Posts by H.Obenauer

    Hallo Dieter,


    wenn es Dir möglich ist, schaue Dir doch mal den hervorragenden Artikel über die Riesenschirmlinge von Gernot Friebes im Tintling Nr. 83 (August 2013) an.
    Da findest Du eine sehr gut verständliche Übersicht mit Schlüsseln, Beschreibungen und vielen Fotos.
    Die ausgeprägte Natterung der Stiele bei Deinen Pilzen lässt am ehesten an M. procera denken. Warum die Hüte nicht aufgeschirmt haben, ist mir aber auch schleierhaft. Vielleicht liegt es an dem sehr trockenen Standort, den Du erwähnst ? Möglicherweise hat es einfach an Wasser gefehlt.


    Viele Grüße
    Harald

    Hallo Wolfgang,


    zunächst einmal nachträglich herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag !!
    Vor ziemlich genau einem Jahr haben wir auf einer Exkursion der Mykologischen AG Südbaden diesen Pilz auf einem Douglasienstumpf gefunden. Keiner der Teilnehmer hatte den Rosa Saftporling vorher schon einmal gesehen.


    Wir haben übrigens die Funde unserer Exkursionen (darunter etliche Raritäten) in die Online-Kartierung von Axel Schilling eingegeben. Es wäre natürlich schön, wenn diese Daten auch in Pilze-Deutschland einfließen könnten.


    Viele Grüße
    Harald

    Hallo Martin,


    Gerronema xanthophyllum haben wir im Südschwarzwald gefunden, siehe unseren Artikel "Die Großpilze des unteren Sulzbachtales" in der Z.Mykol. 81/1.


    Auch Xeromphalina fraxinophila ist in Baden-Württemberg nachgewiesen worden. Einzelheiten dazu von Baireuther/Fischer/Marqua in der Südwestdeutschen Pilzrundschau 2014/1.


    Viele Grüße,
    Harald

    Liebe (Riss-) Pilzfreunde,


    ich war heute Mittag bei mir ums Haus herum am Rasen mähen, als mir auffiel, daß am Rand des Gartenhäuschens ganz frech ein paar Rißpilze ihren Kopf hervorstreckten. Also schnell die Gartenarbeit beendet und nach den Pilzen geschaut:
    Das hat schon makroskopisch ganz nach Inocybe haemacta ausgesehen: Recht große, kräftige Pilze mit faseriger Hutbedeckung, die bei dem älteren, großen Exemplar etwas aufschuppt. Hut eigenartig graubraun gefärbt, mit Grüntönen, rötend. Der Stiel heller gefärbt, grünend, Basis leicht knollig erweitert. Geruch tatsächlich - wie in der Literatur erwähnt - "pferdestallartig".


    Mikroskopisch passt es auch ganz gut: bis 75 µm lange, recht schlanke Zystiden mit dünnen Wänden ( 1 µm), Sporen im Mittel etwa 10 x 6 µm groß.


    Es war das erste Mal, daß ich diese Art "live" gesehen habe. So schön kann Gartenarbeit manchmal sein ! :)


    Viele Grüße
    Harald

    Hallo allerseits,


    hier noch eine kleine Risspilzkollektion, die ich kürzlich von einer Wanderung mitgebracht habe. Ich denke, es könnte sich um Inocybe brunneoatra handeln. Trotz der nicht optimalen Fotos (Pocketkamera) könnt Ihr vielleicht etwas dazu sagen. Die Hutmitte ist in Wirklichkeit dunkler, als es auf den Fotos aussieht.


    Hut: 4 cm Durchmesser, kegelförmig mit breitem Buckel, faserig, braun, Zentrum dunkel braunschwarz und dort schollig aufbrechend, Hutrand nach innen eingebogen und mit weißem Saum, jung mit Cortina
    Lamellen: relativ gedrängt, hell weißlich-grau, dann graubraun, Schneide weißlich
    Stiel: bis 5 x 0,9 cm, weißlich, im oberen Teil etwas bereift, abwärts befasert, Basis leicht knollig angeschwollen, aber nicht gerandet.
    Geruch: spermatisch
    Sporen: 9-10 x 5-6 µm, glatt
    Zystiden: ca. 60-70 x 16-20 µm, Wände bis 2 µm stark, ohne nennenswerte KOH-Reaktion.
    Standort: Badenweiler (Südschwarzwald, Vorbergzone), ca. 400 m NN, kalkhaltiger Boden, bei Buche, Fichte und Tanne (freie Auswahl !)


