Posts by Karl

    Hallo Gerhard


    Danke fürs Zeigen!


    Von E. aprile habe ich keinne Eigenfund, aber bei so hellen Exemplaren wäre ich wohl in Schwierigkeiten geraten.


    Auf E. versatile kann man makroskopisch nicht kommen. Du hast mir ja ein Exemplar bei den Wiesenpilztagen in Scherfede gezeigt und in Alme fand ich die Art zusammen mit Hans Bender. Hier einige Bilder zum Vergleich http://www.bender-coprinus.de/…/_entoloma_versatile.html


    LG Karl

    Hallo Andreas


    Du hast ja schon darauf hingewiesen, das Angaben über Schnallenverhältnisse, Pigment und Geruch fehlen. Vom Habitus sehe ich es wie Harald, sonst kann ich zu dem Fund leider nichts sagen.


    LG Karl

    Hallo Andreas


    Im Pilzkompendium hat Erhard ja "alles" zusammengeschmissen, was zwar durchaus begründet wird, aber wie er selbst schreibt einer Klärung durch DNA-Analysen erfordert. Ich habe einen sehr hellen Fund mit ausschließlich 2-sp. Basidien ohne Schnallen und ohne Zystiden als E. cetratum bestimmt.
    Ferner kenne ich dunkelbraune Formen mit 4-sp Basidien und Schnallen, ohne Zystiden, die ich unter E. pallescens abgelegt habe. Eine gemischtsporige Aufsammlung liegt mir nicht vor. Einen älteren Fund aus einem Kiefernforst mit 4-sp Basidien, Schnallen und bis zu 100 mµ langen Zystiden,habe ich damals als E. testaceum var. bavaricum bestimmt. Momentan bin ich der Meinung, dass man die Aufspaltung dieser Arten besser beibehält, bis ausreichende Erkenntnisse vorliegen.


    LG Karl

    Lieber Gerhard


    Ich habe E. vernum nur einmal auf Magerrasen im Depot gesehen. Funddatum 01.04.2000, damals von Thomas Münzmay bestimmt. E. aprile kenne ich leider nur aus der Literatur.


    LG Karl

    Liebe Entolomafreunde


    Von unserem APN-Mitglied Petra Eimann erhielt ich ein Exsikkat und Fotos eines Rötlings, bei dem ich zu keiner Bestimmung komme. Alle für mich in Frage kommenden Arten mit so auffallenden Zystiden haben Schnallen, welche auch bei intensivster Suche nicht zu finden waren.


    Fundort: Bayern, Sandharlander Heide, 370 mNN, 03.10.2012
    Fruchtkörper kaum 1 cm Durchmesser, Stiele wirken wie poliert, Geruch / Geschm. nicht getestet. Keine weiteren Angaben.


    Sporen: heterodiametrisch, 10,3 - 12,4 - 14,6 x 7,5 - 8,9 - 10,3 µm, Q = 1,15 - 1,65
    Basidien: 30 – 40(45) x 13 – 16, überwiegend 4 sp., jedoch auch etliche 2 sp., ohne Schnallen.
    Cheilos: variabel, meist flaschenförmig mit unterschiedlich lang ausgezogener Spitze, Spitze manchmal erweitert, einige Zystiden breit spindelig 27 – 65 x 8,5 – 23,5 mµ
    HDS am Rand aus mehr oder weniger zylindrischen Hyphen, zur Mitte mit erweiterten Endzellen von 16 – 65 x 8 – 15, wahrscheinlich noch breiter, Pigment hell bis dunkelbraun intrazellulär.
    Stielhyphen: 60 – 140 x 2 – 9 mµ, Enden an der Stielspitze etwas abstehend aber wohl keine echten Kaulos.
    Hyphen der Lamellentrama: oft noch kürzer septiert, 2 – 8 mµ breit.
    Sonstiges: leptonioide Körnchen nicht gesehen, keine Schnallen im gesamten Frk.


