Posts by abeja

    Wow! Danke, Andreas!

    Ich glaube, Hypoxylon ticinense ist eine sehr gute Idee (noch nie von gehört ...)

    Nun sind diese Fruchtkörper hier ja - nach Bildvergleich - noch lange nicht reif.

    Mag das irgendwer irgendwann irgendwie einmal überprüfen ?

    Oder ist das per Bild, wenn denn Perithecien da sind etc., dann eindeutig ? Wahrscheinlich nicht, es gibt ja noch Hypoxylon subticinense ... die sieht irgendwie genauso aus.


    Es gibt wohl einige Funde von H. ticinense hier und da in D (noch nicht alle kartiert, immer wärmebegünstigte Lage ... das ist hier auch, Südhang-Waldrand, Hochrhein). Mehr Funde gibt es in Österreich und natürlich im mediterranen Raum, da soll die Art hier und da SEHR häufig sein.


    https://www.mycodb.fr/fiche.ph…ist&filter=&numfiche=3528

    Hier hat das jemand auch erst für einen Rindenpilz gehalten (da bin ich ja beruhigt ...) und über Monate beobachtet:

    http://ascofrance.com/forum/33…xylon-ticinense-in-italy#


    Hier gibt es auch Fotos über die ganze Entwicklung, darunter auch welche mit diesem weißlichen "ondulierten" Rand:

    https://www.biodiversidadvirtu…etrini-1986-img67561.html


    FG, abeja

    Hallo Peter,

    danke für die prima Vergleichsfotos :).

    Peniphora incarnata kann farblich auch etwas anders sein als so gelblich, das sieht man in den anderen Internetportalen. Trotzdem werdet ihr wohl richtig liegen mit der Einschätzung, dass es diese Art vermutlich nicht ist. Abgesehen von der Farbe scheint auch die Konsistenz bei meinem Pilz etwas anders zu sein, nicht so wachsig im frischen bzw. feuchten Zustand und er entwickelt - zumindest bis jetzt - nicht diese Warzen.

    Phaenerochaete sanguinea "gefällt" mir nach Bildvergleich und Beschreibung auch nicht, ich vermisse diese sehr auffälligen Fasern.


    Ich war heute noch mal vor Ort, es gibt noch neue Bilder - Pilze nicht mehr regennass.

    Zuerst muss ich die Aussage oben "dünn, aber ablösbar" etwas revidieren.

    Bei ganz jungen Fruchtkörpern liegt der Rand nicht ganz fest am Substrat auf, sondern er wirkt gewellt. Dort kann man mit dem Fingernagel "hebeln" und ein paar Millimeter ablösen, ABER dann bricht dieses flächige Konstrukt sofort glatt (nicht auffasernd) ab. Die Schicht ist extrem dünn, man kann einen Fruchtkörper - egal welcher Größe - nicht komplett vom Substrat ablösen.


    Die oben beschriebenen "kleinen helleren Fruchtkörper" (im Übersichtsbild links unten) sind weißlich mit "apricotfarbener" Mitte und mit leicht fransigem Rand. Diese kleinen Flecken sind nur 2-3 mm groß.




    Dann gab es die viele dieser stärker gefärbten Fruchtkörper auf dem Stamm auf einer Länge von ca. 1 m verteilt.

    Darunter waren diese Flecken, ca. 5-8 mm groß mit deutlich hellerem Rand (leicht gewellt).




    Die größten Fruchtkörper hatten eine Ausdehnung von ungefähr 5 cm x 2-3 cm. Hier sieht es teilweise so aus, als würden mehrere Schichten übereinander wachsen.



    Tja ... jetzt bräuchte ich nur noch eine neue zündende Idee. :saint:


    FG, abeja

    Noch mal ich ;)

    auf dem Übersichtsbild (was witterungsbedingt schwierig war ... und der Stamm war auch noch an einer kleinen Böschung) sieht man links unten noch kleinere hellere Fruchtkörper. Das könnten noch jüngere Exemplare sein, die eben nicht so intensiv rot sind, sondern eher "fleischrot". Da dieser Stamm in der Nähe ist, werde ich das noch mal beobachten, am besten bei trockenem Wetter. Vielleicht kann man dann noch etwas mehr erkennen.

    Hallo Andreas,

    danke für deine Einschätzung.

