Posts by Huperzia

    Hallo Andreas,


    Ich finde, wenn man die groben Daten der Funde hat - und Finder, Datum, Ökologie, Ort, ...so wenig ist das ja gar nicht, dann hat man schon mehr als hätte man all das nicht. Andererseits ist es auch nicht so einfach alle Kartierer gleichermassen dazu zu bringen alles - bis auf den Meter genau - einerseits zu kartieren und andererseits auch noch der großen weiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Hier muss man auch sehen, dass man eben im Interesse der Aussagekraft von solchen Karten so viele Daten wie möglich bekommt und zeigen kann (und die gehören ja den Kartierern).


    Angaben, die Genauigkeit vortäuschen (Rechts-Hochwert eines Gebietsmittelpunkts) finde ich jedenfalls weitaus störender, als wenn ich mir von vorneherein der Ungenauigkeit bewußt bin, die eventuell andernorts genauer zu erfragen ist, aber in den meisten Fällen wahrscheinlich nicht.


    VG, Tanja

    Hallo Peter,


    Ich denke, dass Martin Schmidt eine ganz andere Hürde ist, als frei im Internet zugängliche Karten. Aber für ernsthaft Interessierte ist die Hürde auch nicht allzu groß.


    Ich hab das mit den "punktgenauen" Karten auch noch nicht so ganz wirklich verstanden. Im Grunde täuschen die doch eine Genauigkeit vor, die im Grunde nicht wirklich machbar ist. Oder gibt es tatsächlich Kartierer, die ALLE ihre Funde punktgenau eingeben?


    Wenn ich durch den Wald strolche notiere ich die Pilze in einem Gebiet, einer Fläche von einer bestimmten Größe. Da ich kartiere informiere ich mich grob an geografischen Einteilungen und ordne Pilze, die ich finde so einer bestimmten geografischen Einteilung (Quadrant) und einem Gebiet (z.B. Waldstückname) zu. Ich glaube mein Spaß wäre begrenzt, wenn ich für jede Schmetterlingstramete Rechts-Hoch-Werte eingeben müsste. Wahrscheinlich würde ich einen Mittelpunkt des untersuchten Waldstückes nehmen und alles dort zuordnen. Wenn das Waldstück über mehrere Quadranten oder Viertelquadranten geht, kann man die Schmetterlingstramete im Nachhinein vielleicht einem bestimmten Quadranten zuordnen - aber ob das dann der richtige ist?


    Genaue Angaben sollten bei entsprechend besonderen Arten sein oder auch für Schmetterlingstrameten, die man ausgesprochen gründlich ökologisch beschreibt und belegt - aber für die Masse der Daten (und wir wollen doch auch viele Daten!), ist das nicht praktikabel.


    VG, Tanja




    VG, Tanja

    Hallo Jens,


    Vielleicht hast du nur Stichproben dort gemacht, wo Atlas-Daten eingepflegt worden sind. Die Atlas-Daten kann man unter Optionen ausblenden. Ich kann ziemlich genau sehen, dass Jan Eckstein rund um mein Haus viel kartiert hat und ich habe ihn auch schon mal wegen einer Moosart kontaktiert.
    Aber bis auf Thüringen und Bayern sind eben fast nur Daten aus dem Atlas drin und auch in Thüringen und Bayern gibt es nicht flächendeckend fleißige aktuelle Mooskartierer.
    Naja und die Daten vom Atlas, kann man vielleicht auch irgendwie herauskriegen bei den besonderen Arten.... da kenn ich mich zu wenig aus in der Moosszene.
    Die Funktion ist aber da und zumindest für Jena kommt bei einem Fundpunkt meist eine ganze Liste von Funden mit genaueren Fundorten, Ökologie, Datum, Finder, Bestimmer.


    VG, Tanja

    Hallo,


    Ich bin auch eher gegen eine punktgenaue Darstellung.

