Posts by Alis

    Hallo Markus,
    ich war letzte Woche abends am Rhein, um nach discorosea zu schauen. Da fand gerade eine ökologische Flutung statt und es war Land unter, damt Pilzen.
    Ich glaube, ich habe schon mal gefragt, ob deine Fundorte auch gelegentlich überschwemmt sind.
    Am Rheindamm gab es dafür einiges an Saftlingen. Namen habe ich keine dafür.


    viele Grüße


    Alis


    Liebe Pilzfreunde,


    dieses Thema ist nicht so lecker. Ihr müsst nicht weiter lesen.


    Bei der Tagung in Drübek gab es auch einen Vortrag mit dem Thema „Heilen mit Pilzen“.
    Dabei gab es wenig wirklich fundiertes, viel suspektes und einiges war höchst bedenklich.
    Immerhin hat der Vortrag gezeigt, wie wenig erforscht die ganze Materie ist und auch, was für Ideen zu dem Thema existieren.
    Ich persönlich gestehe z. B. der Homöopathie und der Steinheilkunde genau soviel Wirksamkeit zu wie einem Placebeo. Ein großer Teil der Präsentation war in dieser Richtung.
    Wenn ich mich richtig erinnere, gab es keinen Hinweis auf Pilze als Abführmittel.


    Zurück von Drübek war auf meinem Anrufbeantworter eine Anfrage einer Cousine, was sie denn gegen die vielen Pilze in ihrem Garten machen könne.
    Nun bekommt man von Pilzfreunden üblicherweise keinen Rat, wie Pilze zu vernichten sind, sondern die Empfehlung, sich daran zu erfreuen. Oder soweit essbar diese aufzuessen.
    Nun gibt es da unter zwei Tannen (!) seit Jahren Suillus collinitus. Hangabwärts, jenseits von 6 Meter Pflaster steht auch eine kleinere Kiefer – ohne den Ringlosen Butterpilz.
    Nun wollte ich es doch wissen, wie der Speisewert für mich persönlich ist und habe mir ein Teller voll zubereitet und verspeist. Junge Exemplate ohne Huthaut.
    Ich bin normalerweise nicht empfindlich, habe aber doch gelegentlich mehr oder minder leicht abführende Wirkung gehabt. So war ich auch wieder darauf gefasst.
    Ich habe recht spät abends gegessen und gut geschlafen. Morgens gab es dann recht dünnen Stuhl bei drei Sitzungen. Vormittags habe ich etwas Zwieback gegessen und Pfefferminztee getrunken, dann normal wieder gegessen. Und keine weiteren Beschwerden mehr.
    Soweit die Wirkung genau dieser Pilze bei mir dieses Mal.


    In der Literatur gibt es unterschiedliche Angaben zu der Art. In der Liste, die Wolfgang und ich erstellt haben, ist nur der Hinweis:“VOPKO: essbar“


    Nun interessiert mich, was es sonst an Erfahrungen gibt.


    Ich werde Prof. Dr. Berndt bitten, sich dazu zu äußern, ob Pilze sinnvoll als Abführmittel einzusetzen ist.
    Soweit ich weiß, hat man früher dazu Hallimasch benutzt.


    Aber zurück zu unsprünglichen Frage:
    Gibt es eine praktikable Möglichkeit, ein Massenvorkommen von S. Collinitus (oder auch anderer Pilze) einzudämmen).
    Ich habe bisher geraten, einfach abzuwarten, die gehen von alleine wieder weg.
    Die Alternative, zwei große Bäume auszureißen und viele Kubikmeter Erdreich auszutauschen wurde dann doch verworfen.


    viele Grüße


    Alis

    Liebe Spezialisten,


    ich brauche mal etwas Nachhilfe betreffs Autorenzitate:


    Hinter Fr. verbirgt sich ja der schwedische Mykologe Elias Magnus Fries, und Lexemuel Ray Hesler war ein amerikanischer.
    Wer von denen hat nun was zum Pilz des Jahres beigetragen und was bedeutet der Doppelpunkt?


    viele Grüße


    Alis

    Liebe Pilzfreunde,


    im alten Forum hatte ich schon über Funde dieser Art berichtet. Dieses Frühjahr habe ich überhaupt nichts gefunden und schon befürchtet, dass der Standort erloschen ist.
    So bin ich heute auf gut Glück mal wieder in den Wald gegangen. Optimistisch genug, den Foto mitzunehmen, aber nicht um auch das Stativ mitzuschleppen.
    Und ich wurde angenehm überrascht. An einem Holz, an dem ich bisher nur einen einzigen Fruchtkörper gesehen habe, waren fünf in höchst unterschiedlichen Altersstufen.
    Bei einem anderen morschen Pappelstamm hatte ich in der Vergangenheit nur zwei alte Fruchtkörper gefunden. Das Ende ragte in einen Pfad hinein. Der Weg ging drum herum, aber dieses Jahr war der Stamm völlig plattgetrampelt und ich hatte die Stelle schon als verloren angesehen. So war ich höchst überrascht, an Bruchstücken des Stammes jede Menge Fruchtkörper zu finden.

