Posts by abeja

    Hallo Andreas und Frank,

    danke für die - so weit wie mögliche - Bestätigung und die Informationen und Tipps.

    Ich werde den Pilz auf jeden Fall noch weiter im Blick behalten.


    FG abeja

    Hallo allerseits,

    so sieht der Pilz 3 Monate nach "Erstkontakt" aus.

    Er ist ganz schön veränderlich, farblich auf der Oberseite zumindest.

    Es passt aber alles ins Bild. Die Fruchtkörper sind so hart und zäh, dass manuell nichts umzubiegen oder abzureißen ist. Mit dem Messer habe ich ein winziges Tortenstückchen herausgeschnitten.


    Ich habe auch noch eine interessante I-net-Seite aus UK gefunden, da werden viele Fruchtkörper von Perenniporia fraxinea an ganz unterschiedlichen Substraten gezeigt.

    Perenniporia fraxinea not on Fraxinus sp.
    A few hosts other than ash (Fraxinus excelsior) that are host to the wood-decay fungus Perenniporia fraxinea.
    arboriculture.wordpress.com


    FG abeja




    Thx 4 thumbs up!

    ... beinahe hätte ich thumb mit "p" geschrieben, also mache ich mal lieber anders weiter. :D


    Sichtungen von tropfenden Zundern sind dann vermutlich wirklich nicht so häufig, denke ich (... oder?)

    Ich bin auch einmal über das Wort "gutturieren" gestolpert.

    Existiert das wirklich in der Mykologen-Fachsprache oder ist das eher eine Eigenschöpfung?

    Ich fand es nämlich ansonsten nur im Zusammenhang mit Sprachen, in denen Kehllaute existieren - also im Sinne von "guttural sprechend", von guttur = Kehle.

    Der Begriff "Gutturieren" scheint auch in der Phonetik nicht geläufig zu sein, vielleicht ist es auch da ein "Neuwort".


    EDIT:

    zutreffend wäre bei Pilzen auch der Begriff "exsudieren", denn Exsudation wird bei Pflanzen und vermutlich auch bei Pilzen synonym zu "Guttation" verwendet:


    FG abeja

    Hallo allerseits,

    am Rotrandigen Baumschwamm (Fomitopsis pinicola) sieht man ja recht häufig - bei mir meistens in feuchten Sommern oder Frühherbst - viele ungefärbte Guttationstropfen.

    Beim Zunderschwamm (Fomes fomentarius) ist mir das noch nicht aufgefallen. Durchsuche ich meine vielen Fotos der Art, finde ich nur ein einziges Bild, wo ein paar Tröpfchen an der weißen wulstigen Zuwachskante eines relativ jungen Fruchtkörpers sitzen.


    Die Pilze, die ich heute hier zeige, sah ich zum ersten Mal Ende September im Wald in Hanglage (NSG Buchswald, Grenzach-Wyhlen), dort an einer großen dicken abgestorbenen Buche.

      


    Nun bemerkte ich an den unteren drei Fruchtkörpern reichlich Tropfen, die etwas gelblich gefärbt waren.






    Ganz oben am Stamm saßen noch mehr Fruchtkörper. Darunter war ein Exemplar, was ich für meinen bisher breitesten Fund der Art halte. Trotzdem ist das Maß sehr schwer zu schätzen, vielleicht 40 -50 cm. Die oberen (älteren) Fruchtkörper schienen ohne Tropfen zu sein.


    Habt ihr schon Sichtungen von Zunderschwämmen mit Guttationstropfen gemacht?

    Das scheint nicht sehr häufig vorzukommen, auch nicht bei jungen Fruchtkörpern.

    Irgendwo las ich die Vermutung, dass Zunderschwamm nur dann Tropfen abscheidet, wenn etwas nicht stimmt, z. B. wenn ein Befall mit anderen Organismen vorliegt. Woraus man das schließen könnte, weiß ich allerdings nicht.