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    Vielleicht gehört zu einem Pilzfreund (ob werdend oder schon lange begeistert) der Wunsch dazu, auch mal den einen oder anderen selteneren Pilz selbst zu sehen.


    Wenn ich mir vorstelle, dass derjenige (weil er ja punktgenaue Daten hat) nun in meinen Wald rennt und zwanzigmal hin und her läuft um meinen seltenen gemeldeten Pilz zu sehen, der aber gerade eben nicht wächst, dabei vielleicht den Boden so verdichtet, dass er dort nie wieder wachsen möchte, dann wird mir etwas anders. Der interessierte Pilzfreund sieht doch, dass ICH den Pilz gefunden habe und kann sich bei mir melden und fragen, z.B. ob der Pilz gerade wächst (wenn es ein Hauswald ist, den ich eh gut kenne) und ob ich (was ich sicher gern täte) ihm Bescheid sage, wenn er wächst und ihn vielleicht auch noch begleite. Fände ich um längen besser!


    Ich hatte schon Pilzberatung mit 5 Fruchtkörpern Ganoderma applanatum, weil die Herren (Wochenmarkthonigverkäufer) Ganoderma lucidum in großem Stil vermarkten wollten. Da hätte man natürlich mit punktgenauer Darstellung mehr Chancen gehabt, die richtigen Pilze zu ernten und zu vermarkten.


    Wenn jemand die Daten für irgendeinen Zweck genauer benötigt, kann man sie doch bei der DGfM anfordern - dem steht doch nichts im Weg. Man bekommt dann vielleicht nicht auf einen Schlag ganz Deutschland in ausführlichster Form, aber mit Sicherheit das, was er für seine Forschung/Publikation/etc. benötigt. Die DGfM gibt die Daten dann heraus, sofern das Satzungsziel der DGfM dadurch nicht gefährdet ist. Der Wunsch Ganoderma lucidum abzuernten ist wahrscheinlich kein satzungsgemäßer Grund. Oder seh ich was falsch, Peter?


    VG, Tanja


    Ergänzung: Diese "punktgenauer" Google-Karten finde ich übrigens eher unübersichtlich und außerdem für unsere Internetverbindung überhaupt nur gelegentlich ansehbar. Aber das eine mag mein persönlicher Geschmack und das andere mein persönliches Internetschicksal sein.

    Hallo,


    Ich möchte gerade (für Mykis) eine .txt Datei in eine .MdB umwandeln. Bei meinem windows-7 wird aber nur der Dateiname mykdaten angezeigt und nicht (wie früher!) mykdaten.txt, so dass ich absolut nicht weiß, wie ich sie in mykdaten.mdb umwandeln soll....


    (Das Problem kommt bei Windows 7 ja öfter....)
    Kann mir jemand auf die Schnelle einen Tipp geben, wie ich dieses bescheuerte Abschotten des PC gegen meinen Einfluss knacken kann?


    VG, Tanja

    Hallo Jutta,
    Streuobstwiese in Schaumburg - passt einfach nicht für den Orangefuchsigen Hautkopf und er sieht eben einfach anders aus. Das ist immer schwer zu beschreiben, aber die Farben sind etwas anders, der Wuchs ist etwas anders. Zu wenig freudig farbig, zu büschelig. Ich hab die Merkmale, die ihn mir ausschließen, leider nicht wirklich bewußt .... aber solltest du den Orangefuchsigen Raukopf in Schaumburg finden, dann melde dich bei mir! (Ist ja mein ehemaliges Sammelgebiet.)


    Viele Grüße,
    Tanja

    Hallo,


    Ich hab keine Antworten, aber noch eine weitere Frage:


    5. Was unterscheidet die Art von der Himbeerroten Hundsrute, die ja bei uns wohl vor allem bei Bambus wächst?


    VG, Tanja

    Hallo Wolfgang,


    Schreiben kann ich im DGfM-intern-Forum übrigens auch nicht. Bin aber Mitglied und konnte das doch auch schon mal!?.


