Posts by abeja

    Hallo Günter,

    danke für das Einstellen der Fotos deiner Funde!

    Wie ich sehe, sind es ja die aus dem o.g. PDF, aber von der Farbwiedergabe sind sie natürlich deutlich besser als in dieser gedruckten Ausgabe.

    Ja, klar - ich suche immer nach verlässlichen Fotos, zumindest um überhaupt ansatzweise vergleichen zu können. Wenn diese dann auch noch schön groß und so weit möglich farbecht sind, um so besser - sonst bringt das ja nicht viel. Auch auf den fachlich guten Seiten ist fototechnisch nicht immer alles optimal. Und ja, aktualisierte Bücher bräuchte es - und bis dahin eben gute Webseiten und findbare Dokumente.


    Was die von mir verlinkten Dokumente betrifft, bzw. die Fotos und die Beschreibungen, so dachte ich da einen "guten Griff" getan zu haben. Zumindest im engl. PDF (von 2019) heißt es, dass die Funde sequenziert wurden ("Their discovery has been made possible in large part thanks to the ongoing molecular studies on the genus Cortinarius in Britain being undertaken at Kew by two of the authors of this paper: TN and KL. The other three authors made the finds and took the photographs. After comparing ITS sequences with those derived from type material of European species it has become apparent that we have many more species in Britain than are currently recorded in the British checklist, including some cryptic species confused with more familiar species.")


    Die Bilder dort zeigen für C. cinereobrunneolus ja auch sehr weiße Pilze, vergleichbar mit deinem ersten Bild (Fund aus Italien). Bei deinem zweiten Bild (Fund Rheinfelden), da sehe ich aber beim linken FK einen durchweg brauen Hut und beim rechten FK eine braune Hutmitte und nur noch weiße Velumreste am Rand.

    Sofern die Huthaut unter dem Velum bräunlich ist (trifft das entgegen der Beschreibungen nicht zu?), dann erscheint es mir logisch, dass der Pilz unter bestimmten Umständen diese braune Farbe auch zeigt. Die Pilze würden nur dann immer komplett weißlich bleiben, wenn sie auch "unterdrunter" weißlich wären.

    (Der kleine von mir umgetretene nicht fotografierte FK sah übrigens wie ein Zwilling von dem kleinen FK (2. von links) aus.

    Aber klar, man kann es nicht mit Sicherheit sagen, ob es nicht doch nur was Ähnliches ist.)


    Im spanische Dokument (von 2012 ... schon 10 Jahre alt, einer der Autoren, Mahiques, ist auch bei JEC gelistet) werden tatsächlich keine Sequenzierungsergebnisse erwähnt, es sind wohl nur morphologische Untersuchungen und bereits bekannte Beschreibungen etc. eingeflossen. Man erhoffte sich - lt. Text - weitere Erkenntnisse von zukünftigen molekularen Untersuchungen. Von daher könnten sich da inzwischen tatsächlich Abweichungen ergeben haben.


    VG

    abeja

    Na gut, das ist ja auch schön - dann gibt es bei den Roteichen dort möglicherweise noch mehr helle Telamonien. :)


    Ich habe trotzdem noch mal andere Bilder und Beschreibungen verglichen, aus England und aus Spanien. Darin wird auch auf das sehr ausgeprägte weiße Velum hingewiesen, allerdings soll das bei Alterung auch so weit verschwinden können, dass die Hüte ganz braun wirken.

    Das kann ich natürlich nicht beurteilen. Die FK von meinem Fund waren ja noch nicht sehr alt, aber alle Pilze komplett aufgeschirmt und es hatte mehrfach etwas geregnet in den Tagen davor.


    Nur zum Vergleichen für Mitlesende, weil man nicht so viel findet zu der Art:

    "Some interesting Cortinarius species newly recognised as British" (Kibby, Overall, Tortelli, Niskanen, Liimatainen) von 2019


    (Da auf Seite 14-16 des Dokuments, die Bilder zeigen auch bei FK im aufgeschirmten Zustand mehr weiß als mein Fund)

    Quote

    Cortinarius cinereobrunneolus Chevassut & Rob. Henry (Figs 6–7).

