Posts by abeja

    Hallo,

    im bisher überwiegend goldenen Herbst fand ich zwar in meiner Region (Hochrhein, auf 400-500 m Höhenlage) kaum Pilze, die auf dem Boden wuchsen, dafür aber lauter "Gold" auf Holz. :)


    Über diesen persönlichen Erstfund habe ich mich sehr gefreut:

    Tricholomopsis decora, Olivgelber Holzritterling, auf schon recht morschem Fichtentotholz


           


    Armillaria gallica, der Veränderliche Hallimasch war allerdings nicht immer ganz so "niedlich", so plüschig, so gelb und golden, die meisten anderen Funde waren blasser.


       



    "Wunderschöner" Goldschimmel (Hypomyces spec.) auf nicht mehr sicher identifizierbaren kleinen Röhrlingen (vermutlich Xerocomellus porosporus, Falscher Rotfußröhrling)




    Tyromyces kmetii, den Blassgelben Saftporling finde ich fast jedes Jahr einmal, normalerweise im Sommer (hier der Fund ist vom September). Es waren die bisher größten und dicksten Exemplare, ca. 10 breit, weißes Fruchtfleisch, weiße Poren, Rotfärbung mit KOH besonders auf der Oberseite in den gelben Bereichen (ein paar kleine Fruchtkörper waren noch am gleichen dicken Buchenast.)


           

    Hallo Jan,

    danke auch für deine Idee (bin gestern nicht hier im Forum vorbeigekommen :)), die Raslinge habe ich mir jetzt auch noch einmal angeschaut ... mmmh ... die sind aber nicht so wollig am Rand, die Huthaut müsste schon sehr anders aussehen.


    Aber es ist wahrscheinlich wirklich so, dass ich nicht feststellen konnte, ob der Pilz an vergrabenem Holz wuchs.

    Ich habe ihn eben einfach mal ganz schnell "ausgezupft".

    Wenn es ein Lentinus tigrinus (finde ich vom Hut und den Farben her immer noch am passendsten) wäre, der normalerweise an frei in der Luft befindlichem Holz wächst, dann könnte ich mir vorstellen, dass so ein Wachstum an vergrabenem Holz auch Einfluss auf die Stielbeschaffenheit nimmt (auf die Oberflächenstruktur). Das ist natürlich reine Spekulation.


    Ich war heute noch mal kurz vor Ort (im "Kein-Pilz-Wald") - es ist nichts nachgewachsen, mein halbierter Pilz lag NACH ÜBER EINER WOCHE noch fast unverändert da. Die Lamellen erschienen (noch im Liegen?) etwas welliger geworden zu sein (aber immer noch nicht deutlich gesägt), der Stielrest war befreit von Erdanhaftungen faserig glatt bis untenhin.


    Ach ja, ein seltsamer Pilz ... skurril ist er .... ich liebe das Wort, es ist so vielseitig anwendbar - auf alles, was so sehr abweichend ist von dem, was man kennt und erwartet.


    VG abeja

    Hallo,

    danke für eure Ideen! :)

    So mal "ganz kurz" hatte ich Lentinus tigrinus in Erwägung gezogen, vor allem wegen der Hutoberfläche (die sieht sehr sehr passend aus!!). Diese Art habe ich allerdings bis her noch nicht gefunden - soll ja meist im Auwald zu finden sein, dann auch mit vielen Exemplaren.


    Der Pilz war aber recht locker im Boden, ich konnte kein vergrabenes Holz feststellen und die Lamellen sind ja gar kein bisschen gesägt (kann sich aber vielleicht noch im Wachstum entwickeln?). Aber den ganz glatten faserigen Stiel finde ich dann auch seltsam.

    Trotzdem gefällt mir die Idee vom optischen Vergleich her ganz gut - auch wegen der Verfärbung.

    Der Geruch wird bei der Art mit "angenehm pilzig" (oder "not distinctive" ) beschrieben, da fällt das Exemplar dann etwas aus dem Rahmen mit seiner Süße ...