    Zu sehen war nichts, außer dass das Wachstum relativ schnell gegangen sein muss und die Pilze insgesamt etwas "klumpig" wirken. Die Oberfläche ist auch noch etwas untypisch, es bildete sich nun die erste typische dunklere Linie aus. So eine Oberfläche habe ich allerdings schon häufiger bei jungen schnell wachsenden Zunderschwämmen gesehen.


    Vielleicht weinen sie ja, weil kaum "Pilzkollegen" im Wald zu sehen waren.

    Ich fand jedenfalls nichts Bemerkenswertes außer viel frischer Luft, vertrödelte aber meine Zeit mit Knospen- und Kaktus(!)-Fotografie im NSG.

    "Noch mehr Tropfen" gab es nur an Blättern, die in den wenigen feuchten Fleckchen des besonders in Hanglage rascheltrockenen Waldes lagen.




    Mit solch langen Beinen ;) sollte ich ja in Windeseile nach Hause eilen und noch vor Einbruch der Dunkelheit ankommen können - das wurde aber verflixt knapp.




    FG abeja

    Hallo Dirk,

    ohne Ahnung von den mikroskopischen Feinheiten zu haben, haben wir nun mit Andreas' Vorschlag endlich was, wo die Sporenpulverfarbe stimmt ^^ . Denn Sporen von Psathyrella s.l. und Stropharia wären viel dunkler als "schokobraun" und Gymnopilus spielt viel mehr ins Gelblich-Orange

    Allerdings hatte ich es für möglich gehalten (aber nicht nachgefragt), dass das eventuell eine Angabe vom Finder war und eventuell nur von der Lamellenfarbe rückgeschlossen wurde.


    An Risspilz hatte ich zwar flüchtig gedacht, aber da meist nur so kleine Arten "vor Augen".

    Ich befürchte aber - nach allem, was ich hier und da von Ditte Bandini zu den Mallocyben mitbekommen habe - dass die Artbestimmung schwierig wird. Da wird neben Standort und Geruch auch so was wie Velumfarbe (im jungen Zustand, gelblich oder weißlich) und Schnitt (ob Stiel hohl oder voll) wichtig. Es gibt wohl auch noch eine Menge an unbeschriebenen Arten, bzw. Unklarheiten bei der Zuordnung.


    Inocybe - Genus Mallocybe
     
    www.inocybe.org

    Ich habe da nur so ein bisschen "durchgeklickert" . Wenn dort verzeichnet, dann müsste es ja eine der großgewachsenen Arten sein.

    Die M. myriadophylla dort sieht zwar viel heller aus (Standort lt. Internetinfo in Skandinavien auf kalkhaltigen Böden, dort meist bei Birken. ) Die Art soll sich aber durch besonders dichte Lamellen makroskopisch auszeichnen, was ja auch das Artepitheton besagt.

    Ob das eine Möglichkeit wäre?


    FG abeja


    Noch als Ergänzung: ein Merkmal von Mallocybe soll sein, dass die Cheilozystiden oft mehrzellig sind (septiert).

    Sieht man auf den Bildern (oder?)

    Hallo Dirk,

    du schreibst nichts zu der Größe der Pilze. Mir erscheinen sie relativ groß und "stämmig"-kompakt gewachsen zu sein.

    Rein von der Makroskopie her würde ich das für Beringte Flämmlinge (Gymnopilus junonius) halten, die aus Altersgründen bereits ihren Ring verloren haben. Ich glaube, man kann da an einem Stiel noch einen kleinen Rest erkennen.


    Der Pilz würde jedoch auf Holz wachsen, bevorzugt auf/an Laubholzstümpfen, eventuell auch auf Wurzeln, eventuell auch auf vergrabenem Holz oder kleineren Resten. Wäre das hier möglich? Die Sporenpulverfarbe wäre eher rötlich-(orange)-braun als schokobraun. Vielleicht ist aber auch die Farbbeschreibung schwierig? Sporen mit KOH goldbraun, mit Melzer dextrinoid.

    Auf bitteren Geschmack könnte man auch noch testen.


