Posts by abeja

    Klasse! Vielen Dank, Peter!

    So ein paar "Graue" oder vermeintlich "Graue" habe ich auch, aber so genau muss ich das auch nicht wissen. Wenn ich nochmal zweifelhafte Exemplare habe, versuche ich auf jeden Fall einmal, sie aussporen zu lassen. Wahrscheinlich müsste ich sie grundsätzlich abdecken, denn bei meinen "Mitbringseln", die ich nur mal so abgelegt hatte auf meine Glasplatte (auch letztens die Ramaria und noch eine mutmaßliche Ramaria stricta) hat nie etwas ausgesport.


    Die Gattungsbezeichnung Phaeoclavulina hatte ich auch gelesen (in FOTE, aber auch bei 123...), das soll sich nur an der Sporenoberflächenstruktur (stachelsporig) festmachen?

    Irritierend finde ich dann, dass man den Namen "Phaeoclavulina" gewählt hat, besser wäre doch wegen der Verwandtschaftsverhältnisse eher "Phaeoramaria" :saint:


    Hier im Forum gefunden, von Josef Christan:

    Die Geburt einer Ramaria

    Quote

    Zu PHAEOCLAVULINA

    Dieser Gattungsname wurde von Brinkmann (1897) für stachelsporigen Ramarien mit 2-sporigen Basidien eingeführt.

    Später wurden diese Arten bei Ramaria Untergattung Echinoramaria gelistet, bis Giachini 2004 wieder die Gattung Phaeoclavulina eingeführt hatte.

    Giachini hat dort dann alle stachelsporigen Arten mit 2- und mit 4-sporigen Basidien eingeführt, was aber etwas umstritten ist und häufig nicht anerkannt wird.


    FG, abeja

    Schöne Vergleichsbilder!

    Da bin ich überstimmt worden ... ich hatte es fast geahnt. ;)

    An welchem optischen Kriterium kann man das hier bei den Bildern denn am besten festmachen? Hauptsächlich an der Färbung, die bei Clavulina (auch bei Alterung) niemals so dunkel/ so gelblich wird?


    Die Fruchtkörper erschienen mir so "unordentlich" gewachsen.

    (Auf dem letzten Bild erkenne ich im Original tatsächlich auch hier und da ganz vereinzelt zartgrüne Spitzen, aber vielleicht täuscht das durch die Lichtverhältnisse bei der Aufnahme.)

    Würden diese Fruchtkörper denn noch aussporen?

    Oder ist die Färbung schon mit ein Resultat des Sporenpulvers?


    Ich habe ehrlich gesagt noch nie korallenartige Pilze aussporen lassen (dass die unterschiedliche Sporenpulverfarben haben, hatte ich irgendwann mal gelesen, wenn auch nicht vor 5 Jahren).

    Jetzt bin ich ein bisschen verunsichert, ob meine eigenen Bilderfundus-Clavulinas richtig benannt sind.

    Die Fruchtkörper sehen nämlich schon ziemlich variabel aus.

    Schaut Ihr bitte da auch mal hin? Vielen Dank!


    FG, abeja


    Diese hatte ich alle mal als Clavulina coralloides abgelegt ...

    Hier etwas in reinem Weiß, 11-2014


    Hier etwas, was noch relativ klein war, aber etwas gelblicher, 10-2014


    aus der gleichen Aufsammlung das größte Exemplar, herausgezupft 10-2014


    Sehr dicht gewachsen und unten herum fleischfarben, 10-2017




    Die Russula-Zeit ist aber eigentlich schon vorbei. Heute habe ich auf einem Friedhof noch ein paar Nachzügler angetroffen - und muss das ganze "Gedöns" gar nicht machen, ein schönes eindeutiges Merkmal verriet Russula cavipes (abietina). Ich lasse sie natürlich trotzdem aussporen (und gegilbt hat er auch noch nicht).


    FG, abeja

    Hallo Flitzepitz,

    wegen der feinästigen Verzweigung und weil die Spitzen oben auch noch einmal ganz fein, aber sehr unregelmäßig verzweigen, halte ich das für ältere (und dadurch eher ockerfarbene) Clavulina coralloides.