    Lentinus lepideus hatte ich zwar auch erst wenige Male (deutlich an großen Nadelholzstümpfen etc.), aber da ist doch auch der Stiel deutlich schuppig?


    Wie sieht es mit der "Lamellen-Ablösbarkeit" bei der Gattung Lentinus aus (ich glaube, das habe ich da noch nie getestet...)?


    Ach ja, ein "komischer" Pilz ... und dann noch ein Einzelexemplar. :(


    VG abeja

    Hallo zusammen,


    dieser Pilz macht mich wahnsinnig ..

    Ich komme auf keine passende Art, sogar die Gattung ist unklar.


    Fakten:

    vor 1 Woche gefunden, 3 Wochen hatte es nicht geregnet,

    Laubmischwald, überwiegend Buchen auf Kalk, Hochrhein ca. 450 m Höhenlage, Erdboden bei Buchen und Esche

    Einzelexemplar


    Hut ca 8 cm Durchmesser

    Hut am Rand wollig, in der Mitte aus faserigem hellen Untergrund dunkel aufschuppend

    Hutrand sehr ordentlich umgebogen

    Lamellen ausgebuchtet angewachsen (sehr "kleiner" Burggraben)

    Lamellen sehr dicht stehend, am Stiel manchmal gegabelt, sehr dicht untergemischt.

    Lamellen sehr leicht ablösbar , Schneiden glatt

    Lamellen weißlich, aber mit gelblich-apricotfarbenem Reflex (dies beim Trocknen stärker werdend)

    Stiel spindelig ca. 8 cm lang, außen faserig, innen voll

    gelblich-apricotfarbender Reflex besonders außen (kleine hellere Zone am Lamellenansatz), im Stielfleisch an der Basis besonders gelblich

    Stiel beim Trocken deutlich intensiver gilbend, besonders unten, doch insgesamt sehr gleichmäßig, nicht fleckend

    Fleisch im Hut weiß, Fleisch sehr fest, sowohl im Hut als auch im Stiel

    der Pilz fühlte sich für seine Größe sehr schwer an.


    Geruch:

    erst eigenartig "frisch", aber auch süßlich würzig (Richtung Nebelkappe), aber auch mit "seifigem Unterton" (Richtung Seifenritterling), aber auch mit dumpf-spermatischer Basis (Richtung Risspilz), keinesfalls "mehlig"

    nach einem Tag Trocknen sehr intensiv süß, so wie süße Risspilze (Richtung Inocybe corydalina)


    Geschmack:

    nach einigem Zögern probiert: mild, aber parfümiert, unangenehm (hatte das Gefühl, mein Hals schwillt in allergischer Weise an)


    Sporenpulver: weiß, inamyloid (keine Reaktion mit Melzers-Reagenz)

    EDIT 10.11: am Exsikkat noch mal mit Melzer die Lamellen betupft: sofortige Dunkelfärbung, also doch amyloid (wahrscheinlich war der Sporenabwurf so dünn und so wenig und da habe ich eine leichte Verfärbung übersehen oder missinterpretiert)


    Einen halben Pilz habe ich mitgenommen und dann auch getrocknet, die andere Hälfte habe ich im Wald gelassen...


    Beim ersten Anschauen dachte ich:

    vielleicht ein seltsamer Ritterling (Tricholoma), den ich nicht kenne.

    Aber in dieser Gattung gibt es doch nicht solch ablösbaren Lamellen und auch nicht so dichtstehende Lamellen - und nicht diesen Geruch (nichts gefunden, was ähnlich wäre) ?

    Dann (vor Sporenpulver) dachte ich: vielleicht Lepista oder Leucopaxillus - aber das Sporenpulver ist weiß - und bei Lepista gibt es wohl nicht so wollige Arten, Lepista tomentosa sieht jedenfalls anders aus.

    Bei Leucopaxillus finde ich auch nichts, d.h. L. cutefractus könnte eine ähnliche Oberfläche haben, aber keine Verfärbung und nicht den Geruch, anderen Standort, anderen Lamellenansatz. Außerdem sind die Sporen von Leucopaxillus amyloid.