    Quote

    Das, was FRÜHER der geschlossene Bereich war, nämlich ein nur für DGfM-Mitglieder geschlossenes Forum, das gibt es heute in der Form gar nicht mehr, weil die Diskussionen öffentlich geführt werden können und sollen. So wie hier jetzt gerade. Allerdings ist das SCHREIBrecht auf DGfM-Mitglieder beschränkt.


    Das ist ein Punkt, den ich als sehr unangenehm empfinde. Ich fände es besser, wenn entweder eben nur Mitglieder lesen und schreiben können oder eben alle registrierten Mitglieder sich beteiligen dürften. Notfalls könnte man ja irgendwie kennzeichnen, wenn ein Nichtmitglied sich äußert.
    Einen Familienstreit führe ich in der Regel auch nicht im Supermarkt und wenn ich möchte, dass jemand meinem Familiengeplänkel zuschaut, dann sind Einwürfe von außen meist sehr hilfreich.
    Aber dafür gab´s keine Mehrheit und das ist jetzt so .... überdenkenswert finde ich es aber immer noch.


    VG, Tanja

    Hallo Frank,


    Da gibt´s ja jetzt zwei neue Updates - Access 2007 und Access 2000/2003 .... soll man beide runterladen oder nur eins und welches?


    VG, Tanja

    Hallo,
    Nur nochmal, was wohl mein Problem war. Normalerweise, wenn ich einen Namen nicht finde, such ich nach dem Synonym. Klappt ja auch wunderbar.
    Ich bin bei Clavulina cristata einfach nicht drauf gekommen, weil die vielen Varietäten aufgetaucht waren und so der Eindruck entstand, dass C. cristata schon noch aktuell sei. Und am Ende zweifel ich dann sogar dran, ob cristata und coralloides ein- und dasselbe ist oder ob ich da was verwechsel.
    Ich bin da jetzt schon zweimal drauf reingefallen. Hab genau die Erklärung schon mal gehabt und dann brav immer coralloides eingegeben, aber neulich war´s eben wieder aus dem Kopf....
    Eigentlich kann man sich das ja auch merken, ist ja wohl nur ein Fall - oder?


    VG, Tanja

    Hallo Usnea,


    Meine Tochter geht in einen Waldkindergarten hier im Dorf, die einen sehr entspannten Umgang mit Pilzen pflegen.
    Der hängt vor allem mit dem Kenntnisstand der Erzieher zusammen. Es gibt eine Erzieherin, die sich bestens auskennt mit Pilzen und sich mit den Kindern näher an die Pilze traut, als eine andere, die dann den Kindern aber auch nicht vermittelt, dass Pilze gefährliche Geschöpfe sind, sondern dass sie einfach nicht genug darüber weiß und dass man deswegen bei ihr Pilze eben nicht anfassen darf. Grundsätzlich ist das im Kindergarten den Kindern so auch bewusst.
    In ihren Waldgebieten gibt es viel grüne Knollenblätterpilze.
    Die unter Dreijährigen haben immer einen festen Ort im Wald, der genau das Gebiet hinter unserem Haus ist - dort wachsen immer Pilze rund um ihre Hütte und wenn dort jemand was absammelt, dann eher ich ;-). Es sind in der Waldzeit aber auch immer zwei Erzieher da, die die Kleinen, die sowas in den Mund nehmen, entsprechend beaufsichtigen können.
    Im Kindergartengelände selbst sammelt die pilzkundige Erzieherin morgens immer ab, weil man dort auch die ganz Kleinen oft nicht im Blick hat.
    Den Großen, die dann nachfragen, wird erklärt, dass die Kleinen ja nicht wissen, dass Pilze giftig sein können und man sie deshalb wegsuchen muss. Das stärkt die Großen in ihrer Verantwortung und festigt ihr Verantwortungsbewußtsein im Umgang mit Pilzen.
    Pilze gehören aber zum Herbst dazu und werden vorm Kindergarten ausgestellt wie Kürbisse oder Blätterketten.