    Aber auch hier möchte ich bitten, dass andere erfahrenere Pilzler da noch mal genau hinschauen ...


    Falls es doch eine Ramaria wäre, (glaub-ich-nicht ... ;)) wäre sie aber per Bild nicht zu benennen.


    FG, abeja

    Hallo Flitzepitz,

    die ersten drei Bilder gehören zusammen?

    Dann sieht man auch, wie ein Bild etwas täuschen kann, weil die Farben (Weißabgleich) kommen etwas unterschiedlich herüber. Mit dieser feinporigen Unterseite (die auf Druck nicht verfärbt) und dem Habitus sollte es sich dann Trametes versicolor sein.


    Bei den unteren Pilzen meine ich eine glatte Unterseite zu sehen. Sie kommen mir wie Hymenochaete rubiginosa (Umbrabrauner Borstenscheibling) vor, bin aber bei der Bildinformation nicht ganz sicher.


    Vielleicht kommen ja noch ganz gegenteilige Meinungen ? :/


    FG, abeja

    Hallo Pilzfreunde,

    diese Pilzart scheint bei mir (Kalkbuchenwald) wirklich nicht so extrem selten zu sein, 3. Fundstelle, jetzt im "fußläufigen" Wald auf ca. 450 m Höhe, Ende Oktober.

    Wieder ein kleines Grüppchen von langstieligen weißen extrem bitteren Schleierlingen. Dieses Mal waren sie schön nass und schleimig.

    Was mich an der Verbreitungsangabe wundert ... da steht "meist saurer Boden" ,der ist hier aber eigentlich nicht, an der Stelle auch nicht oberflächlich versauert. Direkt nebenan standen Herkuleskeulen.

    edit: Fundortangaben variieren auf I-net-Seiten, es gibt Fundbeschreibungen ebenso wie bei mir von Kalkböden.


    FG, abeja



    Hallo Pilzfreunde,

    (fast) gleiche Zeit, gleiche Stelle, gleiche Pilze.


    Auf dem Stadtfriedhof in Rheinfelden (Baden) wuchsen wieder neben der Birke in Bachnähe eine große Anzahl von weißen Ritterlingen, dieses Mal in frischerem Zustand.

    Da passt dann auch alles für Tricholoma stiparophyllum: der gekerbtes Rand und die Lamellendichte (etwas über 60, vielleicht 70 erreichen den Stiel, die untergemischten Lamellen sind ungefähr gleich breit).

    Der Geruch war leicht süßlich (ohne Rettichkomponente) und entwickelte sich erst deutlich beim Liegenlassen

    Geschmack: erst neutral, dann bitter, dann scharf ... uuuaaaah.


    FG, abeja



    Den Nachwuchs sieht man leider nicht. Das Bild wäre vielleicht aufschlussreich. Für Selbstversuche jedweder Art - auch wenn es sich um Speisepilze handeln sollte, sind die Pilze zu alt.

    Falls es sich wie vorgeschlagen um Flämmlinge handeln sollte, so wären diese bitter und auch etwas giftig, jedenfalls keine Speisepilze.


    FG, abeja

    Hallo Flitzepitz,


    Täublinge haben es wirklich "in sich", mir macht da das Bestimmen(versuchen) aber auch Spaß, wenn auch bisher ohne Mikro.

    Ich schreibe mal aus meiner Sicht, wie ich da normalerweise vorgehe.


    Ich sehe Pilze, die wie Täublinge aussehen (bunt meistens...) - hoffentlich mehrere einer Art nebeneinander, junge und ältere.


    Ich pflücke 1-2-3 Pilze und vergewissere mich, dass es wirklich Täublinge sind (o.k nur am Anfang): splitternde Lamellen (die Lamellen brechen wirklich ganz leicht bei Berühung, Ausnahme: Frauentäublinge und ganz junge Täublinge), der Stiel bricht wie ein Stück Apfel durch, ohne jegliches Fasern, das liegt an den kugeligen Zellen.


