Posts by zuehli


    so wie ich es bisher verstanden habe soll ja die bisherige PSV-Prüfung als Richtlinie für den "Pilzberater" genommen werden, da wird dann nicht wirklich was einfacher und darum glaube ich eben nicht das die Zweistufigkeit was bringen kann.
    Sinn würde es nur machen wenn man da den Standard absenkt, aber ob das wirklich der richtige Weg ist?

    Ohne jetzt nochmal alle Beiträge durchlesen zu wollen, aber wo wurde das so gesagt?
    Darüber ist de facto noch nicht das letzte Wort gesprochen. Wie die Kriterien aussehen sollen, die die erste und die zweite Stufe ausmachen werden, wird noch in Zukunft zu diskutieren und konkretisieren sein.
    Noch einmal: das Konstrukt der Zweistufigkeit ist erst einmal ein Modell, das in seinen Strukturen noch zu festigen wäre.
    Deswegen ist es meiner Meinung nach völlig obsolet, zum jetzigen Zeitpunkt irgendwelche "Resolutionen" und sonstige eindeutigen Missfallenskundgebungen zu äußern - zumal sich hier an der Diskussion nur ein geringer Prozentsatz der Mitgliederschaft beteiligt. Wir hoffen, dass ein Meinungsbild der MV ein repräsentatives Abbild der Bedürfnisse zeigt.
    Wenn sich auf der MV die Satzungsänderungen zu den Fachausschüssen nicht durchsetzen, haben wir hier sowieso erstmal zum Spaß diskutiert.


    Grüße
    Harald


    ...Teilbereiche, wie z. B. die Fortbildungsmöglichkeiten, deren Nachweise, eine eventuelle Umstellung auf ein Punktesystem, oder ähnliches sind Dinge, die nicht nur diskutiert, sondern verändert bzw. vereinfacht werden sollten.


    Die Lösung dieser Probleme ist mit einer Zweistufigkeit nicht zu beheben.

    Natürlich nicht! Das sind durchaus die Dinge, mit denen sich der Fachausschuss noch beschäftigen will, und das hat mit der Zweistufigkeit zunächst mal nichts zu tun, sondern das sind die nächsten Schritte, die zu begehen sind.


    Grüße
    Harald

    Was diese Resolution aus dem Eröffnungsthread soll, erschließt sich mir nun einmal gar nicht. Warum wartet man nicht erst einmal konkrete Formulierungen ab und gibt dann erst seine Meinung kund? Wir sind immer noch in der Findungsphase zu dem Thema und haben uns im Fachausschuss schon Wochen vor unserem Treffen Gedanken gemacht und uns dann getroffen und mehrere Stunden zusammen diskutiert, das sind sicherlich keine aus-dem-Bauch-Entscheidungen. Wie bereits geschildert, wollen wir uns ein Meinungsbild der Mitgliederversammlung holen. Da sind eigentlich solche Resolutionen, die anscheinend ad hoc auf dem PSV-Treffen aus dem Bauch geholt werden, nicht sonderlich zielführend in der Sache. Es gibt immerhin einige (gute) Argumente für eine Zweistufigkeit des PSV-Wesens. Schlüssige Gegenargumente kann ich aus dem bisher Gesagten nicht ableiten. In mir erweckt das mehr den Eindruck, als ob man erst mal grundsätzlich dagegen ist (der Kaiser-Wilhelm-Vergleich von Peter Specht scheint es mir da ganz gut zu treffen).
    Wenn man alles so sein lassen will, wie es ist, verweigert man sich dem Fortschritt und neuen Ideen und man könnte sich diesen Fachausschuss (und vielleicht auch andere) von vornherein sparen.


    Ich wünsche allen, die sich vom Thema betroffen fühlen mehr Gelassenheit und die Aussicht darauf, das der Fachausschuss sicherlich noch nicht am Ende mit seinen Überlegungen ist.


    In diesem Sinne beste Grüße in die Runde
    Harald

    Na das geht ja ziemlich nahtlos. Ich hatte am 1. Weihnachtsfeiertag meinen letzten Fall.


