Posts by Karl

    Liebe Entolomafreunde


    Von unseren APN-Mitgliedern Petra und Werner Eimann erhielt ich zahlreiche Exsikkate und Bilder von Entolomafunden aus dem Werdenfelder Land mit der bitte um Bestimmung oder Bestätigung. Da ich einige Arten selber noch nicht frisch gesehen habe und nur wenige makrokopische Infos vorliegen, sind kritische Anmerkungen ausdrücklich erwünscht.


    Bei der ersten Kollektion lande ich bei E. kervernii


    Funddatum: 05.09.2013
    Fundort: MTB 8533/22, Seinsraut 875 m, temporär beweidete Wiese mit eingestreuten Fichten, Birken und Weiden.
    Fruchtkörper völlig ungerieft und geruchlos.
    Mikromerkmale:
    Sporen: 8,5 – 10,6 x 6,1 – 7,9; Qm = 1,35
    Cheilozystiden: überwiegend zylindrisch, bis 80 µm lang, teilweise septiert
    HDS mit maximal 20 µm erweiteten Endzellen, Pigment blass intrazellulär
    Keine Schnallen im gesamten Frk.





    Die Volltextsuche funktioniert in den Heften von Jahrgang 1, Heft 1 bis Jahrgang 5, Heft 1. und in den Registern.
    Ob ich den Rest hinkriege muss ich mal ausprobieren.

    Die Textsuche funktioniert jetzt in allen Heften.


    Viele Grüße


    Karl

    Hallo Helmut


    Ohne weitere Mikromekmale, wie Pigment in der Hutdeckschicht und An- oder Abwesenheit von Schnallen ist eine Benennung leider reine Spekulation. Bei starkem Mehlgeruch könnte man an E. sericeum denken.
    Es ist jedoch auch eine Art aus der Untergattung Entoloma nicht ausgeschlossen.


    LG Karl

    Hallo zusammen

    bei mir funktioniert die Volltextsuche in den PDF

    Die Volltextsuche funktioniert in den Heften von Jahrgang 1, Heft 1 bis Jahrgang 5, Heft 1. und in den Registern.
    Ob ich den Rest hinkriege muss ich mal ausprobieren.


    Viele Grüße


    Karl

    Hallo Gerhard


    Ich kenne E. poliopus fast ausschließlich aus dem Depot. Die Frk. sind frisch immer dunkel und werden erst im Alter blasser.
    Mit einer Ausnahme waren die LS partiell oder vollständig braun gefärbt. Die Basidien waren viersporig.


    Viele Grüße


    Karl

    Hallo Ditte und Hias


    Ich finde diese Art seit Jahren im NSG Brachter Wald (Depot) auf Sandboden unter Kiefern. Auffallend ist immer der recht robuste Habitus. Allerdings erscheint die Art bei weitem nicht in jedem Jahr. Der erste Fund vom 17.09.2001 blieb zunächst unbestimmt Am 08.10.2004 kam ich mit inzwischen erweiterten Kenntnissen auf I. cf. nitidiuscula. Am 12.11.2005 brachte B. Oertel dann den Namen I. tarda ins Spiel. Weitere Funde gelangen erst am 18.09.2010 und am 23.10.2012. In diesem Jahr sah ich überständige Frk. am 27.10.2013.


    LG Karl

    Danke Helmut, die Pleuros bei dem von mir gezeigten Fund sind z. T. recht ähnlich und die Sporen ebenfalls. Die Cheilos sind jedoch wesentlich variabler. Da wird es zunächst bei cf. salicis bleiben.


    Gruß Karl

    Liebe Inocybefreunde(innen)


    Vielen Dank für Eure Beiträge. Leider habe ich die Fruchtkörper nicht frisch gesehen, sondern nur Foto ohne ausführliche Makrobeschreibung und einen halben Frk. als Exsikkat bekommen. Zur Stielbasis der übrigen Exemplare kann ich leider keine Aussage machen. Da ich jetzt den Fundort kenne, werde ich ihn im Auge behalten und hoffentlich selber mal fündig werden.


    Herzlichen Gruß


    Karl

    Hallo Peter


    Schön zu hören, dass es allmählich voran geht. Wird die Datenbank für die neue Onlinekartierung mit der Datenbank von Mykis abgeglichen? Bei Synopwin stellen sich mir die Nackenhaare auf, wenn ich E. pallescens nur unter E. cetratum eingeben kann, um ein Beispiel zu nennen.


    Herzliche Grüße aus dem Rheinland


    Karl

    Liebe Inocybefreunde


    Vor einiger Zeit erhielt ich Fotos und Exsikkat eines Risspilzes, bei dessen Bestimmung ich zu I. salicis komme.


    Funddatum: 21.09.2013 led. G. Großmann / det. K. Wehr


    Fundort: Zeitweise überflutetes Ufer eines kleine Sees bei Neuss MTB 4806/12 unter Weide.


    Beschreibung: Größe auch ausgebreitet (Bild 2) kaum 3cm, Stiel vollständig bereift mit leicht knolliger Basis. Lamellen jung grau. Geruch unauffälig Rest siehe Fotos.


    Mikros: Cheilozystiden meist bauchig, überwiegend dickwandig mit Kristallen, zum Hutrand auch zahlreiche keulig – blasige dünnwandige Elemente. Pleurozystiden mit bis zu 3,5 mµ dicken Wänden, Kaulozystiden ähnlich Cheilos mit dünnwandigen Elementen gemischt, bis zur Stielbasis hinabreichend.