    Ich rieche an den Pilzen. Wenn es "obstig" riecht, dann ist der Pilz meistens oder immer (?) scharf, sie können auch stinken oder nach Bittermandel riechen, nach Camenbert oder ein wenig nussig, nach Zedernholz oder auch gar nicht. Wenn sie einen Tag liegen, können sie süßlich riechen oder nach Fisch.


    Ich schmecke am Pilz. Wenn ich scharf vermute, dann reicht es, mit der Zunge die Lamellen zu berühren, ansonsten sollte man ein kleines Stückchen von Hutfleisch mit Lamellen einspeicheln und kauen, jedoch nicht herunter schlucken. Geschmacksprobe macht man nur, wenn man sicher ist Täublinge vor sich zu haben (und keine tödlich giftigen Pilze) und wenn man eine Flasche Wasser zum Mundauspülen dabei hat. Manche Schärfe entwickelt sich auch langsam, manche Schärfe ist unglaublich scharf.


    Ich schaue nach Begleitbäumen und der Bodenbeschaffenheit (sauer, basisch, eventuell nach Zeigerpflanzen oder man kennt das Gebiet sowieso)


    Ich betrachte die Farben an Hut und Stiel (auch die Übergänge von Huthaut zu den Lamellen) und eventuelle Verfärbungen (z.B. Flecken und Gilbungen am Stiel, manche Täublinge grauen am Stiel) und fotografiere den Pilz (auch von der Seite, Stielform, Lamellen), auch Größe bzw. Größenrelationen beachten.


    Ich versuche die Huthaut abzuziehen, wie weit geht das? Ist da Riefung? Ist sie glänzend und ganz dünn oder eher matt und dick, samtig oder etwas bekörnt wirkend? Wie ist die Farbe direkt unter der Huthaut?

    Ist der Stiel sehr fest beim frischen Pilz oder schon eindrückbar bzw. sehr weich . Ist der Stiel hohl?


    Zu Hause versuche ich Sporenpulver zu bekommen. Ich lasse auf einer Glasplatte (Bilderrahmen) aussporen, meistens über Nacht, meistens auf dem verglasten Balkon. Problem bei mir ist im Sommer die Wärme, drinnen und draußen. In der Übergangszeit geht es besser. Man empfiehlt oft, den Pilz abzudecken. Manchmal sport er dann besser, manchmal gammelt er über Nacht. Deshalb teile ich die Proben, decke teilweise ab, mit etwas Belüftung, teilweise ohne Abdeckung (da besteht die Gefahr, dass er trocknet). Wenn der Pilz bei sommerlicher Hitze ganz trocken ist, lege ich ihn erst mit etwas angefeuchtetem Küchenpapier in eine Box in den Kühlschrank über Nacht.

    Pilze, die ich mir noch weiter anschauen möchte und ich aber keine Zeit habe, bewahre ich max. 1-2 Tage im Kühlschrank auf in einer Gefrierbox, doch den Deckel nicht ganz geschlossen.


    Wenn er ausgesport hat, schiebe ich das Pulver etwas zusammen und vergleiche mit der Farbskala, die ich unter die Glasplatte legen kann. Das geht ganz grob auch ohne gedruckte Skala, man kann weiß (z.B. weiß wie Kopierpapier, "dunkler" weiß wie Küchenrolle) unterscheiden, cremefarben wie Butter ... usw. und unterschiedlich intensive Gelb-und Ockertöne.


    Dann versuche ich den Pilz im Bon zu schlüsseln (bisher mein erster Schritt), zumindest die grobe Einteilung, man kommt da schon ganz gut in die richtige Gruppe.

    Die mutmaßten Arten/ bzw. benachbarte Arten gleiche ich dann mit Internetsuche/Bildern ab und schaue in andere Bücher, vor allem in den Gröger und in die Russularum Icones-CD (die ich aber noch nicht lange habe)

    Gibt es dann mehrere Möglichkeiten kommt die Chemie zum Einsatz, manchmal braucht man KOH, oft Guajak, Eisen-II-sulfat, manchmal die Sulfovanillin-Reaktion und das mir sehr unsympatische, weil giftige Phenol. Ich mache das immer auf dem Balkon wegen der besseren Belüftung. (Wobei man die Chemie am frischen Pilz machen sollte, noch nicht eingetrocknet! Nur die SV-Reaktion an einem trockenen Stückchen)


    Und dann hat der Pilz doch meistens einen plausiblen Arbeitsnamen ... aber manchmal müsste man dann doch ganz tief hineinblicken ... Sporen und Aufbau der Huthaut z.B. zur vollständigen Sicherheit.


