwei Pilzen, die ich separat anfragen werde, nur ein Grüppchen Netzstieliger Hexenröhrlinge (Suillellus luridus) - sogar mit noch unzerlöcherten Hüten, ein paar Falsche Rotfußröhrlinge, Xerocomellus porosporus - meist mit Schimmel, eine alte Stinkmorchel (Phallus impudicus) und ganz zum Schluss meiner kleinen Tour auf einen liegenden bemoosten Buchenstamm ganz frisch gewachsene wunderbar zarte Lungenseitlinge, Pleurotus pulmonarius (über 500 gr.) :)




    20

    Noch ein einsamer Pilz, ich vermute einen aus der Haustintlingsgruppe, Coprinellus spec. Sect. domestici, gelbliches Ozonium war auffindbar. Man sieht einen deutlichen scheidenartigen Velumrest unten am Stiel, was auf den Bescheideten Tintling bzw. Falschen Haustintling (Coprinellus ellisii) hindeuten könnte. Das Merkmal soll aber nicht eindeutig sein, Eindeutiges ginge nur über die im Vergleich zu C. domestici kleineren Sporen.




    21-24

    Keine einsamen Pilze, sondern wie gesät: Gesäte Tintlinge, Coprinellus disseminatus. An diesem Fund gefiel mir, dass 4 verschiedene Entwicklungsstadien in relativ fotogenen Zustand beisammen waren, von ganz klein bis "erwachsen".


       




    q.e.d.


    25-27

    Noch etwas Unpilziges zum Schluss, zwei Weinbergschnecken, Helix pomatia in Kopula - nach Bildvergleich in ungewöhnlicher Stellung.

    Zwischen Bild 25 und 26 liegt eine halbe Stunde, die ich im Fichtenwald suchenderweise verbrachte. Danach verließ ich die beiden ... wer weiß, wie lange sie noch so weiter gemacht haben...




       


    Vielleicht wollten sie sagen:

    "Make love, not war".

    Nun, man muss ja nicht die ganze Welt knuddelduddelwuddeln. Es würde ja schon reichen, zu sagen "have communication, not war" - und das dann tatsächlich auch tun und nichts ohne wechselseitige umweg-freie Kommunikation guten (?) Gewissens als "erledigt" bezeichnen.


    Oder vielleicht wollen sie sagen:

    "Durch Kriechen, Einschleimen und sich Verbiegen kommt man überall hin, nimm dir ein Beispiel an uns! Für uns gibt es keine Steine zum Stolpern und keine Steine des Anstoßes, wir Schnecken gleiten sowieso einfach immer über alles hinweg."


    Oder vielleicht wollten sie sagen:

    "Aber wenn wir uns "massiv gestört" fühlen und uns "belästigt" fühlen und uns zurückziehen in unser Haus und die Schotten dicht machen ... dann kommen wir kurz darauf wieder hinaus und strecken die Fühler aus! Denn Schotten dicht auf ewiglich, das wär' für uns fatal."


    Oder vielleicht wollten sie sagen:

    "Schau dir diese wahnwitzig geile Stellung an: Nr. X aus dem Schnecken-Kamasutra. Wir sind so flexibel, außer unserer schicken Hütte ist hier absolut nichts rigide! Warum auch, wozu sollte das gut sein? So kann man sich viel besser in den anderen "hineinversetzen" ! Kopfüber! Eine ganz andere Perspektive! Das Blut fließt in ungeahnte Regionen ... Bewusstseinserweiterung ganz ohne Hilfsmittelchen!


    Zu viel hineininterpretiert?

    Es sind doch nur Schnecken!

    ... genau genommen ist es sogar nur ein BILD von Schnecken, ein selbstgemachtes Bild ... so wie man sich jedes "Bild" von jedem "etwas", von jedem Thema und von jeder Person sich selbst nur machen kann mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und den gegebenen Informationen - egal wie unzureichend diese sein könnten. Und dann könnte das "Bild" ganz schön schräg werden.


    Liebe Grüße an alle nachdenklichen Naturfreunde!

    10-11-12

    Wenn man so etwas sieht ... zwei völlig angenagte Täublinge ... dann geht man gleich weiter.

    Und wenn es dann gar nichts anderes zu finden gibt, dann nimmt man auf dem Rückweg doch etwas davon mit ... vielleicht sport das Ding ja aus?

    Im Umfeld nur Buchen (auf Kalk), Hutgröße ca. 10 cm, am Rand leicht gerieft, keine "eindeutige" Farbe" bzw. etwas mehrfarbig: "gebrochenes" Rot mit gelblichen Anteilen, Stielreste rein weiß, Lamellen splitternd, schon gelblich, Fleisch relativ weich, Geruch keiner, Geschmack mild.

