Posts by Wolfgang Prüfert

    Hallo Schdoffi,


    den anderen Beitrag hast Du als unregistrierter Benutzer gestartet. Diesen hier als registrierter Benutzer.


    Achte mal darauf, ob über der Titelgrafik steht: "Angemeldet als Schdoffi". Dann solltest Du auch antworten können.


    Nicht registrierte Benutzer haben in diesem Forum nur wenige Rechte, aber eine Frage stellen dürfen sie - insbesondere natürlich zur Registrierung ;)


    Grüße,



    Wolfgang

    Hallo Karin,


    ich hab' versucht, das nachzuvollziehen. Wenn ich in einem Profil auf meinen oder Deinen Namen klicke, wird eine Mitgliedersuche ausgeführt, die aber (warum auch immer) eine komplette Liste als Ergebnis liefert. Da Tanja die fleißigste Schreiberin ist, steht ihr Name immer oben in der Liste. (sofern man nicht die Sortierung nach Anzahl Beiträgen geändert hat).


    Ich würde es als harmlosen Fehler in der Software werten. Da es schon eine kleinere Nachfolgeversion gibt, und das nächste große Update im Herbst erscheint, werde ich jetzt keine Hersteller-Anfrage starten.


    Grüße,



    Wolfgang

    Hallo,


    auch wenn Wolfgang Schössler schreibt "keinerlei Blautöne feststellbar": mein erster Impuls wäre ausgeblichene incarnatofuscescens.


    Die Sporenmaße würden passen, das mit den Schnallen wäre zu überprüfen.


    Grüße,



    Wolfgang


    (der sich gerade auf zwei Wochen Portugal mit Familie vorbereitet)

    Hallo Harald,


    im geschlossenen Bereich sind Unterforen für das Präsidium, Arbeitskreise und Fachbeiräte, Tagungsvorbereitung, Redaktion Website und Z. Mycol, etc.


    Du musst einfach noch ein paar DGfM-Ämter aufhäufen, dann wird auch ein geschlossenes Forum für Dich dabei sein...


    :rolleyes: :D :P



    Wolfgang

    .. jetzt ist mein Interesse ja geweckt, weil ich in den Mainzer Binnendünen mit submediterranen Floren-Einflüssen ja gewarnt sein muss. Ich hatte von der Art bis eben noch nie gehört.


    Kann mir jemand diese Literaturstelle besorgen?


    Castro, M.L.; Freire, L. (1995). Gyroporus ammophilus, a new poisonous bolete from the Iberian Peninsula. Persoonia 16 (1): 123-126.


    (Bitte als PM, keine öffentlichen Literatur-Downloads einstellen).


    Danke, Wolfgang

    Hallo Jorge,


    ich hatte mich zugegbenermaßen auch gewundert, den Hasenröhrling in der DGfM-Positivliste der unkritische Speisepilze zu finden.


    Da ich aber volles Vertrauen in die Arbeit des Fachbeirates Toxikologie habe, gibt es offensichtlich nach aktuellem Forschungsstand keine Gründe, die Essbarkeit des Hasenröhrlings anzuzweifeln.


    Gegessen habe ich ihn aber selbst noch nicht - da die Essbarkeit für mich eine relativ neue Information ist und ich ihn nicht jedes Jahr finde (gelegentlich aber in sehr großer Zahl).


    Grüße, Wolfgang

    Hallo an alle,


    ich bin auch sehr dafür, eine präzise Begriffsbestimmung zugrunde zu legen.


    Ich würde als Referenz Clemencon: "Anatomie der Hymenomyceten" vorschlagen, da das ein relativ aktuelles, sehr umfassendes und in der Begriffsbestimmung präzises Werk darstellt, das dazu auf deutsch erschienen, relativ weit verbreitet und in Publikationen zitabel ist. Die unterschiedlichen Verwendungen eines Begriffes in verschiedenen Schulen werden ausführlich erläutert.


    Dort wird (Hymenial-)Cystiden und Pseudocystiden unterschieden, die der Trama entspringen. Wir könnten also die Romagnesi'schen "Randhaare" ggf. durch "Pseudocystiden" ersetzen, sofern sie differenzierte Endzellen darstellen. Noch etwas anderes sind aber einfach wild herauswachsende Tramahyphen, die Cystiden vortäuschen aber natürlich keine taxonomische Relevanz haben (so würde ich Karls Bild verstehen).


    Ich glaube aber schon, dass der grundsätzliche Aufbau der Lamellenschneide bei Entoloma ein relativ konstantes Merkmal ist, dass vielleicht zur Trennung auf Sektions-Ebene geeignet wäre - Musterbeispiel ist serrulatum, und m.E. hat caeruleum denselben Schneidentyp nur (fast) ohne Pigmente (siehe Wölfel: Z.Mycol 51(1),100).