    Schnallen sollen vorhanden sein, zylindrische ziemlich lange schmale, kopfige Cheiloz.(manchmal wohl das Kopfige nicht so stark ausgeprägt) auch, Sporengröße käme auch hin ...

    ABER die Sporen sollten warzig sein und ohne Keimporus. Als Nicht-Mikroskopikerin bin ich hier unsicher, ob man das Sporenfoto so machen kann, dass die Schärfenebene so liegt, dass man die Warzen nicht (bzw. nicht deutlich) erkennen kann ... :/


    FG abeja


    Hier gibt es ein Sporenfoto mit sehr deutlichen Warzen (Frage meinerseits: ist das dann ein Stack?)

    Gymnopilus junonius, Spectacular Rustgill mushroom


    Hier gibt es ein Sporenfoto, wo das nur so "kruschelig" erscheint

    Gymnopilus junonius (MushroomExpert.Com)

    Hallo Karl,

    so in etwa hatte ich das auch in Erinnerung. Bisher hatte ich nur einmal einen dieser kleinen spitzen Gürtelfüße mit weißen Flöckchen, das war in einem Nadelwald (aber auf Kalk! - was mich damals gewundert hatte).

    Aber Birkenlaub war auch auf dem Foto - also eine Birke in der Nähe.


    Hier nun nichts dergleichen - über die Bodenbeschaffenheit in der Anlage weiß ich leider nichts. Hier wechselt in der Natur basisch und sauer auf engerem Raum.


    Vielleicht gibt es noch Funderfahrungen von anderen Pilzlern, die diese Pilze (aus dieser Gruppe) nicht bei Birken und nicht im Nadelwald gefunden haben? Das wäre ja spannend.


    FG abeja

    Hallo Karl,

    vielen Dank! Das ist ja sehr interessant, dass du auch schon mal so "komische" Rötlinge hattest, die nicht ganz auf E. lividoalbum passen wollen. Ich habe jedenfalls bei meiner nicht sehr ausführlichen Recherche (bin für einige Zeit nur mobil mit Websessions online) nichts gefunden.


    Dass es C. flexipes var. inolens gibt, hatte ich irgendwo im Hinterkopf. Aber da müsste ich auch noch mal mir die Standorte anschauen. War das nicht im Nadelwald auf saurem Boden?


    FG abeja

    Hallo,

    in meinem Thema "10" hatte ich eine Gruppe von Rötlingen und winzig kleine Schleierlinge eingestellt.

    Ich bitte um eine Einschätzung, ob die Benennung (wahrscheinlich) korrekt ist, oder ob es viel bessere Alternativen gibt.


    Auf einem Friedhof auf einer Rasenfläche, Bäume im Umfeld (nicht ganz nahe) ausschließlich Rot-Eichen (Quercus rubra)

    Rötlinge wie gesät (Sporenpulver eindeutig), stabiler Ritterlingshabitus, braun-graue Hutoberfläche (etwas ausbleichend), weißer Stiel.

    Ich denke an Weißstielige Rötlinge (Entoloma lividoalbum), aber die Pilze rochen absolut nach nichts, nicht mehlig.

    Was wäre eine Alternative ohne Mehlgeruch, gibt es da was? Oder kann der Geruch völlig fehlen?

    https://forum.dgfm-ev.de/wcf/attachment/7198-37-entoloma-spec-10-2021-jpg/


    Auf der gleichen Rasenfläche (nur Rot-Eichen in der Nähe) gab es sehr junge, winzige Schleierlinge (Telamonia). Sie waren deutlich weißflockig und ohne jeglichen Geruch. Die abgebildeten Pilze hatten einen Hutdurchmesser unter 1 cm, ein aufgeschirmtes altes Exemplar ca. 2 cm.

    Ich denke an den Weißflockigen Gürtelfuß (Cortinarius hemitrichus). Meist wird aber geschrieben, der käme bei Birke vor. Ist das so variabel oder muss man da auch von einer Artengruppe ausgehen?

