Posts by Älbler

    Hallo Rika,


    mit den suburniformen Basidien und den großen Sporen erinnert mich dein Fund an eine Hyphoderma. Aber makroskopisch sieht die schon komisch aus.


    Vergleiche deinen Fund mal mit Hyphoderma transiens:


    Hyphoderma transiens


    Die ist es höchstwahrscheinlich nicht, aber mir fällt im Moment nichts Ähnlicheres ein.


    Hast du zufällig Fotos von jungen Basidien, bei denen die Sporen an den Sterigmen noch ganz klein sind? Da kann man bessere Rückschlüsse auf die Basidienform treffen.


    Viele Grüße

    Christian

    Guten Morgen Abeja,


    zu deinen ersten zwei Nummern kann ich schon mal was sagen:


    Nr. 1 ist kein amoenolens (ich denke dass du mit diesem Namen C. anserinus meintest). Der Buchenklumpfuß hat eine deutliche Klumpfußknolle, viel mehr Cortina und gelbe Hutfarben mit leichtem Olivstich.

    Dein Fund erinnert mich an einen Pilz der "riederi"-Gruppe. Vergleiche mal mit Cortinarius argenteolilacinus:


    http://www.pilzflora-ehingen.de/pilzflora/arthtml/cargenteolilacinus.php


    Nr. 2 ist kein cinnabarinus. Dein Fund erinnert mich an einen Gürtelfuß aus der "hinnuleus"-Gruppe. Hat der staubartig gerochen? C. cinnabarinus hat eigenartig auffallende Rottöne mit einem metallischen Glanz.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo zusammen,


    ich habe gestern in einem Seggen-Buchenwald auf felsigem westexponiertem Steilhang zwei Telamonien gefunden. Der eine roch nach Petersilie, wahrscheinlich Cortinarius phaeosmus. Der andere ein kräftiger Gürtelfuß mit keulig verdickter Stielbasis und ohne besonderen Geruch.


    Zuhause habe ich spaßeshalber meine Pilzfunde mit der UV-Lampe angeschaut und festgestellt, dass der Gürtelfuß blau fluoresziert. In der BaWü-Funga habe ich gelesen, dass die Telamonien der Sektion "brunnei" blau fluoreszieren sollen. Aber gibt es da eine Art im Buchenwald und dann auch noch auf so exponierten Standorten?


    Um welchen Gürtelfuß der "brunnei"-Gruppe könnte es sich dabei handeln?


    Einen schönen Sonntag

    Christian

    Hallo Andreas,


    das kann schon sein, dass der Pilz eine Mycena ist. Seltsam war für mich, dass mir keine Zystiden auffielen. Die müssten bei allen Mycenaarten vorhanden sein. Ich hatte bisher keine Mycena mit so kleinen oder unauffälligen Zystiden, dass ich sie nicht finden konnte.


    Ich werde mal Peter anschreiben, ob er das Exsikkat nochmal untersuchen kann.


    Beste Grüße

    Christian

    Hallo Abeja,


    ich hatte die Geruchsangabe vergessen: Der Pilz roch stark gurkenartig! Ich hielt ihn zuerst für einen Helmling. Doch die Kombination Gurkengeruch, fehlende oder nicht sichtbare Zystiden und inamyloide Sporen (mein Sporenfoto ist in Melzer gemacht) schließen einen Helmling aus. Dann kam noch die Gattung Hemimycena in Frage, bei der Arten ohne Zystiden vorkommen. Scheinhelmlinge haben aber rein weiße Farben, wenn sie mehr als 10 Lamellen haben. Diese Formen kenne ich und die passen nicht zu meinem Fund. Also konnte ich diese Gattung auch ausschließen. Besonders typisch für mich aber ist dieser deutliche Mehl-Gurken-Geruch, den die meisten Tephrocybe-Lyophyllen haben.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo zusammen,