    Herzliche Grüße


    Karl






    Hallo Hias,


    Gerhard hat das Problem ja schon auf den Punkt gebracht. Wir haben im Depot etliche Funde, deren Bestimmung im Bereich von E. poliopus endet. Die Schneide ist stets steril und fast immer blass braun pigmentiert, aber eben nur fast. Die Hüte sind zumindest im aufgeschirmten Zustand feucht gerieft. Eine sichere Zuordnung auch zu einer der beschriebenen Varietäten ist oft nicht möglich. Hier wurde das Thema auch mal angerissen: http://forum.fungiworld.com/index.php?topic=5233.0 Die Frk. von Bild 1 erscheinen zwar zu dunkel für E. poliopus, was allerdings darauf zurück zu führen ist, dass sie sehr jung waren. Sie standen tief im Gras verborgen und ich habe sie erst entdeckt habe, nachdem ich den größeren Fruchtkörper freigelegt hatte.


    LG Karl

    Liebe Entolomafreunde


    Das anhaltende winterliche Wetter hat mir endlich mal Zeit gelassen, einige Funde zu überprüfen. Zwei als E. roseum gemeldete Kollektionen entpuppten sich als E. callirhodon. Die rosa-lila farbige Lamellenschneide hätte allerdings schon makroskopisch in die richtige Richtung weisen müssen.



    Kollektion 1 vom 24.09.11 war ein Einzelfruchtkörper aus dem Depot auf Magerrasen (Bilder sind nicht vom Standort).




    Kollektion 2 ein Massenvorkommen im Volksgarten Mönchengladbach am 18.10.12 auf feuchtem Waldboden (ältere Fruchtkörper). Einen Link mit Bildern von frischeren Frk. liefere ich nach, möchte aber dem Finder noch Gelgenheit zur Namensänderung geben.



    Mikroskopisch wiesen beide Funde eindeutig eine serrulate Schneide auf




    Sporen 5-7 eckig, 8,5 - 10,5 x 6,5 - 7,5 µm, Q = 1,2 - 1,5, keine Schnallen im gesamten Frk.


    Damit bleibt es wohl bei nur einem älteren Fund von E. roseum in NRW, aber E. callirhodon ist ja auch was Nettes.


    Herzliche Grüße


    Karl

    Liebe Entolomafreunde


    Markus hat mir Mikroaufzeichnungen und Exsikkat geschickt und ich kann seine Angaben weitgehend bestätigen. Schnallen waren nur an den Basidien vorhanden. Eventuelle feinste InKrustierungen habe ich nicht gesehen, Zystiden fehlen. Man landet unschwer bei E. neglectum/pallens. Die Sporenform spricht, nach Einschätzung von Gerhard, für E. pallens. Ob es sich wirklich um zwei Arten handelt, ist ja hier schon behandelt worden. http://forum.fungiworld.com/index.php?topic=4143.0


    Wolfgang: Der Fund aus Scherfede hatte Zystiden, deutlich eckige Sporen und ist ungekärt.


    LG Karl


    Lieber Gerhard


    Mit dieser Einschätzung bin ich voll und ganz einverstanden. Ich habe wegen der Endzellen noch einen weiteren Schnitt der HDS gemacht und bin wieder absolut sicher in der UG Entoloma gelandet. Das inkrustierende Pigment überwiegt das intrazelluläre Pigment. Wegen der Geruchsangabe hatte ich noch E. sericatum var. saliciphilum abgeklärt. Nach meiner Erfahrung verhält es sich da mit der Pigmentierung genau umgekehrt und die Art sollte aber zumindest etwas durchscheinend gerieft sein.


    Gruß Karl

    Hallo zusammen


    Ich habe das Exsikkat bekommen und mal reingesehen. Schnallen sind in allen Teilen des Frk. reichlich vorhanden, Cheilozystiden fehlen. HDS eine Kutis aus 2- 8 mµ breiten Hyphen, kurz septiert wie bei UG Entoloma. Die Endzellen der Huthaut sind zylindrisch bis schlank keulig und können auf 12 -15 mµ erweitet sein. Ist das überhaupt ein Widerspruch zur UG Entoloma? Ich kann nicht an UG Inocephalus glauben. Pigment in der Huthaut ist intrazellulär und inkrustierend. Geschlüsselt habe ich noch nicht.


    LG Karl

    Hallo zusammen


    Hier eine Anfrage von Wolfgang Spengler. Ich hatte die Art noch nicht, was haltet Ihr davon?


    LG Karl



    hier habe ich einen interessanten Fund vom letzten Herbst.
    Nachden ich den "Ludwig 2" zu Rate gezogen habe, glaube ich, daß es
    "Entoloma plebeioides (Schulzer) Noordel." ist (Aufgerauter Filz-Rötling).
    Das Bild im "Ludwig 2" paßt genau zu meinem Fund, die Mikrodaten passen auch gut zur Monografie von Noord.