    Also zurück, aber auf was?

    Was habe ich übersehen, oder ist dieser Pilz sehr ungewöhnlich in seiner Ausformung ... oder wahnsinnig selten ?

    Wer kann mir weiterhelfen, was könnte das sein? :/:)

    (Bilder liegen in 1200 Pixel Breite vor)

         


         


    VG abeja

    Hallo,

    an der Stelle, wo ich im letzten Jahr den Nordischen Schwammporling sah, hat der Pilz auch in diesem Jahr wieder gefruchtet.

    Eine recht große Ansammlung von schon ziemlich trockenen Pilzhüten ... die ich auch zum ersten Mal so gelblich verfärbt sah.

    Meine bisherigen Funde, bzw. die Pilze an der gleichen Stelle im letzten Jahr waren deutlich weißer.


       


    Jetzt habe ich mal versucht, die Duplexstruktur richtig zu sehen und zu fotografieren.

    Zuerst schnitt ich das sehr trockene Stück (linkes Bild, das Stück mit der gelben Unterseite) durch, aber ich erkannte dort nichts Eindeutiges. Da hätte ich trotzdem natürlich ein Bild machen können (habe ich aber nicht), denn man sah eine konzentrische Zonierung im dicken Fleisch.


    Bei einem noch saftigen Stück konnte ich dann zwei deutliche Schichten in der Trama erkennen.

    Links, direkt anschließend an den Hutfilz ist eine dünne hellere Schicht, die auch etwas weicher ist, dann kommt eine festere Schicht, die auch einen etwas anderen Weißton hat, dann die Röhrenschicht.

    Die frische Schnittkante verfärbte sich nach einiger Zeit fast "zitronig" gelb - das war mir auch noch neu.




    VG abeja

    Knapp daneben ein Wolliggestiefelter Schirmling, Lepiota clypeolaria - nehme ich an.

    Meine bisherigen Funde davon waren deutlich dunkler auf der Hutoberfläche.

    Aber da überhaupt nichts Gelbes vorhanden ist, kann es ja nicht der Gelbflockiger Wollstielschirmling sein.


       


    Immer wieder zu finden, auch bei Trockenheit, am Wegrand im Wald, in der locker aufgehäufelten Erde:

    Cystolepiota seminuda, der Behangene Mehlstielschirmling.


       


    Und jetzt kommt meine heutige Frage an die Experten:

    gegenüber von den Mehlstielschirmlingen (also auch Rand Waldweg, lockere Erde, Buchen und Nadelbäume im Umfeld) lugten andere weiße Hütchen aus der Erde (ich dachte erst, aha, da auch),

    aber die Hutoberfläche ist anders (wollig-seidig), es ist ein Ring vorhanden, der Stiel ist relativ lang.

    Die Pilze sind reinweiß,

    auch auf Druck keine Verfärbung und beim Trocknen auch nicht,

    der Geruch geht in Richtung Stinkschirmling.

    Ich komme da auf Leucoagaricus serenus (Sericeomyces serenus), Weißbleibender Egerlingsschirmpilz (bzw. Heller Seidenschirmling)

    NUR: die Pilze sind extrem klein, Hutdurchmesser ca. 1 cm, vielleicht mal 1,5 cm.

    Was meint ihr dazu?


       


     


    VG abeja

    Hallo,

    Pilze gibt es in meiner Region weiterhin in Kleinstmengen, von den essbaren Pilzen hat fast nur Hallimasch (erst kam Armillaria mellea, diese Woche dann die ersten "Gallier" Armillaria gallica) gefruchtet, aber statt Kilos konnte ich 4 x 300 gr. ernten ;), ansonsten war er zu jung oder schon zu alt.

    Ebenso gab es zu alte Austernpilze und zu alte Lungenseitlinge, winzige Rotfüßchen, zerfallene Täublinge usw.


    Trotzdem siehe ich hin und wieder eine Kleinigkeit, die für mich interessant ist.