    während der Pilzkartierungswoche in St. Oswald habe ich dieses rätselhafte Lyophyllum gefunden (Fotos 1 bis 3). Mit der mir zur Verfügung stehenden Bestimmungsliteratur fand ich bisher zu keiner passenden Art. Die Sporen waren deutlich langgestreckt mit 6,6-7,5-8,5 x 2,9-3,5-4 µm (Foto 4). Zystiden waren nicht vorhanden. Mikroskopisch wäre Lyophyllum fusisporum ein Kandidat. Aber die Zeichnung von Erhard Ludwig passt nicht so richtig zu dem von mir gefundenen Pilz. Er wuchs in der Laubstreu bei Buche in einem Waldstück bei der Kleinen Ohe nahe der Fredenbrücke.


    Hat jemand hier im Forum schon mal so ein Lyophyllum gefunden?


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Frank,


    vielen Dank für die Bestätigung. Das ist gut zu wissen, dass bei dünnwandigen Sporen die Amylreaktion schwach ausfällt.


    Das neue Jahr bescherte mir gleich einen guten Einstand in Sachen Pilzfunde: Sistotrema subtrigonospermum! Da staunt man nicht schlecht, wenn man die Sporen zum ersten Mal sieht.


    Dir auch ein gutes, gesundes Neues Jahr mit spannenden Pilzfunden.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo zusammen,


    bevor das alte Pilzjahr zu Ende geht, habe ich noch eine Frage zu einem speziellen Thema, die mich bei der Bestimmungsarbeit schon lange beschäftigt.


    Vorgestern habe ich einen Rindenpilz als Amyloxenasma allantosporum bestimmt (Foto 1). Er hat diese kleinen, zylindrischen Pleurobasidien (Foto 2) und deutlich allantoide Sporen (Foto 3). Die Sporen sollen amyloid sein, doch wie hat dies auszusehen? Die angefügten Sporenbilder in Melzer (Fotos 4 bis 6) zeigen eine mehr oder weniger grünliche Farbe. Wenn das nicht amyloid ist, ist meine Bestimmung falsch!


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Dirk,


    also das sind keine richtigen Flämmlingssporen auf deinen Fotos! Die von dir gezeigten Sporen erinnern mich mehr an eine Stropharia. Auch erkenne ich keine Cheilozystiden auf deinem Bild. Das sieht mir mehr nach Basidiolen aus. Kannst du nochmal eine Lamellenschneide untersuchen? Der von dir gezeigte Pilz müsste Cheilozystiden haben.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Hans,


    vielen Dank für den Hinweis! In dem Waldstück standen tatsächlich überwiegend Weißtannen. Die morschen Holzstücke sahen für mich wie "hingeworfen" aus. Deshalb war ich mit meiner Holzeinordnung vorsichtig. Ich werde in Zukunft mal darauf achten, wie sich Tannenholz zersetzt. In unseren Wäldern sind genug Weißtannen vorhanden, um danach zu schauen.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Stefan,


    vielen Dank für den Artikel. Es kann gut sein, dass es sich bei dem Fund nicht um Odonticium helgae handelt, sondern um O. flabelliradiatum. Ich habe keine inkrustierten Subikulumhyphen gesehen. Allerdings konnte ich die für O. flabelliradiatum typischen Zystiden nicht erkennen! Wie schon mitgeteilt, geht ein Exsikkat diese Woche noch an Frank Dämmrich.


    @Rika:

    Da hast du ein super Foto gemacht! So deutlich habe ich die Rhizomorphen nicht gesehen.

    Mit Holzinneren meinte ich schon die Spalten im morschen Holz. Es gibt einige Rindenpilze, die speziell in solchen Spalten wachsen, weil sie wahrscheinlich keine Luftzirkulation tolerieren. Diese Arten können natürlich auch außerhalb solcher Holzspalten wachsen, wenn es dort "luftdicht" ist.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Frank,


    super! Ich werde dir Ende der Woche ein Exsikkat zukommen lassen. Die Originalbeschreibung von dem Pilz würde mich noch interessieren! Was mir noch aufgefallen ist: Er wuchs im Holzinneren! Ich habe ein Stück finalmorsches Weißfäuleholz (Fichte?) auseinander gerissen. Dort drinnen wuchs er.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo zusammen,


    unter finalmorschem Nadelholz (Weißfäule) fand ich diesen Rindenpilz, den ich als Odonticium helgae bestimmt habe. Weil der nicht sehr häufig gefunden wurde (2 Einträge in der Onlinekartiung) würde ich diesen Fund gerne absichern. Vielleicht ist das hier im Forum möglich.