    Described in 1982 this fairly large but poorly known species (caps 5–7 cm) in subgenus Telamonia section Urbici, changes dramatically from young to old. As seen in figure 6 the young caps are covered in a whitish cream to greyish white silky veil so that it appears to belong to an almost entirely white species. However, as it ages (Fig. 7) the veil gets thinner or perhaps gets washed or rubbed off to reveal the underlying brownish cap surface. Old fruitbodies may appear entirely brown. The stem is clavate to bulbous and also silky white when young, browner with age. A prominent ring zone is present on the stem, well shown in figure 6. The flesh is pale cream but soon discolours to grey-brown; this latter character supporting its placement in section Urbici. Its spores are ellipsoid, averaging 9.5–11 x 6–7 μm. The odour was quite striking, rather aromatic and the collection was originally thought to be C. diosmus, which it closely resembles and also has a peculiar odour, at first raphanoid then of mirabelle plums. The spores of C. diosmus are a little narrower, 8–10 x 5–5.7 μm. The British collections were by AO from Hampstead Heath on 31 October, 2014 in mixed woods of Quercus and Betula. Its exact distribution and frequency in Britain are unknown but it is likely to be uncommon based on the authors’ collective experience in the field.

    Ein Bild aus dem Baskenland (mitten im Wald)

    Cortinarius cinereobrunneolus


    Ein Text aus Spanien von 2013

    https://www.researchgate.net/publication/267510839_-ALGUNOS_CORTINARIUS_DE_SIERRA_MAGINA_Y_DESPENAPERROS_JAEN_I

    darin ein Bild und die folgende Beschreibung (inkl. Mikromerkmale etc. und Abgrenzungen, hier nur die Makroskopie zitiert)

    Quote

    Macroscopía:

    Píleo de 30-50 (90) mm, convexo, convexo-extendido e incluso deprimido, con amplio mamelón obtuso, con el borde ondu-

    lado, incurvado, con grandes zonas de velo blanco en el centro y restos en la periferia; cutícula fibrillosa radialmente, algo higrófana, de color pardo-rojizo sordescente. Láminas bastante separadas, marginadas, con muchas lamélulas cortas y largas (2-7 c/lám.), aserradas-onduladas; color beis y después pardo rojizo. Estípite de 50-70 (120) x 10-15 mm, cilíndrico, con la base bulbosa claviforme, hasta de 25 mm, recurvado, con algunos restos de cortina en la zona anular, recubierto de velo blanquecino inferiormente, a veces en forma de calza no muy neta, que recuerda a C. diosmus var. araneosovolvatus, fibrilloso en toda su

    longitud, algo fistuloso; color pardo rojizo, más claro en el ápice donde se aprecian fibrillas argénteas. Carne firme; de color pardo

    rojizo, más oscuro bajo la cutícula, más claro, beis, en la zona medular; olor no agradable, que recuerda a terroso.


    VG

    abeja

    Am Samstag bei bestem Wetter habe ich noch mal geschaut, ob etwas nachgewachsen ist.

    Cortinarius confirmatus war nun etwas aufgeschirmter und von der helleren Art gab es auch ein paar Fruchtkörper, zum Teil aber (4 Tage vorher noch gar nicht vorhanden) jetzt schon in Auflösung begriffen.

    Vielleicht war doch einmal minimaler Bodenfrost, manche Stiele waren ganz weich.


    Ich glaube hier Cortinarius cinereobrunneolus (siehe PDF oben) gefunden zu haben ... kann man das so sagen?

    Ein ganz kleiner FK war nicht mehr dabei, aber die Hüte sind sehr seidig hell überfasert, die Stiele bleibend hell, auch das Fleisch war hell (... und madig).


    VG

    abeja


    Größenvergleich siehe Eichel, der rechte FK im mittleren Bild war der größte FK, aber schon völlig hinüber.



    Hallo Carolina,

    vielen Dank für die Information!

    In der Tat waren die beiden Arbeiten zu den deutschen Funden ja auch in den o.g. Links aufgelistet, das haben wir wohl überlesen, bzw. war das Wissen darüber ansonsten noch nicht gut findbar auf den üblichen "online-Wegen".


    Anthostoma decipiens scheint ja ein bekanntes Pathogen zu sein. Ich habe mir ein paar Bilder angeschaut und versuche nachzuvollziehen, ob diese "Schnäbel" (heißt ja "Geschnäbelter Kohlenkugelpilz"), bzw. diese kugeligen Formen (von oben betrachtet) auch so eingesunken aussehen können wie auf meinen Bildern und ob das so wirken kann, als sei da eine Öffnung in der Mitte.