    Sporen mit zahlreichen spitzen Warzen, (8) 9 – 11,5 (12) x (6,5) 7 – 8 (8,5).


    Was mich verunsichert ist die Farbe im Vergleich zu einer Abb. Im PilzePilzeForum und auf Inocybe.org. Was haltet Ihr von diesem Fund?


    LG Karl











    Lieber Gerhard


    Beide Fundorte liegen in Rheinland-Pfalz. Der Fundort mit den reichlichsten Vorkommen wird von einigen APN-Mitgliedern seit vielen Jahren regelmäßig besucht und bisher wurde E. nitidum von diesen nie beobachtet. Es handelt sich um einen Fichtenforst mit geschlossener Moosdecke ohne Unteholz und es ist extrem unwahrscheinlich, dass die Art so lange übersehen worden sein soll. Möglicherweise hängt das reichliche Vorkommen mit der langen Trockenperiode im Sommer zusammen. Mit Ausnahme von E. nitidum waren lediglich klebrige Hörnlinge, einige Telamonien und der Bocksdickfuß häufiger.


    Herzliche Grüße zurück


    Karl

    Liebe Pilzfreunde


    Seit 20 Jahren suche ich in den sauren Fichtenwäldern der Eifel vergeblich nach diesem Pilz. Im Rahmen der Jahresfahrt der Arbeitsgemeinschaft Pilzkunde Niedrrhein wurde ich mit Massenfunden belohnt. Sicherlich mehr als 100 Fruchtkörper in zwei 25 km voneinander entfernten Wäldern.


    LG Karl


    Hallo Andreas


    E. leochromus gehört in die UG Leptonia. Die HDS ist beschrieben als Trichoderm am Rand und zur Hutmitte ein Hymeniderm aus breiten keuligen bis subglobosen Elementen 35-80 X 20-30 µm. Schnallen sind laut Beschreibung nicht vorhanden. Leider habe ich aber momentan keinen Tipp für Dich, in welche Richtung es gehen kann.


    LG Karl

    Lieber Machiel


    Im Augenblick ist es leider viel zu trocken und es ist vorerst kein Regen in Sicht. Wenn die Bedingungen besser werden melde ich mich.


    Herzliche Grüße


    Karl

    Hallo Tanja


    Ein interessanter Fund, von dem es wohl keine Abbildung gibt. Das In Fungi Europaei 5a als Referenz angegebene Bild: Ludwig in Noordeloos, Bestimmungsschlüssel zu den Arten der Gattung Entoloma (Rötlinge) in Europa: pl 1 (1). 1994, stellt E. parasiticum dar ( siehe Pilzkompendium Band 2, bei Verwechselungsmöglichkeiten zu E. byssisedum). Mit dem Schlüssel ist die Art im Teilschlüssel A für Arten mit exzentrischem Stiel über 1. Sporen im Mittel < 10 µm lang zu erreichen.
    In Fungi Europaei 5a Key 1 Fruitbodies crepidotoid or pleurotoid hat sich ein Fehler eingeschlichen:
    6. Clamp-connections present; cheilocystidia absent................... 7
    6. Clamp-connections absent; cheilocystidia present................... 8
    E. depluens besitzt sowohl Schnallen als auch Cheilozystiden und wäre damit nicht mehr erreichbar.


    LG Karl

    Hallo Harald


    Ich habe keinen Eigenfund von E. caccabus und kann nur mit der Literatur vergleichen. Bezüglich der Sporen habe ich die gleichen Zweifel wie Du,
    da der Sporenquotient und die Größe augenscheinlich nicht passen.
    Die von Dir gezeigten Sporen passen gut zu meinen Funden von E. politum. E. politum muss keinesfalls immer nittrös riechen sondern kann auch
    schwer definierbar oder fast geruchlos sein. Funde mit mehlig-ranigem Geruch hatte ich allerdings noch nicht.
    Einen eindeutigen Namen kann ich Dir leider nicht nennen.


    LG Karl

    Liebe Entolomafreunde


    Vor der einsetzenden Trockenhheit entschlossen wir uns kurzfristig zu einer Exkursion ins NSG Brachter Wald (Depot). Wir, das waren Hans Bender, Henk & Ellen Huijser, Björn Wergen und ich, staunten über mehrere Leptonien, die in 13 Jahren noch nie so früh aufgetreten sind. E. serrulatum, chalybaeum, poliopus, cf. corvinum und eine Art mit braunen serrulaten Schneiden, die z. Zt. sequenziert wird. Weitere Rötlinge waren E. conferendum, sehr zahlreich E. favrei und für mich neu E. cephalotrichum. Die winzigen Pilzchen mit 3 - 7 mm Durchmesser fand Hans an einer feuchten Stelle , tief versteckt zwischen hohen Gräsern am Boden. Weitere schöne Funde waren Hygrocybe acutoconica, cantharellus und helobia, Inocybe jakobii, Bovista limosa und ebenfalls unglaublich früh Neotiella rutilans. Leider wird mit dem heutigen, warmen und sonnigen Tag die Pracht schon wieder weitgehend vorbei sein.


    Viele Grüße


    Karl


    Makrofotos: Hans Bender




    Mal ein passender deutscher Name: Kopfighaariger Zärtling