    An dem Stamm meines Erstfundes war auch heute überhaupt nichts zu sehen. Auf dem Rückweg fiel mir der geriefte Hutrand bei manchen Exemplaren auf.

    Soweit ich das bisher beurteilen kann, ist die Hutrandriefung keine Frage des Alters, sondern eine Frage der Entwicklung des Fruchtkörpers.
    Auf den Seiten der Société Mycologique de Strasbourg gibt es eine Diskussion um zwei Arten: discorosea und xylophila
    http://mycostra.free.fr/bulletin/omphalina_xylophila.htm
    Ich hatte schon vor längerer Zeit Kontakt mit Markus Wilhelm und der hat auch beide Formen an einem Holz gefunden.
    Weitere Funde sind aus Österreich berichtet. Auf Nachfrage teilte mir Anton Hausknecht mit, dass eine etwaige Art xylophila bei ihnen nie ein Thema war.
    Soweit mal für heute. Mal sehen, ob ich noch Zeit finde zum Mikroskopieren. Möchte jemand die Exsikkate haben?


    viele Grüße


    Alis

    Die Durststrecke dauert immer noch an.
    Am 1. September gab es noch hoffnungsvollen Nachwuchs:

    Ein paar Tage später war fast alles vertrocknet. Auffällig fand ich die intensive rosa Verfärbung beim Trocknen, das schon am Standort zu beobachten war.
    Das sind noch die oben gezeigten Exemplare


    Entgegen meiner Annahme habe ich kein Ammoniak im Hause. (Es missfällt mir auch ganz und gar, dass Arten so unterschieden werden wollen).
    Die Fleischverfärbung am frischen Fruchtkörper fand ich nicht sehr deutlich. Für mich war es zuerst eher gelblich.
    Die Hüte erreichen schon einen Durchmesser von etwa 8 cm.
    Mal sehen, ob sie bei entsprechender Witterung noch mal kommen. Vielleicht kann ich was nach Drübeck mitbringen.
    Matthias, ich schätze, dass ich nicht kompetent genug bin für eine brauchbare Beschreibung.


    viele Grüße


    Alis

    Hallo Matthias,


    die abgebildeten Exemplare exsikkieren auf meinem Schreibtisch vor sich hin.
    Wenn es Zeit und Wetter erlauben, gehe ich der Sache weiter nach. Morgen muss ich in den Wald, nachsehen ob ich für die Führung mit Kindern am Samstag was finde.
    Wahrscheinlich werde ich erst Sonntag nachmittag dazu kommen. Ich denke, bis dahin sollte noch was da sein.
    Die mitgenommenen Exemplare waren ja auch noch nicht ganz ausgewachsen. Und es gab noch einige mehr. Wie Nester mit vielen Eiern drin zu Beginn.
    Hier der Standort: http://maps.google.de/maps?hl=….001362,0.002411&t=h&z=19
    und hier stehen die Pferde: http://maps.google.de/maps?hl=….001362,0.002411&t=h&z=19
    jeweils Bildmitte. Auf Wunsch kann ich das auch in MTB umrechnen.


    Gruß Alis

    Hallo zusammen,


    in der Rheinebene ist die Durststrecke noch nicht vorbei.
    Vor einiger Zeit hatte ich hier einen Goldmistpilz gezeigt. Der selbe Pferdemist wird auf einem großen Haufen gelagert. Damals habe ich schon viele Arten darauf gefunden. Unter anderem dichte Büschel, die ich gestern auch noch für Lepiota gehalten habe. Da lag ist etwas daneben. Gibt es eigentlich Lepiota, die büschelig wachsen?
    Wenn ich mich nicht sehr irre, sollte ich hier Leucoagaricus bresadolae gefunden haben. Die sehe ich zum ersten Mal, daher bin ich auch nicht gleich darauf gekommen.