    FG, abeja

    Hallo Flitzepitz,

    meinen ersten Fund der Art habe ich auch nicht erkannt, die Scheide war nicht sehr auffällig und die Lamellen waren noch hell. Der Hut war zwar etwas schmierig-schleimig, aber an dem Tag war alles etwas nass.

    Den zweiten Fund im Oktober 2017 habe ich dann mal besser dokumentiert (aber den Schnitt vergessen... die Lamellen sind natürlich frei, was man hier nicht sieht, nur ahnt). Da war der kleine Pilz ganz weiß und der große Pilz bräunlich.


    FG, abeja




    Das ist ja eine interessante Idee zu diesem interessante Pilz!


    waldmann : steht der Pilz in erreichbarer Nähe, um noch mehr Daten zu sammeln, bzw. Fotos zu machen?

    Wenn es die vorgeschlagene Pterula ist, dann müsste der Pilz einen sehr eigentümlichen chemischen Geruch haben (phenol-artig).

    Vergleichsbilder zeigen oft die weniger dichten Arten bzw. Formen.

    Fungi of Temperate Europe hilft hier auch nicht weiter, da gibt es ein Foto von Pterula multifida, relativ zart, locker, lange Äste in Weiß und nur einen Hinweis auf P. subulata (robuster, dunkler).


    Pilze Deutschland listet

    Pterula multifida E.P. Fr. ex Fr. 1863 (viele Funde)
    Pterula multifida var. densissima (Fr.) Pilát 1958 (4 Funde)
    Pterula subulata Fr. 1830 (3 Funde)


    Index Fungorum listet

    Pterula multifida (Chevall.) Fr. (und var. densissima als Synonym)

    Pterula subulata Fr.Linnaea 5: 532 (1830)


    Mycobank listet

    Pterula multifida Pterula multifida E.P. Fr. ex Fr., Öfvers. K. VetenskAkad. Förh. 18 (1): 31 (1861) [MB#119567]
    Pterula multifida var. densissima Pterula multifida var. densissima (Berk. & M.A. Curtis) Pilát, Acta Musei Nationalis Pragae 14B (3-4): 146 (1958) [MB#347498]
    Pterula multifida var. multifida Pterula multifida var. multifida , Linnaea 5: 531 (1830) [MB#426278]

    Pterula subulata Pterula subulata Fr., Linnaea 5: 532, t. XI:4 (1830) [MB#166119]


    Sucht man Bilder von P. multifida var. multifida oder var. densissima gibt es ein paar ähnliche Bilder, die Ästchen erscheinen aber etwas länger. Möglicherweise ist der oben angefragte Pilz noch sehr jung und die einzelnen Ästchen würden noch etwas wachsen?


    Vergleichsbilder hier:

    https://www.verspreidingsatlas.nl/0386000

    ganz links außen soll P. multifida var. multifida sein, die anderen sollen P. multifida sein.


    http://mycoportal.org/portal/c…l/index.php?occid=3937745

    das soll P. multifida var. densissima sein


    FG, abeja

    Hallo,

    leider kann ich nicht weiterhelfen, sondern nur allgemein etwas dazu sagen.

    Korallen (Gattung Ramaria) kann man bis auf wenige Ausnahmen nicht makroskopisch bestimmen, da es extrem ähnliche Arten gibt. Vor allem kann die Färbung im Laufe der Entwicklung/Reifung variieren. Makroskopische Hinweise sind auch Fleischfarbe, ob das Fleisch marmoriert ist, Verzweigungsmuster (U-Form, V-Form und wie stark die Spitzen verzweigen,) ob es Verfärbungen bei Druck und Verletzung gibt, Reaktion mit KOH, Geschmack ... usw.