    An einem Buchentotholz wuchsen an der Schnittkante zwei Pilze, einmal Flammulaster cf. limulatus mit seinem "Zuckerkristallhut", Orangegelber Flockenschüppling (die schöneren Exemplare waren am seitlichen Stamm. Die Art sehe ich eigentlich in jedem Jahr, anderswo soll er ja selten sein),

    aber auch ein kleiner komplett trockener gelber Schüppling mit Fransen am Hut, das müsste doch Pholiota flammans sein? ... Aber auf Laubholz ... darf er das?

    In vielen Büchern wird nur Nadelholz genannt, aber ich fand auch: "selten an Laubholz"


           



    Überhaupt nicht selten ist der Spitzschuppige Stachelschirmling, Lepiota aspera - ich finde ihn immer nur so schön, obwohl er immer mitten im Dreck sitzt. Das größere Exemplar zerriss das Velum á la "Schleiertanz" - da blieb der Ring nicht unten hängen, sondern löste sich peu á peu an ganz verschiedenen Stellen ab - ein schöner Anblick: Transparenz ... wo man es nicht erwartet.


       



    Melanophyllum haematospermum, den Blutblättrigen Zwergschirmling sah ich auch erst zweimal vorher.

    Hier war eine größere Anzahl zu finden, diese "Gesellen" waren in den Lamellen für mich deutlich wenig freudig als "normal" gefärbt - auch die Hutoberfläche hatte ich etwas körniger und strukturierter in Erinnerung, hier sah man eine überaus "matte Matte".

    Zum ersten Mal habe ich den Pilz aussporen lassen, ziemlich dunkel, soll ja von grünlich nach rötlich gehen.

    Für mich sah das Pulver erst vom Farbton her fast wie Psathyrella aus, die Kamera sah aber das Rot.


      



    Ein paar Giftzwerge bei Totholz-Durcheinander: Lepiota castanea s.l., Kastanienbrauner Schirmling .

    Unterscheidet man da jetzt weiter? Das geht wahrscheinlich nicht makroskopisch?


       

    Hallo,


    wenn ich in Rheinfelden (Baden) bin, versuche ich immer, eine kurze Runde über den Stadtfriedhof zu drehen.

    Dieser ist parkähnlich angelegt und hat einen alten Baumbestand.

    Viel gab es nicht zu sehen: einen vom Rasenmäher zerfledderten Mehlräsling, einen umgetretenen kaputten weißen Champignon mit sehr rosa Lamellen (ging in Richtung Wiesenchampignon), in einem Wäldchen ein Trüppchen Waldfreundrüblinge im weiteren Sinne, ein paar Samthäubchen im Gras ...

    Zuletzt sehe ich mir immer ein Areal bei einer Birke und einer Kiefer an einem Bachlauf an, das hat immer die "höchste Pilzdichte" ...


    Dort sah ich winzig kleine Schmerlinge, Suillus granulatus , ca. 1-2 cm groß, die Art hatte ich da letztes Jahr schon

         



    und ein kleines und einen größeres angefressenes Exemplar von Lepista panaeolus (Horngrauer Rötelritterling), da hatte ich im letzten Jahr einige viel aussagekräftigere Exemplare (schwacher Geruch zwischen Mehl und duftig-würzig, rosa Sporenpulver)



    und ein paar schwärzende Saftlinge, Hygrocybe conica, überwiegend ganz schwarz, ein Nachzügler



    und dann hatte ich plötzlich diesen (leider einzelnen) Pilz in der Hand (bei Birke und Kiefer im Gras, bachnah, Kalkboden)

    ritterlingsähnlicher Habitus, ca. 5 cm Hutdurchmesser, Stiel weißlich faserig, weich und sofort abgebrochen

    Oberfläche helles Grau-braun, eingewachsen faserig, am Rand dunkler, Rand stark eingebogen

    Lamellen weißlich, stark untermischt, angeheftet

    Sofort fiel eine Blauverfärbung am Stiel auf, die Lamellen habe ich dann berührt und die Verfärbung verlief von blau über blau-grau zu mittelgrau innerhalb von ca. 3 Minuten. Viel dunkler ist der Pilz nicht geworden (auch nicht beim Aussporen)

    Geruch eindeutig und bleibend "Mehl"

    Geschmack eindeutig mild

    Sporenpulver weiß

    Unter "Umschiffung" aller Mikromerkmale komme ich mit Gröger auf Lyophyllum cf. paelochroum, Lehmfarbener Rasling, was dann vielleicht auch der verbreiteste unter diesen Arten wäre.

