Posts by Älbler

    Hallo Rika,


    trockne den Pilz mal! Dann verschwindet das labyrinthische Hymenium. Wenn du den Pilz dann wieder ins Wasser legst, erscheint die anfängliche Struktur wieder. Der Lederfältling ist sozusagen der "Schwindling" unter den Rindenpilzen. Ich hatte dies einmal ausprobiert und es hat funktioniert.


    Viele Grüße aus Ehingen

    Christian

    Hallo Kai,


    die abgebildeten Exemplare von H. illudens sehen meinem Pilz in der Tat recht ähnlich. Leider war von der Stielbasis nicht viel erhalten. Es wäre gut zu wissen, ob das Fleisch dort grün war. Ich muss den Standort nochmal aufsuchen. Da erscheinen bestimmt nochmal Fruchtkörper.


    Beste Grüße

    Christian

    Hallo Kai,


    der Artikel ist ja sehr interessant! Vielen Dank! Wenn Hydnellum fagiscabrosum dem Gallenstacheling (H. scabrosum) nahesteht, dürfte die neue Art keine Schnallen haben. Ich werde mir die Beschreibung der neuen Art per Gelegenheit suchen und durchschauen.

    Weil ich bei meinem Pilz Schnallen gefunden habe glaube ich eher an den Tipp von Abeja. Vielleicht ist es ein "verirrtes" Sarcodon squamosus.

    Eventuell habe ich die Septe auf meinem Foto falsch beurteilt. Aber ich meine, so sieht eine Schnalle bei vielen Pilzen aus. Oder es gibt noch eine dritte Art in diesem clade, die mit Buche assoziiert ist. Ich hoffe, dass ich am Standort noch ein jüngeres, besser erhaltenes Exemplar finde um mehr Merkmale zu sammeln.


    Weißt du, was die KOH-Reaktion bei Hydnellum/Sarcodon aussagt? Vielleicht kann man über dieses Merkmal auf den passenden clade schließen.


    Beste Grüße

    Christian

    Hallo zusammen,


    ich habe in einem Kalkbuchenwald auf einem westexponierten Hang ein Sarcodon gefunden. Mit dem kommentierten Schlüssel von Peter Otto komme ich zu S. imbricatum. Das passt von der Ökologie gar nicht! Es gab dort nur Buchen.


    Folgende Merkmale habe ich zusammengestellt:

    Hut grob schuppig, braun, wie S. imbricatus (Foto 2). Stiel weiß an der Basis etwas gräulich, aber nicht irgendwie grün (Foto 1). Fleisch ohne Verfärbung. Geschmack mild mit deutlicher, süßlicher Komponente. Gruch herb würzig wie S. imbricatus.

    KOH im Fleisch oliv, auf dem Hut schwarz, fast blauschwarz (Foto 3). Schnallen an den Hyphen vorhanden (Foto 4). Sporen 5,4-6,3-7,3(7,4) x 3,9-4,6-5,2 µm (Foto 5).


    Wenn ich die gräuliche Farbe an der Stielbasis als grünlich interpretiere, würde vielleicht S. scabrosus passen. Der wächst ja auch im Laubwald. Aber mein Pilz war keine Spur bitter.


    Wer könnte mir da noch einen Tipp geben.

    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Tobias,


    in welchem Rahmen macht ihr euer Projekt? Welche Beobachtungsparameter erhebt ihr? Gibt es da Informationen die ich auch nutzen könnte? Zum Beispiel ob Biber die von ihnen gefällten Hölzer restlos verbauen oder verzehren. Mich würde interessieren, ob der Biber geschälte Aststücke so lange liegen lässt, bis sie verrotten. Das wäre für mein Projekt entscheidend. Wenn die Biber ihre Arbeit regelmäßig "aufräumen", müsste ich solche Hölzer bergen und an einem entsprechenden Ort mit gleichen Umweltbedingungen auslegen.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Abeja,


    vielen Dank für die Recherche und die Links.