    Huthaut feucht stark glänzend (auch trocken glänzend), Radius 1/3-1/2 abziehbar, sehr dünnes durchscheinendes Häutchen, Fleisch darunter weißlich, keine Verfärbungen.

    Sporenpulverfarbe IV c (Einweihung der Farbtafel, die der Russularum Icones CD beiliegt), schwierig zu fotografieren wegen der Glasscheibe ...

    Mit Eisen-II-Sulfat gelblich-rosa, mit Phenol verzögert bräunlich-rot - jedenfalls keine leuchtende Farbe, mit Guajak erst nach 5 Sekunden langsame Reaktion.

    Ich komme da auf Sektion Polychroma und dann auf Russula romellii, den Weißstieligen Ledertäubling. Sporenpulverfarbe und chem. Reaktionen, Standort und makroskopische Beschreibung passen jedenfalls bis auf einen kleinen Widerspruch im Bon, danach sollte das Fleisch unter der Huthaut "zart zitronengelb" (???) sein - diese Information fand sich sonst aber nirgendwo.


         



    13-19

    Ein paar Details von einem einsamen Olivbraunen Safranschirmling, Chlorophyllum olivieri (Fichtenwald in der Streu). Mal ein Foto vom weißen Mycel (Basis nur wenig verdickt). Neu war für mich (oder bisher nicht darauf geachtet), dass diese Art dunkel punktierte Lamellenschneiden haben kann. Als ich den Hut halbierte, konnte ich am Lamellenansatz/Ringwulst auch eher unerwartete Strukturen sehen.


       


       

    Am Tag als der Regen kam ...


    und in den Tagen danach traten ein paar Myzelien die Aufgabe an, per FRUCHTKÖRPERBILDUNG den BEWEIS zu führen, dass es sie tatsächlich gibt. Das war so unglaublich diffizil und anstrengend, dass auf Quantität und/oder Schönheit keinerlei Rücksicht genommen werden konnte!


    Hallo an alle - ja sorry - das muss hier unbedingt fotografisch belegt werden - sonst glaubt mir vielleicht ja keiner. ;)


    01-02

    Für mich erst ein Zweitfund, ein einsames Einzelexemplar vom Goldmistpilz, Bolbitius titubans.

       



    03-04-05

    Sommersteinpilz, Boletus aestivalis Nr. 1 und Nr. 2 in diesem Jahr - inzwischen ist die Fundmenge auf sagenhafte SIEBEN angewachsen - alle sehr groß, alle nicht mehr essbar.

    Auffällig hier, dass das Stielnetz oben eigentlich nicht vorhanden ist, einzelnen "Füsselchen" sieht man, an der Stielbasis war das Netz aber gut ausgebildet.

         



    06

    Perlpilz, Amanita rubescens Nr. 1 und Nr. 2 in diesem Jahr - inzwischen ist die Fundmenge auf sagenhafte FÜNF angewachsen. Der kleine Pilz war sogar ohne Maden, insgesamt sind sagenhafte 66 GRAMM IN DER PFANNE GELANDET!!!



    07

    Geweihförmiger Schleimpilz, Ceratiomyxa fruticulosa, Nr. 1 in diesem Jahr - im Sonnenschein - mit Schneckchen klein (Riemenschnecke, Helicodonta obvoluta) und etwas Weichbecheriges, Mollisia spec. ist auch noch ins Bild gerutscht.


    08-09

    Das halte ich für einen resupinat wachsenden Feuerschwamm, Fuscoporia spec.

     


    Hallo Peter,

    den Schlüssel hatte ich zwar schon gefunden, aber noch nicht so richtig hinein geschaut. Nur ganz "diagonal" gesucht, wo da meine "Kandidaten" zu finden waren. Ist ja ein weites Feld ... manche Fachbegriffe muss ich mir auch erst aneignen.

    Falls ich da mal tiefer einsteigen sollte, mikroskopiert werden da grundsätzlich frische Exemplare (nicht getrocknete)?


    Ich muss oben in meiner Beschreibung/Überschrift auch etwas verbessern, ich schrieb "geschichtete Fruchtschicht". Das ist ja nicht richtig, denn Fruchtschicht wäre ja das Hymnenium ganz innen ... geschichtet ist ja das "Fleisch" bzw. Trama. In dem Zusammenhang wird der Begriff Excipulum verwendet, ein für mich neuer Begriff.

    Ist das bei Ascomyceten gleichzusetzen mit Trama ... alles, was direkt an das Hymenium angrenzt?

    (Ich glaub, ich brauch ein "gescheites" Wörterbuch...)