    An Phaenerochaete sanguinea war ich auch hängen geblieben, das soll ja die Art sein, die sehr häufig eine Rotfärbung im Holz verursacht und wo man aber eher selten auf Fruchtkörper trifft. Diese sollen ja überwiegend an Nadelholz sein, allerdings fand ich auch ein Dokument aus Österreich, wo von Funden auf Laubholz berichtet wurde.

    Was mich davon abgebracht hat, war, dass da ja ursprünglich weiße und/oder rote (?) Rhizomorphen sein sollen (Bilder zeigen oft ein stark verzweigten fädiges Geflecht) auf denen sich dann der resupinate Fruchtkörper bildet, erst hell, dann nach längerer Zeit rot.

    Bei den wenigen Bildern, die diese roten Fruchtkörper zeigen sollen, sieht man immer noch am Rand starkes "Gefussel". Bei meinem Pilz ist der Rand minimalst ausgefranst und dort heller. Das kann man mit bloßem Auge jedoch nicht erkennen, sondern nur in der starken Vergrößerung mit meiner "Supernah-Kamera".


    Zum Vergleich rote Fruchtkörper von Phaenerochaete sanguinea (von guten Seiten, denke ich)

    https://www.nahuby.sk/obrazok_detail.php?obrazok_id=558424

    https://mushroomobserver.org/o…r/show_observation/194592

    https://www.verspreidingsatlas…e_sanguinea_02_ND_nmv.jpg


    Ich hatte meinen Fund mit dem Bild in FoTE verglichen, was ich hier auch online gefunden habe. Im Buch wirken die Farben allerdings etwas dunkler und satter.

    https://svampe.databasen.org/u…cort/Peniophora/incaL.jpg

    Besonders intensiv und eher rot gefärbte Exemplare von Peniophora incarnata auch hier (teilweise):

    https://www.discoverlife.org/m…arch=Peniophora+incarnata

    https://www.nahuby.sk/obrazok_detail.php?obrazok_id=376617

    https://www.nederlandsesoorten…&cat=CTAB_MEDIA#gallery-1


    Das ist wirklich ziemlich "verzwickt" :/.

    Mein Pilz ist sehr dünn, aber ablösbar. (EDIT: nur am Rande etwas ablösbar.) Eine "Unterschicht", die irgendwie anders wäre, ist nicht zu erkennen.


    FG, abeja

    Hallo allerseits,

    bei einer kleinen Freitagstour im Nieselregen sind mir zwei Pilze aufgefallen, die es jetzt hier in einen frühwinterlichen Beitrag geschafft haben.


    An einem auf ca. 2 m Höhe abgesägten Laubholzstamm (teilentrindet und teilbemoost) sah ich einen sehr roten Rindenpilz leuchten. Bei näherer Betrachtung halte ich den Stammrest für relativ junge Esche. Das mache ich weniger an den dunklen, feuchten Rindenresten als an den Fraßgängen fest, die ich für die Gänge vom Großen Schwarzen Eschenbastkäfer (Hylesinus crenatus) halte, wegen der sehr langen Puppengänge, die vom Quergang abgehen.


    Meine Idee zum Rindenpilz ist Peniophora incarnata, Fleischroter Zystidenrindenpilz.

    Ich bin aber über die sehr intensive Farbe verblüfft, bisher kannte ich den von Bildern und einem einzigen Eigenfund blasser und eher in Richtung orange gefärbt. In FoTE sieht die Farbe allerdings genauso aus wie bei meinem Fund, auch der Randbereich (den ich heute im "Studio" auf weißem Teller bei Kunstlicht, aber mit autom. Weißabgleich fotografiert habe) stimmt da gut überein.

    Kommt das so hin oder was wäre eine Alternative?


        





    Auf einem morschen sehr bemoosten Nadelholzstamm fand ich zum zweiten Mal (am gleichen Stamm) nach Oktober 2017 Lilablättrige Tausendblätter/ Violettblättrige Winterrüblinge, Baeospora myriadophylla. Dieses Mal hatten sie sogar einen Hauch Lila an den Lamellen. Wetter und Licht machten das Fotografieren nicht zur reinen Freude ... Die Pilzchen hatten nur ca. 1- 2 cm Hutdurchmesser, waren auch nicht mehr taufrisch.