    Vermutlich habe ich überalterte Exemplare gefunden?


    Neue Pilzerkrankung an Hainbuche
    Der Erreger des Hainbuchensterbens ist in Mitteleuropa bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannt, wurde aber als selten vorkommender Totholzzersetzer…
    www.waldwissen.net

    Mit Detailaufnahmen und Mikrobildern:

    Sordariomycetes - Xylariales

    Anthostoma decipiens (Kvítkovka klamná)
    Vřeckovýtrusá houba tvořící stromata na čerstvě odumřelém dřevě habrů, vzácně i jiných dřevin. Rozšíření v ČR nedostatečně známo, patrně bude hojnější v…
    www.mykologie.net


    Besteht denn, was die Cryphonectria betrifft, ein Interesse an einer Probe von meinem Fund?

    Ich bin kürzlich da vorbeigekommen, die tote Hainbuche steht noch und alles sieht unverändert aus.


    VG

    abeja

    Hallo allerseits,

    am Dienstag war ich noch einmal dort.


    Die oben abgebildeten Fälblinge, Hebeloma limbatum (die jung relativ dunkle Hüte haben) fand ich nun nicht mehr, dafür andere Hebeloma-Arten.


    An mehreren Stellen wuchs das, was ich für Hebeloma sinapizans halte, den Großen/ Flockigstieligen Rettich-Fälbling.

    Groß waren sie, sehr flockig waren sie, relativ helle Hüte hatten sie, die Lamellen waren schartig, nicht tränend, die Stiele wurden hohl (mit Zapfen - nicht immer deutlich, weil zum Teil madig).

    Die Stiele waren voluminös, zum Teil zylindrisch, zum Teil mit deutlicher Knolle. Ach ja, nach Rettich rochen sie - deutlich.

    Die Art wird auch im PDF genannt.

    Seltsamerweise hatte ich die Art (was ich dafür halte), bisher immer nur im Wald bei Buchen auf Kalk. Dieses Jahr sah ich sie auch wieder, aber über einen Monat früher, Mitte Oktober und dann gar nicht mehr.






    Von einer weiteren Fälblings-Art gab es nur ein kleines Grüppchen. Diese rochen schwächer nach Rettich, waren zierlicher, nur sehr schwach beflockt (am oberen Stielende vor allem, im Alter fast ohne Flocken), hatten deutlich tränende Lamellen, was aber nur beim kleinsten Pilz gut sichtbar war. Das müsste dann eine Art aus der Crustuliniforme-Gruppe sein (Kleiner Rettichfälbling s.l.).

    Im PDF wird Hebeloma aanenii genannt.

    Wäre das hier sicher - oder kommt noch eine andere Art aus der Gruppe infrage?

    Dort werden die Farben für die Art als "einheitlich rötlichbraun mit Grauton" beschrieben, mein Fund ist relativ blass.





    Dann habe ich auch die mutmaßlichen Trichterlinge wieder gefunden, im frischen Zustand.

    Da sieht man wieder, wie sehr alte, eingetrocknete Pilze täuschen können.

    Nun waren die Pilze jung weißlich, mit sehr glatter, fester, speckiger, wachsartiger, hygrophaner Oberfläche (keine Schüppchen, keine abwischbare Bereifung). Dann werden sie zunehmend - erst in der Mitte - beige-braun mit rötlichen Anteilen (isabellfarben?). Dann sind auf einmal die FK komplett in dieser Farbe, auch die Lamellen und die Stiele!!! Wenn sie abtrocknen, werden sie wieder etwas heller.

    Der Lamellenansatz ist beim jungen Pilz gerade, kaum herablaufend - erst wenn sich die Hüte komplett verbiegen (aufbiegen) sieht es herablaufend aus. Die Stiele sind oft etwas einseitig abgeflacht.

    Aussporen wollen sie nicht wirklich (anscheinend weißlich-cremefarben, zu wenig zum Zusammenschieben).

    Der Geruch ist angenehm, cumarinartig.