    Ich fand:

    Excipulum: Peridialschicht von Discomyceten
    Excipulum: die der Fruchtschicht entgegenliegende äußere Gewebeschicht der Apothecien

    Excipulum: äußere Gewebeschicht von Becherlingen


    VG abeja

    Hallo,

    letzte Woche fand ich die für mich bisher größte Ansammlung von Peziza-Fruchtkörpern (in den Vorjahren nur ganz selten Einzelexemplare).

    Ich weiß, dass man die ohne Mikro nicht eindeutig bestimmen kann, aber vielleicht kann man das eingrenzen? :saint:


    Fundort: Hochrhein, ca. 500 m Höhenlage, Buchenmischwald auf Kalk, relativ offene Stelle nahe Fahrspur, (scheinbar) auf Erdboden, der mit stark verrotteten Holzresten durchsetzt war.

    Mehrere Fruchtkörper, der größte war ca. 8 cm groß. Zwei davon habe ich mir näher angeschaut, einer war leicht gestielt, einer ungestielt. Das soll wohl keine bestimmungsrelevante Rolle spielen.

    Außenfläche hell und stark kleiig, Rand wellig gekerbt

    Innenfläche leicht adrig zusammengezogen, mittelbraun, Fleisch brüchig, nicht milchend

    Geruch schwach "pilzig" angenehm, Geschmack mild


    Ich lande in der Ecke von Peziza varia, repanda, arvernensis - wobei Peziza arvernensis, der Buchenwald-Becherling vom Standort und der Erscheinungszeit gut passen würde, aber nur mikroskopisch durch die Sporen mit Ornament eindeutig festzunageln wäre.

    Bei Querlesen bin ich auf "geschichtes Fleisch" bzw. Textura intricata gestoßen.

    (EDIT: d.h. das Fleisch ist im Querschnitt mikroskopisch erkennbar unterschiedlich aufgebaut, Textura intricata ist eine Schicht mit verwobenen hyphigen Elementen, und wenn diese Schicht beidseitig von Textura globulosa (mit kugeligen Zellen) umgeben ist, dann kann man das schon makroskopisch als Linie erkennen)

    Das konnte ich mit Lupe nicht eindeutig sehen, per Makroaufnahme dann doch. Diese Linie war aber nicht überall deutlich vorhanden, sondern nur teilweise im mittleren Bereich des Becherlings.

    Doch alle drei "Kandidaten" haben eine Textura intricata, das stimmt doch, oder?

    Alle Bilder liegen in 1200 Pixel Breite vor.


             


    Was machen die denn da ??? ;)




    VG abeja

    Hallo Andreas,

    das ist ein sehr schöner Fund, die Art soll ja relativ selten sein.

    Ist die Huthaut nur im feuchten Zustand so schleimig ? (Das nehme ich an). Ich hatte mal einen "Verdachtsfall" bei meinem Hainbuchenwäldchen, leider nur ein zerfleddertes Exemplar. Vermutlich war es doch nur einer der Ledertäublinge, denn die Huthaut war matter. Ich müsste da noch mal beobachten (im Moment regnet es!!! Das gibt ein bisschen "Hoffnung" auf Pilzfunde in der nächsten Zeit) und die Funde zumindest mit Chemie richtig testen (und Sporenpulver natürlich). Das Ding damals hatte eine sehr schnelle intensive Guajak-Reaktion, weshalb ich R. romellii (so sah er sonst eigentlich aus) ausgeschlossen hatte.

    Hallo Andreas,

    da hatte ich mich missverständlich ausgedrückt.

    Es ist schon klar, dass nicht alle (besonders bei kritischen Arten/ Gattungen) Bilder bei 123 korrekt zugeordnet sind/sein können. Ich bezog mich hier nur auf die Bilder von C. saccharinus oben links von Dieter Wächter, weil das jemand ist, der mikroskopiert. Ich habe jetzt noch einmal nachgeschaut, ob er das an einem anderen Ort noch mal eingestellt hatte, und genau da wurden auch die Mikromerkmale besprochen (und teilweise angezweifelt). Allerdings heißt es, die Untersuchung sei vom Tintlingsspezialisten Andreas Melzer abgesegnet worden, also C. saccharinus bestätigt worden.


    VG abeja

    Hallo Babett,

    stimmt, das hatte ich an anderer Stelle auch schon mal gelesen: Herbstpilze im Frühjahr :). Hier in meiner Ecke tut sich aber im Moment nicht sehr viel (wie meistens), es hat kaum geregnet und es ist sehr warm. Ich war noch mal an der Ecke, wo ich in der letzten Woche den seltsamen Egerling fand ... in der Hoffnung auf "Nachwuchs", aber da war natürlich nichts. Auch der "alte Pilz" war vollständig unsichtbar geworden.

