Posts by abeja

    Hallo,

    Ahornrunzelschorf gibt es in diesem Jahr hier im SW massenhaft. Ich sah ihn bisher ausschließlich an Bergahorn (Acer pseuodoplatanus) und nicht an Spitzahorn (Acer platanoides), wobei Spitzahorn hier auch etwas seltener vorkommt (im Wald).

    Im Web las ich allerdings, dass der Pilz viel häufiger an Spitzahorn vorkommen sollte ... ?

    Ich kann das nicht nachvollziehen, aber vielleicht ist das regional so unterschiedlich?


    Hier habe ich noch frühere Stadien von Rhytisma spec. an Bergahorn (EDIT: vermutlich R. acerinum, weil typische schwarze Flecken waren auch schon vorhanden).

      


    Und dann sah ich zwei Stellen an Spitzahorn, jedoch seltsamerweise nur am Blattrand, hier einmal an einer Blattspitze.

      


    FG, abeja

    Hallo,

    ich bin heute noch einmal an dem Walnussbaum mit dem Mehrfachbefall vorbei gekommen.

    Ganz vereinzelt sieht man kleine Stellen von Pseudomicrostroma juglandis (nicht so großflächig wie oben), am gleichen Blatt sind meistens keine schwarzen Flecken. Dann gab es unerreichbar (Baum steht auf Privatgelände, ein paar Äste hängen über dem Bürgersteig) kleine schwarze Flecken.

    Daraufhin habe ich mir noch zwei andere kleinere Walnussbäume (Waldrand) angeschaut, da sahen einige Blätter typisch für einen Marssonina juglandis-Befall aus (inkl. Flecken auf der Petiole), allerdings hatten sich bei keinem Blatt schon Acervuli entwickelt.

    (Ganz "krause" Idee von mir: wenn oben bei dem ersten Fund beide Pilze am gleichen Blatt vorkommen, auf exakt der gleichen Stelle ... dann ist die Blattunterseite schon von Pseudomicrostroma mit diesem weißliche Belag "besetzt", dann macht Marssonina die Pünktchen eben auf die anderen Seite, was er sonst vielleicht nicht tun würde ... )


    Von den anderen Walnussbäumen, cf. Marssonina juglandis (noch ohne Acervuli)

    Oberseite - Unterseite - Petiole

        


    FG, abeja

    Hallo Stefan,

    das ist wohl so in der Mehrzahl der Rüblinge (ich weiß nicht genau, ob da nicht auch zerbrechliche Stiele bzw. nicht ganz so knorpelige S. vorkommen könnten :/).

    Zur Gattung Mycena jedenfalls findet man an verschiedenen Stellen im Web (u.a. Spektrum, Lexikon der Biologie): "Der Stiel kann zerbrechlich, knorpelig oder elastisch-hart sein." (Der Wortlaut ist fast überall gleich, das übernimmt die eine Seite von der anderen).

    Auch bei Mycena.no derselbe Wortlaut: "Stipe fragile to cartilaginous or elastic-tough".

    Z.B. Mycena galericulata soll einen ziemlich knorpeligen Stiel haben, der trotzdem von der Haptik ganz anders ist, als so ein Rüblingsstiel wie oben.

    So ein ganz hartes Trennmerkmal scheint es nicht zu sein - sondern etwas, was für die Mehrheit gilt.


    FG, abeja

    Hallo Flitzepitz,

    ein Wunder! Pilze! ;)


    Den Üppigen Büschel-Rübling habe ich selbst auch noch nie gefunden. Es ist auch kein Wunder, dass er in den Büchern nicht enthalten ist, weil er ist ja ein "Einwanderer" aus Nordamerika und lt. Pilze Deutschland hat er gar nicht so viele Meldungen. Er wird vielleicht aber wenig kartiert .

    http://www.pilze-deutschland.d…rians-peck-murrill-1911-1

    Bisherige Funde, die ich im Internet vorgestellt sah, waren häufig dunkler von den Hüten her, aber das scheint sehr variabel zu sein. Die Trockenheit spielt dann vielleicht auch noch eine Rolle.

    http://tintling.com/inhalt/1999/Gymnopus_luxurians.pdf


    Mich hatte der Anblick der Stiele ein bisschen an viel zu groß geratene Knopfstielige Rüblinge erinnert.