    Allerdings, was macht das Kind um halb zwölf nachts noch im Garten...?


    Beste Grüße
    Harald

    Wichtig in diesem Zusammenhang wäre, die PSV explizit anzusprechen um auf die Abgabe der Jahresberichte hinzuwirken. Mir scheint, dass bei einigen mittlerweile ein wenig Demotivation vorherrscht, da man sieht, dass nichts passiert.
    Die Frage stellt sich außerdem (zumindest mir), ob denn die Jahresberichtsauswertung überhaupt einen Sinn hat, da das Thema staatliche Stellen anscheinend gar nicht interessiert - Stichwort staatliche Anerkennung des PSV. Man sieht es doch allein daran, dass es keine Meldepflicht von den Krankenhäusern für Pilzerkrankungen gibt. Oder gibt es zumindest Rückmeldungen an die GIZen, sodass auf diesem Wege wenigstens verlässliche Statisken erstellt werden können, die auch einen öffentlichen Informationswert haben?


    Grüße
    Harald

    Die besonderen Umstände haben es wohl auch bedingt, dass nach 2011 auch 2012 keine Jahresberichtsauswertung mehr kam. Da fragt man sich, ob es noch Sinn macht, als PSV einen Jahresbericht abzugeben?
    Die Frage ans Präsidium: Wie siehts denn aus in dieser Angelegenheit? Ist man damit zur Zeit überfordert und wartet man, bis ein neuer PSV-Koordinator gewählt ist und liegen die Sachen solange auf Halde? Oder befindet sich das PSV-Berichtswesen in einem Dornröschenschlaf?


    Beste Grüße
    Harald

    Eine entsprechende Antwort von Prof. Dr. Siegmar Berndt an einen Kollegen, ich zitiere:


    "Nachfolgende Lorcheln enthalten Gyromitrin und/bzw. sein Abbauprodukt Monomethylhydrazin (MMH): Sehr giftig ist die Gift- oder Frühjahrslorchel. Weniger giftig sind die Riesenlorchel und die Bischofsmütze.In sehr hoher Konzentration konnte MMH im Helmkreisling (Cudonia circinans) nachgewiesen werden.
    Dagegen wurden in der Herbstlorchel nur Spuren von Gyromitrin bzw. MMH gefunden, die beim Genuss üblicher Mengen toxikologisch unbedenklich sind.
    Die Angaben von Kleber und Zilker(2000) bedürfen der Richtigstellung: Das Gemeine Gallertkäppchen ist toxikologisch unbedenklich.(Siehe auch meinen Bericht über einen folgenlos gebliebenen Verzehr von Grüngelben Gallertkäppchen in den DGfM-Mitteilungen, Mai 2012, Z.Mykol.78/1,S.18-19).
    Der Kronenbecherling enthält nach den Untersuchungen von Stijve überhaupt kein Gyromitrin, sondern die Vergiftung beruht auf seinem extrem hohen Arsengehalt.
    Die Würzburger Toxikologin und Mykologin R. Seeger beschreibt Helvella crispa als "völlig ungiftig".
    Trotzdem ist vom Verzehr von Herbstlorcheln wegen ihres, wenn auch nur sehr geringen MMH Gehaltes, abzuraten. MMH ist im Tierversuch hochkanzerogen, mutagen und teratogen.
    In einer 2000 veröffentlichen Stellungnahme der WHO hat eine Expertengruppe vom Lorchelverzehr generell abgeraten. Und Riesenlorcheln, Zipfelorcheln und Bischofsmützen sollten schon allein wegen ihrer Seltenheit geschont werden."

    Hallo Jens,


    in Anbetracht dessen, dass beide Datenbank nicht der Weisheit letzter Schluss sind, muss man natürlich je nach Fall und Konsultation aktueller Literatur seine Schlüsse ziehen.
    Ich benutze sowohl den Species fungorum als auch Mycobank, wobei mir letztere irgendwie sympathischer daherkommt.
    Als ich diverse Gattungsbearbeitungen für fungiworld.com gemacht habe, orientierte ich mich aber weitgehend am Index/Species Fungorum. Da hatte ich noch keine Ahnung von Mycobank, weiß gar nicht, seit wann es das gibt.


