Posts by Andreas

    Hallo,


    Ich kenne es aber eh nur als Story (wie ich ja schreib) und hatte es so im Kopf (kann mich da natürlich irren, wie ich auch schrieb). Hast du eine Quelle? Dann würde aus der Story was belegbares. Würde mich sehr interessieren. ;-)

    da ich mich nicht mehr dran erinnerte, habe ich im mycologia-europaea-Forum nachgefragt und dank Pascal Raulet auch die Quelle zur Story:


    FOURRÉ, Guy (1985): Pièges et curiosités des champignons, page 63:


    "L'Amanite citrine se voyait attribuer jadis les mêmes méfaits que la phalloïde et inspirait la même terreur. En 1905, Paul Dumée l'appelait 'champignon qui tue' et il arrive encore qu'un tableau mural datant de cette époque soit affiché dans la vitrine de certaines pharmacies... Or on sait depuis plus d'un demi-siècle qu'elle est inoffensive: elle fut définitivement réhabilitée en
    1927, après un banquet au cours duquel elle fut consommée par des membres de la Société Mycologique de France."


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Christoph,


    da muss ich daheim schauen, aber meines Wissens wurde das ganze im BSMF abgedruckt, oder vielleicht auch bei diesen Memoirs der Société Linnéenne de Lyon oder wie die hies.
    Aber da gibt es ganz sicher eine Quelle dazu. Kannst ja selbst mal im mycologia-europaea-Forum nachfragen, das geht bestimmt schneller ;-)


    Es ging doch nur darum zu beweisen, dass er nicht tödlich giftig ist, nicht um ihn als tollen Speisepilz zu propagieren. Außerdem waren in der Zeit die Leute nicht ganz so wählerisch wie heute ....


    beste Grüße,
    Andreas

    Hî Mátzê,

    Hâllo Ândrêas,
    einfach das im FA Tox alles gut läuft und da keine Satzungsrelevanten Fragen aufkommen
    viele Grüsse
    Màtzè

    es laufen hier ganze Threads wo viel über die Positivliste des FA TOX diskutiert und gerätselt wird, wo Fragen über kritische Speisepilze gestellt werden - alles genau die Thematik des FA TOX. Leider meldet sich da aber keiner dazu. Das finde ich schon etwas bedauerlich.
    Dass das keine satzungsrelevanten Fragen sind spielt doch gar keine Rolle, oder werden hier generell nur satzungsrelevante Themen diskutiert?! Und dass bei FA TOX alles bestens läuft, das ist toll und ich durfte selbst da auch einige Zeit mitmachen und habe das entspannte und arbeitssame Klima sehr genossen - aber es hat nichts damit zu tun dass ich es schön fände, wenn ein Mitglied dieses FA hier zugange wäre.
    Und gebracht habe ich das Beispiel ja auch nur, weil gerade so viel auf dem FA PSV-Wesen rumgehackt wird von wegen mangelnder Präsenz, was ja nun so gar nicht stimmt. Wenn, dann ist es die mangelnde Präsenz der für den PSV-Bereich zuständigen Person des DGfM-Präsidiums, die hier bedauert wird. Aber wir kennen ja Veronikas Abneigung für derartige Foren, und ich finde auch nicht unbedingt dass das ein Ausschlusskriterium gegen ein Amt im Präsidium wäre.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Christoph,

    Beispiel: Amanita junquillea galt mal als giftig, mal als essbar. Dann wurde er, wenn die Story stimmt, bei einem Mykologenkongress in den 20er Jahren aufgetischt und alle habens problemlos überstanden. Unfreiwilliger Menschenversuch, aber es ging gut.

    da ging es um den Gelben Knollenblätterpilz (Amanita citrina), der bis dahin vielfach für genauso giftig wie der Grüne gehalten wurde.
    Und es war kein unfreiwilliger Versuch, sondern man wollte endlich mit diesem falschen Urteil aufräumen und hat dies als Beweis getan.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Harald, hâlló Màtzè,


    also da verstehe ich euren unmut nicht so ganz. Genau darum gibt es in jedem FA einen Sprecher, dass er das Sprachrohr des FA ist. Warum müssen da sämtliche Mitglieder des FA mitlesen und womöglich alle einzeln was schreiben?
    Der FA PSV-Wesen ist hier im Forum durch seinen Sprecher (Stefan) vertreten, und das bemerkenswert intensiv - was will man mehr?