    Hier die Daten, die ich habe nebst Bilder:


    Fundort: 29.09.2012 Luisenburg Wunsiedel, Straße vom Parkplatz zur Burganlage
    Biotop: Mischwald und Gebüsch links neben der Straße kurz unterhalb der Burg, feuchtes Milieu, Moos
    Geruch: nicht sehr aussagekräftig, evtl. nitrös
    Hut: Bis 4,5 cm - fein flockig bereift
    Stiel: grauweißlich längsfaserig, Basis verdickt
    Sporen: ca. 7,7-9,3 x 6,6-8 rötlich
    Basidien: 4-sporig, Schnallen
    Ceilocystiden: keine, villeicht ganz vereinzelt Andeutung von Marginalzellen
    Exsikkat: vorhanden



    Hallo Andreas


    Leider habe ich noch nie an E. griseocyaneum gerochen, obwohl ich die Art im Depot in jedem Jahr mehrfach antreffe, werde aber in der nächsten Saison drauf achten.
    Was eine Abtrennung betrifft, kann ich Gerhard in vollem Umfang zustimmen.


    LG Karl

    Liebe Entolomafreunde


    Gerhard hat ja in der ZfM 78/2 drei Funde dieser Art aus Deutschland vorgestellt, die vorher nur von der Typuslokalität in Spanien bekannt war. Der zitierte Fund aus Mönchengladbach war übrigens vom 12.10.2000 (nicht 2010) und ist in FE 5a als E. tranvenosum beschrieben und abgebildet.


    Markus Wilhelm hatte in diesem Jahr einen Fund in Frankreich.
    Fundangaben: 18. Oktober 2012, Winkel im Elsass, 730 m NN, Mischwald auf Kalk in großem Hexenring. Nahe Bäume: Fagus, Quercus, Acer, Abies, Picea.







    Gerhard: Falls erwünscht, schickt Markus gerne ein Exsikkat zu.


    LG Karl

    Hallo zusammen


    Heute erhielt ich eine Mail, die ich Euch gerne vorstellen möchte, besonders weil ich die Art selbst nicht kenne.


    LG Karl


    Fundort: 11.06.2009 Mirow/Granzow Lkrs. MST
    Google-Maps-Position: 53.302153,12.81493
    Biotop: Am Rand eines kleinen Sport/Freizeitgeländes, Wiese von Laubbäumen begrenzt, auch Ulme
    Vorkommen: ziemlich zahlreich, tlw. büschelig
    Hut: silbergrau/braun, mind. 10 cm, mit glimmerigen Stellen
    Geruch: schwach, angenehm,
    Sporen: ca. 10,6-14,8 x 9-10,9


    Ich glaube inzwischen, daß es "Entoloma saundersii (Fr.) Sacc." ist.
    Es paßt alles zusammen, auch die großen rundlichen Sporen.
    Diesen merkwürdigen Laubbaum, wo die Pilze standen, konnte ich damals nicht entziffern.
    Aber jetzt bin ich mir sicher, es war eine Ulme.



    Hallo Andreas


    Ich habe eine mikroskopisch nahezu identische Kollektion ebenso benannt. Der wesentliche Unterschied sind wohl die kürzeren Zystiden und die im Schnitt kleineren Sporen mit Qmax 1,7. Auch bei meiner Kollektion war die LS steril und die Zystiden deutlich pigmentiert. So dunkel wie auf Deinem Bild habe ich sie allerdings noch nicht gesehen.


    LG Karl

    Lieber Gerhard


    Danke für die ergänzenden Informationen. Über Sklerobasidien schreibt Clemencon in Anatomie der Hymenomyceten S. 399 -401 u.A. "Es handelt sich auf jeden Fall um Ausnahmen in einer Gesamtheit von normal dünnwandigen Basidien." und "Die biologische Bedeutung der Sklerobasidien ist unbekannt und kann nur vermutet werden." Das Vorkommen in der Gattung Entoloma wird nicht erwähnt. Ich hatte derartige Basidien immer nur vereinzelt und neulich auch erstmals bei E. sericeum. Die gesamte Wand und die Sterigmen waren verdickt; ähnlich wie hier bei E. huijsmannii gezeigt.
    Cheilozystiden - Randhaare


    Herzlichen Gruß


    Karl