    Eine Frage stellte ich mir dann - und zwar eher aus der Sicht eines Pilz-Neulings:

    woran kann man hier zielstrebigst ^^ erkennen, dass es ein Rübling im weiteren Sinn ist und keinesfalls ein Helmling.

    Als Antwort würde ich dann auch so etwas sagen wie "das ist der Gesamteindruck" - doch was ist es konkret?

    Für einen Helmling würden mir die Pilze zu groß erscheinen (auch von der Hut-Stielrelation her zu massig), aber auch da gibt es Ausnahmen (große Rettichhelmlinge z.B.) Oft haben Helmlinge geriefte Hutränder, dünnere Hutränder (Ausnahmen vorhanden)

    Die meisten Helmlinge wachsen nicht so büschelig (ähmmm ... Ausnahmen vorhanden, aber das sind kleine Pilzchen.)

    Die Hutform ist bei Helmlingen "helmlingsartig" und bei Rüblingen "rüblingsartig" :D, aber es gibt auch da Ausnahmen. Allerdings sieht man selten Helmlinge mit dem Hutrand so weit umgebogen und gleichzeitig mit der Hutmitte so flach.

    Zu Helmlingen bei Wiki:

    Quote

    Das Erscheinungsbild der Fruchtkörper ist helmlings- oder nablingsartig und in seltenen Fällen auch rüblingsartig. Helmlingsartig heißt, die Fruchtkörper sind klein und zart und haben einen glocken- bis kegelförmigem Hut und einen langen, schlanken Stiel. Der Hut ist dünnfleischig und bei den meisten Arten gerieft.


    Für mich wäre ein ziemlich gutes Indiz für einen Rübling dieser unregelmäßige, einseitig zusammengedrückte Stiel (was natürlich nicht alle Rüblinge haben).

    ... oder gibt es so etwas auch bei Helmlingen ? Mir fällt dazu jetzt keine Ausnahme ein ...


    FG, abeja

    Hallo Peter,

    vielen Dank für die ausführliche Antwort.

    Bisher schau ich nach Phytoparasiten immer nur "so nebenbei" ... räusper.

    Dass es da ein schönes neues Buch gibt, was auch eher für Einsteiger sinnvoll ist, wusste ich schon - ich bin auch im Pflanzenbestimmungsforum, wo Jule Admin ist - der "Kaufdruck" war nur noch nicht so groß..

    Das "Pünktchenbild" stimmt ja soweit auch - mich hatte nur sehr irritiert, dass immer von Blattunterseite gesprochen wird. Ich wusste nicht, dass das so variabel sein kann. Ich werde noch einmal darauf achten. An dem Baum komme ich des öfteren vorbei, ansonsten sind die Walnussbäume hier ziemlich "fleckenlos", wenn man von den schwarzwerdenden Nüssen (Walnussfliege) mal absieht.

    Aber es schadet ja auch nicht, mit "so etwas" hier mal nachzufragen :)


    FG, abeja

    An Walnussblättern fand ich neben verschiedenen Blattgallen auch ein Blatt, wo auf der Oberseite das Blatt heller/gelblich verfärbt war und wo diese Fläche auf der Unterseite mit einem weißlichen Belag übereinstimmte.


