Posts by abeja

    Hallo,

    ich habe ja nur ein Buch. ^^


    ... wo mein Kandidat enthalten ist, im Bon ist Cortinarius balteatus meine beste Annäherung gewesen, allerdings heißt es "vor allem unter Fichten" . Dann folgte Internet "querbeet". Und natürlich drängen sich die Bilder bei 123 auf, wo ich eine sehr starke Ähnlichkeit feststellte - vor allem bei dem Pilz, der ungefähr die gleiche Entwicklungsstufe hatte (mal angenommen, die Bilder wären richtig zugeordnet).

    Dort wird Cortinarius balteatus als Laubwaldart beschrieben und Cortinarius balteatocumatilis als Nadelwaldart.

    Suche ich nochmal anderswo, dann findet man (meistens) die umgekehrte Aussage:

    Cortinarius balteatocumatilis eine reine Laubwaldart, Cortinarius balteatus überwiegend Nadelwald, Laubwald möglich.

    Optisch sehen die sich ja recht ähnlich - und ich tendiere inzwischen aufgrund anderer Internetquellen zu C. balteatocumatilis.


    Aber bin ich überhaupt in der richtigen Sektion? Da halbwegs richtig zu landen, ist hier mein "ZIel".

    Kann man diese Frage beantworten oder sind die Pilze schon zu alt dafür? Man kann nicht mehr erkennen, wie die Velumfarbe im jugendlichen Zustand war, nur noch die Lamellenfarbe, eben sehr hell, weißlich und ich habe das reinweiße Fleisch..

    Ich vermute, dass die Pilze zu der Sektion gehören, die man früher (?) als Variicolores bezeichnet hat, und die alle (?) dann eine spezifische Reaktion auf KOH haben sollen, gelblich(-bräunlich) mit auffallend gelbem Rand.

    Das konnte ich nicht feststellen, sondern nur "gelblich" .

    Woran kann das liegen und was bedeutet das ? :/

    entweder bin ich in der falschen Sektion gelandet, oder die KOH-Reaktion war untypisch. Braucht man sehr starkes KOH ? Ich las etwas von 30 Proz./ 40 Prozent ? Meines hat 20 Prozent und ist schon etwas ausgeflockt (und fast alle, brauche Nachschub). Und wie lange muss man beobachten? Nach 2-3 Minuten habe ich die Pilze wieder weggepackt, vielleicht hätte ich länger warten sollen (inzwischen habe ich die Reste in den Wald gebracht, an eine Stelle wo auch andere Phlegmacien wachsen ... manchmal....)

    Dann las ich "am frischen Pilz". Wie frisch muss der Pilz sein? Ich habe das bei den Pilzen gemacht, die einen Tag im Kühlschrank gelagert wurden. Die Pilze von 2017 lagen auch schon "gepflückt" und leicht lädiert im Wald...


    Jetzt heißt es aber z.B. hier, dass die KOH-Reaktion von Cortinarius balteatocumatilis abweichend war .

    http://www.pilzbestimmer.de/Detailed/11573.html (da C. balteatocumatilis als Nadelwaldart !!! ???)


    Hier aber:

    https://www.dgfm-ev.de/publika…enbach-frankfurt/download


    wird C. balteatocumatilis als Laubwaldart angegeben und ist "makroskopisch und mikroskopisch variabler als in der Literatur angegeben .... Bei älteren Exemplaren war das völlige Fehlen der violetten Stielgürtelung zu beobachten ... dann nur noch mikroskopisch von C. balteatus zu unterscheiden (Sporen). Die KOH-Reaktion soll sehr konstant sein (honigbraun mit gelbem Rand)


    Phylenogenetisch (von 2003):

    http://dr-franz.oberwinkler.de…t/uploads/Cortinarius.pdf

    darin die "Kandidaten" dicht beisammen unter "Phlegmaciodes" (da auch C. largus und variicolor, die aber im jungen Zustand deutlich violette Lamellen haben sollten.)


