Posts by zuehli

    Wäre es nicht viel sinnvoller, wenn die Sammler schon vor ihrem "Pilzgang" wüssten, welche Arten sammelnswert sind und welche Bestimmungen wie eingehalten werden müssen?

    Ja klar, das ist im Grunde das erklärte Ziel! Dazu werden Exkursionen und Kurse angeboten und man kann sich durch Literatur und das Internet informieren.


    Wie sieht die Praxis aus? Von den Menschen, die zu mir in die Pilzberatung kommen, haben fast die Hälfte (so schätze ich jetzt mal) keinen blassen Dunst von der Materie. Da kommen tatsächlich welche, die mir erzählen: "Ich habe in der Zeitung gelesen, dass Sie Pilzberatung machen. Da bin ich jetzt mal in den Wald gegangen und habe gesammelt. Aber ich habe keine Ahnung...". Andere finden was in ihrem Vorgarten und wollen wissen "kann man die essen?"
    Natürlich macht einem die andere, wissende Hälfte umso mehr Spaß, weil man dort sieht, dass auch Vernunft und Verstand am Werk sind.


    Was will ich damit sagen? Wir sind noch auf einem langen Weg...


    Beste Grüße
    Harald

    ich denke viele von euch machen es sich schon etwas zu leicht

    Hallo Stefan,
    diese Aussage verstehe ich nicht, was meinst Du damit?


    Ich für meinen Teil könnte es mir sicher leicht machen, indem ich auch nur noch in Sachen Pilzkartierung unterwegs wäre und die Beratungs- und Kurstätigkeit aufgeben würde. Das würde mir einen gehörigen Haufen Zeit sparen und auch meine Urlaubsplanungen sehr deutlich entzerren.


    Beste Grüße
    Harald

    Das Ideal wäre wohl saisonale Pilzberatung an einem festen, öffentlichen Ort zu einer festgelegten Zeit mit Kostenausgleich für die Beratenden. Bereitwillige, zahlreiche Berater und wohlwollende Kommunen vorausgesetzt. Dies würde auch im Einzelfall die Privatsphäre schützen

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dieses Model keineswegs die Privatsphäre schützt. Ich biete seit etlichen Jahren (mit Kostenausgleich durch die wohlwollende Kommune!) während der Saison im Rathaus Wetzlar Pilzberatung an. Weiterhin gibts Kurse an der VHS und sonstige Führungen und Vorträge.
    Das hat dann aber zwangsläufig zur Folge, dass ich in meinem heimischen Umkreis bekannt bin wie ein bunter Hund und dann rücken einem die Ratsuchenden erst recht auf die Pelle. Ich stehe dummerweise im Telefonbuch... ;(


    Grüße
    Harald

    Aus meiner Sicht ist der Kern der Sache ja schon getroffen. Man kann eigentlich die Uhr danach stellen, wenn draußen die Pilze sprießen, klingelt regelmäßig das Telefon und auch die Haustürklingel - und das mehr oder weniger rund um die Uhr. Konkret von 8:30 Uhr morgens bis 3:30 Uhr in der Nacht. Dabei ist in der Regel von den Ratsuchenden die Erwartungshaltung, dass man als Pilzberater ständig und immer zur Verfügung zu stehen hat. Auf die Idee, dass man das nur hobbymäßig betreibt und nebenbei tagsüber einem geregelten Beruf nachgeht, kommen die Wenigsten. Auch die Frage "kostet das was?" bekommt man nicht allzu oft zu hören. Immerhin lassen knapp über die Hälfte der Ratsuchenden schon mal ein "Danke schön" rüberwachsen.
    Da frage ich mich manchmal schon, warum ich mir das antue (und meine Frau erst recht...)?


    Motivation ist doch eigentlich, wenn man für das was man tut, irgendwie belohnt wird. Das muss nicht unbedingt finanziell sein, sondern kann auch eine andere Form der Anerkennung sein. Aber daran hapert es oft bei der Pilzberatung.


    Beste Grüße
    Harald

    Nein Andreas, da stehst Du nicht alleine. Ich bin vollkommen d'accord !
    Ich betreibe das Geschäft jetzt auch seit 20 Jahren und habe nie die Veranlassung gesehen, irgendwelche Personendaten zu erheben.


    Beste Grüße
    Harald

    ich sehe was ihr meint, und sehe jetzt dass ihr schon recht habt, die Formulierung so aufzufassen. Auf die Idee bin ich noch gar nicht bekommen, weil es sicherlich so nie gemeint war. Das sollte meiner Meinung nach bei erstmöglicher Gelegenheit umformuliert werden, dass klar zum Ausdruck kommt, dass es Verlängerungen immer um fünf Jahre ab Weiterbildungsdatum gibt.