    Das müsste dann dieser Pilz hier sein ... viele Namen:

    Pseudomicrostroma juglandis (Bérenger) Kijporny. & Aime 2017

    (Synonyme: Fusidium juglandis Bérenger 1847, Fusisporium pallidum Niessl 1858, Microstroma juglandis (Bérenger) Sacc. 1886, Microstroma leucosporum (Mont.) Niessl 1858, Microstroma pallidum Niessl 1858 )


    https://bladmineerders.nl/para…udomicrostroma-juglandis/

    https://www.arbofux.de/microst…ttflecken-an-walnuss.html

    http://www.pilzflora-ehingen.d…ra/arthtml/mjuglandis.php


    Aber, großes ABER:

    bei meinem Fund sind auf der Blattoberfläche ZUSÄTZLICH noch kleine, wenige Millimeter große Flecken mit "schwarzen Pünktchen " (Acervuli ?), die ich überhaupt nicht zuordnen kann. Diese finde ich weder beschrieben noch abgebildet im Zusammenhang mit Pseudomicrostoma.

    Bei Pilzflora Ehingen sieht man von oben allerdings auch etwas Schwarzes ....?


    Es gibt ja noch die Marssonina-Krankheit (Ophiognomonia leptostyla), aber das Befallsbild sieht auch wieder etwas anders aus, und die "Pünktchen" entwickeln sich im Frühjahr auf der Blattunterseite.

    Diese Flecken auf Bild d müssten dann doch wieder etwas anderes sein, denn sie sitzen auf der Oberseite.

    https://bladmineerders.nl/para…ophiognomonia-leptostyla/

    https://www.arbofux.de/marssonina-juglandis.html


    Auf der Arbofux-Seite wird dann auch für Juglans eine Colletotrichum-Art genannt (Colletotrichum gloeosporioides), zu dem ich eigentlich nichts finde, außer dass diverse Colletotrichum-Arten in Frankreich für große Schäden an Nüssen (also an den Früchten) verantwortlich waren (seit 2007).

    https://www.nature.com/articles/s41598-018-29027-z

    Zu Blattflecken steht da nicht viel, außer ein Hinweis zu "First Report of Leaf Spot Disease on Walnut Caused by Colletotrichum fioriniae in China" (2015).


    Vielleicht hat hier jemand etwas Erfahrung mit diesen Blattflecken bei Juglans und eine Idee zu dem "Pünktchen-Pilz" auf Bild d?


    FG, abeja



       


    Hallo allerseits, hallo "Freunde der Blattflecken"

    im Juli habe ich auf Blättern "pilzliche Erscheinungen" gesehen, die mir bis dahin noch niemals aufgefallen waren.

    Da diese Arten oft substrattypisch sind, kommt man mit der Internetsuche eigentlich relativ weit, aber nur relativ. ^^


    Für Pflanzengallen und minierende Tiere hatte ich einmal diese sehr gute Seite gefunden, da sind auch die pilzlichen Phytoparasiten gelistet.

    https://bladmineerders.nl/


    An Efeublättern fand ich ziemlich große schwarze Flecken, das müsste demnach dieser Pilz hier sein ... viele Namen:

    Boeremia hedericola (Durieu & Mont.) Aveskamp, Gruyter & Verkley 2010

    (Synonyme: Phoma hedericola (Durieu & Mont.) Boerema 1976, Phyllosticta hedericola Durieu & Mont. 1856

    https://bladmineerders.nl/para…emia/boeremia-hedericola/

    http://fungi.myspecies.info/all-fungi/boeremia-hedericola


    Aber ich stieß an anderer Stelle auch auf Phyllosticta concentrica, die an Efeu vorkommen soll, wo man konzentrische Zuwachsringe sehen können soll.

    https://www.biodiversidadvirtu…-Sacc.-1878-img10134.html (mehrere Fotos inkl. Mikrobilder)


    Nun sehen die Flecken ein einziges Mal besonders konzentrisch aus, die anderen aber eher nicht ...

    Ich habe eine Woche später noch einmal nachgeschaut, alles "nicht besonders konzentrisch", dafür sah man nun kleine schwarze Fruchtkörperchen.

    So genau kann man es dann makroskopisch wieder einmal nicht sagen - Proben habe ich auch nicht.

    Inzwischen hat der befallene Efeu eher Löcher an den betreffenden Stellen.