    Hier komme ich mehr oder weniger auf den Wiesentrichterling, Clitocybe agrestis (wg. Fundort, Form, Farbe, Oberfläche, Geruch). Ich sah im I-net, dass es da ähnliche Arten gibt (C. marginella - auf sandigem Boden bei Kiefern und C. diatreta ), aber da sollten ja die Standorte anders sein.

    Gefunden dazu https://www.zobodat.at/pdf/Z-Mykologie_80_2014_0429-0456.pdf

    Kann man die Pilze (mit cf.) so benennen - oder ist das eine komplett unsichere Geschichte?





    VG

    abeja

    Hallo allerseits,

    am Dienstag habe ich mir diese "gut bepilzte" Stelle noch mal angeschaut, einen Monat später!


    Die kleinen knubbeligen Schleierlinge (Cortinarius confirmatus) sind immer noch reichlich vertreten, auch ganz junge Fruchtkörper wuchsen gerade noch. Richtig gut aufgeschirmt sind sie sehr selten - oder ausgesprochen spät.

    Dieses Mal war der Feuchtigkeitsgehalt anders, im Schnitt waren sie nicht so dunkel wie beim ersten Mal (wo mich Fast-Schwärze überrascht hatte). Nun variierte das zwischen helleren und dunkleren Braun-Grau-Tönen, leichte violette Färbungen sind auch zu sehen.


    Der große und der kleine FK hingen ursprünglich zusammen.



    Hier habe ich bewusst ein paar Eicheln (von Quercus rubra) als Größen-und Farbvergleich daneben gelegt.


    Hier sind ganz links sehr junge Fruchtkörper, noch mit deutlichem Velum überfasert (keine Eicheln).


    Das war der größte halbkreisförmige Hexenring.


    Die im PDF genannte Art Cortinarius cinereobrunneolus Chevassut & Rob. Henry 1982 habe ich - vermutlich - auch gesehen, aber nicht fotografiert, weil ich den leider einzelnen FK versehentlich umgetreten habe. Dieser war noch sehr winzig (ca. 2 cm hoch) und vollkommen weiß überfasert, aber darunter auch sehr hell. (Vielleicht schaue ich noch mal nach ..., wir hatten noch keinen Frost.)


    Ich habe jedoch noch eine weitere Telamonia entdeckt, weiß aber nicht, ob diese Art so herausragende makroskopische Merkmale hat, dass man sie nur daran erkennen könnte.

    Es waren sehr zierliche, lang- und dünnstielige Pilze. Hut satt rotbraun und mit einem abgerundeten Buckel und einem lange weiß bleibendem Rand. Junge Pilzhüte waren komplett, jedoch sehr schwach weißlich überfasert.

    Auch die Lamellen hatten eine sehr intensive rotbraune Farbe. Der Stiel war komplett weißlich (auf dem Bild abgebrochen, er war noch länger), der Gürtel kaum sichtbar beim hier abgebildeten Pilz, beim benachbarten Pilz war er etwas deutlicher.

    Fleischfärbung grau-braun(-violett), Geruch ... keine Ahnung ... "normal" - nicht unangenehm, eher etwas duftend.

    Ich habe ein bisschen gesucht und verglichen.

    Gehört der Pilz auch zu den "Bicolores"? Vom Standort her (bei Eichen auf Kalk) - könnte das in Richtung Cortinarius glaphurus gehen?




    Noch ein Fund,

    nein, die haben mich nicht hereingelegt, keine "knubbelige" Cortinarie:

    Lyophyllum decastes s.l.



    Sehr hübsche, große Herbstlorcheln gab es auch.


    VG

    abeja

    Hallo Andreas,

    jetzt habe ich deine Anmerkung hier etwas verspätet gesehen.

    Du beziehst dich auf die zuletzt eingestellten Bilder, den Schnitt vom kleinsten Fruchtkörper (Auffindung 2012)?

    Die Farben wirken auf meinem Bildschirm auf den ersten Blick nicht so blau-grau, ich könnte sie aber auch so interpretieren. Allerdings würde ich auf die Farbexaktheit hier nicht so viel geben, damals habe ich das mit einer sehr einfachen Kamera + Blitz aufgenommen.