    Genau darum gehts...
    :thumbup:

    Hallo Andreas, ich weiß nicht, was es da nicht zu verstehen gibt.

    Mein Ausweis wird um weitere 5 Jahre verlängert, wenn ich im vorhergehenden 5-Jahreszeitraum mindestens eine Weiterbildung nachweisen kann. Also, Ausweis 2013 erhalten, 2016 an einer Weiterbildung nachweislich teilgenommen, ergibt eine weitere Verlängerung um 5 Jahre von 2018 bis 2023.


    Hier muß also eine klarere Formulierung getroffen werden, die die Sachstände eindeutiger darstellt.

    Genau so sieht es aus, nicht mehr und nicht weniger. So stehts zumindest aktuell geschrieben. Die Diskussion können wir uns wirklich sparen.


    Beste Grüße
    Harald

    Hallo,


    in meiner grenzenlosen Naivität bin ich davon ausgegangen, dass es so wie der von Craterelle geschilderte Fall b gehandhabt wird.


    In den PSV-Richtlinien ist zu lesen:
    "Alle Pilzsachverständigen sind verpflichtet, ihren Wissensstand zu aktualisieren undsich regelmäßig weiterzubilden. ... Wenn der Besuch eines von der DGfM anerkanntenWeiterbildungskurses nachgewiesen wird, kann der Pilzsachverständigen-Ausweisum fünf Kalenderjahre verlängert werden."


    Das steht nicht, dass die Verlängerung ab Datum der Weiterbildung gezählt wird. Da steht eindeutig, dass der Ausweis nach Nachweis einer Ausbildung um fünf Jahre verlängert wird!


    Ich werde aber jetzt deswegen kein Fass aufmachen, das ist mir dann doch zu blöd, mich in irgendwelche frustrierende Diskussionen über dieses Thema einzulassen.


    Vielleicht sollte man sich mal einig werden und klare Definitionen schaffen und nicht irgendwelche "Sichtweisen" als Maßstab gelten lassen.


    Grüße
    Harald

    Da habe ich doch in meinem unergründlichen Archiv den Flyer zur PSV-Versicherung gefunden, der 2004 publiziert wurde.
    Vielleicht bringts ja neue Erkenntnisse...


    Grüße
    Harald

    Was ich mir aber vorstellen kann, dass du vielleicht vor 6 Jahren eine Weiterbildung besucht hast, bzw. den Nachweis einer Weiterbildung von vor 6 Jahren ihr eingereicht hast, so dass sie ab diesem Jahr dann für 5 Jahre deinen Ausweis verlängert hat. Zumindest wäre dies eine logische Konsequenz

    Wenn das so wäre, dass der Zeitraum ab der Fortbildung gilt, hilf mir bitte auf die Sprünge. Wo steht das geschrieben, ich kanns nicht finden.


    Grüße
    Harald


    PS. ich finde ja gut, dass Du als alleiniger Vertreter des FA-PSV hier im Forum mitmachst. Hat natürlich den Nachteil, dass Du die Prügel auch allein einstecken darfst - wo sind denn die anderen?

    Zu deiner Frage mit den Kiefern: Wie wäre es mit:


    ....
    3. getrennt eingeschlechtliche Pflanze

    Das ist nicht euer Ernst, ich muss als PSV wissen, dass eine Kiefer eine getrennt eingeschlechtliche Pflanze ist??
    Ich habe ehrlich gesagt, diesen Begriff noch nie gehört und im Wald nutzt mir das auch nichts, wenn ich eine Kiefer vor mir stehen habe.
    ;(
    Muss ich jetzt meinen PSV-Ausweis abgeben (der übrigens gerade aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen für 4 Jahre verlängert wurde und nicht für 5)?


    Irritierte Grüße
    Harald

    5. Der FA PSV-Wesen (er)arbeitet derzeit hauptsächlich (an) der Erstellung des PSV-Leitfadens. Wer sich daran beteiligen möchte, kann sich gerne melden.


    6. Wer gerne "PSV-Landeskoordinator" für sein eigenes Bundesland werden möchte, kann sich bei uns gerne melden.


    Wir würden uns über Freiwillige in jedem Fall sehr freuen.