    Und dann fand ich noch den Hinweis auf Colletotrichum trichellum auf Efeu, das sieht aber (zum Glück! ;)) deutlich anders aus.

    https://www.arbofux.de/pilzliche-blattflecken-an-efeu.html


    In dem Artikel wird zwischen bakteriellen Flecken, Colletotrichum und (rel. allgemein) "Phyllosticta u. Phoma-Arten" unterschieden, wobei ich meine Funde bei letzterer Möglichkeit gerne einordnen würde.



         


       


    Hallo Flitzepitz,

    auch noch mein Senf zu dem schönen alten Exemplar ^^ ... ich finde zur Zeit GAR keine Pilze, aber jetzt hat es in den letzten Tagen wohl über 25 l geregnet ... es besteht also noch Hoffnung.

    Meinen Erstfund der Art hatte ich im Oktober 2014 - es waren auch schon ältere Pilze aber eher feucht (nicht so aufgerissen) und da haben mich der Geruch und Geschmack völlig in die Irre geführt (mit Verfärbungsmuster kannte ich mich noch nicht aus). Bei jenen Exemplaren nahm ich nur (!) einen angenehmen (!) nussigen (!) Geruch und Geschmack war ... und ich ärgerte mich, dass sie so madig waren. Ich hätte sie natürlich trotzdem nicht gegessen, wegen der Bestimmungsunsicherheit.

    Leider habe ich damals kein Erhitzen probiert, das soll dem bitteren Geschmack auf die Sprünge helfen.

    Inzwischen finde ich die Art eigentlich jedes Jahr irgendwie-irgendwo, auch wenn es trocken ist - nur in diesem Jahr noch nicht. Bei weiteren Funden konnte ich dann roh eine leichte Bitterkeit und einen nicht so einladenden Geruch feststellen - aber alles wirklich nicht sehr stark ausgeprägt.


    FG, abeja

    Hallo allerseits, hallo Tobias,

    aber das hört man schon oft, dass Karbol-Egerlinge nicht so gilben wie sie sollten und auch nicht eindeutig riechen, vor allem wenn es relativ trocken ist. Als Probe für den "Hausgebrauch" wird auch oft empfohlen, ein kleines Stückchen in der Pfanne zu erhitzen - nicht zum Verzehr, sondern um die Geruchsnuancen herauszukitzeln.

    Der abgeflachte Hut mit der rissigen Oberfläche könnte dafür sprechen.


    Mir fällt jedoch auf, dass die Pilze großflächig auf der Stielaußenseite und auch auf dem Hut schwach aber doch relativ deutlich gilben. Deshalb würde ich in Richtung Anisegerlinge (Sektion Arvensis) spekulieren. Da hatte ich auch schon Exemplare, die nur schwach gilbten (erst beim Trocknen) und der Geruch sehr uneindeutig war. In dieser Sektion ist ja teilweise sogar mikroskopisch zur Zeit nicht viel zu machen, bis auf A. urinascens mit seinen großen Sporen.


    Man könnte auch noch versuchen, die Sektion mittels chem. Proben einzugrenzen (KOH und Schäfferreaktion). Falls es sich hier jedoch um eine Anfrage handelte, die gestellt wurde um herauszufinden, ob man eventuell einen essbaren Champi gefunden hat: diese Exemplare sind sowieso zu alt.

    Und die gilbenden Anisegerlinge wären zwar theoretisch essbar, aber Schwermetallsammler.

    Ein Wiesenchampignon ist es mit großer Sicherheit nicht.

    Der genannte "Portobello" ist übrigens kein Wiesenchampignon, sondern eine besonders groß geratene Variante vom Zuchtchampignon (las ich gerade) und somit nicht in dieser Weise in freier Wildbahn anzutreffen.


    FG, abeja

    Noch mal nachgeschaut:

    Pluteus phleboporus (z.B.) könnte eine sehr große Ähnlichkeit haben, wenn man bedenkt, dass die Huthaut eingetrocknet war. (Die Art hatte ich schon mal, aber schön frisch und schön auf altem Buchenstamm und etwas rötlicher-braun).

