Posts by Karl

    Hallo Ralf


    Die Bestimmung hat Gerhard ja schon bestätigt und eine Belästigung sind Entolomen für uns natürlich nie. Ich kenne die Gegend um Bergisch-Gladbach etwas wusste, das bei Paffrath ein Kalksteinbruch liegt. Das sich Der kalkhaltige Bereich noch bis hinter Herkentath zieht, ist mir allerdings neu. Höchste Zeit, dass wir uns mal treffen.


    Herzlichen Gruß


    Karl

    Hallo zusammen,


    fünf Wochen früher als in den letzten 12 Jahren kamen am 21.06. die ersten Rötlinge im Depot. E. chalybaeum, conferendum, exile, favrei, fernandae, griseocyaneum, infula ,longistriatum, serrulatum, serrulatum cf ohne blaues Pigment, turci. Dazu gesellten sich Hygrocybe cantharellus, helobia und persistens (acutoconica), Risspilze, Düngerlinge und Ascomyceten, die zum Teil noch nicht bestimmt sind. Auf meiner einzigen guten Wiese in Krefeld hatte ich E. calthionis und H. glutinipes. Leider wird die Herrlichkeit trotz Regennachschub im wahrsten Sinne des Wortes vom Wind(e) verweht.


    Liebe Grüße


    Karl

    Lieber Gerhard





    Der Artikel ist mir schon bekannt, ja ich betrachte ihn als Grundlage für jegliche Aktivität in dieser Richtung.
    Inzwischen gibt es aber auch noch die Möglichkeit Material frisch (ohne Trocknung) für einige Zeit zu erhalten. Damit sollen noch bessere Ergebnisse möglich sein.



    Das Du den Artikel kennst, hätte ich mir eigentlich denken können. Material frisch länger zu erhalten, wäre natürlich toll. Kühlschrank scheint ja nicht das geeignete Mittel zu sein. Da darf man wirklich gespannt sein.


    Gruß Karl

    Lieber Gerhard,


    danke zunächst mal für das Anschneiden dieser interessanten Themen. Die Beobachtung von Randhaaren und Fehldeutung als Zystiden war früher durchaus ein Problem für mich. Der Unterschied ist mir durch Deine Unterstützung bei einem Fund von E. pallescens klar geworden. Bei Präparaten von je 2 Lamellen aus 3 Fruchtkörpern fand ich an einer Lamelle die im Bild dargestellten Elemente (insgesamt 5 auf der gesamten Schneide). Ich nehme an, das Du auf diesen Umstand hinweisen möchtest.


    Wie verhält es sich aber wenn ihr für eine als viersporig beschriebene Art im Präparat auch vereinzelt zweisporige Basidien findet? Ist dann der obere Wert der gemessenen Sporengröße höher als bei rein viersporigen Fruchtkörpern?


    Ich hatte bisher nur einen sicheren Fall, wie Du ihn oben beschreibst. Mehr als 95 % der Sporen hatten eine Länge von 9,8 - 11,2 µm. Einzelne Sporen hatten eine Länge von 12,8 -13 µm. Keine Werte zwischen 11,2 und 12,8. Den Umstand habe ich mir notiert aber die Sporen bei der Messung ignoriert.


    2. Keimende Sporen
    Das Keimen von Sporen kann man bei Rötlingen äußerst selten beobachten. In der Literatur wird darüber nichts geschrieben. Man erkennt das Keimen daran, das das dem Appendix gegenüberliegende Ende ausgezogen und deutlich dünnwandiger als der Rest ist. Messungen solcher Sporen führen zu größerer Länge der Spore und zu einem Q das bis zu 2,5 betragen kann, d.h. natürlich zu keinem brauchbaren Ergebnis.


    Aus diesem Umstand hast Du zum Glück bei der Erstbeschreibung von E. venustum Wölfel & Hampe in Z. Mykol. 77.2 S181 hingewiesen. Im letzten Jahr fand ich bei einem überständigen Exemplar von E. chalybaeum solche Sporen (leider ohne Bild). Ohne Deinen Hinweis hätte ich die sicherlich gemessen.


