Posts by zuehli

    Hallo Nicole,


    da das Substrat eindeutig Buche ist, wird das mit allergrößter Wahrscheinlichkeit Pholiota adiposa sein.


    Weitere "Goldfell-Schüpplinge" sind:

    Ph. cerifera meist auf Weide
    Ph. limonella meist auf Birke, Erle, manchmal auf Nadel

    Ph. jahnii i.d.R. auf dem Boden


    Der Name Ph. aurivella ist nicht mehr in Gebrauch, da anscheinend nicht eindeutig zuzuordnen.


    Die Wikipedia-Seite ist da nicht so ganz auf dem neuesten Stand.


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo Benjamin,


    wenn ich die Beiträge in den sozialen Medien sehe, scheint es den Eindruck zu erwecken, dass heuer ein ausgesprochen gutes Morcheljahr ist. Ob Du hier auf dieser Plattform eine bezahlte Morchelwanderung ergattern kannst, halte ich für unwahrscheinlich.

    Selbst finden macht auch viel mehr Spaß. Schau mal in den Wäldern nach Eschenbeständen, dort kann man fündig werden, oder - der Klassiker sozusagen - auf vorjährig gemulchten Beeten, die gerne schon mal von Spitzmorcheln heimgesucht werden.

    Ich selbst habe in Mittelhessen noch keine zu Gesicht bekommen, obwohl es in den vergangenen Tagen Fundmeldungen gab. Mich interessieren die aber kulinarisch nicht, ich kann denen geschmacklich nichts abgewinnen.


    Beste Grüße

    Harald

    Andreas ich glaube du spinnst und auf dem Treffen, komme ich nicht. Es halt keinen Sinn. Ich trete aus dem Haufen aus wie Frau Schurig.

    Das ist schon schwer unter der Gürtellinie und zeigt deutlich wer hier wirklich spinnt.


    Kopfschüttelnd

    Harald

    Ich habe noch nicht so wirklich den Überblick welche Möglichkeiten es gibt, sich fundiertes Wissen anzueignen und neben dem Beruf sich fortzubilden.

    Hallo Nicole,


    neben dem Selbststudium gibt es natürlich die Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen (z.B. über die gängigen Pilzforen), oder im Verein (siehe beispw. hier oder hier). Außerdem kann man natürlich Kurse besuchen (auch wieder beispielhaft, weil bei dir in der Nähe: hier oder hier oder schau mal im Herbstprogramm der VHS Wetzlar).

    Quote

    Auch über den ein oder anderen Tipp bezüglich Literatur und Zeitschriften wäre Ich dankbar.

    Zum Einstieg in die Thematik empfiehlt sich der Grundkurs Pilzbestimmung von Rita Lüder neben vielen andern Pilzbüchern, die in den Regalen der Buchhandlungen stehen. Eine nette Zeitschrift, die Anfänger und Fortgeschrittene begeistern kann ist Der Tintling.


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo,


    ja, in dieser Gruppe herrscht noch immer reichlich Verwirrung. So wie ich das sehe, ist fuliginosa mittlerweile eine ITS-identische, aber dunklere Form des Parasols (procera). Dazu gehört - mit dickem Ring - rhodosperma. der die namensgebende Färbung im Sporenpulver aufweisen müsste und der keine richtige sternschuppige Kalotte hat.

    Der Sternschuppige ansich dürfte dann konradii heißen, der hat einen dünnen Ring und gehört zur mastoidea-Gruppe.

    So meine ich das begriffen zu haben.


    Beste Grüße

    Harald

    Zumindest auf eines kann man sich festlegen: das ist kein Wiesen-Champignon! Die haben nicht so ausgeprägte Ringe und vom Gesamteindruck denke ich, dass die Wahrscheinlichkeit auf Karbol-Champignon relativ groß ist.


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo k.h.,

    nicht, dass ich spontan zielführende Ideen habe, außer columbetta würde mir in Richtung Ritterling nichts in den Sinn kommen, aber die Art kenne ich nicht aus eigener Anschauung. Vielleicht ist es ja auch eine Calocybe?


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo Harald,


    Karbol-Champignon ist wohl auszuschließen, da der Geruch laut Tobias nach Champignon ist, und es auch keine Verfärbungen am Stiel gab: beim Karbol-Champignon wird der nach Anschnitt gelb .

    Wie abeja schrieb kann das Gilben auch schon mal ausbleiben und auf Geruchsbeschreibungen, die gerade von Neulingen geliefert werden, gebe ich nicht viel.

    Und wie riecht denn Champignon? Ich habe mir mal das Vergnügen gemacht, aus dem Pilzkompendium Band 2 von 51 näher beschriebenen Champignons die Gerüche zu notieren. So riechen also Champignons:


    rettichartig

    Jodoform

    urinartig

    Anis

    Bittermandel

    pilzig

    cristatoid (wie Stink-Schirmling)

    Pelargonien/Lerchensporn

    fruchtig

    Parfüm-blütenartig

    Maggi

    Chicoree

    Lakritze

    frisch geschältes Kiefernholz

    muffig

    süßlich-seifig

    fischig

    angenehm würzig

    unbedeutend

    Karbol

    Phenol

    nussartig

    Hallo Tobias,

    Champignons sollten das recht unzweifelhaft sein. Allerdings sind Wiesenchampignon auszuschließen, dazu sind die Fruchtkörper zu kräftig und die Stiele zu lang. Weitere Diagnaosen verbieten sich auf die Ferne, zumal die Exemplare auch nicht mehr so ganz frisch sind.

    Allerdings würde es mich nicht wundern, wenn die sich als Karbol-Champignons entpuppen würden.


    Mehr kann man aufgrund der Fotos nicht sagen.

    Harald

    mich interessiert ob sie essbar sind

    Hallo Theresa,


    Champignons sind als Gattung recht leicht zu erkennen, allerdings ist die Artbestimmung oft nicht einfach, schon gar nicht aufgrund von Fotos. Es gibt in Mitteleuropa ungefähr 70 verschiedene Champignon-Arten, darunter sind auch ein paar giftige.

    Bei deinem habe ich gefühlsmäßig den Eindruck, dass es sich um den Stadt-Champignon handeln könnte. Das ist aber aus der Ferne gesehen rein spekulativ und nicht als Bestimmung zu verstehen.


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo Daniel,


    in dieser Gegend kenne ich mich natürlich nicht aus, aber vielleicht meldet sich da ja noch jemand. Ansonsten kannst Du ja mal hier nach Kontakten suchen: https://www.dgfm-ev.de/service/pilzsachverstaendige

    Empfehlenswert wäre auch das Pilzforum.eu, das einen höheren Publikumsverkehr als dieses Forum hier hat. (Nicht als Konkurrenz zu verstehen, sondern als Ergänzung - ganz klar).

    Der Kontakt mit anderen Pilzkollegen oder auch die Belegung von Pilzkursen ist natürlich immer sinnvoll.


    Beste Grüße

    Harald

    Heu-Düngerlinge im Zusammenhang mit Kleinkindern ist ja sozusagen der Klassiker.

    Die Fälle, die mir untergekommen sind, waren bislang alle folgenlos. Da mag u.U. auch daran liegen, dass die "Probanten" keine nennenswerten Pilzmengen aufnehmen. In der Regel schmeckt ja sowas einem Kind auch nicht und ob die Pilzfragmente überhaupt den Magen-Darm-Trakt erreichen, dürfte in den meisten Fällen auszuschließen sein.


    Beste Grüße

    Harald