    Mir ist aufgefallen, dass die Biber mit ihrem geschälten Frischholz ein ganz neues Substrat schaffen, das es so in einem Wald ohne Biber nicht gibt. Frisches Totholz hat immer die Rinde noch dran. Es wäre interessant zu wissen, welche Erstbesiedler unter den Pilzen sich auf dem geschälten Holz einfinden. Gibt es einen Unterschied zu berindetem Holz? Diesen Prozess möchte ich in nächster Zeit eingehender beobachten.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo zusammen,


    in einem meiner Exkursionsgebiete ist der Biber sehr aktiv und es liegen immer wieder von ihm geschälte und entrindete Holzstücke herum. Ich stelle mir die Frage, ob dieses Holz von den gleichen Holzpilzen befallen wird wie Holz, das noch seine Rinde trägt. Gibt es dazu eigene Beobachtungen oder gar Arbeiten?


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo zusammen,


    diese Speisemorchel (Morchella esculenta s.l.) wuchs auf einem Friedhof auf der Schwäbischen Alb in 800 m ü. NN sehr dekorativ direkt neben der Grabeinfassung aus dem Kalkschotter heraus. Es gab keine Eschen in der Umgebung. Aber dafür Halbtrockenrasen auf Kalk. Könnte es sich aufgrund der rötlichen Verfärbungen um eine Steppenmorchel handeln. Ich habe den Fund nicht mitgenommen. Kann ihn also nicht mikroskopieren. Aber aufgrund Standort und Aussehen ist eine Einordnung vielleicht möglich.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Rika,


    mit den suburniformen Basidien und den großen Sporen erinnert mich dein Fund an eine Hyphoderma. Aber makroskopisch sieht die schon komisch aus.


    Vergleiche deinen Fund mal mit Hyphoderma transiens:


    Hyphoderma transiens


    Die ist es höchstwahrscheinlich nicht, aber mir fällt im Moment nichts Ähnlicheres ein.


    Hast du zufällig Fotos von jungen Basidien, bei denen die Sporen an den Sterigmen noch ganz klein sind? Da kann man bessere Rückschlüsse auf die Basidienform treffen.


    Viele Grüße

    Christian

    Guten Morgen Abeja,


    zu deinen ersten zwei Nummern kann ich schon mal was sagen:


    Nr. 1 ist kein amoenolens (ich denke dass du mit diesem Namen C. anserinus meintest). Der Buchenklumpfuß hat eine deutliche Klumpfußknolle, viel mehr Cortina und gelbe Hutfarben mit leichtem Olivstich.

    Dein Fund erinnert mich an einen Pilz der "riederi"-Gruppe. Vergleiche mal mit Cortinarius argenteolilacinus:


    http://www.pilzflora-ehingen.de/pilzflora/arthtml/cargenteolilacinus.php


    Nr. 2 ist kein cinnabarinus. Dein Fund erinnert mich an einen Gürtelfuß aus der "hinnuleus"-Gruppe. Hat der staubartig gerochen? C. cinnabarinus hat eigenartig auffallende Rottöne mit einem metallischen Glanz.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo zusammen,


    ich habe gestern in einem Seggen-Buchenwald auf felsigem westexponiertem Steilhang zwei Telamonien gefunden. Der eine roch nach Petersilie, wahrscheinlich Cortinarius phaeosmus. Der andere ein kräftiger Gürtelfuß mit keulig verdickter Stielbasis und ohne besonderen Geruch.


    Zuhause habe ich spaßeshalber meine Pilzfunde mit der UV-Lampe angeschaut und festgestellt, dass der Gürtelfuß blau fluoresziert. In der BaWü-Funga habe ich gelesen, dass die Telamonien der Sektion "brunnei" blau fluoreszieren sollen. Aber gibt es da eine Art im Buchenwald und dann auch noch auf so exponierten Standorten?


    Um welchen Gürtelfuß der "brunnei"-Gruppe könnte es sich dabei handeln?


    Einen schönen Sonntag

    Christian

    Hallo Andreas,


    das kann schon sein, dass der Pilz eine Mycena ist. Seltsam war für mich, dass mir keine Zystiden auffielen. Die müssten bei allen Mycenaarten vorhanden sein. Ich hatte bisher keine Mycena mit so kleinen oder unauffälligen Zystiden, dass ich sie nicht finden konnte.


