Posts by zuehli

    Hallo alle,

    ich kann zum eigentlichen Problem nichts beitragen. Aber auf der verlinkten Seite bei Waldwissen finde ich den Satz "Ausser dem Honiggelben Hallimasch kann man aber alle Arten blanchiert (Wasser wegschütten!) essen." ziemlich fahrlässig. Ein Pilzkontrolleur aus Südtirol hat mir mal erzählt, dass seine häufigsten Vergiftungsfälle auf 'al dente' gekochte Hallimasch zurückzuführen wären.

    Möglicherweise meinten die 'Waldwissen'-Autoren, dass man die Pilze danach noch anbraten soll? Aber es steht halt nicht da.

    Beste Grüße - Kai

    Mittlerweile sollte sich eigentlich in "Fachkreisen" herumgesprochen haben, dass Hallimasche roh giftig sind und eine Garzeit von 20 Minuten verlangen. Zudem finde ich, dass zumindest der Dunkle Hallimasch (ostoyae) ein ziemlich leckerer Speisepilz ist, die anderen Arten habe ich noch nicht selbst probiert.

    Beste Grüße
    Harald

    Hallo abeja,

    ich kenne R. sanguinea nur so wie ich ihn oben präsentiert habe - seit vielen Jahren an der gleichen Stelle wachsend. Die Farbkombination deiner Exemplare kenne ich so von der Art nicht.

    Den americanus kenne ich aus eigener Anschauung ein wenig frischer, deine sind schon alte Schlappen. Die leicht verdickten Stiele würden dafür sprechen, dennoch würde ich Restzweifel anmelden und frische Fruchtkörper wären durchaus hilfreich.

    Beste Grüße
    Harald

    Russula sanguinaria (R. sanguinea). Diese hier relativ blassen Pilze hatte ich ja letztes Jahr von dort schon gezeigt. In diesem Fall schön zu sehen: die jungen Pilze sind hell, die älteren Fruchtkörper werden dunkler.

    Bist Du sicher?
    Für mich stimmt die Hutfarbe nicht und im Stiel ist auch kein Rot zu sehen. Ich kenne die so:

    Beim Leucoagaricus teile ich die Bedenken von Wolfgang.

    Beste Grüße
    Harald

    Auf 123Pilze findet man unter dem Reiter „Gattungen kennen lernen (Gattungskurs)“ eine Liste der verschiedenen Gattungen. Bei „Schirmlinge: Riesenschirmlinge“ wird beim Hut folgendes angegeben: „Samtig, wollig, trocken, geschuppt, nie gerieft.“ Wenn das dort so explizit steht, gibt es wohl Unstimmigkeiten, was die Definition von Riesenschirmlingen angeht.

    Unstimmigkeiten kommen immer wieder mal vor, zudem lesen Pilze keine Bücher, die machen dann unter Umständen mal "komische" Sachen.

    Die 123-Seite ist manchmal mit Vorsicht zu genießen und zu gebrauchen, da steht auch schon mal ein wenig Unfug drinne.

    Beste Grüße
    Harald

    Ich weiß nicht, ob ich das jetzt technisch richtig mache. Es ist so: ich bin Biologe und schreibe für einen emeritierten Professor einen Beitrag für ein Buch über Strukturbildung aus interdisziplinärer Sicht und möchte verwandte Muster scheinbar völlig verschiedener Genese (Flechten, Erytheme, Hexenringe) gegenüberstellen. Da würde ich gern eines der Bilder von die verwenden, natürlich unter Angabe der Quelle.

    Hallo juwe,

    es nützt leider nichts mehr Nobi um Erlaubnis zu fragen, weil er höchstbedauerlicherweise nicht mehr unter uns weilt.

    Traurige Grüße
    Harald

    Hallo Adam,

    ja, das ist schon ein richtiger Parasol. Vorsicht ist angebracht, wenn die Hüte sich nach oben biegen und die Lamellen schon einen Braunton aufweisen. Das ist dann ein Zeichen für beginnende Alterung, was in ungünstigen Fällen eine Lebensmittelvergiftung nach sich ziehen kann.

    Du merkst, in mir steckt ein Teufelchen, dass den Menschen den Verzehr von Pilzen (nicht Supermarkt-Pilze!) verleiden will.

    :saint:

    Harald

    Hallo,

    zunächst einmal würde ich die fotografierten Pilze nicht als gutaussehend bezeichnen. Das sind alte Schlappen, die ich nicht zum Essen freigeben würde. Der helle Pilz dürfte der Gelbe Knollenblätterpilz sein.

    Zur 10cm-Regel: Sollte man eigentlich vergessen. Bei meinen letzten Pilzwanderungen habe ich kleine Schirmlinge (Lepiota) präsentiert, die größer als 10 cm waren (Lepiota clypeolaria in ausgeprägter Wuchsform & Lepiota aspera, der sowieso gerne größer 10 cm ist), im Gegensatz zu deutlich kleineren Riesenschirmlingen (Macrolepiota excoriata & Macrolepiota rhodosperma).

    Außerdem bekommt man ziemlich häufig in der Pilzberatung Parasole vorgelegt, die zur Verwendung als Putzlappen taugen, aber nicht mehr zum Essen.

    Allgemeingültige Regeln (verschiebbarer Ring, etc.) sind zwar schön und gut, dennoch muss man immer im Einzelfall entscheiden und dabei vor allem einen gesunden Menschenverstand bewahren, aber daran fehlt es vielen. Man hat in der Pilzberatung oft den Eindruck, wenn es um Pilze geht, setzt der Verstand aus.

    Kurzum, immer wachsam bleiben!

    Beste Grüße
    Harald

    Ja, gute Idee! Das habe ich jetzt für Hessen auch so gemacht, die substratlosen Funde allerdings nochmal dringelassen.

    Beste Grüße

    Harald

    Wer etwas tiefer in die Weichritterlinge einsteigen möchte, dem seien die Publikationen von Vladimir Antonin und seinen Mitstreitern empfohlen, die in den letzten 10 Jahren nach den Arten mit urticoiden Zystiden auch diejenigen mit Makrozystiden sukzessive - auch phylogenetisch - bearbeitet haben. Ist zwar harter Tobak, aber man bekommt einen guten Überblick über das europäische Arteninventar (ca. 35). Einen gangbaren Schlüssel liefern sie leider nicht gleich mit.

    Hallo Günter,

    hat man Chancen an die Publikationen heranzukommen?

    Beste Grüße

    Harald

    Hallo Zusammen,

    aktuell kann man Weichritterlinge nur bestimmen, indem man die Quellenangabe dazu benennt. Es kommt schon mal vor, dass bei Benutzung verschiedener Literatur auch verschiedene Namen herauskommen, von einigen wenigen leicht kenntlichen Arten abgesehen. Eine allumfassende Monografie steht noch immer aus.

    Ohne Mikromerkmale ist allerdings sowieso alles nur Spekulation.

    Beste Grüße

    Harald