    VG, abeja

    Hallo Peter,

    zum Geruch ist mir nichts Besonderes aufgefallen, ein bisschen "pilzartig", etwas würzig, aber ohne bestimmte Note. Allerdings habe ich auch keinen Pilz deutlich gequetscht, sondern nur einen Hut halb entfernt und daran gerochen.

    Wenn man im I-net zu "Hemimycena cucullata Geruch" suchmaschiniert, dann kommen sehr unterschiedliche Aussagen:

    unbedeutend, schwach nach Mehl, schwach würzig, pilz- bis krautartig, auch schwach süßlich.


    Wenn ich diese Pilze noch einmal finde, werde ich mal genauer "hineinriechen".


    VG, abeja

    Hallo Wolfgang und Harald,

    danke für die Einschätzungen, dann bleibt es bei Hemimycena spec. Ich hatte vor ein paar Jahren mal optisch ;) identische Pilze im reinen Laubwald, die von der Größe her auch so waren. Aber es hieß ja auch damals ... ohne Mikro ... bleibt es beim "spec."

    Mit der Lamellendichte geht dann wahrscheinlich auch nichts "Hieb-und-Stichfestes", genauere Angaben wie viele Lamellen den Stiel erreichen oder so etwas gibt es dann nicht.

    Ich fand gerade bei pilzflora-ehingen zu H. cucullata: mehr als 25 Lamellen erreichen den Stiel. Bei mir sind es aber etwas weniger, höchstens 20.


    Beim letzten Fund ärgere ich mich jetzt ein bisschen über mich selbst, dass ich die Unterseite nicht fotografiert habe und nichts mitgenommen habe. Die Fruchtkörper, die ich mir angeschaut habe, waren völlig ohne Stielansatz und die Lamellenschneiden erschienen mir ganz glatt zu sein (nicht fransig, wie es bei Clitopilus hobsonii sein soll). Die Unterseite war hell und dann schon von relativ "schmutzig-braunen" Sporenstaub gefärbt, ohne jeglichen rosalichen Schimmer an der Lamellen.

    Deshalb war ich schnurgerade auf der "Stummelfüßchen-Schiene" ohne überhaupt an die Verwechslungsmöglichkeit mit Clitopilus zu denken. Da vermute ich immer (kenne aber nur den Mehlräsling), dass die Lamellen so einen rosa Hauch haben bzw. bekommen.


    VG, abeja

    Hallo Pilzfreunde,

    da habe ich wieder drei weiße Pilzarten, die man wahrscheinlich nicht hundertprozentig sicher makroskopisch bestimmen kann.

    Eure Meinungen dazu würden mich aber doch interessieren. :) Kann ich die Bestimmungen so stehenlassen (mit cf.) - oder gibt es bessere Vorschläge?

    Alle von Ende August/Anfang September, 450-500 m Höhenlage, Hochrhein (Dinkelberg)


    Bei den weißen Scheinhelmlingen sollen ja Hemimycena cucullata, Gipsweißer Scheinhelmling  und Hemimycena lactea, Milchweisser Scheinhelmling recht ähnlich sein? Die eine Art im Laubwald, die andere im Nadelwald und die eine Art mit dichteren Lamellen und die andere Art mit etwas weniger dichten Lamellen?

    Die kleinen weißen Pilze standen in der Laubstreu am Wegrand ... Nadelbäume waren aber auch nicht weit weg, da liegen Zapfen. Sie haben meiner Meinung nach relativ eng stehende Lamellen, deshalb tendiere ich zu Hemimycena cucullata. Gibt es noch weitere heiße Kandidaten? Ich bin noch über Hemimycena pseudolactea gestolpert, die Art soll auch entfernt stehende Lamellen haben, aber kleinere Sporen als H. lactea.