    Beste Grüße
    Harald

    Also, ich habe unlängst die Präsentation von Klaus Bornstedt über seine App gesehen und war einigermaßen beeindruckt, trotzdem ich wahrlich kein Freund von Smartphones und diesem Teufelszeug bin. Aber dahinter steckt eine Menge Arbeit und fundiertes Wissen und ich denke, dass man gerade diese App als Ergänzung zu herkömmlicher Literatur benutzen kann.


    Beste Grüße
    Harald

    Hallo Michael,


    ich habe fast die Befürchtung, dass für dieses Jahr die PSV-Weiterbildungstermine alle schon gelaufen sind. Frag doch mal Andreas Gminder an, der macht im November noch Kurse, vielleicht ist da noch was als Weiterbildung anerkannt.


    Beste Grüße
    Harald

    Hallo Karola,


    wenn das so einfach wäre mit der Pilzvermehrung...
    Jeder Riesenbovist verstreut mehrere Milliarden (wenn nicht Billionen) Sporen in der Umwelt. Wenn nur ein Bruchteil davon fruktifizieren würde, könnte man vor lauter Riesenbovisten nichts anderes mehr sehen.
    Würde mal sagen, Dein wohlgemeinter Vermehrungsversuch wird nicht viel Früchte tragen.


    Beste Grüße
    Harald

    Hallo Andreas,


    ich wollte eigentlich wissen, ob der Code auch hier anerkannt ist . Es könnte sich ja jeder hinsetzen und irgendwas formulieren. Wer legitimiert die Verfasser?


    LG, Jens

    Was meinst Du denn mit "hier"?
    Diese Regelung ist allgemein gültig, von "irgendwas formulieren" natürlich weit entfernt. Um neue Arten zu beschreiben, bedarf es einiger Mühe und Zeit und schließlich eine Publikation in einem anerkannten Medium. Das ist nicht mal so schnell hingeschustert. Eine Legitimation bzw. Anerkennung von neuen Arten wird sich unter Umständen auch erst ergeben, wenn weitere Forschungsarbeit dazu geleistet worden ist. Das sieht man daran, dass es zu vielen Arten eine ganze Latte von Synonymen gibt, von denen manche erst Jahrzehnte, oder nach einem noch längeren Zeitraum der gültigen Art zugeordnet worden sind.


    Beste Grüße
    Harald

    Hallo Peter,


    ich bin ja mit diesem Thema an verschiedenen Stellen schon öfter angeeckt, weil mir diese Raffgier-, Sensations- und "Alles mein"-Mentalität schwer gegen den Strich geht. Ich habe die Befürchtung, dass die wohlgemeinten Ratschläge im Sinne der Pilze und der Natur bei diesen Massensammlern ins Leere verlaufen.
    Das Problem liegt aber auch bei den Medien, die immer wieder versuchen ihre Sensation zu bekommen. Ich hatte z.B. mal einen Artikel über Karbolchampignons in der mittelhessischen Presse veröffentlich, nachdem gehäuft Vergiftungsfälle aufgetreten waren. Die Folge waren Anfragen vom Fernsehen, die dann auch noch mit den Erkrankten (am liebsten wären wohl Leichen gewesen) eine Sendung machen wollten. Das mag ja alles legitim sein, weil die Medien dafür da sind, die Menschheit zu informieren und zu bespaßen, und von daher werden diese "Kofferraum-voller-Steinpilze"-Meldungen kaum zu vermeiden sein.


    Nichtsdestotrotz scheint mir der Versuch einer entsprechen Mitteilung an die Umweltämter schon mal ein guter Schritt zu sein.
    Der andere Weg ist natürlich bei Kursen und Exkursionen die Leute für dieses Thema zu sensibilisieren.


    Beste Grüße
    Harald