    Viele Grüße
    Harald

    Hallo Andreas und Helmut,


    vielen Dank für Euere Antworten ! Dann kann ich mein Exsikkat ja jetzt beschriften.


    Helmut: Du hast Recht, das Foto ist mit Blitz gemacht. Am Standort war es ziemlich dunkel (Bewuchs und bedeckter Himmel- kurz vor einem kräftigen Regenschauer...) Da wollte meine kleine Pocketkamera einfach keine Bilder ohne Blitz mehr machen :) .
    Aber ich denke, bei dem rechten jungen Exemplar mit der Cortina sieht man, daß die Lamellen gelb sind.


    Viele Grüße
    Harald

    Liebe Risspilzfreunde,


    ich war heute im Südschwarzwald unterwegs und habe eine Gruppe Risspilze, die ich bei oberflächlicher Betrachtung etwas unkritisch für I. dulcamara gehalten habe (jung halbkugeliger, dann flach ausgebreiteter, etwas filziger (aber auch kleinschuppiger) Hut ohne Buckel), mitgenommen
    Zuhause unter dem Mikroskop tauchten dann metuloide Zystiden auf, also keine dulcamara ! Ich denke, es könnte sich um I. flocculosa var. crocifolia handeln. Aber vielleicht täusche ich mich da auch.


    Beschreibung:
    Hut bis 4 cm groß, jung halbkugelig, dann flach ausgebreitet, ohne buckel, Ränder nicht eingerissen, ockerbräunlich, Oberfläche feinschuppig, filzig wirkend, Cortina weißlich.
    Lamellen gedrängt, jung schön gelb, dann mit leichtem Grau- bzw. Olivstich.
    Stiel bis 6 x 0,6 cm, hell bräunlich, Spitze bereift, weiß befasert, schlank zylindrisch, verbogen, Basis nicht verdickt
    Geruch unspezifisch, eher etwas erdig, nicht spermatisch
    Sporen 8,5-10 x 5-6 µm, glatt
    Zystiden 55-70 x 15-18 µm, Wände bis 3 µm dick


    Standort: krautige Böschung mit Salweide, Grünerlen, Haselnuß, in der Nähe aber auch ein paar Fichten. MTB 7814/4, Elzach-Yach, Rauchengrund, ca. 800 m NN


    Viele Grüße
    Harald

    Hallo Peter,


    oh je, an juristischen Spitzfindigkeiten bin ich nicht interessiert. Klar ist die BMG rein rechtlich von der DGfM unabhängig, und daß sie sich auflösen soll, fordere ich selbstverständlich überhaupt nicht.
    Peter Karasch hat geschrieben, daß der Pilzberater-BMG eingeführt wurde, als sich die DGfM in einem sehr kritischen Zustand befand. Dies kann ich nachvollziehen. Sollte sich die PSV-Situation bei der DGfM aber in Zukunft entscheidend verbessern, würde dieses Argument ja dann entfallen.
    Niemand kann ernsthaft daran interessiert sein, daß in jeder Ecke Deutschlands eine eigene Suppe gekocht wird. (So habe ich auch Zuehlis Beitrag verstanden).
    Aber selbstverständlich kann jeder Verein etc. machen und beschließen, was er möchte. Dies stelle ich nicht in Abrede.


    Deshalb nochmals:
    Warten wir die Vorschläge des (hoffentlich bald offiziell ins Leben gerufenen) Fachausschusses PSV-Wesen ab !!!
    Vielleicht können wir dann einen Deckel draufmachen und in eine positive Zukunft der deutschen Pilzberatung blicken !


    Viele Grüße
    Harald

    Guten Morgen allerseits,


    warten wir doch einfach mal ab, ob die Mitgliederversammlung grünes Licht für einen FA PSV-Wesen gibt. Sollte dies der Fall sein, so wird der Ausschuss ein Konzept erarbeiten und nochmals zur Diskussion stellen, bevor endgültig entschieden wird. Und dann diskutieren wir auch wirklich über etwas Konkretes.