         




    So einen kleinen Scheidling hatte ich schon mal 2015, damals hatte ich als makroskopischen Unterschied zwischen Volvariella pusilla und Volvariella hypopithys nur Differenzen bezgl. des Stiels gefunden, glatt bei V. pusilla, dem kleinsten Scheidling und flaumig bei V. hypopithys, dem Behaartstieligem Scheidling. Damals wie jetzt ist der Stiel flaumig behaart, nur hatte ich jetzt bei den Bildern den Unterschied nicht mehr im Kopf und deshalb das nicht besonders deutlich fotografiert.

    Man sieht den Flaum ganz unten, deshalb meine ich, es müsste Volvariella hypopithys sein.





    Dann fand ich noch Stummelfüßchen, die überraschenderweise scheinbar auf dem Erdboden wuchsen (alte, zur Zeit nicht genutzte Waldarbeits-Fahrspur) auf einer Fläche von mehreren Quadratmetern. Natürlich waren da kleinste Holzstückchen vorhanden. Die Pilze waren recht groß, schon so 4-5 cm teilweise, muschelförmig/fächerförmig angeordnet.

    Die Oberfläche war rein weiß, etwas wollig-haarig mit nach vorne gerichteten Strukturen, der Rand war lange umgebogen.

    Die Unterseite habe ich mir nur angeschaut aber nicht fotografiert, die Sporen hatten die Lamellen schon braun gefärbt.

    Das Fleisch war brüchig, es waren keine gelatinösen Schichten feststellbar.


    Grob gesucht komme ich wegen des Wuchsortes und der Wuchsform auf Crepidotus autochthonus, Erdwachsendes Stummelfüsschen.

    Wäre die Art tatsächlich selten, wie es bei 123 steht ??? Oder einfach nur übersehen und nicht beachtet?

    Proben habe ich dieses Mal nicht genommen ... ;):(

    Die Bilder bei 123 finde ich auch nicht ähnlich ... aber auf anderen Seiten schon:

    https://www.londonfungusgroup.…/#gallery_fancybox_930-15

    http://www.hampshirefungi.org.…no=42728&frdbino=0#maptxt

    http://www.sklorz-pilze.de/img/pilze/a5871.jpg

    https://www.mycodb.fr/fiche.ph…dotus&espece=autochthonus




    Alle Bilder liegen in 1200 Pixel Breite vor.


    VG, abeja

    Hallo Pilzfreunde,

    am Freitag habe ich ein ganze Gruppe von Schleierlingen gefunden und diese Nuss finde ich etwas hart zu knacken. Mit Schleierlingen habe ich wenig Erfahrung, meistens sehe ich nur Einzelexemplare und die sind dann oft auch schon "vollreif" und wenn das Wetter so trocken ist wie jetzt, dann kann man eventuell mal vorhanden Schleimigkeit auch nicht mehr feststellen.


    Fundort: Buchenwald auf Kalk, ca. 450 m Höhenlage, Hochrhein (Dinkelberg). Ich bin der Meinung, dass ich die gleiche Art schon mal im September 2017 hatte, da innerhalb von 2 Wochen jeweils ein Einzelexemplar. Auch dieses Mal war nur ein Fruchtkörper ein klein wenig jünger.


    Hut "irgendwie" violett (rötlich-violett), von der Mitte her auch bräunlich werdend, der Rand bleibt violett.

    Hellere Velumreste teilweise in Flecken auf der Huthaut, und ein bisschen am Hutrand.

    Fleisch weiß, überall (nicht violett oder bläulich), minimal violett nur direkt unter der Huthaut

    Lamellen im jugendlichen Zustand weißlich (eventuell mit einem Hauch von violett, jedenfalls nicht kräftig violett, nicht gelb, nicht grünlich)

    Stiel weiß (nichts Violettes), Cortinareste am Stiel rötlich braun, Stiel unten bräunlich, beim Altern brauner werdend, knollig verdickt aber nicht gerandet.