    Grüße, Wolfgang


    P.S.: Zu Gerhards neuen 3 Fragen kann ich leider nichts beitragen, mir sind bisher noch nie Sceletobasidien oder keimende Sporen aufgefallen.

    Hallo Gerhard,


    mir ist es letztes Jahr bei einer Art aufgefallen, die ich als pseudoturci bestimmt hatte:


    Im Schlüssel wird von "Cheilocystiden" gesprochen, aber die dort abgebildeten Zellen (die in der Schneiden-Aufsicht schön pallisadenartig parallel herausstehen) sind nur undifferenzierte Trama-Endhyphen.


    Ich habe sogar die Vermutung, dass fast(?) alle gefärbten "Cystiden" in Wirklichkeit Randhaare sind. Das würde auch anatomisch Sinn ergeben, denn das würde ihre Verwandschaft zu den Huthaut-Zellen (mit derselben Pigmentierung) herausstellen.


    Ich gebe Dir Recht: in der Praxis ist es schwer zu beurteilen, weil es gute Präparation erfordert (was am Exsikkat zumindest meine Fähigkeiten übersteigt). Ich glaube aber, dass die Unterscheidung taxonomisch recht wertvoll wäre.


    Grüße,



    Wolfgang

    Hallo Jürgen,


    könnte es sein, dass Du als zweites versehentlich ein falsches Bild hochgeladen hast?


    Jedenfalls sieht mir das zweite mehr nach einer Galerina aus, während das erste (soweit erkennbar) eine Psilocybe sein könnte.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo Hias,


    Danke für die Erinnerung, mal neben der FE5 auch in den Ludwig zu gucken - das ist bei mir noch nicht so in Fleisch und Blut. Gerade juncinum ist da ja ausführlich abgebildet und beschrieben und passt makroskopisch gut zu meinem zweiten Fund. Ich werde wohl die nächsten Tage nicht zum Mikroskopieren kommen, um genaue Sporengröße meiner Kollektion zu ermitteln. Das hole ich aber nach.


    Ob Jürgen das Pigment richtig beurteilt hat, ist anhand seiner Bilder für mich schwer zu beurteilen. So ganz un-inkrustiert sieht es nicht aus, oder?



    Wie man bei Entoloma mit Zellen an der Schneide umgeht, wäre wohl einen eigenen Thread wert. Neben klassischen Artefakten wie deformierten Basidien gibt es auch Sippen, die mit oder ohne Zystiden auftreten können (z.B. weholtii, politoflavipes, moguntinum), wobei in diesem Beispiel die Variabilität in einer Kollektion von total steriler bis zu total fertiler Schneide reicht, und zwei Formen von Zystiden auftreten können.


    Dazu kommt eine Unterscheidung zwischen "echten" Zystiden und Pseudocystiden (die der Trama entspringen), oder auch sterile Schneiden mit liegenden Hyphen ohne Endzellen.


    Ich glaube nicht, dass man hier eine Regel finden kann, die der ganzen Gattung gerecht wird.


    Grüße,



    Wolfgang

    Hallo,


    wie schon hier geschrieben, steht zur Zeit in Schluchtwäldern am Wegrand unter Springkraut (Impatiens) eine kleine braune Nolanea mit subisodiametrischen Sporen und unangenehm mehlig-gurkigem Geruch/Geschmack.


    Meine neuerliche Kollektion hatte einen deutlich helleren Stiel, passt aber ansonsten, auch von Standort und Mikromerkmalen, zum Fund von Jürgen.


    Zu den mikroskopischen Merkmalen: ich finde eindeutig Schnallen. Ich habe bei der zweiten Kollektion keine Cystiden gesehen und halte auch die meisten "Cheilocystiden" von Jürgen für Basidiolen. Bei der ersten Kollektion (leider nicht erhalten) hatte ich aber auch Elemente gesehen, die ich als Cheilocystiden gedeutet habe. Das Merkmal ist also ungewiss.


    Das Pigment halte ich für fein inkrustierend.


    Beim Schlüsseln (FE5a) lande ich mit diesen Merkmalen zwischen nitens und juncinum, wobei die Art beim Trocknen einen nitens-ähnlichen seidigen Schimmer angenommen hat und den Mehlgeruch von juncinum hatte. Interssanterweise hatte ich vor Jahren einmal nitens gesehen, konnte die Art damals aber noch nicht bestimmen, weil mir im Quetschpräparat kopfige Cystiden aufgefallen waren, die kürzer als die Basidien sind (also im Lamellenschneiden-Präparat unsichtbar). Das würde sich mit der kopfigen Zystide von Jürgen decken.


    Drei Fruchtkörper als frisch erstelltes Exsikkat sind vorhanden. Leider komme ich derzeit nicht dazu, die Kollektion intensiv zu untersuchen. Jemand Interesse??