    Da sollte ja die Huthaut runzelig sein (was hier ein bisschen ist, was ich nur der Trockenheit zugeschoben hatte) UND am Rande gestreift, und die Lamellen bauchig-frei (dann hätte ich "frei" nicht richtig erkannt ... peinlich) und einen langen dünnen hohlen faserigen (gestreiften ?) unten leicht verdickten Stiel ... (gelbliches Flecken war nicht erkennbar).


    Ich habe gerade meinen getrockneten Pilz angeschaut, leider kann ich bei dem Schrumpfding es auch nicht richtig erkennen, ob die Lamellen frei sind, bzw. ob sie es waren - denn jetzt klafft da scheinbar eine Riesenlücke, aber das Hutstück ist (jetzt nicht mehr) leicht vom Stiel zu trennen.

    Jetzt, im getrockneten Zustand, ist ein Hut 2,5 cm breit, aber der Stiel sage und schreibe 7,5 cm lang und extrem in sich verdreht und braun.

    Diese komische harte sklerotienartige Verdickung ist 10-15 mm im Durchmesser (dazu finde ich weder etwas bei Dachpilzen noch bei Entoloma auf Anhieb.) Der Geruch ist jetzt angenehm "pilzig" - etwas süßlich.


    FG, abeja

    Hallo Harald,

    ich bin doch die Makroskopikerin "an Bord". ;)

    Nee, ich habe also keine Sporen.

    Die Pilze wuchsen aber nicht auf Holz, auch nicht auf Mini-Holzstückchen, sondern quasi büschelig auf dem Erdboden mit dieser Art von "Verdickung".

    Der Geruch war auch nicht rettichartig und der Hutrand (so wie auf dem einen Bild minimal erkennbar) gestreift.

    Die Lamellen waren auch nicht ganz frei (jedenfalls nicht so frei, wie ich es von Dachpilzen erwarte ... verflixt und zugen...- keine "richtige Lücke" zu sehen).

    Aber wenn es auch solche Dachpilze gibt .... mmmh (muss ich nochmal schauen).


    FG, abeja

    Hallo Andreas,

    mir ist gerade bei meinen beiden neuen Beiträgen ("Fragwürdiges" und "Glimmertintling" ) etwas aufgefallen. Ich wollte vereinzelt Bilder in der Originalgröße einstellen und den Rest als Vorschau. Das hat auch auf Anhieb wie auch sonst früher funktioniert.

    Nach Absenden entdecke ich jedoch häufig hier und da einen Tippfehler (meistens fehlt ein Buchstabe am Wortende, das scheint an meiner Tastatur oder meinem Getippe zu liegen .... )

    Nachdem ich den Beitrag bearbeitet hatte und neu abgespeichert hatte, stellte ich fest, dass ALLE Bilder als Vorschau zu sehen waren, keines im Original.

    Das wurde mir dann beim erneuten Bearbeiten auch so im Bearbeitungsfeld angezeigt (und ich konnte es wieder ändern) - aber auf jeden Fall "spinnt" da die Software ein bisschen.


    FG, abeja

    Hallo Pilzfreunde,

    gestern fiel mir dieses kleine Grüppchen von Tintlingen auf, sie wuchsen in einem Loch eines Baumstumpfes (vermutlich Buche).

    Die Oberfläche erschien mir heller bzw. gleichmäßiger gefärbt als bei den Glimmertintlingen, die ich sonst antreffe.


    Ich glaube, entweder Coprinellus saccharinus oder truncorum gefunden zu haben. Das Holz war aber keine Weide (wenn C. t. ausschließlich da vorkommen sollte.) Ich habe dann noch einmal im Gröger zu den Glimmertintlingen nachgelesen.

    Ein genauerer Blick zeigte, dass die Stiele auch ganz oben glatt sind, ingesamt eher faserig mit abspleißende Fasern - ganz oben sieht man hier und da glitzerende "Pünktchen" am Stiel, was doch vereinzelte Caulozystiden sein könnten (was aber lt. Gröger sein darf). Bei Coprinellus micaceus konnte ich die Bereifung immer gut mit bloßem Auge erkennen und auf allen meinen "besseren" Bildern gehen die Caulozystiden in parallelen sehr feinen Linien den Stiel hinunter.