    Dass vom FA TOX niemand hier vertreten ist, obwohl hier ein vieldiskutierter Thread über kritische Speisepilze läuft, hat dagegen noch keiner bemängelt. Tu auch ich nicht, nicht dass ich da falsch verstanden werde. Ich wollte nur damit sagen, dass ich es völlig in Ordnung finde, in welcher Intensität sich der FA PSV hier einbringt.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Peter,

    anbieten kann man viel - hast Du auch Angaben darüber, wieviele Personen dieses Angbeot wahrnehmen? Wieviele PSV hoch BUND es gibt?


    Hast Du Dir die Prüfungsordnung denn auch mal durchgelesen? Falls ja, findest Du es vernünftig, hier mehr oder weniger Werbung zu machen für eine Prüfung, deren Prüfungsordnung, Amanita verna als "nicht sicher eigenständige Art beschreibt" und noch viel schlimmer den tödlich giftigen Zimtfarbenen Weichporling unter gastrointestinales Syndrom einordnet? In der alle milden Milchlinge essbar sind? In der eine völlig wirre Habitus-Übersicht aufgeführt ist, die unter anderem von einem "Rötlings-Habitus" spricht und diesen beschreibt (offenkundig nicht wissend wie heterogen der Habitus der Arten dieser Gattung ist von seitlings- über helmlings-, nabelings-, rüblings- bis hin zu ritterlingsartig) ud von einem "Hauben-Habitus", der alle möglichen kleinen braunen Pilze mit allen möglichen Hutformen beinhaltet ohne dass irgendwem ersichtlich ist, warum das alles zusammengefasst wird und warum man dem Samelsurium den Namen "Hauben-Habitus" verpasst hat? In der man andererseits Pflanzensoziologische Einheiten wie den Schillergras-Gesellschaften lernen muss, dafür aber der Fichten-Steinpilz (!) gemeinsam mit dem Satans-Röhrling dem Haargersten-Buchenwald zugeordnet wird und und und und - das kann man endlos weiterführen.


    Wolltest Du uns diese Prüfungsordnung als Beispiel vorstellen? Wenn ja als nachzueiferndes oder als abschreckendes?


    beste Grüße,
    Andreas
    .

    Hallo Stefan,

    Der FA-PSV ist anfangs davon ausgegangen, dass alles mit der Initierung der neuen Prüfungs- und Prüferrichtlinie bereinigt wurde. Was mich jetzt aber wirklich wundert, warum jetzt auf einmal sich so viele Mitglieder und ehemalige Mitglieder fürs PSV-Wesen interessieren. Bisher war das vielen egal; es hat sich kaum einer dafür interessiert; die Prüfer jetzt mal ausgenommen. Es hätten schon damals bei der Erstellung des neuen Prüfungrichtlinie auch damalige ehemalige Funktionsträger auf die Tatsachen hinweisen können. [...]

    also zum ersten Punkt muss ich sagen, dass zu meiner Zeit ich jedenfalls nie davon ausgegangen bin, dass mit der Prüfungsrichtlinie sämtliche Tätigkeiten der DGfM in Punkto Ausbildung erledigt sind.
    Dass der Punkt Prüfer- und Prüfungsrichtlinien als erster behandelt wurde, hat schon 2015 zu den besagten Dissenzen zwischen FA-Mitgliedern geführt, weil ein Teil der Meinung war, dass es erst eines Leitfadens bzw. einer Anfordrungsbeschreibung des PSV-Wissens bedürfe. Dass der Punkt Prüfer/Prüfung vorgezogen wurde hatte bestimmte Gründe, die aus Sicht der einen FA-Mitglieder eben als am wichtigsten eingestuft wurden, andere sahen es wie gesagt anders.