    Zumindest erscheint mir die Kombi Hutfarbe, Verfärbung von blau nach grau UND Mehlgeruch UND milder Geschmack UND Standort Wiese, gewässernah ziemlich passend.

    Die anderen dort genannten Arten haben entweder nicht diese Verfärbung oder diesen Geruch oder diesen Standort.

    Vergleichsbilder fand ich auf der Seite pilzflora-ehingen.de , da werden natürlich auch Verwechslungsarten genannt.


    Was meinen die Profis zu diesem Pilz? :/


       


    1 Minute später 3 Minuten später


     



    VG abeja

    Hallo Hans,

    ich habe deine Antwort nicht als Kritik empfunden :). Du hast sicherlich bzgl. der Kartierungen einen ganz anderen Erfahrungshorizont als ich, deshalb habe ich eigentlich nur nachgefragt, ob für eine (normale) Kartierung (für Verbreitungskarten) auch bei diesen Pilzen eine mikroskopische Absicherung normalerweise gemacht wird (oder wurde).

    Bisher habe ich es so mitbekommen, dass auch "Makroskopiker" Pilzfunde melden können (und das auch tun). Es ist dann wahrscheinlich manchmal schwierig zu unterscheiden, wo eine Abklärung notwendig ist, und wo nicht.

    Die Gloeophyllum-Arten hätte ich jetzt für eindeutig bestimmbar gehalten - ganz im Gegenteil zu z.B. Entoloma oder was ich gerade gefunden habe ... Lyophyllum, erst blaugrau, dann schwach schwärzend. Da kommt höchstens eine dicke cf. Bestimmung bei herum, aber keine "sichere" Benennung.

    Dass eine (neue) Ausbildung zum Feldmykologen angedacht ist, habe ich mitbekommen.


    VG abeja

    Hallo Hans,

    danke für den Hinweis mit dem Bräunen (und die Mikromerkmale) - das ist sicher wichtig bei den "lebenden Zweifelsfällen" , die es immer wieder geben wird - wenn z.B. die "Lamellen"-Zahl pro irgendwas grenzwertig ist - und fürs Kartieren natürlich, wenn es auf größte Genauigkeit ankommt. Würde man da wirklich diese Pilze alle zur Sicherheit auch mikroskopieren?

    .... Jetzt müsste man/ich (zum Spaß) auch mal schauen, wie die "optische" Bandbreite von G. sepiarium im ganz ganz jungen Zustand ist - ich denke, da sehen die doch deutlich anders aus als meine "trübbraunen Puschelchen" ;)


    VG abeja

    Hallo Chris,

    in dem jungen Zustand habe ich diese Pilzart noch nicht gesehen (bei mir gibt es auch nicht so viele Nadelbäume). Meistens waren die Pilze deutlich älter und größer (einmal auch völlig angenagt).

    Was dabei neben der allg. Form und die Oberflächenstruktur auffällt sind vor allem die Poren, die sind bei auseinwickelten Fruchtkörpern sehr unregelmäßig, das Fruchtfleisch ist im Schnitt erkennbar zweischichtig (Duplex-Struktur) und der ganze Pilz riecht sehr angenehm frisch-würzig mit leichter Anis-Komponente (irgendwie lecker ;))


    Ich hänge mal ein Bild von einer Porenunterseite an (von letztem Jahr)


    VG abeja

    Hallo zusammen,

    danke für die Unterstützung :)

    Die letzten 5 Bilder hatte ich schon mal in einem anderen Forum eingestellt ... hier hatte ich sie nur zum Vergleich noch einmal gebracht. Diese 5 Bilder zeigen das gleiche Pilz-Ensemble nach 3 Monaten Entwicklung.