    Geruch fast nicht vorhanden, minimal erdig (nicht aromatisch), aber nicht unangenehm

    Geschmack mild, nichts Bitteres (auch Huthaut nicht bitter)

    Reaktion mit KOH minimal gelblich außen am Stiel und im Fleisch von Stiel und Hut (= negativ?) , auf Huthaut nichts feststellbar


    Ich komme da auf Cortinarius balteatus, Violettrandiger Schleimkopf (wobei ich die Schleimigkeit auch mit Anfeuchten nicht hervorrufen konnte.)

    Verglichen habe ich auf mit Cortinarius largus und variecolor, die ich aber wegen Lamellenfarbe/Geruch/Verfärbung/Standort für weniger passend halte. Sogar mit Cortinarius praestans habe ich geliebäugelt (wegen der Hutfarbe und der Velumflecken), aber der ganze Habitus stimmt nicht richtig.


    Was meinen die Kenner? :)


    Alle Bilder liegen in 1200 Pixel Breite vor.


    VG, abeja


    Die aktuellen Exemplare (September 2019):



       





    Die Exemplare von September 2017 (die Pilze lagen schon ausgerupft und leicht zerfleddert herum, die unterste Stielbasis fehlte - soweit ich mich erinnere)



       

    Hallo Pilzfreunde,

    ca. Mitte August ... als ich nicht da war ... hat es in meiner Region ein paar Mal ergiebig geregnet. In der letzten Augustwoche/ Anfang September stand ... ganz kurzzeitig ... der Wald voller Pilze. Überwiegend waren es Täublinge und Milchlinge - zu tausenden, aber auch die eine oder andere nette Kleinigkeit.

    Inzwischen ist es aber wieder Glücksache, noch den einen oder anderen Pilz zu finden, egal ob zu Genusszwecken oder Bestimmungszwecken.

    Auffällig war auch, dass ich Arten in größerer Zahl gesehen habe, die ich bisher noch nie hatte oder höchstens einmal in den vergangenen Jahren.


    Entoloma sinuatum (Riesenrötling) z.B., obwohl die Art ja im Laubwald auf Kalk "zu Hause" ist, sah ich erst ein einziges Mal 2017. Und in diesem Jahr wuchsen diese Pilze in größeren Mengen an unterschiedlichen Stellen, auch ganz junge Exemplare waren dabei, wo man schön die dann gelben Lamellen sehen konnte.


    Ein paar Eindrücke, alle aus Buchenmischwald auf Kalk, ca. 450-500 m Höhenlage, Hochrhein (Dinkelberg)

    Die Hutoberfläche ist seidig, aber farblich durchaus etwas variabel. Etwas verwundert hat mich das eine Exemplar, da war sowohl der Stiel als auch die Huthaut trockenrissig aufplatzend. Der mehlige Geruch war beim unverletzten Pilz wenig auffällig, man musste schon ein bisschen kratzen.


    Alle Bilder liegen in 1200 Pixel Breite vor.


    VG, abeja



       



         


    Hallo Andreas,

    einen Pilz habe ich getrocknet, wie ich bereits oben schrieb.

    Mikroskopieren kann ich nicht, weiß aber natürlich, dass das in solchen Fällen notwendig ist. Aufdrängen möchte ich mich damit niemandem, ich kann den Pilz für mich persönlich auch als cf. Lactocollybia spec. ablegen - es könnte aber sein, dass das so eine Rarität ist, die auch für andere interessant ist. Dass die meisten der bekannten L.- Arten anders ausschauen, sah ich bei der "bösen" Internetbildvergleichsuche.

    ABER: die Pilze in den niederländischen PDF-Dokumenten sehen identisch aus (und Lactocollybia ist da sicher) . Die in Österreich 2008 neu beschriebene und auch sehr ähnlich ausschauende Art hat auch einen bräunlichen bereiften Hut mit mittigem Stiel.


