Posts by Wolfgang Prüfert

    Hallo Martin,


    erstmal willkommen im Forum und willkommen in der DGfM (Tanja hat mich gerade informiert).


    Es müßte doch möglich sein, einen kompletten Datensatz der gültigen Arten z.B. vom IF zu spiegeln.

    Eine einheitliche Checklist braucht man auf jeden Fall. Ob der IndexFungorum dafür die optimale Quelle ist? Für viele Artengruppen gibt es schon bessere Listen. Außerdem ist im IndexFungorum nicht ersichtlich, ob die Art in Deutschland überhaupt vorkommt, und eine weltweite Liste senkt dramatisch die Übersichtlichkeit. Ich denke, man bräuchte eine "Checklist Of European Fungi", und dafür eine Zusammenarbeit der DGfM mit anderen nationalen Gesellschaften, aber das wäre ein eigenes spannendes Thema.


    Abfragemöglichkeiten über Genus/Art hinaus in Kombination mit geographischen Daten, Substrat/Mykorrhizapartner/Ökologie und Erscheinungszeit sollten auch gegeben sein

    Hier sollte man trennen zwischen einem Erfassungs-Werkzeug und einem Auswertungs-Werkzeug. Ich glaube, dass die Daten eines "Kartierers", der mit dem Smartphone durch den Wald läuft und damit genau georeferenzierte, aber leider etwas unscharfe Bilder von Pilzen macht, die er sich danach im Internet bestimmen lässt, auch nicht immer wertlos sind. Um solche Daten zu melden, braucht man sicher ein anderes Werkzeug als für einen Pilzmikroskopierer, der zu Hause stundenlang an seinem Fund gearbeitet hat und als Kommentar mitgeben möchte, dass die Sporen etwas größer und länglicher waren als in der Literatur angegeben.


    Von einer Auswertung wie "Zeige mir alle Hebeloma-Funde aus Laubwald auf Kalk mit kopfigen Zystiden" träume ich auch schon seit vielen Jahren, und hatte auch schon mal angefangen, das zu programmieren. Leider sprengt ein solches Projekt meinen derzeitigen Rahmen an Freizeit-Gestaltung, weil ich eine zu lange Durststrecke an stumpfer Programmiertätigkeit auf dem Weg dahin habe. Das mache ich schon beruflich, und muss die Freizeit für eine geistige Erholung und Abwechslung nutzen.


    Axel Schillings "brd.pilzkartierung.de" ist eines der heute möglichen Erfassungs-Tools, und neben Mykis wohl das am meisten verbreitete. Wenn ich es aber richtig verstanden habe, fließen Axel Schillings Daten nicht an die DGfM, weil ein Deal, die Daten zu kaufen, geplatzt ist (noch unter dem alten Präsidium). Auf die dort verwendete Artenliste hat die DGfM also derzeit keinen Einfluss.


    Grüße,




    Wolfgang

    Hi Tanja,


    ich bin wahrlich kein Rostpilz-Experte, aber habe einen Brandenburger zur Hand. Danach "darf" P. violae an allen oberirdischen Pflanzenteilen vorkommen. Es ist aber nicht der einzige Rost auf Viola.


    Grüße,



    Wolfgang

    Hallo,


    fein, dass mein Vorschlag auf etwas Resonanz stößt!


    Das A und O wäre sicherlich, dass die Artenliste kompatibel ist. Vielleicht müssen bei "Naturgucker" nicht alle 10.000 Arten mit jedem weißlichen Belag (Corticiaceen) und jedem schwarzen Punkt (Pyrenomyceten) enthalten sein, aber die jeweils kartierbaren Arten müssen in allen möglichen Erfassungs-Werkzeugen demselben einheitlichen Artkonzept folgen. Allein da hat die DGfM noch ein paar "Hausaufgaben". Ehrlich gesagt, hätte ich selbst Naturgucker vorrangig als Werkzeug für "Gelegenheits-Kartierer" gesehen, die nicht unbedingt ein Mykis o.ä. installieren wollen, und erstmal mit den <1000 makroskopisch bestimmbaren Arten gut bedient sind.