    Überraschend zu dem damaligen Zeitpunkt war für mich, dass die jungen Pilze so extrem "flauschig" waren (und das war auch manchen Pilzkundlern mit mehr Erfahrung noch nicht so aufgefallen). Dann verkahlen sie, bleiben farblich dabei relativ unauffällig..

    Und hier ganz oben bei den "Noppenpilzen" sind die jungen Fruchtkörper genau so flauschig.


    Zur makroskopischen Unterscheidung von G. abietinum und G. sepiarium hatte ich damals aus verschiedener Literatur und aus Webseiten etwas heraus geholt - mich also schon mal länger damit beschäftigt, ich zitiere das mal:


    VG abeja

    Hallo Hans,

    oh ja, sicher - aber auch mit diesen ganz oben abgebildeten Noppen (die nirgendwo abgebildet werden)?

    Sorry, wenn diese Frage hier zu trivial ist, ob jemand das in dieser Weise schon mal gesehen hat ...

    Ich finde es jedenfalls interessant, ungewöhnliche Erscheinungsformen zu dokumentieren.


    VG abeja

    Hallo,

    danke für die Rückmeldungen!

    Gloeophyllum abietinum war das, worauf ich hinaus wollte :).


    Ich muss gestehen, dass ich bei dem Holz ursprünglich nicht hundertprozentig sicher war - es ist nämlich kein Fitzelchen Rinde mehr zu erkennen. Allerdings erscheinen mir die Jahresringe typisch für Nadelholz. Das hatte mir ein Baumkundler mal erklärt - bei einer Anfrage, ob es sich bei einem (beschneiten) Totholzstamm, wo man nur die Schnittkante sah, um Laub-oder Nadelholz handelt.


    Bei dem Bild, dass die Unterseite eines Hütchens zeigt, sind vielleicht die Größenrelationen nicht ganz klar, das Teilchen ist kleiner als mein Daumennagel, die "Lamellen" sind auch relativ scharfkantig.


    Ich hatte schon einmal ganz junge Gloeophyllum abietinum, wo es nur Hutbildung gab (keine resupinaten Anteile) und wo die Hüte überraschend flauschig waren. Dazu hänge ich noch die alten Bilder an. Innerhalb von 3 Monaten waren die Hüte fast ganz verkahlt.


    Im Web hatte ich gelesen, dass bei resupinatem Wachstum dieser Pilzes nur einen lamellenartige Struktur ausgebildet wird (die dann "nach oben" zeigt).

    Diese Strukturen, wie ich sie hier fand, sah ich nirgends.

    Hat jemand so etwas wie bei den zuerst eingestellten Bildern schon mal gesehen?


    Bilder vom September 2015 und Dezember 2015 (800 Pixel breit)

         


    3 Monate später

      

    Hallo,

    vor kurzem sah ich diese "seltsamen Pilzobjekte".

    Ich denke, es ist ein Pilz, den ich eigentlich ganz gut kennen sollte ... wenn ich ihn auch erst 2-3 mal gefunden habe, aber in dieser Form sah ich ihn noch nie. Auch beim Bildvergleich im Web finde ich keine ähnlichen Bilder.

    Ich mache es spannend ... (alle Bilder liegen in 1200 Pixel Breite vor)


    Puschelig-noppig-stachelig ------------------------- , Rand noch "puscheliger" -------------------------- "wulstiger Pilzring"

         


    "Palisadenbau mit aufrechten "Streben" ---------"flauschige Öhrchen mit etwas hellerer Zuwachskante"

      


    von oben, doch ein paar Hütchen mehr


    Hütchen haben "Lamellchen" untendrunter (lamellenartiges Hymenophor, relativ große Abstände)



    Gesamtansicht auf Nadelholzstück




    Färbung mit KOH schwarz.

    Ich halte das für G.... a...., ihr auch?


    VG abeja