    Puh Stefan...
    schon wieder die Formulierung. "...kann sich gerne melden." Mit Verlaub, aber ich habe den Eindruck, ihr glaubt noch an den Weihnachtsmann. Bei dem status quo werden sich nicht viele finden, die sich von selbst melden, andersrum wird das Pferd aufgezäumt. Man sollte diejenigen, die man für kompetent hält, ansprechen. Da sind wir wieder bei der (schlechten) Kommunikation. Wenn man nicht mit den Leuten redet, bringt man auch keine guten Ergebnisse zustande. Ansonsten habe ich meine generelle Einstellung im anderen Thread (PSV-Landeskoordinatoren) mitgeteilt.


    Beste Grüße
    Harald

    Harald, wenn du magst, dann melde dich einfach. Wir würden uns sehr freuen, wenn du dich bereit erklärst. Für Hessen haben wir bisher keinen Kandidaten/Kandidatin meines Wissens.

    Wie schon oben erklärt, sollte ich de facto noch Regionalbeauftragter für Hessen sein. Zumindest hat mir noch nie jemand gesagt, dass ich das nicht mehr sein soll.
    Ich suche - wenn ich heute Abend Zeit finde, mal den entsprechenden Artikel aus der ZfM raus.
    Weiteres Vorgehen überlasse ich den PSV-Verantwortlichen, wobei der Zeitpunkt für ein Gespräch vielleicht nach den Vostandswahlen zu setzen wäre - Du verstehst... ;)


    Grüße
    Harald

    Man die regionalen Strukturen und die Landesbeauftragten des PSV-Wesens, die man spätestens 2017 eingeführt haben wollte, bis zum heutigen Tag nicht existieren?

    Ein anderes Thema, wobei ich bei dem bisher Gesagten fast vollständig bei Peter bin.


    Solche Regionalstrukturen waren vor etlichen Jahren schon mal im Gespräch - das wurde bei dem ersten PSV-Treffen, das bei Andreas Gminder stattfand (war das 2005?), ausgeheckt - und wurde dann auch einigermaßen halbherzig umgesetzt, in der Weise, dass die damalige PSV-Beauftragte mir mitteilte, dass ich für Hessen und Süd-Niedersachsen Regionalbeauftragter sei. So wurde das dann auch in der ZfM der Mitgliedschaft kommuniziert. Weiteres hat dann eigentlich nicht stattgefunden, d.h. die Sache ist im Sande verlaufen. Theoretisch sollten die Regionalbeauftragten von damals noch im Amt sein, das weiß aber wohl keiner mehr in der DGfM-Führung (?).
    Interessant in diesem Zusammenhang, dass eine Neuauflage dieser Regionalstrukturen jetzt schon seit etlichen Monaten geplant ist, aber man nichts mehr davon gehört hat. Ist da jetzt auch Gras drüber gewachsen? Ich habe zumindest als irgendwannmal Tätiger in dieser Funktion noch nichts gehört, oder gibts mittlerweile einen Regionalbeauftragten für Hessen?


    Beste Grüße
    Harald

    Oder auch hier direkt gefragt: Meinst du, zuehli hätte nicht die nötige Qualifikation?


    Wieso soll er sie durch Beistzen bei Prüfungen zeigen, wenn er schon zigmal beisaß und auch in der Vergangenheit von der DGfM anerkannte PSV-Kurse abhielt?

    Hallo Christoph,


    da hast Du was falsch verstanden. Ich habe weder zigmal beigesessen, noch PSV-Kurse abgehalten.


    Grüße
    Harald

    Hallo Harald (und auch alle anderen potentiellen Prüfer-in-spe)

    Zumindest die Prüfungstermine von Björn, Lothar und mir sind im Internet zu finden - warum fragst Du nicht einfach jemanden der Prüfungen abhält, ob Du mal Beisitzer machen kannst?Ich würde schon erwarten, dass Interessierte aktiv auf mich zukommen, denn ich als Prüfungsabhaltender kann nicht wissen, wer denn alles Interesse daran hätte, Beisitzer zu machen.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Andreas,


    ich weiß nicht, ob Du meine Stellungnahme richtig verstanden hast, da ich den Faktor des Aufwands (Entfernung) und der Kosten aufgeführt hatte.
    Wenn Du mich in Laasphe als Beisitzer haben möchtest, mache ich das gerne, aber Aufdrängen werde ich mich nicht, da mein Interesse an einer Prüfertätigkeit nach derzeitigen Regularien gegen Null geht.


    Beste Grüße
    Harald

    Hi Andreas,


    nach 2003 wurde keine Prüfung mehr angeboten, weil sich sowohl Christa Münker als auch Christine Hahn, die das vorher in ihrer Verantwortung hatten, zurückzogen.
    Es gab da wohl verschiedene Gründe.