    Mit meiner "Ultranahblick-Kamera" konnte ich auch ein Bild von den Zystiden an den Lamellenschneide und auch auf der Lamellenfläche machen. Die Pleurozystiden sollen bei C. micaceus "spärlich" sein und bei C. truncorum und saccharinus "reichlich".

    Ich frage mich natürlich, was ist "spärlich" und was ist "reichlich" - und tendiere zu "reichlich".


    Erwähnt wird für C. saccharinus, dass die Velumflöckchen eher weißlich (bis grau) seien und bei C. truncorum weiß (bis ocker) - hier sind sie eher weißlich, aber das ist bestimmt kein hartes Merkmal.

    Bei C. truncorum steht etwas von ringartigen Velumresten an der Stielbasis, das sei auch ein Unterschied zu C. micaceus (für C. saccharinus ist da nichts erwähnt) - ich meine bei meinen Pilzen ganz unten "kantige" Velumreste zu sehen.


    Es ist doch richtig, dass C. truncorum und saccharinus weiterhin als "2 gute Arten" gelten?

    In FoTE ist nämlich nur C. saccharinus als glattstielige Verwechslungsart zu C. micaceus erwähnt.

    Und das Bild von Coprinellus micaceus dort zeigt auch eine ringartige Velumgürtelzone ganz unten. Das scheint doch auch bei dieser Art möglich zu sein.


    Einfach ein paar Bilder, von Coprinellus cf. truncorum oder cf. saccharinus. :)


    FG, abeja




        





       


    10-16

    mein "Highlight", ein paar Rötlinge. ^^

    Da geht ja normalerweise makroskopisch nicht viel, was ich jetzt auch wieder festgestellt habe.

    Im Bon, Gerhardt oder Laux ist die Art m.Meinung nach nicht enthalten. Im Gröger ist die Suche ohne Mikromerkmale zwecklos - höchstens "rückwärts" im Nachhinein.

    Trotzdem ein Bestimmungsversuch per Fungi of Temperate Europe - und da komme ich schnurstracks auf Entoloma conferendum - und das auch noch ohne Alternativen, die sich aufdrängen würden. Das kann ja gar nicht sein ...


    Daten:

    Mitte Mai, in Laubmischwald auf Kalk (Buchen, Eschen, Hainbuchen etc.), feuchterer schluchtartiger Taleinschnitt, ca. 400 m Höhenlage

    in der Laubstreu (nur für die Bilder auf Moos aufgelegt)

    3 Pilze dicht beieinander, wobei mindestens 2 zusammenhingen (ob der 3. auch, weiß ich nicht mehr), an der Stielbasis war eine härtere weißliche rundliche Verdickung

    Hutgröße maximal 5 cm beim größten Pilz (EDIT: wohl falsch von den Notizen abgeschrieben, eher 3 cm im Durchmesser)

    Hutoberfläche mit Trockenschaden, aber in der Mitte deutlich dunkler braun, etwas samtig erscheinend, möglicherweise mit Papille,

    mit Mühe erkennbar (nach einer Nacht in einer Box mit feuchtem Papier), dass der Rand gestreift ist.

    Lamellen extrem bauchig und sehr ausgebuchtet angewachsen, fast frei wirkend.

    Stiel bei allen Pilzen hohl, deutlich in sich verdreht, etwas dunkler (nachdunkelnd) überfasert

    Geruch: unbedeutend pilzig (nicht "mehlig")



        


         



    Meine Frage ist hier nicht, was das exakt für eine Art ist, sondern ob ich in der richtigen "Ecke" bin (Subgenus Inocephalus, Filzrötlinge ?) und ob es da nicht noch andere Möglichkeiten gibt und falls ja, welche das wären. Ich habe die Pilze getrocknet, falls jemand Interesse daran hat.