    EDIT: auf einer engl. Webseite las ich jedoch "under deciduous trees" (sehr allgemein), auf der engl. Wiki-Seite sogar "It grows in both deciduous and coniferous forests, often beneath birches).


    Gibt es da noch mehr kleine Arten mit weißen Flocken, außer C. hemitrichus und Cortinarius flexipes mit dem deutlichen Geruch?

    In "Cortinarius in Sweden" von Karl Soop (hatte ich auch mal kürzlich heruntergeladen, sollte da also auch mal hineinschauen) : es gibt ähnliche Arten in der Sektion, die aber entweder riechen oder einen ganz anderen Standort haben.

    Zu C. hemitrichus steht da "always grows with birch" ... und da war definitiv keine Birke, ich habe extra danach gesucht: nackter Rasen, Gebäudemauer, Plattenweg und jenseits des Weges standen die Eichen.

    https://forum.dgfm-ev.de/wcf/attachment/7199-38-cortinarius-spec-10-2021-jpg/


    FG abeja

    Hallo Stefan, Peter und Hans,

    danke für die positiven Reaktionen! :)


    Die im letzten Fünftel 8) eingestreuten Fragen sind dann - wahrscheinlich - wieder nicht so ad hoch zu beantworten?

    Vielleicht ist es auch etwas ungünstig, sie in so einen langen Beitrag mit hineinzupacken, der mehr oder weniger der Unterhaltung dient.

    Ich stelle sie nochmals in einem kleinen Beitrag, in der Hoffnung, dass Freunde von Entoloma und Cortinarius darauf aufmerksam werden :P


    FG abeja

    Und nun zwei Funde mit Fragen:


    37

    Auf einem Friedhof auf einer Rasenfläche, Bäume im Umfeld (nicht ganz nahe) ausschließlich Rot-Eichen (Quercus rubra)

    Rötlinge wie gesät (Sporenpulver eindeutig), stabiler Ritterlingshabitus, braun-graue Hutoberfläche (etwas ausbleichend), weißer Stiel.

    Ich denke an Weißstielige Rötlinge (Entoloma lividoalbum), aber die Pilze rochen absolut nach nichts, nicht mehlig.

    Was wäre eine Alternative ohne Mehlgeruch, gibt es da was? Oder kann der Geruch völlig fehlen?



    38

    Auf der gleichen Rasenfläche (nur Rot-Eichen) gab es sehr junge, winzige Schleierlinge (Telamonia). Sie waren deutlich weißflockig und ohne jeglichen Geruch. Die abgebildeten Pilze hatten einen Hutdurchmesser unter 1 cm, ein aufgeschirmtes altes Exemplar ca. 2 cm.

    Ich denke an den Weißflockigen Gürtelfuß (Cortinarius hemitrichus). Meist wird aber geschrieben, der käme bei Birke vor. Ist das so variabel oder muss man da auch von einer Artengruppe ausgehen?

    Gibt es da noch mehr kleine Arten mit weißen Flocken, außer C. hemitrichus und Cortinarius flexipes mit dem deutlichen Geruch?



    39

    Pilze kann man auch im Garten finden, ganz ohne zu suchen ^^ :

    jede Menge Lacktrichterlinge (Laccaria cf. pallidifolia), hier bei abgefallenen Pollenzapfen einer Zeder.



    40

    Und man kann den Fliegenpilzen (Amanita muscaria) in der Nähe einer Birke beim Wachsen zuschauen. :love:



    Schönen Sonntag wünsche ich!


    FG abeja

    27

    Puschelige, hübsche, sehr junge Spaltblättlinge (Schizophyllum commune)



    28

    Ebenfalls sehr hübsche, jedoch noch sehr kleine und schon völlig angenagte und zugeschleimte Dunkle Laubholz-Hallimasche (Armillaria gallica)



    29

    Gerade die Bühne betretend: ebenfalls sehr kleine, junge Grünblättrige Schwefelköpfchen (Hypholoma fasciculare) ... das waren tatsächlich die pilzlichen Highlights dort.