    Beim Studiobild bei Kunstlicht (autom. Weißabgleich) konnte man beim abgetrockneten Pilz auch eine leichte Riefung der Huthaut sehen, was mir beim Erstfund gar nicht aufgefallen war.


      



    Zur Vervollständigung hänge ich noch das Bild von den jüngeren Fruchtkörpern von Oktober 2017 an.



    FG, abeja

    Einen einzelnen relativ kleinen (ca. 3 cm) hellbraunen Becherling, Peziza spec. sah ich seitlich an einem Laubholzstumpf in der Wurzelfalte. Auffällig war die sehr kleiige Außenfläche, innen war alles glatt, ungefähr gleichfarbig, er hatte keine Milch. Wegen der Außenfläche dachte ich an Peziza vesiculosa, aber da passt der Standort auf Holz nicht. Nun "spekuliere" ich auf eine Art auf Holz, die sehr ähnlich aussehen soll: Peziza micropus, Kurzstieliger Holzbecherling, aber das wird wohl auch nicht makroskopisch eindeutig sein, fürchte ich.




    Und noch ein Einzelfund am Wegrand bei Laubbäumen, eine kleine helle lang-gestielte Lorchel, Helvella spec. mit hellem Hut, der irgendwie seltsam geformt war, nicht schön sattelförmig. Der Stiel war lang, glatt und hohl. Hier liebäugele ich mit Helvella elastica, Elastische Lorchel wg. der unregelmäßigen Lappen. Es könnte aber vielleicht auch Helvella longispora, Blassgraue Lorchel sein - aber wäre da der Hut nicht sattelartiger?

    Mich wundert diese weißliche, wie bereifte Außen-und Innenfläche. Ist das normal oder ist das irgendein Befall?



     




    Eine hübsche Ansammlung von Gallertbechern, Ascocoryne spec. als Farbtupfer.

    Da keine Nebenfruchtform vorhanden war, mutmaße ich Ascocoryne cylichnium, den Großsporigen Gallertbecher.



    Und zum Schluss noch ein paar Herbstlorcheln, Helvella crispa. So sehr häufig sehe ich die Art auch nicht, hier auf dem Fleck waren ungefähr 8 Fruchtkörper, davon viele noch ganz klein. In diesem Entwicklungsstadium, wo man noch gar keinen Stiel oberhalb der Erde wahrnimmt, hatte ich die Art noch nicht gesehen. :)


      


    Alle Funde von Oktober-November, Hochrhein, Dinkelberg, überwiegend Buchen-Mischwald auf Kalk, 300-450 m Höhenlage.


    FG, abeja

    Hallo allerseits,


    ein paar Ascomyceten-Funde vom Herbst habe ich zusammengestellt, die mir in der einen oder anderen Weise aufgefallen sind.


    Mit einer eindeutigen Art fange ich an und höre auch mit einer eindeutigen Art wieder auf. ^^

    Das andere sind zum Teil persönliche Erstfunde, wo nur die Gattung makroskopisch klar ist - vielleicht gelingt ja trotzdem eine Eingrenzung auf 2-3 mögliche Arten. Sollte ich die Benennung bei den fraglichen Funden bei "spec." belassen oder sind die spekulativen Namen die naheliegendsten Möglichkeiten und gehen als cf.-Benennung in Ordnung?

    Ich freue mich über Hinweise :).


    Habt ihr so etwas schon mal gesehen?

    Gemeine Schmutzbecherlinge, Bulgaria inquinans, am lebenden Baum (Roteiche, Quercus rubra). Ich kannte sie bisher nur von liegenden Eichen- oder Buchenstämmen. Ich fand dazu auch nichts im Web. In FoTE steht allerdings etwas von "is probably an endophyte in living trees".

    Einmal von Anfang Oktober und einmal von Anfang November.


             




    Einen einzelnen Öhrling, Otidea spec. sah ich, am Wegrand im Laub, bei Eichen und Buchen.

    Ich halte das nicht für ein Eselsohr. Der Fruchtkörper war rel. klein, ca. 4 cm, seitlich eingeschnitten, aber eher liegend als aufrecht, in einem klaren Gelb , innen deutlich heller und ohne jegliche rosa Anteile und ohne rötliche Flecken, ohne Adern und Riefen - mit KOH dunkler werdend.