    VG

    abeja

    Hallo Günter,

    ich hatte das - wie ich nun gerade festgestellt habe - falsch in Erinnerung. Den Namen für die jg. FK hatte ich mir selbst "ausgeguckt" (damals!) ohne jedoch konkrete Bestätigung oder andere Namensnennung zu erhalten. Und dann hatte ich den Namen in meiner Fotosammlung einfach beibehalten, sogar ohne cf. ... tse...tse...tse...


    Für C. cliduchus wäre wahrscheinlich der Hut zu gelb und die Knolle zu berandet (und die Lamellenfarbe ist nicht so eindeutig zu sehen). Bei den (vielen) Calochroi ist es für mich sinnlos, weiterzusuchen, da ich ja von damals keine KOH Reaktionen habe. Vielleicht finde ich den Hübschen ja noch mal wieder (seit damals nicht mehr!!!).


    VG

    abeja

    Hallo allerseits,

    als ich in meinem Bilder-Fundus etwas anderes suchte, bin ich noch auf ein paar Cortinarius-Bilder von Oktober 2017 gestoßen, Kalkbuchenwald ... bisher unbestimmt.

    Heute würde ich diese Pilze - ohne mit der Wimper zu zucken - auch Cortinarius cliduchus (olidus) / Phlegmacium cliduchum nennen, weil sie so schön gelb gegürtelt sind und die Lamellen-Ursprungsfarbe vermutlich sehr hell war ohne violette Tönung.

    Diese Pilze - eine ganze Reihe - waren schon etwas älter. Bei sonnigem Wetter waren die Hüte komplett abgetrocknet, da trat eine leichte radiale Streifigkeit zutage.

    Als Ergänzung auch noch die "Babys" vom Oktober 2012 (anderer Kalkbuchenwald, dunkel, nass, geblitzt damals).


    VG

    abeja






    Hallo Rika,

    hier der abgestorbene Baum stand ja vor einem Jahr noch aufrecht.

    Unten waren nur die Zunderschwämme ... nun auf dem noch stehenden Reststück sichtbar auch nur Zunderschwämme (Fomes fomentarius).

    (Nach schwarzen Flecken etc. habe ich aber nicht bewusst geschaut ...)


    Oben im Baum, jetzt auf den liegenden Bruchstücken, zurzeit auffällig nur die vielen Fruchtkörper von Fomitopsis pinicola.

    Im Sommer war jedoch an einer Bruchkante auch ein kleinerer FK von Pycnoporellus fulgens (Leuchtender Weichporling), aber schon in Auflösung begriffen. Sonst ist mir da tatsächlich noch nichts aufgefallen.

    Auf der Ehinger Pilzseite steht auch die Aussage "Pycnoporellus fulgens ist vermutlich ein Folgezersetzer vom Rotrandigen Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) und mit diesem assoziiert."


    Direkt daneben liegen aber dickere Astbruchstücke, wobei ich allerdings nicht weiß, ob die vom gleichen Baum stammen. Da ist vor allem (neu) Coriolopsis gallica (Dunkle Borstentramete) vorhanden.


    VG

    abeja

    Hallo allerseits,

    innerhalb von vier Monaten gab es sowohl größenmäßig als auch mengenmäßig sehr viel Zuwachs von Fomitopsis pinicola an diesem dicken abgebrochenen Buchenstamm. An beiden Stirnkanten des Stammes und zum Teil auch seitlich sind Fruchtkörper gewachsen.


    Aber Hauptdarsteller bleibt der Pilz, der schon am stehenden Stamm sehr groß war.

    Formidable!



    Die ehemalige Unterseite


    Die ehemalige Oberseite





    VG

    abeja

    Hallo allerseits,

    Günter Saar hatte in diesem Beitrag ein PDF angehängt, darin sind weitere Arten von der Roteichen-Allee in Rheinfelden/ Baden gelistet, bzw. vorgestellt.


    Von den mehreren Hebeloma-Arten habe ich vermutlich nur Hebeloma limbatum gefunden. (Eine neu beschriebene Art aus dem Artkomplex um Hebeloma crustuliniforme herum "The taxonomy of the European species of Hebeloma section Denudata subsections Hiemalia, Echinospora subsect. nov. and Clepsydroida subsect. nov. and five new species", von 2016 )

    The taxonomy of the European species of Hebeloma section Denudata subsections Hiemalia, Echinospora subsect. nov. and Clepsydroida subsect. nov. and five new species
    Hebeloma section Denudata includes the majority of the taxa commonly referred to as the Hebeloma crustuliniforme complex. In a recent paper we describ…
    www.sciencedirect.com


    Diese Fruchtkörper habe ich erst Ende Oktober aufgenommen, Anfang Oktober aber schon mal gefunden und angeschaut. Zu dem Zeitpunkt waren auch etwas größere Fruchtkörper mit dabei.