    "Nachschub" kann ich leider nicht liefern, da ich nicht mehr in NRW, sondern wieder in Süddeutschland bin.

    Ich vermute auch, dass der Pilz gar nicht so selten auftreten würde, wenn das Orchideensubstrat zu feucht gehalten wird.

    Genauer gesagt wuchs der Pilz bei meiner Mutter, die kürzlich Geburtstag hatte und von lieben Gästen gleich mit 4 Töpfen "Phalaenopsen" bedacht wurde, jeweils mit einem engsitzenden Übertopf . Nur in einem Topf war das Substrat so extrem feucht, vielleicht konnte da überschüssiges Wasser nicht abfließen oder verdunsten - entweder war das schon vom (unbekannten) Händler so oder es wurde einmal zu viel gegossen. Inzwischen hörte ich "musste die eine Orchidee umtopfen, da faulten die Wurzeln" ... das pilzbefallene Substrat ist also nicht mehr vorhanden.


    VG, abeja

    Wow!

    Danke Harald, sehr heiße Spur!

    Die ersten Vergleichsbilder zeigten (im Ausland) durchweg weißere, etwas größere Pilze, möglicherweise auch etwas dichtere Lamellen und auch einen etwas dichteren rasigeren Wuchs.

    Dann habe ich noch mal nach der Gattung gegoogelt (tropisch... einige Arten), aber eine Art wurde erst 2008 in Österreich von Anton Hausknecht, Irmgard Krisai-Greilhuber neu beschrieben (auch aus Blumentopf, Reste von Dendrobium-Orchideen): Lactocollybia dendrobii (das Habitusbild in dem PDF sieht rein optisch auch ähnlich aus, auch die makroskopische Beschreibung).

    https://www.zobodat.at/pdf/OestZPilz_17_0053-0057.pdf


    Der Wiki-Artikel über Lactocollybia variicystis verlinkt unten auf ein PDF, Erstnachweis in den Niederlanden und ich fand einen weiteren Text aus den Niederlanden.

    In beiden Dokumenten gibt es Bilder, die mit meinem Fund rein optisch SEHR gut übereinstimmen,

    Im ersten Dokument hier meiner Meinung nach absolut identisch. Hier soll die Rinde aus Südfrankreich stammen.

    https://www.mycologen.nl/Cooli…ocollybia_variicystis.pdf


    In dem zweiten niederländischen Text wurde nachgeforscht, woher die Rindenstückchen des Orchideensubstrats stammte. Der Händler sagte, es handele sich um einen südostasiatische harzfreie Pinus-Art.

    http://groningen.paddestoelenkartering.nl/vondsten_2016/


    Das Problem (Luxus-Problem :) ) ist, dass ich das niederländische PDF bisher nur überflogen habe (teilweise auch den Google-Übersetzer bemüht). Demnach hatte der Autor auch erst Zweifel an der Bestimmung, weil das Internetbildmaterial so anders aussah. Die verwendete Literaturrecherche ließ dann aber nur Lactocollybia variicystis übrig.

    In Österreich wurde aber eine neue Art beschrieben, weil Beschreibungen nicht ganz exakt passten.

    Mmmh ... ob ich da mal nachfrage?


    VG, abeja

    Hallo,

    zum Hortiboletus noch mal. Ich las jetzt, dass teilweise auch Hortiboletus bubalinus orange Pünktchen in der Stielbasis haben darf (und H. engelii darf auch mal ohne kommen) und dass man auch schon Hortiboletus engelii mit rosa Bereich unter der Huthaut fand. Sicherheit in diesen Zweifelsfällen dann doch ... wieder nur ;) ... mikroskopisch per Sporenquotient, H. engelii: mittlerer Quotient zwischen 2,1 und 2,5 vs.H. bubalinus: mittl. Quotient zwischen 2,5 und 2,9.