    Sporen in BKS aus Abwurf. Sehr unterschiedlich in der Größe. Keimporus für mich nicht zu erkennen, was aber an mir liegen kann.
    Kann ich das als Metachromatisch verkaufen?



    HDS in Kongo



    viele Grüße


    Alis

    Hallo Fridolin,


    ein Bild von oben wäre auch hilfreich gewesen.
    A.strobiliformis finde ich normalerweise nicht so schlank.
    Hier hat einer der Hitze und Dürre getrotzt und den harten Boden/Schotter unter einer Bank durchbrochen.
    Leider nur ein Handybild, aber man kann die Hurstruktur erkennen.



    Gruß Alis

    Hallo Alis, glaub ich nicht, dass Bastian Sick sich dafür interessieren würde.


    Das wollte ich dann doch wissen und will euch seine Antwort hier nicht vorenthalten.


    Lieber Herr Ehret!


    Es kommt nicht alle Tage vor, dass mir ein Pilzsachverständiger schreibt, daher nehme ich mir heute die Zeit, Ihnen kurz zu antworten und meinen Dank für Ihre aufmunternden Zeilen auszusprechen.


    Was den PilzCoach betrifft, so teile ich Ihre Ansicht uneingeschränkt. Wenn schon „Coach“, dann in korrekter Zusammenschreibung, d.h. in einem Wort oder mit Bindestrich: Pilzcoach oder Pilz-Coach.


    Die Zusammensetzung mit sogenannter Innenmajuskel (wie in „HafenCity“, „SparTarif“, „SchülerInnen“ etc.) ist modischer Grafiker-Quatsch und steht nicht im Einklang mit den Regeln der deutschen Sprache.


    Wer sich lächerlich machen will, möge PilzCoach schreiben. Wer die Funktion aber ernst nimmt, der sollte ihr auch eine Bezeichnung und eine Schreibweise verleihen, die eine gewisse Seriosität erkennen lassen.


    Was spricht gegen den guten alten Pilzberater oder den Pilzexperten?


    Es wird eine Zeit kommen, da man sich über die verkrampfte Englisch-Anbiederei der Deutschen nur noch kopfschüttelnd amüsieren wird.


    Herzlich grüßt Sie


    Ihr Bastian Sick


    Natürlich muss die DGfM Herrn Sick nicht fragen, wie sie einen neuen Ausbildungsgang nennen und schreiben soll.
    Ich weiß nicht, ob es nur eine Minderheit ist, denen Anglizismen Unbehagen bereiten.
    Vielleicht gibt es in Drübek mal Abends in entspannter Atmosphäre Gelegenheit, sich daüber auszulassen. Hier würde ich die Diskussion nicht mehr weiter entfachen wollen.
    Nur noch ein Gedanke zum Schluss:


    Das Wort 'Coach' hat in unserer Sprache schon lange Eingang gefunden und hat bereits eine differnzierte inhaltliche Bedeutung erfahren, die einen Standarddeutschen "Eins-Zu-Eins"-Ersatz wohl nicht mehr kennt.


    Dann kann man ja auch bei einem deutschen Wort, das nicht mehr so in Gebrauch ist, eine neue Bedeutung verpassen.
    Also Pilzkutscher hört sich doch nicht schlecht an? ;)
    Ansonsten werde ich im Ferienprogramm man die Kinder fragen, ob die eine gute Idee haben.
    Das Wort Googol (und damit indirekt auch Google) wurde von einem Neunjährigen erfunden.


    viele Grüße


    Alis

    Da ist derzeit noch ein Einspruch anhängig. Habe Harry eben erst erreicht und der wusste noch nicht, dass ich mit Björn Mailkontakt hatte.
    Harry hat oben Eiche/Kiefer angegeben und Björn hat nach Kiefer geschlüsselt. Die Guttationstropfen waren meines Erachtens auch nicht unbedingt eindeutig.
    Am Fundort sind überwiegend Eichen, wie weit die nächste Kiefer war, wäre noch nachzusehen. Kalk hat es da auch nicht. (MTB 7613/2/4/4)
    Wir werden die Stelle im Auge behalten.


    Gruß Alis

    Am letzten Samstag war ich beim Pilzepilze-Forumstreffen und habe die Stelle nicht gefunden.
    Heute hat mir Harry auf die Sprünge geholfen, jetzt bin ich wieder orientiert.
    Björn darf sich auf Material freuen.
    Hier Bilder von heute:



    Gruß Alis

    Diese Mäandertrüffel befindet sich dann wohl in Band 1 "die Pilze der Schweiz". Den habe ich nämlich noch nicht.