    Mir erschienen sie "alle gleich" ...

    Fundort ist bei Roteichen im grasigen Straßenbegleitstreifen auf Kalk, sehr gedrängtes Wachstum. Ganz jung sind sie ziemlich intensiv braun, älter etwas blasser.

    (Ein Detailbild der Oberfläche habe ich, das Stielbild ist leider überbelichtet und nicht sehr deutlich .)

    Einen eindeutigen Geruch konnte ich nicht feststellen, also weder "Rettich" noch "süß/ Schokolade", vielleicht aber ein wenig kakao-artig (wie reiner, ungesüßter Kakao)

    Die Stiele waren vollfleischig ohne Höhlungen und ohne Zapfen aus dem Hutfleisch.


    Müssten Pilze, die man ursprünglich zu C. crustuliniforme s.l. gezählt hatte, nicht tränenden Lamellen haben?

    Das konnte ich leider - bei trockenem Wetter - nicht feststellen, ich sah auch keine Reste davon mit bloßem Auge.






    Dann ist dem o.g. PDF auch Paxillus ammoniavirescens Contu & Dessì 1999 (Syn.: Paxillus validus C. Hahn 1999) genannt.

    Anfang Oktober fand ich eine große Anzahl von Kremplingen dort, nicht riesig groß. Die Sporenpulverfarbe habe ich allerdings nicht und mit Ammoniak hätte ich auch nicht testen können (ich habe keinen).

    Ich zeige trotzdem mal die Bilder.






    von einem sehr kleinen, jungen Exemplar ... Boletales, klar:




    Zum Vergleich:

    ich hatte 2021 auf dem Gelände des Wasserkraftwerks Wyhlen sehr große Kremplinge gefunden (bei Pappeln und Eichen im Gras, auf Kalk), die waren heller und da habe ich auch ein Bild vom Sporenpulver. Diese hätte ich gerne Paxillus validus genannt (soll ja konspezifisch sein, nach genetischen Tests), da hat sich aber niemand zu geäußert. Farblich waren diese großen Pilze deutlich blasser.

    Paxillus - nach Habitat, Aussehen und Sporenpulverfarbe
    Paxillus - nach Habitat, Aussehen und Sporenpulverfarbe
    forum.pilze-bayern.de


    (Es gab natürlich noch mehr Pilze bei den Roteichen: 1 Mini-Champignon (Minores), 1 Leucoagaricus spec. (sehr klein), viele Tricholoma scalpturatum hatte ich auch, eingetrocknete Risspilze (sehr "streifig" braun), Helvella crispa und auch zum Teil sehr gedrängt wachsende Täublinge (rot-verbleichend, stark gilbend, mäßig scharf), die ich Russula luteotacta nenne.)


    Dann sah ich noch diese kleine Gruppe von trichterlingsartigen Pilzen, die leider schon sehr eingetrocknet waren.

    Ich stelle sie trotzdem mal ein, vielleicht fällt ja jemandem spontan etwas dazu ein.

    Größe siehe Vergleich zu den Pflanzen, also nicht so klein wie Nabelinge.

    Die dicklichen Lamellen waren stark herablaufend, der Hut stark trichterförmig vertieft. Die Oberfläche erscheint nicht ganz glatt, die Stiele sind zum Teil verwachsen, bzw. seitlich abgeflacht.

    Kann das ein Trichterling aus der Gruppe um Clitocybe trulliformis sein?




    VG

    abeja

    Hallo Günter,

    alles klar :) - die Hebelömchen zeige ich am besten in einem anderen Thema zusammen mit 2 weiteren Funden. Den Krempling habe ich nämlich auch, allerdings nicht mit Ammoniak getestet und auch ohne Sporenpulver.


    Danke für den interessanten Artikel! (C. confirmatus hat da ja auch genau diese Farbe am Stiel, die mir beim älteren Fruchtkörper aufgefallen ist. Die Oberflächenbeschreibung der Hüte finde ich auch sehr treffend.)