    Mehr schützen als entspannte Aufklärung über die Gefahren, kann wohl nichts.


    Viele Grüße,
    Tanja

    Hallo Frank,


    Amaurodon hatte ich gehofft, aber die Sporen bleiben in KOH braun und der Pilz hat Schnallen.
    Ich wird mal mit den grünlichen Tomentellen vergleichen, damit ich wenigstens einen Arbeitsnamen habe, weil wenn alles nur spec. heißt, kann man sich schwer merken, welcher welcher ist.
    Klar, du bekommst den Pilz, wenn ich selbst dazu komme, alles gut beschriftet verschicken zu können.


    Viele Grüße,
    Tanja


    ....hast du einen Tipp, wie man eindeutig erkennen kann, ob der Pilz Zystiden hat? Also, wie man diese von Hyphenenden bzw. jungen Basidien unterscheiden kann?

    Hallo Frank,


    Ich wollte das Mikroskopieren ja gar nicht ersetzen. Es geht einfach drum, ob man mit den Farben eingrenzen kann. Ich kann je nicht jede Tomentella mitnehmen, die im Wald rumliegt ....so viel Zeit hast du gar nicht ;) , sondern ich würd mich auf "interessante" oder "markante" beschränken. Wenn eine Tomentella so aussieht wie die auf dem Foto - wie viele Arten kommen da in Frage? Kann man damit schon etwas eingrenzen und so die Chancen erhöhen ein Tomentella-Bestimm-Erfolgserlebnis zu haben. Wenn ich die blaue Tomentella bestimmt kriege (wahrscheinlich mit Hilfe eines Tomentella-Speuialisten) und mir als ein Merkmal die Farbe merke, kann es sein, dass ich das nächste mal dieselbe wieder mitnehme, weil ich gleich direkt überprüfen kann, ob es wieder dieselbe Art ist.
    Natürlich kann man auch wieder von vorne schlüsseln, aber im Schlüssel bleibt man immer irgendwie verunsichert, wenn man nicht zwei drei Arten "kennt" - und damit meine ich ausdrücklich MIT Mikroskop, aber eben auch mit dem makroskopischen Farbspektrum.


    VG, Tanja

    Hallo Frank und alle anderen,


    Tomentellen sind ja überall und die Farbe ist eigentlich das einzige, was man auf den ersten Blick hat ....
    Gestern hatte ich eine wunderschön blaue Tomentella - eine ganz normale Tomentella mit Schnallen, dreilappigen Sporen, die in KOH nicht blau werden - ansonsten ist alles blau im Präparat und mit KOH höchstens etwas anders blau!
    ....nachdem außer blau nicht viel anders war als bei anderen Tomentellen (aus meiner Tomentella.-unerfahrenen Sicht!), kam sie erstmal auf den Trockner, weil vergänglichere Pilze noch warten.
    Kann man mit so einer auffälligen Farbe aber schon eingrenzen bis bestimmen?
    Wenn ja, wann erscheint der Tomentella-Farbatlas?


    Viele Grüße,
    Tanja

    Hallo Helmut,


    Kann es denn ein Graublatt sein? Schon versucht zu schlüsseln? (Gröger ist da nicht schlecht.)
    Ich hatte letztens im Hainich - karge moosige Wegböschung - Lyophyllum osmophorus, der aber noch etwas kleinere Sporen hat. Geschwärzt hat meiner auch vom Stiel her und eben - wie im Ludwig gut beschrieben - stark nach Mottenkugeln gerochen - wie Scytinostroma portentosum oder Spechttintling. So beim ersten Blick dachte ich an alte Entoloma incarnatofuscescens.


    VG, Tanja