    Zur mikroskopischen Untersuchung braucht man teilweise wohl auch - wie ich las - Proben vom Basismycel.


    Hier bin ich (bin aber unerfahren) noch nicht einmal sicher, ob es sich um einen Vertreter der Gattung Ramaria handelt oder ob es ein Korallenpilz der Gattung Clavulina ist (die Sporenpulverfarbe wäre da weiß, im Gegensatz zu Ramaria - und die Gattungen sind überhaupt nicht nahe verwandt, gehören zu unterschiedlichen Familien). Von der Wuchsform her, insgesamt so wulstig, so rundlich, nicht so aufrecht ... und die Spitzen so fein verzweigt - erscheint mir das fast wahrscheinlicher. Aber auch in dieser Gattung finde ich kein passendes Vergleichsbild, so dicht gewachsen sehen die dortigen Vertreter normalerweise nicht aus.


    FG, abeja

    Hallo Flitzepitz,

    die neuen Bilder waren jetzt aber nur als Beispiel für das Habitat gedacht, oder?

    Beim oberen Bild glaube ich einen Milchling zu sehen (bin natürlich nicht sicher), aber der Lamellenansatz ist anders als bei Lepista flaccida. Auf dem unteren Bild sieht man Nebelkappen, Clitocybe nebularis.


    Zum Vergleichen ganz junge Lepista flaccida von Ende September, in der Gegend wachsen sie jetzt immer noch.

    In dem Stadium sind die Lamellen noch heller. Typisch soll auch im Schnitt sein (bei meinem Bild feststellbar), dass da die etwas dunklere Färbung in den Stiel verläuft.


    Ich gehöre zu denen, die diesen Pilz auch mal mitnehmen (und uns schmeckt der auch und er wird auch gut vertragen). Inzwischen wird aber wegen der möglichen Verwechslung mit Paralepistopsis amoenolens/ Clitocybe amoenolens, dem Parfümierten Trichterling davon abgeraten. Diese Art ist eher südlich verbreitet und es gibt sie in Deutschland noch nicht, aber aufgrund der klimatischen Veränderungen ist mit ihrem Einwandern zu rechnen.

    In der Schweiz gibt es schon Funde.

    Die Verwechslungsart ist giftig und kann das Acromelalga-Syndrom hervorrufen. Makroskopisches Unterscheidungsmerkmal soll aber der Geruch sein, der extrem in die süßliche Richtung geht (wie Jasmin-Blüten oder überreife Birnen, also vergleichbar mit den süß riechenden Risspilzen.) In einem anderen Forum las ich auch noch, dass bei dem gefährlichen Pilz die Lamellen nicht durch Verschieben glatt vom Hutfleisch zu trennen seien (hat man bei Genfer Funden probiert) , im Unterschied zu den Arten der Gattung Lepista.


    FG, abeja


    Lepista flaccida (im Nadelwald ... aber Laubbäume auch nicht weit entfernt)


    Hallo Gaby,

    Hut und Stiel, das sieht schon recht typisch für Marone aus. Ich denke, dass du da richtig liegst.

    Die Verfärbung sehe ich nicht so als rosa an, eher als bräunlich.

    Haben die Pilze denn, als sie ganz frisch waren, also beim Entnehmen aus dem Wald, an den Poren geblaut?

    Die Blauung geht mit der Zeit auch wieder etwas zurück ... möglicherweise bleibt dann eine bräunliche Verfärbung zurück (und damit oute ich mich als jemand, der kaum je Maronen fand. Unter meinen wenige Funden war zumindest eine sehr junge Marone, die überhaupt nicht blaute.)

    Bei der Anfrage von Flitzepitz --> hier sieht man auch Maronen, die eher "grauen" statt blauen. Man muss natürlich da immer schauen, ob es sich nicht um einen Schimmelbelag handelt. So etwas ist aus der Distanz/ bei Bildern nicht immer eindeutig feststellbar. U.a. aus diesem Grund kann es auch keine Essensfreigaben im Internet geben, sondern nur Anleitungen zur Bestimmung und allgemeine Hinweise, worauf man achten sollte.