    30

    Und noch diese unbekannte Galaxie ... "Sternchen" ... lauter winzige, kurz behaarte, leicht gestielte, weiße Becherchen an dickem Buchentotholz (Lachnum cf. brevipilosum)


    31-32

    Es lag jede Menge Totholz da, hier von Eiche - mit Braunfäule, doch die Verursacher sah man nicht mehr.

     



    33

    Liegendes Buchentotholz mit Angebranntem Rauchporling (Bjerkandera adusta), hier in effus-reflexer Wuchsweise.



    34

    Zwei winzige tapfere Buchen-Schleimrüblinge (Mucidula mucida) zwängen sich aus einem Spalt an liegendem Buchentotholz hervor.


    35 - 36

    Vogelkirschen-Totholz und darauf der einzige Dachpilz weit und breit, vermutlich ein etwas blass geratener Rehbrauner Dachpilz (Pluteus cervinus s.l.). Er roch jedenfalls nach Rettich.

     

    18

    Sonniges Landschaftsbild an einem Stauteich (und mit Kanada-Gänsen, glaube ich)


    19

    Dicke frische Zuwachskanten eines Feuerschwammes an Weide (Phellinus ignarius)


    20

    Nochmal Landschaft ... Teich ... Bäume ... und keine (?) Pilze.


    21-22-23-24

    Doch ein Pilz!

    Am Fuße einer lebenden Esche, etwas abschüssig vom Weg zum Teich hin ... da war erstmal Rätselraten meinerseits angesagt.

    Ach soooo! Schon wieder dieser verwirrende Pilz!

    Ein älterer Rötender Saftwirrling (Abortiporus biennis)


     




    25-26

    Von dort leicht zu erreichen: ein idyllisches Bachtal mit Buchenwald und angrenzenden Pferdeweiden.


    10-11

    Diese Pilze könnte man ja essen, wenn man denn wollte - aber ich verzichte gerne auf gilbende Schwermetallsammler. An einer Hanglage im Buchenwald standen einige nach Anis riechende Champignons, im jungen Zustand mit noch sehr hellen Lamellen.

    Die Stielbasis knickte fast rechtwinklig ab - bei allen Exemplaren, die ich mir anschaute. Das war so extrem, dass ich mir hier nur den Schiefknolligen Egerling (Agaricus essetti) vorstellen kann.

     



    12

    Noch jung und deshalb geweihlos: Geweihförmige Holzkeulen (Xylaria hypoxylon) auf bemooster Buchenwurzel



    13-14-15

    Dann im Park - unübersehbar und zur Abwechslung mal nicht jung - ein Nadelholzbraunporling (Phaeolus spadiceus), an Kiefernstumpf. Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich die Art sah - deshalb noch mal ausführlich dokumentiert.

     




    16-17

    Ebenso im Park die nächste Trivialität: selten sah ich alle unterschiedlichen Grade des Huthautausbleichens beim sehr hygrophanen Trompetenschnitzling (Tubaria furfuracea). Alles nebeneinander, junge Pilze mit deutlichem Velumbehang.


    Hallo allerseits,

    ich schreib' mal was, zeig' mal was und frag' mal was (viiiel weiter unten ;) ) .


    Sie sind da!!!


    ... doch überwiegend unterirdisch - oder immer noch "spät dran".

    Wenn man im Oktober auf eine "Pilzexplosion" gehofft hatte, dann hat diese Hoffnung vielerorts getrogen, jedenfalls bei mir im äußersten Südwesten und auch zur Zeit in NRW (Kreis Mettmann).


    01

    Wie die Orgelpfeifen: Schopftintlinge (Coprinus comatus) ... und ich war zu spät dran.

    Inzwischen hatte ich aber drei Mal verzehrtaugliche Exemplare.

    Interessant fand ich hier, wie und wo der Ring da hängt - einmal am Hutrand.



    02

    Ein schüchternes Grüppchen von kleinen Großen Blutmilchhelmlingen (Mycena haematopus). Die gab es häufig in allen Altersstufen. So jung und geschlossen und von oben bis unten bereift hatte ich sie jedoch noch nicht.