    Ich "spekuliere" auf Otidea concinna, Zitronengelben Öhrling, aber das wird wohl makroskopisch leider nicht eindeutig sein, denke ich.




       

    Hallo,

    sehr schöne Idee - und auch sehr schöne, aussagekräftige Fotos. :thumbup:

    Im ersten Moment dachte ich "Schade, dass die Bilder so klein sind..." - aber man kann ja per Rechtsklick (Grafik anzeigen) sich die Bilder in größerem Format anschauen.

    Vielleicht gibt es die Möglichkeit, im Text darauf hinzuweisen - denn das versucht vielleicht nicht jeder ?


    FG, abeja

    Hallo,

    das sieht wirklich interessant aus. Die weiteren Namen aus der Gattung, außer C. archeri und ruber, waren mir auch noch gar nicht bekannt.

    Aber C. bicolumnatus kann es eigentlich (?) nicht sein, weil ich sehe drei Säulen, nicht zwei.

    Vielleicht handelt es sich um C. columnatus, nach Bildvergleich hat der auch diese Farbe und aber scheinbar 3 Säulen.


    FG, abeja

    Hallo Alis,

    vielen Dank :).

    Gesucht habe ich in den "schönen dicken Wälzern" (also in Fungi of Temperate Europe), da sieht die Art aber auch ein wenig "mitgenommen" aus. Meistens findet man so was auch ganz schnell bei 123 (und ja sicher: weiteren Bildvergleich machen).

    Ansonsten hätte ich mich bei Wiki "weitergehangelt" von den grob ähnlichen Gallerttränen zu den Gallertränenverwandten, was es da so alles gibt.


    FG, abeja

    Hallo Gurahn,

    "der große BLV-Pilzführer für unterwegs", der mit den 1200 Arten (handelt es sich um dieses Buch ?) ist aber ganz gut bestückt bei der Artauswahl. Der Papageiengrüne Saftling ist auch enthalten, weil das eine relativ häufige und gut zu erkennende Art ist.

    Nur sieht sie nicht immer so wunderschön aus wie auf dem Bild von Peter. Später wird der Pilz gelblicher und die Ränder biegen sich auch noch nach oben.


    Ich kenne das Dilemma mit den Pilzbüchern, wenn man anfängt, sich mit Pilzen zu beschäftigen. Man ist erschlagen von der Vielfalt und Vielzahl und man hat das Gefühl, der gesuchte Pilz sei nicht enthalten. Manchmal ist das auch so, aber oft übersieht man ihn, weil man noch nicht genau weiß, worauf man achten muss. Man hat noch kein "Gefühl" für die Gattungen.

    Durch reines Herumblättern im Buch ist es sehr schwierig, einen Pilz zu finden.


    Saftlinge z.B. erkennt man oft an den bunten Farben und diesem glasigen Aussehen, oft sind sie mit schmieriger Oberfläche. Die wachsartigen Lamellen sind ziemlich dick und stehen entfernt voneinander.


    Hier zum Vergleich noch 2 Exemplare von der einzigen mir bekannten Stelle. Die Art kommt regelmäßig jedes Jahr, aber nicht immer zum gleichen Zeitpunkt. Dieses Jahr habe ich sie verpasst, d.h. Mitte Oktober nur Reste gesehen. Man findet sie teilweise durchaus im November noch, sofern es keinen Frost gab.


    FG, abeja


    Bei dem Fund war es schon sehr spät am Nachmittag, ziemlich dunkel - ungeblitzt und unbeleuchtet ergab das "Kruschelmuschel" - aber als Doku erfüllt es ja den Zweck.


    November 2017


    Oktober 2016

    Hallo und Willkommen im Forum,

    die Bilder sind leider für die "Allgemeinheit" nicht zu sehen. Möglicherweise ist hier ein Problem aufgetreten, was in einem anderen Forum mit gleicher Software auch regelmäßig für Verwirrung sorgt.


    Ist beim Erstellen des Beitrags zwischendurch nach Hochladen der Bilder das Formular geschlossen worden und hat die Software eventuell automatisch einen Entwurf erstellt?

    Bei diesem Vorgang wird nur der Text gespeichert, die Bilder kann der Ersteller zwar noch sehen (im Cache), sie sind aber nicht mehr im automatisch wiederhergestellten Beitrag vorhanden.

    Bitte die Bilder erneut hochladen und einfügen, dann sollte es klappen.