    Grüße,



    Wolfgang

    Hallo Jürgen,


    ich war heute wieder in einem Schluchtwald unweit meiner ersten Fundstelle, und habe wohl nochmal 3 Fruchtkörper gefunden - zwei davon wieder unter Springkraut, einer in einem Mädesüß-Bestand am Bachrand auf Schiefer.


    Diese liegen jetzt auf dem Dörrex. Die Art scheint aber an geeigneten Standorten nicht selten zu sein.



    Grüße, Wolfgang

    Hallo Jürgen,


    ich hatte letzte Woche einen Pilz mit gleichen Merkmalen an ähnlichem Standort auf einer Exkursion gesehen.


    Allerdings hatte ich (wenige) Schnallen gefunden, und die Sporen als (sub)isodiametrisch eingestuft und bin damit im Schlüssel schnurstracks zu occultipigmentatum var. cystidiatum gekommen, der allerdings nicht als durchscheinend gerieft beschrieben wird.


    Auch wenn der Pilz, den ich gefunden habe, nicht so kopfige Cystiden hatte, glaube ich, dass wir von der gleichen Art sprechen. Mir ist er aber auch über Nacht in der Sammeldose zerlaufen.


    Also schade, dass kein Exsikkat verfügbar ist. Da hilft nur, in Schluchtwäldern unter Springkraut auf tonigem Boden eifrig nachzusuchen, und den Fund im Eiltempo auf den Dörrex zu bringen.



    Wolfgang

    Hi Alis,


    der Goldmistpilz mit der aderigen Huthaut wird als var. variicolor geführt, z.B. im Ludwig.
    Andere Autoren machen eine eigene Art 'draus, z.B. Funga Nordica.


    Ich selbst habe zum taxonomischen Rang keine eigene Meinung, da ich variicolor erst letzten Samstag das erste Mal gesehen habe.


    Grüße,


    Wolfgang

    Hallo,


    auf meiner besten Entoloma-Wiese waren heute immerhin Einzelfruchtkörper von incanum und exile(?) und ein Grüppchen griseocyaneum. In der Kiefern-Waldsteppe des Lennebergwaldes kamen die ersten serrulatum. Insgesamt noch wenig, aber wenn das Wetter so bleibt, könnte es eine gute Saison werden!



    Wolfgang

    Hi Andreas,


    ich finde es für Wiesenpilze auch noch etwas früh. Vor Juli sind mir noch nie größere Artenzahlen an Rötlingen begegnet. Abgesehen davon hat kaum ein Teil von Deutschland den Niederschlag von Südbayern abbekommen.


    Am Samstag waren auf ein paar neuen Wiesenflächen nur Agrocybe dura und pediades, Bovista plumbea und Calvatia utriformis. Im Mainzer Sand staubt es - trotz Regen.



    Grüße, Wolfgang

    Hallo,


    ich bin heute auf einem Spielplatz über folgenden Pilz gestolpert:


    Hut 25 – 35 mm, jung konvex, alt ausgebreitet oder leicht niedergedrückt, Hutrand etwas unregelmäßig gelappt, dunkel rötlichbraun bis weinbraun, feinschuppig, nicht hygrophan, nicht durchscheinend gerieft. Stiel 20 – 30 x 5-8 mm, zylindrisch oder leicht zur Basis verdickt, leicht faserig-flockig, gleichfarbig oder etwas heller als der Hut. Lamellen schwach herablaufend, cremeweiß bis bräunlich. Fleisch weiß. Geruch und Geschmack stark mehlartig.


    Sporen 7,5 – 9,5 x 5,5 – 6 my , Q=1,3 – 1,75; Mittelwert (n=9) 8,2 x 5,7 my, Q=1,44. Keine Cystiden. Huthaut ein Trichoderm aus relativ kurzzelligen Elementen bis ca. 25 x 6 my, Pigment teils intrazellulär, teils in Punkten oder Bändern grob inkrustierend, Schnallen in Huthaut häufig.


    Waldspielplatz Uhlerborn, auf nackter sandiger Erde unter Eichen am Rande einer Rindenmulch-Fläche. MTB 5914/4/4, 100m ü NN. 10.6.2012, leg. et det. W. Prüfert



    Zuerst hatte ich eine Rhodocybe oder Calocybe im Verdacht, aber eigentlich deutet alles auf eine Clitocybe aus der sinopica-Gruppe (die mir vorher unbekannt war). Jetzt hat mein Pilz aber überwiegend sehr(!) grob inkrustierendes Pigment, während für sinopica bei Harmaja und Kuyper (FAN 3) nur intrazelluläres Pigment angegeben ist. Exsikkat ist vorhanden.



    Wolfgang