    Ja, im Sommer ist da an der Stelle wohl nicht viel los - vor allem, weil die Sommer immer heißer und trockener werden. Deine Funde waren ja meist im November, da könnte sich ja jetzt noch mal eine "Nachschau" lohnen. Wir hatten vor kurzem etwas Regen. Ich habe schon sehr oft noch interessante Pilze im November gefunden, in diesem Jahr aber - auch an bekannten Stellen - nur sehr wenige Arten, bzw. in wenigen Exemplaren.


    Schönes Wochenende und interessante Funde in Hartheim

    VG

    abeja, die "Unabkömmliche"

    Hallo Günter,

    Hebeloma, ja ... Unmengen. Auch mit Abstand von drei Wochen immer noch da, so klumpig verwachsene, relativ kompakte, von oben ziemlich braune Fruchtkörper. Fotos könnte ich noch zeigen später.

    Aber ansonsten habe ich die mir nicht näher angeschaut, Hebeloma ist ja noch "schlimmer" als Cortinarius.


    VG

    abeja


    PS. dass die Cortinarien von dort sequenziert sind, hatte ich vermutet. Meine Worte oben geben wieder, was ich zu der genannten Art finden konnte und sollten keine Zweifel ausdrücken, obwohl man das beim Lesen so interpretieren kann ...

    Hallo Günter,

    danke für die Hilfe!

    Genau, die Pilze sind von der Roteichen-Allee.


    Jetzt habe ich natürlich erst einmal geschaut, wo wir da gelandet sind.

    Die genannte Art ist ja nicht im Schlüssel, aber die verwandte Art C. saturninus.

    In diese Region wäre ich nicht gekommen, weil ich ja schon Schwierigkeiten mit hygrophan oder nicht-hygrophan hatte. Ich bin aber - glaube ich - auch mal den hygrophanen Weg gegangen. Aber dann geht es weiter mit den "Anklängen" von violett etc - was ich hier bei meinen Pilzen nicht gesehen habe und weitere kniffelige Punkte wären die Standorte, bei welchen Bäumen etc.

    Als absoluter Cortinarien-Anfänger kommt man dort per (makroskopischem) Schlüsseln nicht gut auf C. saturninus (das eine der wenigen Arten außerhalb des Waldes sein soll) und dann auf verwandte Arten.


    Aber das macht ja nichts, es war nur ein Versuch - und immerhin stimmt "Telamonia". ;)

    Und ich finde den Pilz optisch schon sehr eigentümlich, der hat Wiedererkennungscharakteristika.


    Nun habe ich mir die genannte Art etwas genauer angeschaut. Die meisten Bilder stammen aus dem mediterranen Raum! Das ist ja ein Ding. Liest man dann aber weiter, dann haben die neueren Bearbeitungen da wohl einiges "neu gemixt".


    Im Funga Austria-Forum gibt es ein Thema. Der dortige Pilz sieht meinem nicht sehr ähnlich ... aber es heißt "Das ist eine polymorphe Art, bei der auch die ITS sehr variabel ist" aus https://www.funga-austria.at/viewtopic.php?t=441

    Dort weist man auf diesen Artikel hin (den verlinke ich für die interessiert Mitlesenden, nicht für die Wissenden, die ihn vermutlich kennen.) https://doi.org/10.3767/persoonia.2017.39.08


    Ansonsten fand ich ein paar Seiten aus Spanien, Italien und Frankreich, mit Bildern und zum Teil Beschreibung des "Kandidaten".

    Cortinarius assiduus

    CORTINARIUS ASSIDUUS

    Cortinarius assiduus - Sociedad Micológica Barakaldo
    Caracteres macroscópicos. Píleo de hasta 60 mm de diámetro, primero cónico convexo, después plano convexo, finalmente extendido y conservando un marcado…
    micologica-barakaldo.org


    VG

    abeja

    Hallo allerseits,

    letzte Woche sah ich auf einem Rasenbegleitstreifen mit Roteichen auf Kalk (Rheinfelden/Baden - da wo auch Lactarius zonarius war) winzige, dabei aber kompakte, nahezu "dickliche" Schleierlinge.