    PS: sollte tatsächlich ein Bitterröhrling im Essen landen, dann ist das gesamte "Werk" unrettbar bitter ... so las ich.

    Allerdings soll es auch eindeutige Bitterröhrlinge geben (makroskopisch an den Farben und an der Netzzeichnung kenntlich), die nicht oder kaum bitter schmecken, bzw. wo das von den Probanden nicht wahrgenommen wurde. Diese Pilze würden dann auch im Essen nicht weiter auffallen.


    FG, abeja

    Hallo Flitzepitz,

    manchmal blauen Maronen auch nicht richtig. Man hört auch Erfahrungsberichte (bei mir kommen sie seltener vor) von unterschiedlichen "Erscheinungsformen" (Größe, Dicke bzw. Hut-Stiel-Relation und Festigkeit).

    "Hasi" hat nicht so dunkle Huthaut, die Stielfarbe ist ähnlich der Hutfarbe, dazu kontrastierend die Poren. Der Stiel ist wirklich sehr hohl, nicht nur ein bisschen hohl. Bei mir habe ich eine Stelle (über 200 m an einem Waldweg, da stehen einige Eichen) wo diese Art wächst, allerdings bisher überwiegend im August, nicht so spät im Herbst. In den letzten zwei Jahren sind sie aber nicht gekommen.


    Zum Vergleich.

    Gyroporus castaneus


     



    FG, abeja

    Hallo,

    ich spekuliere ja so gerne ... und ich werfe doch mal Namen ins Rennen :S.

    Sehr ähnlich erscheinen mir Entoloma hebes (soll häufig sein, Laubwald, Auwald) oder Entoloma hirtipes (soll seltener sein, wäre vielleicht meist auch etwas größer, Erscheinungszeit Frühling oder Herbst) .


    FG, abeja

    Hallo,

    das sind ältere Exemplare von Lacrymaria lacrimabunda, dem Tränenden Saumpilz.


    Die faserige Hutoberfläche ist typisch und die leicht scheckigen Lamellen (in reifem Zustand). Das Sporenpulver ist schwarz und hat sich hier und da (z.B. an den Velumresten am Stiel) abgesetzt. Die Lamellenschneiden bleiben hell.

    Im frischen Zustand ist das durchaus ein hübscher Pilz, vor allem wenn die Flüssigkeitströpfchen (die "Tränen") an den Lamellen hängen.


    FG, abeja

    Hallo Flitzepitz,

    die Merkmale hast du sehr gut beschrieben, jetzt müssen wir nur noch die richtige Richtung finden.

    ABER: das wird sehr wahrscheinlich eine Art sein, die man ohne Mikroskop nicht eindeutig bestimmen kann. Ein Vertreter aus einer sehr sehr großen Gattung, mit vielen Untergattungen.


    Schau einmal, welche Pilze rosa-braunes Sporenpulver haben ...

    und es ist kein Dachpilz (Pluteus), kein Scheidling (Volvariella) und auch kein Räsling (Clitopilus) sondern ein R.... (Gattung E...)

    Da gibt es eine Untergattung mit konischen Hüten und (fast) freien Lamellen (Untergattung N...).

    Ich habe dann auch einen Verdacht für eine Art (auch vom Standort her) , aber da gibt es irrsinnig viele Arten und ich sollte mich da zurückhalten.

    Aber vielleicht bestätigt hier ein Kenner der Gattung zumindest die Gattung und Untergattung. :/:saint:


    FG, abeja

    Hallo Flitzepitz,

    meiner Meinung nach ist die Bestimmung richtig.

    Aber bei so einem gepflückten Einzelexemplar beschleicht einen immer so ein bisschen Unsicherheit.

    In diesem Jahr fand ich die Art über WOCHEN an den üblichen Stellen, bei mir im Nadelwald.

    War das Laubstreu bei dir? Soll auch vorkommen, aber üblicher ist Nadelwald.

    Den Geruch (wenn auch zart, aber durchaus würzig-angenehm) finde ich auch sehr typisch. Hast du mal daran gerochen?


    FG, abeja