    Optisch von der Hutfarbe her und wie der Stiel außen beschaffen ist, auch ziemlich variabel.

    https://boletales.com/genera/xerocomus/x-bubalinus/


    Wobei bei meinen Pilzen auffällig war, wie deutlich da die Poren auf Druck geblaut haben (das habe ich bei H. engelii noch nicht so gesehen), viel stärker als das Stielfleisch.

    Hallo Harald,

    danke für deine Einschätzung ... so was hatte ich schon "befürchtet" ^^.

    Trotzdem, es könnte ja sein, dass ein hier vorbeischauender Mykologe auch schon mal diese Pilzchen im Blumentopf gehabt hätte und untersucht hätte - mit eindeutigem Ergebnis.

    Ich bin auch nicht sicher, was das eigentlich für Rinde ist, die in Orchideensubstraten verwendet wird und habe gerade noch einmal gesucht. Bei hochwertigem Substrat soll es sich um Pinienrinde handeln, das wäre dann doch (meist ?) europäischer Herkunft. Da mein bisheriges Suchen nach dem Pilz so gar nichts ergab, vermutete ich eine eher exotische Herkunft des Pilzes.

    Aber die Orchideen werden ja hier gezüchtet und das Substrat hier zusammengestellt.


    Aufgrund der Hydropus-Anmerkung habe ich mir jetzt noch mal ein paar Vertreter der Familie der Marasmiaceae angeschaut. Diese Pilze sollen ja bei Trockenheit völlig eintrocknen und bei Feuchtigkeit wieder zum Leben erweckt werden können. Mein Pilz trocknete schon ein bisschen hornartig ein - also Marasmiaceae halte ich für eine "heiße Spur".

    Und mehr oder weniger zufällig bin ich jetzt auf einen Australier gestoßen , der relativ ähnlich aussieht: Marasmius elegans. Die Hutoberfläche (samtig) und die Stieloberfläche (bereift) stimmt gut überein. Typischerweise ist da aber der Stiel (wie auch bei vielen einheimischen Marasmius-Arten) unten dunkler. Es ist aber vorstellbar, dass sich das noch entwickelt hätte, weil der Pilz ja im Gesamten nachgedunkelt ist.

    Allerdings ist da das Mycel so sternförmig ausstrahlend und die Lamellen stehen deutlich dichter, was dann gegen diese Art spricht.

    Nur zum Vergleichen:

    https://www.projectnoah.org/spottings/1147896016

    https://www.inaturalist.org/ta…ius-elegans/browse_photos


    VG, abeja

    Hallo Pilzfreunde,

    im Topf einer etwas zu feucht gehalten Phalaenopsis (immer noch NRW, nicht meine Orchidee 8)) wuchsen überraschenderweise diese kleinen Pilzchen (nur 2 wurden "groß") , zu denen ich keine zündende Idee habe. Vielleicht kennt jemand von euch diese Pilze?

    Einen Pilz habe ich auch getrocknet, falls das für jemanden interessant sein sollte.


    Pilzhut erst halbkugelig gewölbt, dann flach aufgeschirmt (minimal vertieft), erst in diesem Zustand minimal gerieft.

    Hutdurchmesser maximal 1 cm, Hutoberfläche erscheint leicht samtig.

    Stiel fein bereift, beim Pilz, den ich trocknete (es war der Halbkugelige) eindeutig hohl.

    Weißes "flauschiges" Mycel.

    Geruch "normal pilzig", angenehm.

    LEIDER HAT ER NICHT SICHTBAR AUSGESPORT ... deshalb kann ich zur Sporenpulverfarbe nichts sagen.

    Der Hut verfärbte sich komplett in diesem Ocker-Orangeton, auch die Lamellen nahmen beim Aussporversuch diese Farbe an.

    Die Sporen könnten aber doch weiß sein (?), jedenfalls nicht sehr dunkel.

    Auch der Stiel verfärbte sich beim Trocknen in diesen Ton.