    Die nächste Bedingung wäre, dass die Fundmeldungen aus allen Erfassungs-Tools in regelmäßigen Abständen in dieselbe zentrale Datenbank fließen. Da müssen also Schnittstellen abgestimmt und gebaut werden. Hier ist "Naturgucker" mit frei definierbaren Flächen weit näher am Stand der Zeit als die elenden MTB-Quadranten, wie bisher Pilze kartiert werden. Wäre ja schade, wenn aus der genauen Naturgucker-Angabe nur noch ein Bruchteil der Information in die Pilz-Datenbank einfließen könnte. Hier könnte/müsste man sich eine Menge abgucken...


    Grüße,



    Wolfgang

    Hallo an alle,

    der Fachbeirat wird sich damit beschäftigen

    Peter, Tanja: vielen Dank für das schnelle Feedback. Am selben Tag eine Rückmeldung von zwei Präsidiumsmitgliedern zu erhalten, fühlt sich für mich noch sehr neu und fremd an.


    @alle: In diesem Fall (und nicht nur in diesem) wäre es aber durchaus wünschenswert, wenn sich nicht nur die zuständigen Gremien, sondern möglichst viele betroffene Mitglieder zu einer Meinung durchringen könnten ^^


    Grüßli,



    Wolfgang

    Hallo an alle Kartierer,


    ich lese gerade das NaBu-Magazin und darin wieder eine Notiz über das Beobachtungs-Portal "Naturgucker ", das ich eigentlich schon kannte, aber zuwenig nutze.


    Da stellt sich mir doch gleich wieder die ketzerische Frage, ob die DGfM überhaupt eine Eigen-Entwicklung für die Erfassung von Daten benötigt, oder sich nicht besser einem bestehenden Verbund anschließen sollte. Viele Anforderungen an das System in Bezug auf Bedienbarkeit und Auswertung sind ohnehin gleich, und die großen Naturschutzverbände können ungleich mehr Power für den Betrieb und die Weiterentwicklung des Systems aufbringen.


    Eine Kooperation ist grundsätzlich vorgesehen, wie folgender Abschnitt aus den Nutzungsbedingungen verdeutlicht:

    Quote

    naturgucker.de unterstützt und fördert den Naturschutz. Hierzu bieten wir Naturschutzvereinen und anderen gemeinnützigen Organisationen an, naturgucker für ihre Aufgaben einzusetzen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit erhalten diese Vereine und Einrichtung Zugriff auf alle Beobachtungen (unabhängig vom Beobachter), die in ihrem betreffenden Arbeitsgebiet gemacht werden, um sie im Rahmen ihrer Naturschutzarbeit zu nutzen.

    Ich sehe auch einen Vorteil darin, Flora, Fauna und Funga gemeinsam zu kartieren. Das macht eine Artengruppen-übergreifende Auswertung viel leichter. Nebenbei erleichtert es den Kartierern, "Beifänge" von interessanten Pflanzen gleich mit einzugeben.


    Und immerhin sitzt mit "Harzpilzchen" Hartmut Schubert schon ein DGfM-geprüfter Sachverständiger im Fachbeirat.


    Grüße,



    Wolfgang

    Antwort:
    Indirekt ja. Im Profil gibt es einen Reiter "Persönliche Notizen", in dem man beliebige Texte zwischenspeichern kann. Wer gerne lange an einem Text grübelt, kann ihn hier vorschreiben und immer mal zwischenspeichern.
    Danach kann man einen neuen Beitrag im Forum starten, und seine persönlichen Notizen per Knopfdruck in den Beitrag übernehmen.

    Frage:
    Kann ich per E-Mail über neue Beiträge informiert werden?


