Posts by Andreas

    Hallo,


    der Frage zur Häufigkeit wage ich zu widersprechen, oder muss zumindest relativieren.
    Es hängt vermutlich vom Gebiet ab, in dem man wohnt. Aber es verging bei mir noch kein Jahr, indem ich nicht diese Ophiocordyceps gefunden habe, und zwar zumeist um diese Zeit, in der Regel beim Morcheln suchen oder etwas später. Meist nur einzelne Fruchtkörper, aber es gibt teilweise auch Massenfruktifikationen. Cordyceps militaris habe ich letztes oder vorletztes Jahr das erste Mal selbst gefunden (Bayerischer Wald) und insgesamt in den letzten 20 Jahren keine 5 mal zu Gesicht bekommen. Für mich persönlich ist O. gracilis die häufigste Kernekeule, wenn man nicht größtenteils in sauren Nadelwäldern mit Cordyceps ophioglossoides rumläuft.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Matthias,


    ich hatte noch nie welche mit blauen Asci und nach dem gefühlt 100sten Versuch hab ich dann irgendwann aufgegeben. Nur die Porusreaktion alleine würde mir aber nicht reichen, besonders nicht bei Lachnellula.


    Das mit der Gruppe ist ne prima Idee. Also die Lachnullen-Gruppe :thumbup: . Oder muss das Lachnellulen-Gruppe heißen ?(


    beste Grüße,


    Andreas

    Hallo an den AK Entoloma!


    Sehr schön, da kann ich ja gleich eine aktuelle Frage los werden :thumbup:


    Wir haben hier in Jena letzten Samstag mit unserer Wald- und Wiesen-AG von Eriks Schule auf einer Exkursion Entoloma sericeoides gefunden. Die Art ist offensichtlich bisher für Thüringen nicht nachgewiesen. Das ist natürlich spannend für die Kinder und auch für die Erwachsenen und ich habe versucht, etwas mehr über die Verbreitung herauszufinden. Die Ökologie ist bei dieser Art ja recht schön dargestellt und unser Fund passte da nahezu perfekt dazu: Ehemaliger Kalk- bzw. Travertinsteinbruch, sehr xerophil, mit Orchis militaris, Morchella steppicola und (später im Jahr natürlich) Entoloma excentricum, incanum, griseorubidum, indutoides, Hygrocybe persistens.
    Was mich aber wundert, ist die Flächenverbreitung in Deutschland:
    Für Bayern ganz wenige Funde, wird in der Roten Liste als "R" geführt ("Rarität"). Ob die Funde in NW-Oberfranken im Krieglsteienr-Atlas alle stimmen?
    Baden-Württemberg 2 Funde. Müßte aber zumindest im südlichen Oberrheingebiet/Kaiserstuhl öfters zu finden sein.
    Sachsen ein Fund
    Thüringen bisher Fehlanzeige, ebenso Niedersachsen (wirklich?), Schleswig-Holstein udn Berlin-Brandenburg.
    Hessen-Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen habe ich keine Ahnung, das könnt bestimmt ihr mir sagen. Ich stelle mir vor, dass sie in den trockenen Weinbaugegenden, z.B. bei Wolfgang Prüfert um Bingen, durchaus vorkommt.
    Sachsen-Anhalt gibt es wohl auch Funde.
    Mecklenburg-Vorpommern weiß ich nicht, dürften aber nicht sehr viele Nachweise sein, wenn überhaupt.


    So, was mich bei dieser Zusammenstellung nun wundert ist, warum in der neuen Roten Liste die Art in Kategorie 3 eingestuft werden wird. Kategorie 3 bedeutet ja eine gewisse Häufigkeit. Nach den Einstufungsparametern wurde die Art als "sehr selten" bezeichnet, was aber immer noch mindestens ca. 30 Fundpunkte bedeuten würde. Wo stecken die alle, zumal für die Rote Liste ja keine Daten aus Rheinland-Pfalz vorlagen (und Hessen meines Wissens auch nicht).


    Habt ihr da eine Idee, bzw. wie ist Eure Einschätzung über die tatsächliche Häufigkeit?
    Die Ökologie ist ja durchaus z.B. mit Entoloma excentricum vergleichbar. Die ist auch als "sehr selten" eingestuft, kommt aber aufgrund stärker angenommener Rückgänge auf Rote Liste 2. Für mein Empfinden gibt es wesentlich mehr Fundmeldungen von Entoloma excentricum als von E. sericeoides. Wie seht ihr das? Ferner wäre zu bedenken, dass E. sericeoides schwerpunktmäßig wohl eine Frühjahrsart ist. Das könnte man als Grund nehmen, sie als übersehen zu deklarieren. Andererseits kommt sie genau in den Biotopen vor, wo jetzt die Orchideen blühen und diese Biotope werden gerade jetzt viel besucht - auch von Pilzlern. Könnte man als Argumentation nehmen, um zu sagen, dass die Art doch recht gut kartiert sein müßte ....


    Wie auch immer, mich würde Eure Einschätzung zur Verbreitung der Art interessieren.


    Ach ja, leider war grad keine Kamera zur Hand, daher gibt es nur ein Belegfoto in der Sammelkiste (fot. T. Böhning) ....


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Wolfgang,


    ja, das stimmt. Moose-Deutschland ist eine reine Darstellungsseite, aber dies nach meiner Meinung derzeit das perfekteste in diesem Bereich was ich kenne. So würde ich mir das für die Pilze auch wünschen.


    beste Grüße,


    Andreas

    Hallo,


    ich könnte mir gut vorstellen, dass man mit dem NABU hier eine vernünftige Diskussion führen kann, mit dem Ziel einer Kooperation zwischen der DGfM und dem NABU. Wir (DGfM) würden eine aktuelle Referenzliste hinterlegen können und die Qualität der Eingaben bestmöglich erhalten. Wir (NABU BFA Mykologie) würden in die Qualitätssicherung eingebunden sein, was durch die jetzt eh schon bestehenden "Doppelämter" ja fast schon zwangsläufig der Fall ist. Die im BFA Mykologie engagierten Mykologen sind zu einem guten Teil dieselben, die derzeit die Landeskoordinatoren der Ost-Bundesländer stellen. Als Sprecher des BFA mykologie kann ich bei Bedarf da auch gerne die Kontakte herstellen und mal ein erstes Treffen anregen, damit man mal die gegenseitigen Wünsche und Vorstellungen sondieren kann.


    beste Grüße,


    Andreas


    (NABU BFA-Sprecher Mykologie)

    Hallo,



    nachdem die Speisepilzliste nun fertig ist, will sich der FB Toxikologie mit Elan an eine "Liste der kritischen Speisepilze" machen. Dazu haben wir beim letzten Treffen konzeptionelles besprochen. So ganz so einfach ist es gar nicht, so eine Liste zu erstellen, zumal die Aussagen darin ja auch überprüft sein müssen und letztlich eventuell sogar ggf. rechtliche Konsequenzen haben könnten.


    Aber da ist Harry Andersson als Sprecher des FB die richtige Anlaufstelle.


    Dass die Liste so unbemerkt blieb, liegt auch an der wirklich unbrauchbaren Gliederung der Homepage, wo man weder den Fachbeirat noch die Liste finden kann, wenn man nicht zufällig vorher schon weiß, in welchen Untermenüs sich diese Informationen verstecken. Wir haben vom Fachbeirat schon mehrfach darauf gedrängt, dass diese anders in die Homepage eingebunden sein müssen, am besten mit einem separaten Button "Fachbeiräte" oder so.


    beste Grüße,


    Andreas