    Geschaut habe ich bei helmlingsartigen Pilzen, bei Schwindlingen usw. (auch bei Conocybe) ... und fand nichts.

    Gesucht habe ich nach Pilzen auf Orchideensubstrat und fand Bilder von diesem Pilz, natürlich "unbenamst", es geht da immer um die Orchis.

    Ein PDF von Gewächshauspilzen (Bayreuth) las ich diagonal, ohne Ergebnis.

    Erhellung suchte ich in den "Wheels" des neuen Buches (PDF), aber immer noch keine Idee... mmmh.


    Jeder Input wird dankend angenommen :).





     


    Die Nachzügler haben Hütchen unter 1mm Größe, teilweise komplett weiß, teilweise in diesem Ockerton. Das letzte Bild ist etwas geblitzt.


     



    Alle Bilder liegen in 1200 Pixel Breite vor.


    VG, abeja

    Ich musste also noch einmal nachschauen

    ... und innerhalb einer Woche sah das gute Stück etwas anders aus. Ich fand jetzt einige kleine Knubbel im Umfeld (teilweise auch an kleinsten losen Holzstückchen wachsend), die die Sache dann doch sehr schnell eindeutig machten:

    Abortiporus biennis, Rötender Saftwirrling.

    Denn hatte ich zwar schon 3-4 Mal ... aber noch nicht so.

    Bei ersten "Besuch" war von Rötung nichts festzustellen. Dieses Gelb + Braun + Schwarz kannte ich daran noch nicht. Die frische Kante verliert das Gelb sofort beim Transport und mein Stückchen hat relativ schnell braune Kanten bekommen (ohne Rot).



         


    Hallo Pilzfreunde,

    vor kurzem war ich in NRW und fand wie im letzten Jahr in Solingen angrenzend an einen kleinen Park an einem großen lebenden (und vital wirkenden) Silberahorn eine große Anzahl von Ganoderma adspersum in allen möglichen "Varianten". Einige der Pilze sahen fast unverändert aus!



       


    Wer guckt den da?



    Im Park wuchs im Wurzelbereich einer Mehlbeere (Sorbus aria) der folgende Porling, der mich etwas verwirrte ...?(;).

    Weil ich etwas in Eile war, machte ich nur ein flüchtiges Bild "von oben" und zupfte ein Stück ab. Okay: Poren .... und irgendwie gelb und sehr fest und zäh.

    Ich hielt das für das Anfangsstadium von einem großen, mir bis dahin unbekannten Porling, einem "bösen" Baumschädling ... ich dachte an Perenniporia fraxinea... gibt es hier keinen Rotwerd-Smilie?




    Nach Bildvergleich stellte ich fest, dass das wohl nicht stimmen kann. ;(

    Würdet ihr den Porling "einfach so" erkennen? :)


    Hallo Pilzfreunde,

    vor kurzem war ich in NRW (Kreis Mettman) und weil es dort vorher wenig geregnet hatte, fand ich nicht viel ... aber ich machte doch einen (mutmaßlichen) Erstfund.

    Am Rande eines Friedhofs (ca. 200 m Höhenlage), der an einen Wald grenzt und in der Nähe eines geschotterten Weges fand ich im Gras zwei Röhrlinge, mögliche Mykorrhiza-Partner Linde oder Esskastanie, Castanea sativa.


    Die Hüte waren relativ glatt und braun, am Rande heller.

    Auffällig eine rosa Zone im oberen Hutfleisch.

    Das Fleisch war ansonsten eher gelblich, an der Stielbasis etwas dunkler, ohne Pünktchen.

    Das Fleisch blaute mit Verzögerung schwach, die relativ groben Poren der schon etwas betagten Pilze blauten bei Berührung sehr deutlich.

    Der Geruch war unspezifisch, den Geschmack habe ich nicht getestet. Von ein wenig Regen am Vortag erschienen mir die Pilze sehr durchweicht.