    Was die Zweistufigkeit des PSV-Wesens angeht, so scheint mir das doch auch eine Glaubensfrage zu sein. Niemand kann mit Sicherheit vorhersehen, ob das etwas bringt oder nicht.
    Auch wenn ich mir nach wie vor nicht so recht vorstellen kann, daß sich damit die Zahl der Pilzberater entscheidend erhöhen lässt, so muß ich den Befürwortern doch in einem Punkt Recht geben: Wenn man es nicht versucht, kann man es nicht wissen, und man verpaßt vielleicht eine Chance.
    Wenn die Entscheidung (egal in welche Richtung) gefallen ist, sollten wir das dann nicht blockieren und an einem Strang ziehen, um im Interesse der Sache zu einem optimalen Ergebnis zu kommen.


    Folgendes sollte dabei aber auf jeden Fall sichergestellt sein:
    - eine weiterhin qualitativ hochwertige Ausbildung der Pilzberater bzw. PSV
    - ein einheitliches Pilzberaterwesen der DGfM ohne Regionalisierungen (auch Bayern müßte sich dann in Zukunft wieder einklinken)
    - ausreichendes Fortbildungsangebot (einfacher gesagt als getan, ich weiß. Man braucht ja auch die Referenten dafür).


    Viele Grüße
    Harald

    Guten Morgen Peter,


    vielen Dank für Deine Antwort. Jetzt weiß ich zumindest, wie es dazu kam, daß in Bayern ein eigener Pilzberater-BMG eingeführt wurde.


    Dazu noch folgende Anmerkungen bzw. Fragen:


    - Gibt es denn aus Bayern schon Erkenntnisse, ob sich durch die Einführung der PSV-Zweistufigkeit die Pilzberatung in der Fläche verbessert hat ?


    - Man sollte bedenken, daß auch von anderen inzwischen Pilzberater ausgebildet werden (z.B. mobile Pilzschule-Honstraß). Ich sehe da etwas die Gefahr, daß es auf eine Inflation von unterschiedlichen "Pilzberatern sensu lato" herauslaufen könnte. Die DGfM sollte ruhig so selbstbewußt sein, hier die "Marktführerschaft" übernehmen zu wollen. Ich fände es schön, wenn es unter dem Dach der DGfM ein einheitliches Ausbildungssystem gäbe, das gut qualifzierte PSV bzw. Pilzberater als "Topmarke der Pilzberatung" hervorbringt.


    - Ist denn eigentlich auch sichergestellt, daß alle potentiellen Pilzberater von der ratsuchenden Bevölkerung auch ohne große Schwierigkeiten gefunden werden können ? (beispielsweise DGfM-Liste im Internet, Listen der Verbraucherschutzstellen, Vergiftungszentralen). Gibt es Erkenntnisse, wie hoch die Quote der registrierten Berater ist ?


    Viele Grüße
    Harald

    Schönen guten Morgen,


    - ich habe mir die Prüfungsanforderungen für einen Pilzberater-BMG angesehen. Sehr vernünftig, muß ich sagen. Aber: die gewünschten Kenntnisse entsprechen im Großen und Ganzen doch schon denen, die auch die DGfM bisher fordert. Warum schafft man den Pilzberater-BMG nicht wieder ab und etabliert einen deutschlandweit gültigen Pilzberater-DGfM ??


    - Ist denn eigentlich geplant, daß der Fachausschuß den Entwurf der neuen Ausbildungsordnung auf der DGfM-Homepage vorstellt bzw. zur Diskussion stellt ? Wenn ja, könnten wir den Kaiser Wilhelm und die Sepferdchen lassen, wo sie sind und uns die Vorschläge des FA nochmals anschauen, wenn sie fertig ausformuliert sind.