    Kurze Beschreibung:

    Resupinat, leicht ablösbar, Hymenium mit dicht stehenden, kleinen Zäpfchen, diese 0,2 mm hoch (Foto 2), fleischrosa bis inkarnatfarben, Rand mit auffälligen Rhizomorphen (Foto 1). Hyphensystem monomitisch, Septen ohne Schnallen, Subikularhhyphen teils dickwandig (Foto 6), Subhymenialhyphen dünnwandig mit kurzen Teilstücken (Foto 4), Hyphen der Filamente dünnwandig (Foto 3). Sporen, ellipsoid, glatt, dünnwandig, hyalin, sehr klein [95% • 24 • SAP • v • H2O(nat) ] = 3,0-3,5-4,0 x 1,6-2,0-2,5 µm.


    Mit dieser Merkmalskombination komme ich mit dem Schlüssel in BERNICCIA zu Odonticium helgae. Ich denke, mit der Gattung müsste ich richtig liegen. Aber passt die Art?


    Wer kann mir das helfen?


    Viele Grüße

    Christian

    Liebe Pilzfreunde,


    vor zwei Wochen herrschten in meiner Wohnung durchweg Temperaturen zwischen 24 und 26 Grad und meine Blattpflanzen hatten ziemlichen Durscht, was ich mit reichlich Wassergaben quittierte! Da wunderte es mich nicht, dass ich in einem Pflanzentopf plötzlich einen kleinen gelben Schirmling fand (Foto 1). Mit dem Schlüssel im GRÖGER gelangte ich schnell zu dem Artenpaar Lepiota xanthophylla/elaiophylla, deren Abgrenzung mir aber Probleme bereitet. Hier meine Diagnose:


    Hut: 3 cm, auf gelblichem Grund fein rotbraun schuppig (Foto 2). Lamellen: holzgelb, senfgelb (Foto 3), im Exsikkat gelb. Stiel: 4 cm x 5 mm, hell gelblich, ohne Ring, aber mit rotbräunlichen Flocken unterhalb einer Ringzone. Geruch: Ähnlich Lepiota christata.


    Sporen: [95% • 25 • SAP • v • H2O(nat)] = 6,4-7,0-7,6 x 3,4-3,8-4,2 µm; Q = 1,6-1,85-2,0; Vm = 53 µm³, ellipsoid, dünnwandig, glatt, hyalin (Foto 4). Cheilozystiden: keine erkannt. HDS: aus langen keuligen, dickwandigen Elementen, meist 100-150 x 12-17 µm (Foto 5).


    Kennt sich jemand bei diesen Gewächshausschirmlingen aus und kann mir weiterhellfen?


    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Stefan,


    bei deinem Fund handelt es sich eindeutig um einen Weichritterling. Man erkennt dies an der Ornamentierung der Sporen in Verbindung mit dem Habitus.
    Versuche mal anhand von Wolfgangs Anleitung Cheilozystiden zu fotografieren. Mit der Form der Cheilozystiden kann man deinen Fund dann einer Gruppe zuordnen. Ich empfehle dir den Bestimmungsschlüssel im GRÖGER 2006 zu nehmen, oder gleich den von Thomas Münzmay im Tintling Nr. 45, Heft 4/2005, der ist sehr genau.


    Was bei einer Melanoleucabestimmung auch noch wichtig ist, ist die Farbe des Stielfleisches. Ich nehme mal an, dass es bei deinem Fund weiß war.


    Beste Grüße
    Christian