    Beste Grüße
    Harald

    Liebe Alle,


    um zur Ausgangsfrage zurückzukommen, warum es so wenig Prüfer gibt, hier noch meine - vielleicht unmaßgebliche - Sicht der Dinge.


    Wer mich nicht kennt, dem sei mitgeteilt, dass ich mittlerweile seit 20 Jahren Pilzkurse gebe, davon etliche Jahre am Pilzmseum Bad Laasphe auch in Form von Fortgeschrittenkursen (F1). Man mag mir eine gewisse Fachkompetenz also nicht unbedingt absprechen wollen.


    Nachdem in Bad Laasphe der letzte offizielle PSV-Vorbereitungskurs mit anschließender Prüfung im Jahre 2003 unter der Leitung von Christa Münker stattfand, kamen immer wieder vereinzelte Anfragen, ob und wann wieder PSV-Prüfungen durchgeführt werden. (Mittlerweile haben wir Andreas G. für einen F2-Kurs mit anschließender Prüfung gewinnen können - zumindest mal für dieses Jahr). Die Situation ließ mich letztendlich mit dem Gedanken spielen, auch als Prüfer tätig zu werden. Der Versuch einer Referenten^DGfM-Ausbildung scheiterte in 2008 krankheitsbedingt, daraufhin lagen die Ambitionen bei mir ein wenig auf Eis, auch dadurch bedingt, dass von DGfM-Seite keine besonderen Anstalten getroffen wurden, mich in meinem Vorhaben zu bestärken.


    Mittlerweile hatten sich die Strukturen in der DGfM-Führung verändert und ich wurde Mitglied in der ersten Instanz des FA-PSV. Dem bin ich nach kurzer Zeit, aus Gründen, die ich nicht näher erläutern will, wieder entfleucht. Die Erstbesetzung dieses Fachausschusses hat sich interessanterweise nach nicht langer Zeit weitgehend aus mir schleierhaft geblieben Gründen in Luft aufgelöst.


    In der Folge dachte ich, dass ich als ehemaliges Mitglied des Fachausschusses und seit Jahren aktiver PSV und Kursleiter mit ein paar aus meiner Sicht konstruktiven Gedanken zum PSV-Wesen beitragen könnte. Eine Mail an den dann aktiven FA wurde von der PSV-Beauftragten mit einer recht schroffen Antwort bedacht, die mir jeglichen Motivationswind auch bzgl. einer evtl. Prüfertätigkeit aus den Segeln nahm.


    Dies nur mal als Nebenschauplatz und dann wieder die Frage, warum sollte man eigentlich Prüfer werden? Es fällt mir auf, dass in den Regularien sowohl für PSV als auch für Prüfer recht oft vorkommt: "Du musst, du bist verpflichtet...".
    Wenn ich Prüfer werden will muss ich vorher dreimal an Prüfungen als Beisitzer teilgenommen haben. Wo soll ich denn da bitte hinfahren, die Prüfungsorte sind alle ziemlich weit weg von Mittelhessen? Davon abgesehen hat mich die letzten Jahre auch noch nie jemand gefragt, ob ich als Beisitzer fungiere - wer auch? (Nun gut, vielleicht heuert mich ja mal Andreas an für die Prüfung in Bad Laasphe). Gesetzt den Fall, ich würde für eine solche Tätigkeit nach Hornberg fahren - was natürlich rein spekulativ ist - , stellt sich die Frage, wer bezahlt das? Dann noch die Geschichte mit den jährlichen Treffen der Prüfer, wo liegt der Sinn und schon wieder - wer bezahlt Reisekosten und evtl. Unterkunft?


    Kurzum, man könnte noch den einen oder anderen Einwand finden. Das was ich fragen will: Was sollte mich motivieren und was hätte ich davon, als PSV-Prüfer der DGfM tätig zu werden? Bislang sehe ich nur Verpflichtungen, die auf einen zukommen.
    Den aktuellen Tintlings-Artikel zum Thema halte ich gelinde gesagt für einen Witz. Es wäre von verantwortlicher Seite dazu angeraten, die Tätigkeit als PSV-Prüfer attraktiv zu machen, weniger Restriktionen aufzuerlegen und vor allen Dingen mit den Menschen auf eine positive Art und Weise zu kommunizieren! Wenn man nur erzählt bekommt, "Du bist verpflichtet, dies und jenes zu tun", verliert man ziemlich schnell die Lust - zumindest geht es mir so.


    Just my two cents...
    Harald