    Hallo Karin,


    habe auch wieder etwas gelernt:
    Die Art ist in Pilze der Schweiz Band 1 nicht drin
    Im Abbildungsverzeichnis wird ein warzigsporiger und ein stachelsporiger erwähnt. Wobei der erstgenannte nur in drei Werken erwähnt wird.
    Mehr habe ich noch nicht herausgefunden. Auch mit der Taxonomie komme ich gerade nicht klar.


    Gruß Alis

    Also für mich war das ja keine Zimtfarbe. Habe aber doch einen Tropfen KOH investiert und siehe da: violett!
    Die Pilze und wir sind heute nass geworden. Im trockenen Wohnzimmer wird es schon zimtiger.


    hier ein Bild:


    jetzt muss nur noch jemand den Unterschied zwischen nidulans und rutilans erklären.
    Im Abbildungsverzeichnis steht bei nidulans: siehe rutilans
    indexfungorum kennt beide


    viele Grüße
    Alis


    Der Stacheling muss erst mal noch warten. Habe mal im Buch geblättert und mich dann erst mal weggeduckt. Vielleicht kann mir ja jemand einen Tipp geben, wo ich das Mikroskop ansetzten soll.

    So, und jetzt gehma alle mal irgendwo ein Bierchen zusammen trinken


    Darf es auch alkoholfrei sein? Heute abend um 19 Uhr zur Pilzpfanne. Nur im Geiste zusammen. Für alle Forumsmitglieder reicht mein Vorrat nicht.
    Harry, ich schaue heute mal, wie es in Diersburg aussieht.


    Hier vermisse ich mal wieder die Baumstruktur, wie bei Pilzepilze.de


    Zum Beitrag Nr. 4: Lieber Peter W., die beiden letzten Sätze sollte sich ein Präsidiumsmitglied hier verkneifen und wenn, dann in privater Mail an diejenigen, die es lesen sollen.
    Auch sollte ein solches sorgfältiger auf rechtliche Dinge achten wie ein x-beliebiger Benutzer. Für ein solches Versehen kann man sich auch entschuldigen, wenn es gewünscht wird.
    Eine Beleidigung sehe ich hier nicht, eher eine Stichelei unter "Freunden".
    Ansonsten ist es schon toll, wie Präsidiumsmitglieder so schnell hier helfen und in diesem Punkt ist mir nicht bange um die Zukunft.
    liebe Grüße


    Alis

    Hallo zusammen,


    ich bekam heute eine Anfrage per Mail, was das für Pilze seinen, die wie überbrühter Spinat aussehen.
    Das Zeug erscheint im Garten an nassen Tagen und zerfällt nach 3 bis 4 Tagen. Habe es noch nicht in Augenschein genommen.
    Sieht aber nicht nach Pilz aus, und soweit ich das beurteilen kann auch kein Schleimpilz. Eher so was wie eine Alge. Wer kennt das?



    besten Dank im Voraus
    Alis

    Die Mehrheit ist noch recht dünn. Vielleicht wäre es hilfreich, ein paar Bemerkungen zum Für und Wider zu machen.
    Ich habe zwar mit Ja gestimmt, muss ein solches Unterforum nicht unbedingt haben.
    Denke aber, dass man gelegentlich was loswerden will, was sonst nirgends reinpasst.
    Schmetterlinge, Zwiebelfische oder sonstiges Getier. Vielleicht auch Partnersuche?
    Und, wo wollt Ihr morgen die Geburtstagsgrüße reinschreiben? :rolleyes:
    Aber erst mal Dank an alle, die sich beteiligt haben.


    viele Grüße


    Alis


    (Rechtschreibfehler korrigiert)

    danke Gernot für die Fleißarbeit. Sehr aufschlußreich.
    Erinnert mich an eine Aussage von Walter Pätzold: "deutsche Pilznamen ändern sich von Region zu Region, die botanischen von Jahr zu Jahr"
    Wie gesagt, es war wenig Licht in dem Raum. Wenn sich die Gelegenheit ergeben sollte, schaue ich mir das noch mal an.
    Ich habe mir noch einen weiteren Namen notiert, den ich dann auch nicht in meiner Literatur gefunden habe: Tricholoma georgii
    Da brachte Google schnell die Antwort und es fiel mir wie Schuppen von den Augen: Calocybe gambosa wird doch auch Georgsritterling genannt.
    So kann man sich auch austoben, wenn keine Frischpilze zur Hand sind....


    viele Grüße
    Alis