    3. Skeletobasidien (Sklerobasidien)
    Dieser Begriff bezeichnet Basidien, bei denen die Wände stark verdickt sind (wie bei vielen Inocybe-Zystiden). In der Literatur findet sich dazu auch kaum etwas. Es wäre für mich aber interessant zu wissen wie so etwas entsteht. Hat da Jemand eine Idee?
    Bei Rötlingen treten solche Basidien äußerst selten auf und werden im Allgemeinen nicht als taxonomisch relevant betrachtet. Wie würdet ihr es aber bewerten wenn bei einer Art mehr als die Hälfte aller Basidien so verändert sind?


    Sklerobasidien habe ich bei Rötlingen noch nicht beobachtet. Die Bewertung des gehäuften Auftretens hängt sicherlich davon ab, ob die Abweichung bei allen Fruchtkörpern einer Kollektion auftritt. Momentan fält mir dazu nur ein, den Standort im Auge zu behalten und auf weitere Funde zu hoffen.




    Herzlichen Gruß


    Karl

    Hallo Jürgen


    Einen sicheren Namen kann ich Deinem Fund leider auch nicht geben. Die von Dir abgebildeten Sporen sehe allerdings eher als (sub)isodiametrisch an. Zu den Schnallen kann ich sagen, dass diese oft nur an ganz jungen Basidiolen sicher zu sehen sind. Leider lassen sich diese manchmal nur schwer freistellen oder sind unter Sporen versteckt, wenn man keine unreifen Fruchtkörper hat. Einen Hinweis auf Schnallen kann dann die winklige Basis reifer Basidien geben, die ich auf einem Deiner Bilder zu erkennen glaube und dann hilft nur eifriges suchen. Die beispielhaft abgebildeten Mikros sind alle aus dem gleichen Präparat. Hoffentlich findest Du noch weiteres Material zur Überrpüfung.


    LG Karl


    Hallo Andreas


    Meine früheste Leptonie fand ich Ende Juli im von der APN seit 12 Jahren intensiv bearbeiteten NSG Brachter Wald. In diesem Jahr gab es Ende April auf einer Exkursion 35 Blätterpilze. Einziger Rötling war E. conferendum mit mehr als 50 Exemplaren. Mitte Mai fanden wir immerhin noch 21 Blätterpilze und als Sensation Geoglossum fallax. Letzte Woche gab es nur noch 4 Blätterpilze. Bleibt lediglich der Trost, dass es kaum schlechter werden kann.


    Gruß Karl

    Hallo Gerhard


    Ich halte das ebenfalls für einen tollen Einstieg.


    Heinz Ebert hatte die Art 1991 ja vor seiner Haustür ZfM 58/2. Soll ich ihn anschreiben,
    ob er ihn auch danach noch gefunden bzw, Exsikkate hat.


    Herzlichen Gruß


    Karl

    Hallo zusammen


    Ich habe Wolfgang die Mikros und das Ergebnis geschickt. Alles Weitere s. u.


    ........Interessant wäre noch zu wissen, ob die liegenden Frk. deutlich genabelt oder
    trichterförmig waren, was bei den uns bekannten Funden normalerweise der Fall ist. Auch
    weitere Angaben über Größe, Lamellenansatz usw. können eine Bestimmung wesentlich erleichtern.
    Leider führen selbst ausführlichen Beschreibungen nicht immer zu Ziel, was letztlich ein
    wesentlicher Grund für die Bildung des Arbeitskreises war.
    http://www.interhias.de/schwam…11/entoloma/entoloma.html



    <Hallo Karl,


    vielen Dank an Euch allen für Eure Mühe, das war toll von Euch.
    Mehr Angaben bzw. weitere Bilder der anderen Fruchtkörper habe ich nicht. Ich besuche die
    Fundstelle am Altmühlsee regelmäßig jedes Jahr, bisher jedoch vegeblich. Der frühe
    Erscheinungszeitpunkt (Mitte Mai) hat mich dann auf die richtige Spur gebracht.
    Hier sind noch die genauen GPS_Koordinaten (Google-Maps):
    http://maps.google.de/maps?q=4….7107731&z=14&t=h&iwloc=1


    Villeicht dürfte ich gelegentlich einen weiteren fraglichen Rötlingsfund
    schicken?