    Im "Tintling" steht, der Pilze sei sogar makroskopisch relativ gut am typischen Stiel zu erkennen (na denn! :saint:) und überall häufig. Kann sogar sein, dass ich den mir schon mal angeschaut habe, aber ... uih ... Entoloma ... im Wald gelassen habe.


    Ich würde mich über fachkundige Meinungen zur mutmaßlichen Nemania und zu den Rötlingen freuen - vielen Dank im Voraus.


    FG, abeja

    Hallo Pilzfreunde,


    noch ein paar Funde inkl. persönlichen Erstfunden aus dem Frühjahr möchte ich zeigen und um eure Einschätzung dazu bitten.

    Inzwischen hat es zwar ein paar Mal auch recht kräftig geregnet, aber es tut sich so gut wie nichts - noch weniger als in den Vorjahren.


    01

    Das hier war die ganze verzehrbare "Beute" ;) - eine handvoll Nelkenschwindlinge, Marasmius oreades.



    02

    zwei oder drei angenagte Frauentäublinge ließ ich im Wald, ein Grüppchen Maipilze war von oben bis unten vermadet, 2 Netzstielige Hexenröhrlinge sahen von oben so aus - und natürlich "bewohnt" , Suillellus luridus




    03

    vor lauter "Verzweiflung" fotografiert man dann auch so etwas, "Tintenstrichpilze" Bispora antennata



    04-05

    oder so etwas, Grenzmarkierungen von Mycelien im Totholz, einmal in schwarz-blau und einmal in schwarz-orange





    06-09

    tatsächlich habe ich noch niemals auf diese relativ kleinen "schwarzen Knubbel" geachtet, die an mehreren Stellen an einem Buchendürrständer wuchsen, auf schon länger entrindeten Flächen.

    Das müsste doch Nemania sein? Liege ich richtig mit Nemania confluens?

    Die Pilze waren allerdings schon so alt und halb zerfallen (?), dass man diese "zitzenartigen" Öffnungen der Perithecien gar nicht mehr richtig sieht.


         



    Hallo Flitzepitz,

    das mit den "Pünktchen" am Ring war nur so eine Idee, hier handelt es sich wahrscheinlich um "Alterungserscheinungen" oder irgendwelche Krümel sind da mit festgestrocknet (weil man sieht auch solche Pünktchen am Hut).

    Es gibt bei manchen Champignons einen "Zahnradkranz" sichtbar auf der Ringunterseite (Reste vom Velum universale, der Ring ist dann "doppelt" und manchmal verfärben sich diese Velumreste etwas anders als der andere Teil vom Ring).

    Bei Egerlingen gibt es neben dem Geruch von Kultur-Champis auch den "Anisgeruch" (auch oft als "Bittermandel" bezeichnet) bzw. irgendwas, was in diese Richtung geht, oder auch unangenehme Gerüche nach Urin oder fischig o.ä. und den Geruch nach "Karbol" (Phenol, d.h. "wie Apotheke" oder "Heftpflaster"). Es ist natürlich sehr optimistisch, da noch einen bestimmten Geruch zu erwarten.


    Der Ring von Stropharia rugosoannulata wird als auf der Oberseite "rau-buckelig" bzw. gerieft beschrieben und jung mit "Zacken" - aber so genau sieht man es hier natürlich nicht mehr. 8)

    Ich las jetzt noch, typisch für Stropharia rugosoannulata seien dicke weiße Wurzelstränge (Rhizomorphen), diese wäre vielleicht aufgefallen. Ich bin aber nicht sicher, ob die bei solchen Fruchtkörpern bei der Entnahme mitkommen, wenn man nicht damit rechnet. (Man kann aus meinen Worten schließen, dass ich den Pilz selbst noch nicht gefunden habe ...;) )


    Beide Gattungen, die mir in den Sinn kamen, sind Saprobionten und machen keine Mykorrhiza mit bestimmten Bäumen.

    Beide könnten u.a. auf gehäckseltem Holz, Rindenmulch oder Boden, in dem solche Dinge vorhanden sind, vorkommen .


    FG, abeja