Posts by G_Woelfel

    Hallo,


    Bei der letzten Exkursion unserer Arbeitsgruppe wies uns U. Krauch auf eine Gruppe Pilzfruchtkörper hin, deren Zuordnung zu einer Gattung im Feld schwer fiel. Die mikroskopische Untersuchung dieser unscheinbaren Art führte schnell zu Hydropus paradoxus.
    In den neueren Verbreitungskarten taucht zu dieser Art ein Fundpunkt im östlichen Brandenburg auf. Deshalb die Frage:


    a. Ist Näheres zum Finder und Fundort bekannt?
    b. wurde dieser Fund irgendwo publiziert?


    Bild zum westfälischen Fund (MTB 4316/4)
    (leider funktioniert das Hochladen des Bildes nicht)

    Hallo,


    Genau dieselbe Erfahrung haben wir vor einer Wochen bei einer Exkursion in der Eifel gemacht, Bei allen Fruchtkörpern war die Stielbasis entweder schon am Standort oder kurz nach dem Aufsammeln blau. Auch nach Tagen zeigte sich keinerlei Rötung, so dass es sich - auch anhand aller anderen Merkmale - nur um Tricholoma atrosquamosum handeln konnte.


    Gruß Gerhard

    Hallo,


    Vor einigen Tagen fanden Rainer Wald, Karl Wehr und ich in der Eifel eine Lepiota, die wir mit Hilfe von Henk Huijser als Lepiota hystrix (Echinoderma hystrix) bestimmen konnten.


    Dazu eine Frage: Der Hut (und auch die Stielbekleidung) dieser Art wird fast immer als mehr oder minder braun beschrieben und abgebildet. Nur in der Funga Nordica steht "cap.. greyish-brown to olivaceus". Unser Fund war sogar deutlich grünlich-braun (siehe Bilder).


    Hat Jemand eine Idee wie diese Diskrepanz zustande kommt?



    Hallo,


    Hat Jemand den Artikel (Beiheft 67 zur Nova Hedwigia) in dem Baroni Rhodocybe priscua (jetzt Entocybe priscua) neu beschrieben hat und kann mir den zukommen lassen?

    Hallo,


    In diesem Fall kann ich mich nicht der Meinung von Hias anschließen. Für E. formosum, eine Art mit deutlichen Gelbtönen, ist der Pilz viel zu braun. Vielleicht ist es ja nur eine Form von E. longistriatum. Da kommen häufig Fruchtkörper mit braunen Schneiden vor. Ob allerdings alles was unter diesem Namen läuft wirklich nur zu einer Art gehört müssen die DNA-Untersuchungen noch zeigen.


    Gruß Gerhard

    Hallo Markus,


    Jetzt bin ich doch etwas verwirrt. Nicht nur Wikepedia sondern zahlreiche andere Publikationen (vor allem aus dem englisch sprechenden Raum) bezeichnen den Brandkrustenpilz als sehr gefährlichen Parasiten. Was ist nun richtig???

    Hallo Hias,


    Karl findet seit Jahren im Depot eine Art aus dem Serrulatum-Komplex mit stark braun gefärbten Schneiden, die auch nicht zu E. brunneoserrulatum passt. Vielleicht sollte ihr mal die Details vergleichen.


    Gruß Gerhard

    Danke Peter,


    Es ist schon erstaunlich dass es offensichtlich schon um 1950 Veröffentlichungen gibt, die auf die Gefährlichkeit dieser Pilzart hinweisen. Trotzdem wurde (und wird?) auch Jahrzehnte später der Brandkrustenpilz immer noch von namhaften Mykologen als Saprophyt angesprochen.

    Hallo Hias,


    Zu Entoloma caeruleum - obwohl die Art extrem variabel ist - passt Dein Fund wohl eher nicht.


    Es ist zwar richtig, dass E. mougeotii meist mehr violettlich gefärbt ist, die Art kann aber auch im Farbton Deiner Abbildung auftreten. Das Bild von E.mougeotii in FE5A (236 auf Seite 1299) könnte auch von Deinem Fund sein. Ludwig schreibt übrigens zur Art: "jung bisweilen dunkelblau.."


    Gruß Gerhard

    Hallo,
    In der einschlägigen Pilzliteratur wird der Brandkrustenpilz als Saprophyt an Laubholz beschrieben (Jahn: Pilze an Holz, Pilze der Schweiz usw.). Inzwischen ist man wohl zur Erkenntnis gekommen dass die Art ein gefährlicher Parasit ist (Wikepedia usw.) Kann mir Jemand sagen auf welche Untersuchungen diese neue Meinung zurückgeht?


    Gruß Gerhard

    Hallo,


    Noch eine kleine Ergänzung: Der deutsche Fund von Entoloma singulare stammt von Thomas Münzmay ist ist in FE%A abgebildet. Karl versucht ob dazu noch Exsikkat mit näheren Angaben aufzutreiben ist.


    Beste Grüße
    Gerhard

    Hallo,


    Das Konzept Ludwigs hinsichtlich "Trichopilus" hat sich mir nie so recht geöffnet. Einerseits schreibt er zu E. jubatum: Von anderen Arten der Gruppe leicht durch die schon jung dunkel braunen Lamellen unterschieden.., andererseits bildet er als E. conocybecystis ganz typische E. jubatum ab. Er hält sich bei seiner Deutung von E.. conocybecystis auch nicht an die Beschreibung von Noordeloos und Liiv.
    Schleimkappen auf den Zystiden sind übrigens bei verschiedenen Art (gelegentlich) zu beobachten und wohl kein taxonomisch relevantes Merkmal.
    Zusammenfassend würde ich den vorgestellten Fund bei Entoloma jubatum einordnen.


    Gruß Gerhard

    Hallo Helmut,


    Leider sagst Du nichts über Cheilozystiden aus. Ansonsten spricht vieles für E. poliopus. Gerade diese Art (Sammelart??) kommt sogar gelegentlich mit rein zweisporigen Basidien vor. Auch die sehr variabel geformten Sporen würden dazu passen.
    Nach dem Bild handelt es sich zudem um alte Fruchtkörper. Auch das würde dann passen.


    Gruß Gerhard

    Hallo,


    Toller Fund und vor allem toll fotografiert. Meist findet man nur Einzelexemplare.
    Wenn die - immer nur spärlich auftretenden - Cheilozystiden noch passen spricht eigentlich nichts gegen den Namen.


    Gruß Gerhard

    Hallo Peter,


    Nur zur Richtigstellung: Hans führt nicht die NRW-Listen sondern stellt nur seine Homepage zur Verfügung. Im Falle eines Ascomyceten ist Klaus Siepe der Ansprechpartner.


    Beste Grüße Gerhard