    Ich halte das wg. der rosafarbenen Zone für Hortiboletus bubalinus, kann das jemand bestätigen?



        




    Ansonsten fand ich auf diesem Friedhof außer (unfotografierten) gesäten Tintlingen und ein paar trockenen Nelkenschwindlingen an der gleichen Stelle wie im Vorjahr im Moos unter einer dicken Eiche diese Prachtexemplare von Caloboletus radicans.

    Ein Stielnetz konnte ich an den beiden kleineren Pilzen, die ich "geopfert" habe, nicht sehen - die anderen dicken und sehr festen Pilze habe ich in RIP gelassen.




       

    VG, abeja

    Hallo Andreas,

    das sind aber hübsche Pilzchen, bei dem einen wirken ja sogar die Lamellen "bonbonrosa", was mich ein wenig verwundert.

    Diese Art habe ich allerdings auch noch nicht gefunden.

    Ich hatte sie allerdings einmal in Betracht gezogen für etwas stämmigere Pilze, die sich dann aber nach Untersuchung als I. erubescens entpuppten. Guter Hinweis auch auf die gerandete Knolle, die auch auf dem unteren Bild gut zu erkennen ist. Mich hatte bei meiner Kollektion damals irritiert, dass ein Stiel unten deutlich verdickt war (und eventuell ein bisschen halbseitig gerandet, was ich schwierig zu interpretieren fand) und ein weiterer Pilz ohne Verdickung war ...

    Dann kann man wirklich davon ausgehen, dass man eine Art erwischt hat, die keine "gerandete Knolle" hat, weil das immer ganz deutlich sein sollte ... sofern nicht abgebrochen ^^.


    VG, abeja

    Hallo,

    hier kam ja die Frage auf, ob auch Rhytisma acerinum punktförmig aussehen kann. Am Anfang der Entwicklung ist das wohl so, später fließen die "Pünktchen" dann zusammen, während sie bei Rhytisma punctatum (habe ich noch nicht gesehen) vereinzelt bleiben sollen. Ganz reife Fruchtkörper (auf alten Blättern), wo dann die Stromata spaltförmig aufreißen, fehlen mir auch noch in der Sammlung.

    Hier wurde im Mai angemerkt, dass der Pilz in diesem Jahr nicht zu finden ist. Sieht man die Flecken denn normalerweise so früh im Jahr? Im Südwesten habe ich in diesem Jahr auch noch keinen Ahornrunzelschorf gesehen - allerdings habe ich auch nicht danach gesucht. Ich bin gerade in NRW und in zwei verschiedenen Orten "stachen" mir die schwarzen Flecken bei einem kleinen Spaziergang sofort ins Auge (immer auf Bergahorn).

    Ein paar unterschiedliche Entwicklungsstadien:



       


       


     


    VG, abeja

    Hallo Rika,

    danke für den netten Kommentar ! Die "Lamellenangelegenheit" war u.a. ein Test für mein neues "Spielzeug" - wie ich damit stehend-freihändig-einhändig umgehen kann.


    Zur Zeit bin ich in NRW in einer Gegend, an der jegliche Schauer und Gewitter in den letzten Monaten (!) bis auf ein paar Tropfen vorbei gegangen sind. Das sieht ganz schön traurig aus im Wald - gruselig. Sogar die Bachläufe sind ausgetrocknet.

    Die einzigen Pilze, die ich heute fotografiert habe - neben wenigen (!) Blümelein und ein paar Pflanzengallen - war Ahorn-Runzelschorf, Rhytisma acerinum, an Bergahorn. Der zeigte sich jedoch in verschiedenen Entwicklungsstufen, die ich so noch nicht gesehen hatte: von vereinzelten Pünktchen, die immer dichter werden - teilweise in kreisförmigen Mustern angeordnet - bis hin zu den typischen zusammenfließenden Flecken - also doch immerhin "was Neues" gesehen. :)


    VG, abeja