    - Schulen: Da muß ich Joschi völlig Recht geben !! Ich habe das jahrelang bei meinen Kindern miterlebt: Da wird z.B. Biologie, Chemie und Physik zu einem "Naturwissenschaftlichen Arbeiten" zusammengeworfen, mit dem Effekt, daß nur noch Halbherziges vermittelt wird. Von einer echten naturkundlichen Grundbildung, die einem auch für das Leben etwas bringt, keine Spur !! Und die Pilzkunde kommt gleich überhaupt nicht vor.
    Aber wahrscheinlich ist die DGfM als Fachgesellschaft zu klein, um daran etwas ändern zu können. Wäre es denn denkbar, mit anderen naturwissenschaftlichen Gesellschaften zu kooperieren, um mehr Druck auf die Lehrplangestaltung machen zu können ?


    Schönes Wochenende und viele Grüße
    Harald

    Hallo Andreas,


    dann müsste aber die zweite PSV-Stufe oberhalb des aktuellen Pilzsachverständigenstatus angesiedelt werden, und nicht unterhalb . Es darf in der Qualifikation der PSV nichts verwässert werden !
    Es ist schon nicht immer einfach, einen Pilz-Sammelkorb zu begutachten. Aber viel schwieriger wird es ja dann noch mit abgeschnittenen Hüten, Bruchstücken oder Putzresten !
    Hier ist ausreichende Erfahrung unabdingbar.


    Ihr habt Eure guten Gründe für Euere Meinung, das sehe ich schon ein. Meine Meinung ist momentan aber eine andere.
    Sollte die Zweistufigkeit kommen und ich dann in Zukunft eines Besseren belehrt werden, so sollte es mir (im Interesse der Sache) aber auch Recht sein.


    Viele Grüße
    Harald

    Hallo Peter,


    ich bin der Ansicht, daß die aktuelle PSV-Ausbildungs- und Prüfungsordnung vollkommen ausreichend und gut genug ist.
    Selbstverständlich stimme ich Dir zu, daß es sehr wünschenswert wäre, PSV-Dienstleistungen flächendeckend in ganz Deutschland anzubieten. Aber wir müssen sehr vorsichtig sein, hier eine offizielle "Vorstufe zum PSV" einzuführen !
    Gerade die Korbkontrolle ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die eine gewisse Erfahrung erfordert. Wir wissen doch alle, wie schwierig es ist, die Pilze in allen ihren Entwicklungsstadien sicher zu erkennen. Oder einen Gifthäubling aus einem Korb voller Stockschwämmchen herauszufischen ! Oder, wie ich es in den letzten Jahren mehrfach (!) erlebt habe, einzelne Cortinarius orellanus aus einem Korb voller Pfifferlinge !!
    Hier sehe ich die PSV in der Pflicht, über Exkursionen, VHS-Kurse etc. das Interesse an Pilzen bei der Bevölkerung zu fördern und dann die wirklich Interessierten an die Pilzkunde heranzuführen. Auch Pilzvereine und AGs sollten diese Aufgabe übernehmen.
    Erst nach mehreren Jahren intensiver Beschäftigung mit der Pilzkunde sollte dann die PSV-Prüfung stehen. Niemand kann lediglich mit dem Besuch eines F 2-Kurses ein Pilzberater sein !


    Was die geforderten Kenntnisse bei der Prüfung angeht: Natürlich kann niemand alles wissen. Das ist auch gar nicht nötig. Wenn ein Ratsuchender einen Hallimasch bringt, wird es ihm egal sein, ob das jetzt ostoyae, gallica oder cepistipes ist. Aber ein umfangreiches Grundwissen muß der Prüfling halt schon haben.
    Das ist für mich das Wichtigste. Die flächendeckende PSV-Versorgung muß dann zweitrangig sein (auch wenn es natürlich das Optimale wäre!)


    Fortbildungen für aktuelle PSV: hier wäre es erstrebenswert, wenn man ein besseres Angebot an Weiterbildungen hinbekommen könnte ! Wenn man seinen Ausweis verlängern lassen möchte, ist es fast eine unlösbare Aufgabe, irgendwo (halbwegs in der Nähe und nicht am anderen Ende von Deutschland) eine Fortbildungsmöglichkeit zu finden.
    Im Übrigen fände ich mikroskopische Weiterbildungskurse für PSV eine sehr gute Idee !