    Antwort:
    Ja. Das Stichwort heißt "Forum abonnieren". Der Schalter ist am Fuß der Beitrags-Liste in jedem Unterforum. Abonniert man ein Forum, so erhält man eine E-Mail für jedes neue Thema ("Thread"), das gestartet wird.
    Abonniert man ein Thema, so erhält man eine E-Mail für jeden neuen Beitrag, der zu dem Thema geschrieben wird.
    Wichtig ist jedoch, dass im Profil unter Einstellungen --> Kommunikation bei "E-Mail-Benachrichtigung" das Häkchen gesetzt ist.

    Frage:
    Ich war bereits im alten DGfM-Forum aktiv. Ist mein Benutzer noch vorhanden, oder muss ich mich neu registrieren?


    Antwort:
    Jeder muss sich neu registrieren. Das alte Forum wurde im Herbst 2011 beim Wechsel auf einen anderen Server nicht mit umgezogen, und existiert nur noch als Sicherungskopie.
    Das neue Präsidium wollte als Zeichen eines Neu-Starts keine alten Inhalte wieder einspielen, und dann haben wir auch auf die Benutzerdaten verzichtet.

    Hi Martin,


    stimmt! Anbei ein Bild der klimatischen Wasserbilanz in Deutschland in der meteorologischen Referenz-Normalperiode (1961-1990).


    Die Wasserbilanz ist definiert als Niederschlag minus Verdunstung.


    orange = semi-arid = Steppenklima.



    Grüße,



    Wolfgang

    Hi Peter,


    in Bayern dürfte es den Pilz wohl nur in dem kleinen Gebiet mit Steppenklima bei Würzburg/Karlstadt geben, der Rest des Landes ist viel zu nass und kalt :P


    Grüße,



    Wolfgang

    Liebe PSV'ler,


    relativ unbemerkt (von mir zumindest), hat der Fachbeitrat Toxikologie im Januar eine neue Version der "unkritischen Speisepilze" veröffentlicht.


    Der Link ist hier:
    http://www.dgfm-ev.de/sites/de…08012012_Beirat%20_2_.pdf


    Da laut Einleitung die Zielgruppe unerfahrenere PSV sind, gehört die Info wohl hierher.



    Mich persönlich interessieren ja Informationen zu den "kritischen " Speisepilzen viel mehr: Zu Hallimasch und Nebelkappe ist ja schon viel gesagt worden, aber was ist mit Morcheln, Egerlingsschirmlingen (Leocoagaricus leucothithes s.l.), Üppigem Rübling (Gymnopus luxurians), etc. ?


    Das Thema hatten wir im alten Forum schon öfter, war aber in der Vergangenheit auf wenig Resonanz gestoßen, weder bei Präsidium noch bei den Lesern hier (die ja eigentlich auch Schreiber sein könnten).


    Alis und ich hatten vor 2 Jahren die uns verfügbaren Informationen zusammengetragen. Ich habe leider nicht den letzten Stand, da dieser mit dem alten Forum abgeschaltet wurde, aber ich hänge mal den letzten Stand an, den ich habe.


    Alis: hast Du das neuste von Dir??
    Andreas: arbeitet der Fachbeirat Toxikologie noch an einer solchen Liste, und kann man da evtl. einen Zwischenstand intern veröffentlichen??



    Wolfgang

    Hallo an alle,


    ich kann es mir natürlich nicht nehmen lassen, den ersten Beitrag zu schreiben.


    Was mich hier an einen Drachen erinnert, ist das Inneleben des "Gemeinen Sternstäublings" (Mycenastrum corium), einem Bauchpilz mit Verbreitungschwerpunkt in trockenwarmen Gebieten.


    Dieses Exemplar habe ich zu Ostern in Uhlerborn bei Mainz am Rande einer Binnendüne auf einer Koppel gefunden, und scheint im Oberrheingebiet nicht selten zu sein (besonders auf urin-getränktem Boden).


    Das Mikro ist in 50x Öl aufgenommen (meinem Lieblingsobjektiv).


    Grüße,



    Wolfgang