    Da frage ich mich, ob manche Pilzarten unterschiedlich schnell vergehen (ich meine Arten mit Hut und Stiel).

    Ich hatte nämlich schon mal Fruchtkörper von anderen Arten, die ich mir angeschaut hatte und dann vor Ort abgelegt hatte über 1-2 Wochen noch fast unverändert wiederfinden können.

    Letztens mit meinen Gammel-Morcheln, das war auch sehr seltsam. Eine Woche später wollte ich noch einmal schauen und fand auf Anhieb noch nicht einmal Reste von meinen alten Morcheln. Doch dann sah ich sie: die Morcheln waren zu "dünnen Häutchen" geworden, die wie die zerfließenden Uhren von Dali über Stock und Sein lagen, das sah sehr seltsam aus!


    Nur der Schwefelporling hat noch etwas "nachgeliefert", noch einmal ein Pfund in frischem Zuwachs.

    Danke für das "schöne Bilder" :), gebe mir Mühe, mit meiner kompakten "IDA" (immer-dabei) die Schönheiten einzufangen, hier ja mehr oder weniger im Doku-Style - es ist ja auch nicht alles fotogen, was man so antrifft ... und jetzt "muckt" das gute Stück auch noch seit einiger Zeit mit Zoomfehler ...


    LG abeja

    Hallo Andreas,

    danke für den ausführlichen Text (und die Verbesserungen ... da habe ich wohl vorher zu viel in meinem neuen Buch über tropische Nutzpflanzen gelesen :)). Jetzt finde ich auch Bilder zu Exidia nigricans, die diesen bräunlichen Ton zeigen (teilweise auch ein bisschen "oliv" getönt). Dann wird das wohl die gesuchte Art sein - noch nicht zusammengeflossen.


    Pleurotus ostreatus, die Art gibt es ja auch in Anzuchtkartons zu kaufen, wo u.a. Kaffeesatz verwendet wird, bzw. die man mit Kaffeesatz noch einmal zum Fruchten anregen kann. Ich selbst habe das noch nicht ausprobiert, ich habe keinen geeigneten Raum, wo das Klima passend wäre. Aber obwohl Pleurotus auf vielen Substraten wächst, sieht es für mich in "meinem" Wald bisher so aus, als würde er Buche eindeutig bevorzugen.


    VG abeja

    Hallo Peter,

    das ist ja ein sehr schöner, sehr ausführlicher Beitrag zu Coprinellus micaceus. Ich hatte ein bisschen Probleme, die entsprechende Seite dort zu finden: http://www.pilzkunde.de/index.php/pilz-des-monats

    (Das ist dann immer der aktuelle Pilz, also nächsten Monat steht da eine andere Art, aber die vorherigen Arten sind dann über die Liste anwählbar).


    Das mit den Kaulozystiden war mir schon mehr oder weniger bekannt, meine Kollektionen von jungen Pilzen zeigen auch immer einen deutlichen Flaum zumindest im oberen Stielbereich ... wenn ich nachgeschaut habe ... oder falls auf dem Bild erkennbar.

    Der Flaum wird aber auch - wenn man nicht aufpasst leicht "angegrabbelt". In anderen Foren wurde aber auch immer wieder gesagt, dass das doch makroskopisch nicht ganz so eindeutig ist - entweder durch Alterung der Pilze nicht mehr so deutlich erkennbar oder dass auch C. saccharinus am Stiel überall kleine Velumflöckchen haben könnte, was dann makroskopisch wie Kaulozystiden aussehen könnte.

    Im Gröger steht auch bei C. truncorum und C. saccharinus: "Stiel kahl oder nur spärlich flockig, Caulo-Z. fehlend oder sehr spärlich, jungen Stiel oben überprüfen." Daher hatte ich es mir zu Angewohnheit gemacht, den Namen etwas offen zu lassen.

    Die Bilder bei 123 (die Einstellenden sind namentlich genannt, ich gehe davon aus, dass mikroskopiert wurde... EDIT: bezieht sich nur auf einige Bilder der genannten Art) zeigen bei C. saccharinus deutlich flaumige Stiele, zumindest sind sie nicht ganz glatt. Da fällt mir es dann doch schwer, eine Unterscheidung zu treffen. Vielleicht geht es wirklich mit einer Lupe, Velumflöckchen von Kaulozystiden (eben eher länglich, eher haarig) zu unterscheiden.


    Dann habe ich heute am Abend einen Miniabstecher in den Wald gemacht ... und noch 2-3 uralte Hellhütige Waldfreundrüblinge angetroffen, das Myzel habe ich dann mal bei gutem Licht fotografiert. Jedenfalls nicht weiß, aber rosa :)?




    VG abeja