Posts by F.Dämmrich

    Liebe Rika,


    es kommt hier nicht so sehr auf die Dicke des Fruchtkörpers an (die ist oft von den Wachstumsbedingungen abhängig), sondern von der Dichte. Hyphoderma nemorale hat ziemlich feste Strukturen, ähnlich H. mutatum. Die ebenfalls mikroskopisch ähnliche Hyphoderma incrustatum hat sehr lockere, poröse Fruchtkörper und wächst auf stark zersetztem Laubholz. Sie ist sehr selten in Deutschland.


    LG

    Frank

    Liebe Rika,


    dein Päckchen ist trotz Poststreik gut angekommn. Die vier Proben habe ich mir angesehen:


    Probe 4: diese gut entwickelte Hyphoderma ist Hyphoderma nemorale! Gut kenntlich durch leicht moniliforme, zylindrische Zystiden, die teilweise etwas inkrustiert sind und kopfige Zystidiolen. Die Fruchtkörper sind relativ dick und ähneln makroskopisch H. mutatum.

    Probe 3: ebenfals H. nemorale

    Probe 1 & 2: stark infiziert und kaum zu identifizieren; die Hyphenstruktur passt aber auch zu Hyphoderma, sodass es möglicherweise auch diese H. nemorale gewesen sein könnte


    Liebe Grüße

    Frank

    Hallo Rika,


    das sieht jetzt einer Hyphoderma schon sehr ähnlich. Hyphoderma mutatum wäre makroskopisch möglich, da müssten aber vereinzelte Lamprozystiden zu finden sein. Die Gattung ist aber immer wieder spannend, sodass du mir ruhig was zusenden könntest.


    LG

    Frank

    Hallo Rika,


    die Idee von Christian finde ich ganz gut. Die unregelmäßige Oberfläche ist sicher der Wuchsstelle auf Moos geschuldet. Mir fehlen allerdings die typischen Sporen, die bei Hyphoderma mit vielen kleinen Öltröpchen gefüllt sein müssen.

    Urniforme Basidien wären dann auch noch bei Sistotrema typisch, da passt aber die Sporengröße nicht. Eine weitere Art mit urniformen Basidien ist Dentocorticium utribasidiatum, die kenne ich allerdings noch nicht.

    Wenn du genug Material hast, kannst du mir ja mal ein Stück zusenden.


    LG

    Frank

    Hallo Andreas,


    würdest du bitte mal diesen Satzt auf der Mykis-Seite der DGfM ändern:


    MykIS kann bei der Arbeitsgemeinschaft sächsischer Mykologen - AGsM (www.agsm-sachsen.de) oder Frank Dämmrich (www.tomentella.de) per E-Mail bestellt werden.


    neu: Mykis kann bei Frank Dämmrich (http://www.tomentella.de) per E-Mail und Angabe der Adresse für die Nutzerdatei bestellt werden.


    Die Hompage der AGsM verweist auch wieder auf meine E-Mail-Adresse. Ist also "doppelt gemoppelt". :)


    LG

    Frank



    Hallo Tobias,


    Mykis erhälts du von mir über einen Link. Sende mir bitte eine Email mit deiner Adresse für die Nutzerdatei. Dann bekommst du umgehend alles Nötige.

    Der Pilzverein Chemnitzer Pilzfreunde ist nicht die AGsM, Arbeitsgemeinschaft sächsischer Mykologen. Auf der Homepage der AGsM steht: "MykIS kann über Email bei Frank Dämmrich bestellt werden".


    LG

    Frank

    Nachtrag:

    Inzwischen ist MykIS auch unter Windows 11 und bis Access 2019 getestet und funktionsfähig.

    In der 64 bit Access Version ist eine begrenzte Nutzung möglich, siehe post von 5. Dezember!


    Beste Grüße

    Frank Dämmrich

    Liebe Mykis-Nutzer,


    bis jetzt waren keinerlei Kartendarstellungen in der Access 64 bit Version in MykIS möglich. Ab heute ist die MykIS-Version 4.40 verfügbar, die erstmal eine Karte zur Darstellung von Fundpunkten auf Basis von Dezimalkoordinaten auch für 64 bit Versionen möglich macht, auch außerhalb des MTB-Systems. Die Dezimalkoordinaten können über das Formular Fundorte/Kartendienste bei der Anlage eines neuen Fundortes einfach aus OpenstreetMap oder GoogleMaps importiert werden.