    Viele Grüße aus Südostbayern


    Wolfgang



    <Hallo Wolfgang


    An weiteren Rötlingsfunden sind wir immer interessiert, wobei eine Makrobeschreibung
    natürlich sehr hilfreich wäre.


    LG Karl

    Liebe Entolomafreunde


    Ich habe das Exsikkat schon erhalten und untersucht. Auch nach intensiver Suche und zahlreichen freigetellten Basidiolen,
    sind keine Schnallen im Hymenium zu finden, wie hier beispielhaft zu sehen ist.



    Bei E. sericeum sind Schnallen im Hymenium häufig und oft auch in der HDS zu finden.



    Es handelt sich bei dem Fund wohl tatsächlich um E. sericeoides.


    Gruß Karl

    Hallo Gerhard


    Das war auch mein erster Gedanke. Ich habe E. sericeoides aber nur einmal gesehen und noch dazu schon zwei Tage alt.
    Der Frk. war deutlich trichterig die Lamellen breit angwachsen und teilweise mit Zahn herablaufend. Das der Einsender
    keine Schnallen gesehen hat, muss natürlich nichts heißen, wenn man weiß wie schwierig die Suche oft sein kann.


    Gruß Karl

    Hallo zusammen


    Wie angesporchen, hier die erste Anfrage, die Gerhard und Wolfgang wohl auch erhalten haben. Für die zukünftige Vorgehensweise, kann ich mir vorstellen,
    das wir Funde zunächst hier diskutieren und einer dann die Antwort übernimmt. Es würde sicher merkwürdig ausssehen, wenn dem Interessenten von zwei
    oder drei Mitgliedern unterschiedliche Ergebnisse mitgeteilt werden.


    Gruß Karl




    Hallo zusammen,


    ich möchte das Angebot wahrnehmen, einen interessanten Rötlingsfund begutachten zu lassen.


    Nach langem Zögern und Recherche habe ich ihn mal folgendermaßen betitelt:
    Entoloma sericeoides (Lange) Noordel. (Seidenartiger Rötling)


    Hier die Daten, die ich habe nebst Bild und Sporenbild, ein Exsikkat ist auch noch vorhanden:


    Fundort: 16.05.2009 Altmühlseeufer Nähe Seezentrum Muhr Lkrs. WUG neben Ufer-Radweg im Gras unter einem Ahornbaum
    Biotop: sandiger, trockener, humoser Boden, Magerwiese, wärmebegünstigte Lage
    Geruch: mehlig
    Basidien: 4-sporig
    Schnallen: keine Schnallen an Basidien gefunden
    Zystiden: keine gefunden
    Sporen: ca. 6,5-10,1 x 6,1-7,4
    GPS-Daten: Maps



    Viele Grüße


    Wolfgang Spengler


    DGFV-Mitglied und PSV



    Hallo Andreas


    Danke! Den Beitrag hahe ich schon vergeblich gesucht.


    In der Artbeschreibung von E. neglectum in FE 5 steht Basidien mit Schnallen und bei HDS Schnallen vorhanden.
    Bei E. pallens Basidien ohne Schnallen, HDS schnallen selten oder fehlend. Mein Problem war damals, dass Schnallen
    an den Basidien leicht zu finden und reichlich vorhanden waren, ich in der HDS aber trotz intensiver Suche nur eine
    Schnalle fand.
    Als Sporenquotient wir angegeben E. neglectum 1,1-1,6 und E. pallens 1,15-1,4. Da meine Messung aus 70 Sporen
    Qm = 1,35 - 1,42 ergab, habe ich mich für E. neglectum entschieden.


    Gruß Karl