    03

    Eine überirdisch zarte halbtransparente Erscheinung von ganz jungen Gipsweißen Scheinhelmlingen (Hemimycena cf. cucullata) im Laubwald.



    04

    Ich hatte fast schon vergessen, dass es sie gibt - der bisher erste und einzige Fund in diesem Jahr:

    viiiel zu junge Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis). Sie waren so feucht, dass die Stielschuppen nach Anfassen kaum zu erkennen waren. In diesem Herbst sichtete ich noch keine Gifthäublinge, sonst eigentlich immer mal.



    05-06

    Sonniges Landschaftsbild aus dem Bergischen Land mit Bach (im Landschaftsschutzgebiet) ... doch ohne mykologische Auffälligkeiten

      



    07-08-09

    Verkehrte Welt: die Tintlinge wachsen am liegenden Eichenstamm nur untenherum und zeigen mit dem Hut (noch) nach unten. Ich gab mir zwar Mühe ein Ozonium zu finden, aber außer diesem interessanten "Fuß" war da nichts. Die Stiele der sehr jungen Pilze sind sehr flockig, sehr bereift - vermutlich sind es doch nur Glimmertintlinge s.l. (Coprinellus cf. micaceus s.l.)

     


    Guten Abend,

    da wollte ich Maisbeulenbrand doch noch einmal probieren ... irgendwie "anders" zubereitet und fand keine einzige Galle.

    Doch heute - obwohl der Mais schon sehr herbstlich aussah - stach mir ein einziger walnussgroßer "Knubbel" ins Auge, der auch noch sehr festfleischig war.


    Experimentelle Küche - seulement un petit amuse gueule - très très petit


    Angedacht war etwas leicht Fruchtiges mit dezenter Schärfe und farblichen Akzenten unter Verschleierung von diesem schwarzen Sporenbrei.

    Also nahm ich ein Stück von einem rotbackigen süß-sauren Apfel, in kleine dünne Stücke geschnitten, die Maisgalle in ebenso große Stücke zerteilt und briet dies zusammen in etwas Butter an.

    Ich würzte mit Salz, Pfeffer, etwas Kurkuma-Pulver und Masala-Pulver, was durch Chili etwas schärfer ist, aber auch viele sehr aromatische Gewürze enthält.

    Wegen der Garzeit gab ich ein wenig Flüssigkeit hinzu und ließ sie verdampfen.

    Farblich ergaben sich gelblich-bräunliche Stücke, teil mit rotem Rand (Apfel), teils dunkler (Pilz) mit vielen dunkleren Punkten (Gewürz+Sporen).

    Vom Biss her ähnelten sich nun der Apfel und die Maisbeulengalle.

    Geschmacklich war beim Maisbeulenbrand auch hier wieder kein "unami" feststellbar, es ging eher in Richtung "nussig".

    Für das "Bett" auf dem Teller verrührte und erwärmte ich etwas Mandelmus mit Mandelmilch (ich liebe Mandelmus und Mandelmilch) und beträufelte die Mischung auch etwas damit, das milderte sowohl den Geschmack als auch die dunkle optische Erscheinung etwas ab.

    Als grünen Tupfer hatte ich frische selbstgezogene Radieschen-Sprossen zur Hand, die auch recht scharf sind, wobei die Schärfe bei Kontakt mit warmem Essen verfliegt. Vorstellbar wären hier auch mildere Sprossen.


    Ja, doch, kann man essen! :)

    FG abeja


    Apfel-Ustilago-Masala auf Mandelcreme mit Radieschen-Sprossen



    Hallo habe,

    das sind ja richtig tolle Pilze geworden, wie sie so da stehen - sehr dekorativ ... sie erinnern mich irgendwie an eine Rockband kurz vor dem Auftritt ^^ .


    Dass sie insgesamt so hell geworden sind (Schuppen zum Untergrund wenig kontrastierend) wundert mich etwas. War denn ganz oben auf dem Hut noch ein bräunlicher Rest, müsste eigentlich.


    FG, abeja