    Beste Grüße

    Frank Dämmrich

    Hallo Rika und Peter,


    die Kartierungverantwortlichen des jeweiligen Bundeslandes müssen natürlich auf bestimmte Probeme, die z.B. auf Pilze-Deutchland.de bemerkt werden, hingewiesen werden. Eine Korrektur auf Pilze-Deutschland bringt nicht viel, da beim nächsten Update der Fehler wieder drin wäre. Wegen der Probleme in der Gattung Ischnoderma in BW werde ich mal mit Dagmar Gödert (Baden-Württemberg Nord) und Flavius Popa (Baden-Württemberg Süd) sprechen, um eine Bereinigung anzustoßen. Da ich selbst auch keine klare Unterscheidung dieser beiden Arten, außer nach Laub- und Nadelholz, anbieten kann, sollten sie so aufgeteilt werden. Ohne Exsikkate ist das im Nachhinein sowieso nicht mehr möglich. Genetische Untersuchungen sind mir momentan auch noch nicht bekannt.

    @Peter- Die Datumsangabe 01.01. entsteht, da in Mykis bei nicht bekannten genauen Funddatum der Zeitraum 01.01. - 31.12. des jeweiligen Jahres eingetragen wird. Bei der Auswertung der Phänologie werden diese Daten natürlich nicht mit einbezogen.


    LG

    Frank

    Hallo Rika,


    die Inkrustationen lagern sich an den Hyphen und Basidien ab, wenn der Fruchtkörper reif ist und/oder trocknet. Die roten Tröpfchen, die du gesehen hast, sind nur selten in frischen, jungen Fruchtkörpern zu sehen. Meist sind diese aus Hyphenwänden und Basidien austretenden Tröpfchen schon kristallisiert.


    LG

    Frank

    Hallo Rika,


    Tomentella lateritia ist die einzige ziegelrote Tomentella. Auch mikroskopisch passt alles! Die roten "Inkrustationen" lösen sich sofort in KOH auf und färben dann teilweise die Basidien, was z. B. auch bei Tomentella coerulea der Fall ist. Bei anderen Tomentella-Arten gibt es andersfarbige Inkrustationen, die das Präparat in KOH teilweise bersteinfarben oder Hyphen und Basidien grün/blau färben.


    LG

    Frank

    Ein weiteres Thema zur Einführung eines Aggregates wäre Hypoxylon fuscum.


    Altfunde könnten Hypoxylon fuscum s. str. (meist Corylus), Hypoxylon pseudofuscum (immer Alnus?) oder Hypoxylon fuscoides (mit unterschiedlich gefärbten KOH-Pigmenten) sein. Nicht nachvollziehbare Funde würden dann in diesem Aggregat verbleiben.


    Mit besten Grüßen

    Frank Dämmrich

    Hallo Karl,


    wie bei vielen anderen Arten werden wir wohl hier auch ein Aggregat einführen müssen. Anders sind Altfunde nicht seriös zu beurteilen.


    LG

    Frank


    @ Peter: Vizzini ist ja bei den oben genannten Autoren schon dabei, sodass wir nicht mit den Schlimmsten rechnen müssen. :)

    .....womit dann Langermannia gigantea der gültige Name für den Riesenbovist wäre - jedenfalls solange bis eine Studie mit mehr Arten in der Phylogenie doch ein Zusammenlegen der beiden Clades nahelegt.

    Prof. Hardtke hat nach dieser Meinung in der Pilzflora Sachsens entschieden und den Namen Langermannia gigantea beibehalten und deshalb ist er auch noch in der Taxrefliste und in Mykis.


    LG

    Frank

    Hallo Andreas,


    in der letztes Jahr erschienenen Pilzflora Sachsens haben wir den Namen Langermannia gigantea verwendet, da er der ältere Name ist und auch die Gattung Langermannia Rostk. 1839 älter ist als Calvatia Fr. 1849. Langermannia gigantea ist von Persoon sanktioniert und der Typus von Langermannia.

    Hast du eine neuere Arbeit, in der Calvatia gigantea als gültiger Name begründet wird?


    LG

    Frank

    In Pilze-Deutschland.de ist seit gestern die neue Taxrefliste 4.35 eingespielt. Die Kartierungsverantwortlichen können also ihre neuesten Daten zur Aktualisierung zu mir senden. Das Update 4.35 für Mykis ist ebenfalls verfügbar.


    LG

    Frank

    Lieber Karl,


    das finde ich vernünftig und kann es gern in Mykis umsetzen. Vielleicht kommen noch Reaktionen bzw. Zustimmungen auf deinen Vorschlag.


    LG

    Frank