    Ich werde mal Peter anschreiben, ob er das Exsikkat nochmal untersuchen kann.


    Beste Grüße

    Christian

    Hallo Abeja,


    ich hatte die Geruchsangabe vergessen: Der Pilz roch stark gurkenartig! Ich hielt ihn zuerst für einen Helmling. Doch die Kombination Gurkengeruch, fehlende oder nicht sichtbare Zystiden und inamyloide Sporen (mein Sporenfoto ist in Melzer gemacht) schließen einen Helmling aus. Dann kam noch die Gattung Hemimycena in Frage, bei der Arten ohne Zystiden vorkommen. Scheinhelmlinge haben aber rein weiße Farben, wenn sie mehr als 10 Lamellen haben. Diese Formen kenne ich und die passen nicht zu meinem Fund. Also konnte ich diese Gattung auch ausschließen. Besonders typisch für mich aber ist dieser deutliche Mehl-Gurken-Geruch, den die meisten Tephrocybe-Lyophyllen haben.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo zusammen,


    während der Pilzkartierungswoche in St. Oswald habe ich dieses rätselhafte Lyophyllum gefunden (Fotos 1 bis 3). Mit der mir zur Verfügung stehenden Bestimmungsliteratur fand ich bisher zu keiner passenden Art. Die Sporen waren deutlich langgestreckt mit 6,6-7,5-8,5 x 2,9-3,5-4 µm (Foto 4). Zystiden waren nicht vorhanden. Mikroskopisch wäre Lyophyllum fusisporum ein Kandidat. Aber die Zeichnung von Erhard Ludwig passt nicht so richtig zu dem von mir gefundenen Pilz. Er wuchs in der Laubstreu bei Buche in einem Waldstück bei der Kleinen Ohe nahe der Fredenbrücke.


    Hat jemand hier im Forum schon mal so ein Lyophyllum gefunden?


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Frank,


    vielen Dank für die Bestätigung. Das ist gut zu wissen, dass bei dünnwandigen Sporen die Amylreaktion schwach ausfällt.


    Das neue Jahr bescherte mir gleich einen guten Einstand in Sachen Pilzfunde: Sistotrema subtrigonospermum! Da staunt man nicht schlecht, wenn man die Sporen zum ersten Mal sieht.


    Dir auch ein gutes, gesundes Neues Jahr mit spannenden Pilzfunden.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo zusammen,


    bevor das alte Pilzjahr zu Ende geht, habe ich noch eine Frage zu einem speziellen Thema, die mich bei der Bestimmungsarbeit schon lange beschäftigt.


    Vorgestern habe ich einen Rindenpilz als Amyloxenasma allantosporum bestimmt (Foto 1). Er hat diese kleinen, zylindrischen Pleurobasidien (Foto 2) und deutlich allantoide Sporen (Foto 3). Die Sporen sollen amyloid sein, doch wie hat dies auszusehen? Die angefügten Sporenbilder in Melzer (Fotos 4 bis 6) zeigen eine mehr oder weniger grünliche Farbe. Wenn das nicht amyloid ist, ist meine Bestimmung falsch!


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Dirk,


    also das sind keine richtigen Flämmlingssporen auf deinen Fotos! Die von dir gezeigten Sporen erinnern mich mehr an eine Stropharia. Auch erkenne ich keine Cheilozystiden auf deinem Bild. Das sieht mir mehr nach Basidiolen aus. Kannst du nochmal eine Lamellenschneide untersuchen? Der von dir gezeigte Pilz müsste Cheilozystiden haben.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Hans,


    vielen Dank für den Hinweis! In dem Waldstück standen tatsächlich überwiegend Weißtannen. Die morschen Holzstücke sahen für mich wie "hingeworfen" aus. Deshalb war ich mit meiner Holzeinordnung vorsichtig. Ich werde in Zukunft mal darauf achten, wie sich Tannenholz zersetzt. In unseren Wäldern sind genug Weißtannen vorhanden, um danach zu schauen.


    Viele Grüße

    Christian