    Grüner Pilz: eventuell ein kleiner Papageiensaftling ?


    FG, abeja

    Wobei ich dann nicht weiß, wie das bei Homophron s. aussieht ....

    Man müsste Schnittbilder suchen. Allgemein vom Habitus her finde ich da sehr ähnliche Bilder ... Gernot wird das nicht ohne Grund gesagt haben.


    FG, abeja

    Hallo,

    hier habe ich mir am Freitag (nach Regen) den Baumstumpf noch mal angeschaut.

    Das mit "heller, länglich eingerissen Borke " muss ich geträumt haben oder mit einem anderen Stumpf verwechselt haben. :S


    Es handelt sich nach neuerer Betrachtung sehr wahrscheinlich um Buche, mit schon stark geschwärzter Schnittfläche, das war ja bereits zu sehen. Der komplette Seitenbereich ist bemoost, Rinde konnte man nicht mehr sehen bis auf zwei "Wurzelbeine" (sag' ich mal), die vom Regen allerdings sehr dunkel waren. Dort bemerkte ich eine eigentümliche Querstreifung, die ich an ein paar - aber nicht allen - lebenden Buchen ähnlicher Größe im Umfeld auch feststellen konnte. Auf solche Details im Wurzelbereich hatte ich noch nie wirklich geachtet, obwohl ich schon einiges an Totholz und Bäumen fotografiert habe.

    Ansonsten standen im Umfeld nur Buchen und Eichen zur Zeit.

    Ich hatte den Stumpf (nur 35 bis 40 cm Durchmesser) im Baumkunde-Forum noch mal eingestellt, aber Buche wollte mir keiner sicher bestätigen. Heute hat sich aber jemand noch mal im Regen Buchen"beine" angeschaut - und diese sahen exakt so aus.


    Weiterer Pilzbefall war auf der Schnittfläche neben Panellus stipticus auch Ascocoryne sarcoides (Nebenfruchtform) und an einem morschen Teil, wo ich Holz entfernen konnte, gelbe ungestielte Becherchen (ich denke an Bisporella cf. citrina) und weiße deutlich gestielte haarige Becherchen, die beim Eintrocknen weiß bleiben (irgendeine Lachnum-Art ?)


    Die hübschen Trompetchen waren eigentlich nicht wesentlich größer geworden, aber sehr gallertig aufgequollen. Die Behaarung/Bereifung sowie die Riefung an der Außenseite kann man in diesem feuchten Zustand nicht bzw. nicht gut erkennen.


         


       




    FG, abeja

    Zu Homophron spadiceum:

    Sporenpulverfarbe braun mit einem rötlichen/ violetten "Touch", da gibt es auch einige Bilder, wo das etwas unterschiedlich aussieht. Stiel soll da hohl sein/werden.

    Hallo,

    zu den Pilzen kann ich eigentlich nichts sagen, aber für Psathyrella kämen sie mir auch etwas zu stabil gebaut vor.

    Die Frage des Sporenpulvers: Psathyrella ja eher schwärzlich-braun, also sehr dunkel.

    Hebeloma habe ich noch nicht oft aussporen lassen, erschien mir doch meistens etwas heller und wärmer vom Ton.

    Ich glaube aber, dass das Braun innerhalb der Gattung sehr variabel sein kann.

    Suchmaschinier mal Bilder der Sporenpulverfarbe von Hebeloma, ich fand gerade nur etwas mit engl. "Hebeloma sporeprint".


    Hebeloma-Bestimmung geht dann aber wieder nur mit Mikro und Spezialliteratur.

    Zu der vorgeschlagenen Art habe ich mal Bilder gesucht - und auf der Seite von Matthias Dondl ist ein Fund näher beschrieben.

    Die Art soll so einen Zapfen im Hutfleisch haben wie H. sinapizans und am Stiel so "kleiig bereift bis locker beschürfelt" sein.

    Auf der Seite mittendrin:

    http://www.interhias.de/schwam…menogasteraceae.html#ank7

    ...und sieht dann doch etwas anders aus.


    FG, abeja

    Mir gefällt das Bild auch sehr gut - wie gemalt! :)


    Die Farbwahrnehmung wird auch stark von den Gewohnheiten und der Verarbeitung im Gehirn beeinflusst. Die zart violetten Pünktchen in den Lamellen waren mir gar nicht aufgefallen. Meine "grauen Zellen" hatten sich das als "irgendwie Grau" zurechtgelegt.