    Viele Grüße,
    Harald

    Hallo Peter,


    nimm bitte zur Kenntnis, daß über 50 PSV eine gemeinsame Meinung geäußert haben. Dies als grotesk zu bezeichnen, scheint mir nicht angebracht.
    Ich glaube nicht, daß die Aufteilung der PSV-Ausbildung in verschiedene Stufen zu mehr PSV und zu weniger Pilztoten führen wird.


    Die meisten Vergiftungen passieren doch, weil die Leute ihre Kenntnisse überschätzen und gar nicht daran denken, jemanden zu fragen.
    Wer eine Beratung möchte, findet schon Mittel und Wege, einen PSV zu kontaktieren (z.B. über Vergiftungszentrale oder DGfM-Liste im Internet).


    Viele Grüße
    Harald

    Hallo Peter,


    noch eine Ergänzung:
    Ich würde mir wünschen, daß die Lehrtätigkeit der PSV in Zukunft nochmehr Beachtung finden würde ! Auf zahlreichen VHS-Kursen, Exkursionen etc. habe ich festgestellt, daß sich viele Leute durchaus für die Pilzkunde jenseits der reinen "Speisepilzfrage" begeistern lassen. Man muß es nur richtig vermitteln ! Manche Teilnehmer kommen jahrelang wieder, und die mache ich dann auf die DGfM-Weiterbildungsstätten aufmerksam. Da kommen dann auch irgendwann mal PSV für die Zukunft raus.
    Also: auch die "Lehrtätigkeit" gebührend in den Vordergrund rücken !! So können wir uns potentielle PSV-Kandidaten "heranziehen" und brauchen keine Zweistufigkeit mehr.


    Viele Grüße
    Harald

    Hallo Wolfgang,


    vielen Dank nochmals für Deine Ausführungen zu den Plänen und Gedanken des Fachausschusses in Bezug auf die Zukunft des PSV-Wesens. Das war sehr interessant !
    Dennoch sind wir eben der Meinung, daß die bestehende Prüfungsordnung gut und anspruchsvoll genug ist.
    Wichtig ist vor allem, daß man sich nicht durch die Prüfung "mogeln" kann, sondern die geforderten Kenntnisse auch wirklich besitzt !! Ich denke, dann kann man auch ruhigen Gewissens seiner Pilzberatertätigkeit nachgehen.
    Wenn Ihr in Zukunft Fortbildungs- bzw. Qualifizierungskurse zur mikroskopischen Tätigkeit anbieten könntet, wäre das zweifellos sehr begrüßenswert. Einen zusätzlichen PSV-Status sollte man daraus aber nicht konstruieren.
    Jeder PSV kann ja mit den Vergiftungszentralen eine mikroskopische Beratungstätigkeit vereinbaren, wenn er sich das zutraut.


    Viele Grüße !
    Harald

    Liebe Ditte,


    da gebe ich Dir Recht, das ist wirklich ein nettes Fundstück !!
    Das wär´s doch gewesen, wenn der Herr Oliviero tatsächlich ein Serum entwickelt hätte, das gegen alle Pilzvergiftungen wirksam ist, egal welche Giftpilze verzehrt wurden.
    Da wären wir PSV ja (fast) arbeitslos: Wenn es mit einer Pilzmahlzeit mal schief geht, einfach das Universalserum verabreichen !!! Kein Nachbestimmen oder Mikroskopieren von Putzresten etc. mehr. :thumbup:


    Ich wünsche Dir noch ein schönes Wochenende !
    Liebe Grüße
    Harald

    Hallo Wolfgang,


    nach Deinen Bildern zu urteilen, kann das eigentlich nur Baeospora myriadophylla sein. Habitus und Standort passen nicht zu B. myosurus.


    In der Nähe meines Wohnortes habe ich mehrere Fundstellen dieser Art (dort aber bisher nur an Weißtanne), und ich kann Jürgens Anmerkungen nur bestätigen. Normalerweise haben die Pilze wunderschön amethystfarbene Lamellen und auch die Hutoberfläche weist violette Farbbeimischungen auf, aber hin und wieder können sie am gleichen Standort auch ganz blaß oder rein hell bräunlich gefärbt sein.


    Wahrscheinlich ist das Tausendblatt gar nicht so selten, wenn man in den Wintermonaten konsequent an morschem Nadelholz sucht, wird man immer wieder mal fündig.


    Viele Grüße,
    Harald