    Auf den ersten Blick hielt man die jüngeren Pilze von oben für Eicheln ... so klein! Größenvergleich siehe Kräuter (nicht nachgemessen).


    Hüte ganz jung weißlich überfasert, ansonsten dunkelrot-braun, schwärzliche Mitte (erschienen dann zum Teil etwas glänzend), viel weißes Velum.

    Nur ein Pilz war komplett aufgeschirmt. Da erscheint mir die Stielfarbe etwas seltsam, Velumreste dort kaum wahrnehmbar,

    Wie stark hygrophan die Pilze sind, frage ich mich und weiß es nicht - jedenfalls waren Hut und Stiel überall trocken = Gürtelfuß (Telamonia)

    Geruch unspezifisch,

    mit KOH keine Reaktion.


    Im Schnitt (abends) überraschend dunkel, fast schwarz-braun. Diese dunkle Farbe ist zum Morgen ausgeblichen ( ... alles nicht fotografiert).

    Die Hüte (ich habe noch zusammengeschrumpelte Reste) sind komplett schwarz eingetrocknet, die Stiele wirken deutlich heller.


    Wegen dieser dunklen Farben habe ich dann doch mal versucht, mich im Schlüssel von SOOP der Sache anzunähern, obwohl ich dachte ... Telamonia ... das wird wohl nichts.

    Ich komme jetzt aber so mehr oder weniger geradewegs bei Cortinarius aprinus oder eventuell benachbarten Arten heraus (Sordescentes). ^^


    Ist das eine gute Idee? Oder bin ich mehrfach falsch abgebogen ....?

    Spannung!


    VG

    abeja



    Ausschnitt


    Hallo allerseits,

    nach Sichtung von ungefähr 1 Mio Panther-Bildern sehe ich da eine sehr große Variabilität, auch abgesehen von der Größe und Hutfarbe. Es gibt fast glatte Stiele, genatterte Stiele, schwach oder stark geschuppte Stiele, Stielgrundfarbe rein weiß oder Stielgrundfarbe leicht bräunlich, "Bergsteigersöckchen" mit extrem prominentem Rand bis fast kaum sichtbarem Rand, Knolle groß und Knolle klein, Knolle rundlich, Knolle zugespitzt, alles rein weiß oder auch etwas bräunlich angelaufen.


    Bei meinem Fund hatte ich auch - unbeabsichtigt - für das separate Bild der Stielbasis eine ungünstige Seite genommen. Schaut man auf das Übersichtsbild auf die linke Seite der Knolle, dann ist da der Rand sehr typisch und meiner Meinung nach nicht durch eine Wachstumstörung bzw. komisches Aufreißen zu erklären.


    Bei 123 gibt es auch ein Bild, wo die Hutfarben extrem ähnlich sind.

    https://www.123pilzsuche-2.de/daten/details/phant2.jpg

    https://www.123pilzsuche-2.de/daten/details/phant3.jpg (das Bild gehört dazu - gleiche Löcher und Spuren - und beweist dort den Pantherpilz)


    Ansonsten fand ich die Übersichten auf dieser französischen Seite und im italienischen Forum sehr aufschlussreich, was die Variabilität betrifft.

    Amanita pantherina

    Amanita pantherina (DC. : Fr.) Krombh. 1846
    Amanita pantherina (DC. : Fr.) Krombh. 1846 Tassonomia Divisione Basidiomycota Classe Agaricomycetes Ordine Agaricales Famiglia Amanitaceae Genere Amanita…
    www.funghiitaliani.it


    Ich bin mir nun etwas "sicherer", dass es ein Pantherpilz ist. ;)

    Leider gibt es Web-auf-Web-ab keine "Beweisbilder", wo auch mal ein eindeutig geriefter Ring bei einem eindeutigen Pantherpilz abgebildet wird. Im ital. Forum - das ich eigentlich für verlässlich halte - gibt es ein Bild auf Seite 2 mit leicht gerieftem Ring, allerdings sieht man nichts von der Knolle. Auf Seite 3 gibt es einen total verwachsenen alten Pilz mit sehr deutlich gerieftem Ring, der als Pantherpilz bezeichnet wird - auch dort würde ich mir nicht zutrauen, diese verkorkste Stielbasis und die Velumreste zu beurteilen.


    VG

    abeja