    Nimmt man in einem Bildbearbeitungsprogramm mit der Pipette die Farbe auf, dann bemerkt man, dass es auch im Hut deutlich bläuliche und rosaliche Töne gibt, die zart changieren.

    Es ist übrigens noch mehr Pilz auf dem Bild: Rhizomorphen vom Hallimasch, Armillaria spec. - und diese sind in natura schwarz. Hier - zumindest auf meinem Bildschirm und auch wenn ich mit der Pipette Farbe aufnehme, sind sie intensiv blau bzw. blau-violett, genauso wie die kleinen Pyrenos. Das Holz selbst erscheint mir in einem angenehmen Rotton.


    Als Ausdruck künstlerischen Gestaltungswillens kann man die Natur so darzustellen - selbstverständlich auch im Foto. Ich selbst z.B. habe - ist schon etwas länger her - mit Acrylfarben gemalt. Da habe ich für die Schatten auch nicht Braun oder Schwarz genommen, sondern ich "schwelgte" in Blautönen und setzte dazu starke Kontraste.


    Bei der künstlerisch anspruchsvollen Fotografie ist es dann ein bisschen eine Gratwanderung. Nehme ich hier bei dem Bild z.B. extrem die Sättigung heraus und verschiebe Blau ein wenig in Richtung Gelb ... schon sieht der Pilz deutlicher nach Gabeltrichterling aus (immer noch mit rel. hellem Hut) und er sitzt auf weniger "schönem" Holz, das dann aber eher meinem Sichteindruck in der Natur entspricht.

    Nur ... das intensive Bild bleibt deutlich attraktiver. ;)


    FG, abeja

    Hallo Dirk,

    ich halte das für einen Kaffeebraunen Gabeltrichterling, Pseudoclitocybe cyathiformis.


    Kleines "Problem": er ist hier nicht besonders kaffeebraun und die typischen gegabelten Lamellen sehe ich auch nicht. ;)

    Aber die Oberfläche der vorgeschlagenen Art ist stark hygrophan, d.h. die Farbe ändert sich mit dem Feuchtigkeitsgehalt und die Lamellen sind manchmal nur wenig oder gar nicht gegabelt. Der Gesamteindruck erscheint mir jedoch typisch.

    Es gibt auch noch sehr ähnliche Arten aus der Gattung, die aber typischerweise nicht auf so einem Holzstückchen wachsen und die sich auch am Geruch unterscheiden würden (und auch eher einen gerieften Hutrand haben).


    Allgemein muss man aber sagen, dass normalerweise für eine Pilzbestimmung mehr als ein Foto notwendig ist.

    Oft braucht man mehrere Ansichten, von oben, von unten, von der Seite. Das müssen dann keine künstlerisch ausgearbeiteten Fotos sein, da hat "Dokustyle", d.h. gute Schärfe an wesentlichen Stellen und möglichst Farbtreue genügend Aussagekraft.

    Zur Pilzbestimmung bietet es sich an, neben dem besonders schönen auch ein paar "normale" Fotos zu machen ;)

    Oft ist es auch notwendig, den Pilz zu entnehmen, einen Längsschnitt zu machen inkl. Basis, daran zu riechen usw.

    Weiter geht es mit der Sporenpulverfarbe.

    Bei einer Vielzahl von Arten geht eine eindeutige Bestimmung nur mit weiteren Untersuchungen wie makrochemischen Tests und Mikroskopie. Und oft reicht das immer noch nicht ... dann kann nur eine genetische Untersuchung mehr Klarheit schaffen.


    Es ist aber völlig legitim, nur ein schönes Fotos zu machen und zu versuchen, den Pilz zu benennen. Es führt nur oft dazu , dass dabei kein sicherer Name herauskommt und manchmal noch nicht einmal eine gute Idee.


    FG, abeja

    Hallo Dirk,

    meiner Meinung nach ja, weil man sieht die typischen fleckigen Lamellen.


    Oft kommt der Pilz jedoch farblich etwas gelblicher daher (Lamellen) - siehe Vergleichsbilder im Web. Die hier sichtbare eher orange-rote Farbe ohne Gelbanteile mag eine Alterungserscheinung sein.


    FG, abeja