    Zum zweiten Punkt, warum sich jetzt mehr Mitglieder fürs PSV-Wesen interessieren: Ich hätte da die Theorie, dass es eigentlich für die meisten Mitglieder zur relativen Zufriedenheit lief, daher fühlte sich auch keiner genötigt, Stellung zu beziehen oder eine Meinung abzugeben. Nachdem das Ganze aber mehr und mehr gegen die Wand fährt, alarmiert das eben mehr und mehr Mitglieder - ist natürlich nur eine Theorie, aber ich halte das nicht für völlig abwegig.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Stefan,

    Hallo Andreas,


    kann alles sein; ich bestreite das nicht. Nach dem Lesen des genannten Protokolls kann der neutral gestimmte Leser (in dem Falle ich) aber nur zu dem Schluss kommen, wie ich ihn genannt hatte. Die Formulierungen sind da meines Erachtens eindeutig.


    l.g.
    Stefan

    aus dn Formulierungen (ich habe sie mir gerade durchgelesen) geht klar hervor, dass der (damalige) FA zu dem Schluss kommt, dass die Art und Weise der Ausbildung dem zukünftigen PSV selbst überlassen bleiben soll und es keine von der DGfM aus vorgeschriebene Bindung an Ausbildsungsstätten, Referenten oder sontwas geben soll.Kernsatz: "Es kann und sollte nicht reglementiert werden, wie und wo künftige PSV ihre Kenntnisse erwerben. "
    Es ist aber mit keinem Wort in irgendeiner Weise erwähnt, dass sich die DGfM komplett aus dem Thema Ausbildung ausklinken soll und dies womöglich gar noch aus der Satzung streichen soll!


    Im übrigen ist dieses Protokoll nie offiziell von allen FA-Mitgliedern verabschiedet worden, somit im Entwrufstadium und mitnichten gültig. Es gab zu einigen Passagen Änderungswünsche, die nie umgesetzt wurden.
    Bitte lies dir auch die einleitenden Formulierungen über den Dissens der Teilnehmer durch, dann sollte Dir manches klarer werden.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Stefan,

    Über die veraltete und nicht mehr der Realität entsprechende Ordnung für die Fachausschüsse sind wir auch gestoßen und haben einen Antrag an die Mitgliederversammlung eingereicht zur Anpassung an die derzeit gegebenen Bedingungen.

    du möchtest also damit sagen, der FA PSV-Wesen wusste bis vor kurzem nicht, dass es eine Ordnung für seinen Fachausschuss gibt?!?!


    Und ihr habt also jahrelang IRGENDWAS nach eurem eigenen Gutdünken fabriziert ohne Euch um eine von der MV verabschiedete Ordnung zu kümmern - und nun, um das was da jahrelang gegen den Wunsch der Mitglieder gelaufen ist zu legalisieren, wird versucht, bei der nächsten MV eben die Ordnung dem anzupasen, statt sich nach der herrschenden Ordnung zu richten?!?!


    Die Ordnung ist noch nicht mal wirklich alt, wann wurde sie denn verabschiedet? Wolfgang Prüfert weiß das bestimmt.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Stefan,


    die Meinung wurde damals vertreten, aber nicht in dem Sinne, dass sich die DGfM überhaupt nicht mehr um Belange der Ausbildung kümmern solle. Es wurde schon damals festgestellt, dass es eben keine Ausbildung der DGfM gibt und auch dass man die Art und Weise, wie sich jemand (aus-)bildet, nicht vorschreiben möchte. Es war aber auch ganz klar damals unter denen, die dann nach und nach den FA verlassen worden sind, dass es weiterhin Aufgabe der DGfM ist, sich um eine qualitativ hochwertige Ausbildug einzusetzen und zu kümmern. Nur eben nicht, dass die DGfM das selbst macht, oder eine Art Lizenz an von ihr akzeptierte Ausbilsungszentren veribt. Wie sich jemand das nötige Wissen verschafft, sollte jeder für sich entscheiden dürfen. Den Umfang des Wissens, das zur Erlangung des Status "PSV>DGfM" nötig ist aber alleine durch einen Leitfaden zu regulieren oder gar nur durch das Veröffentlichen von Prüfungsfragen und sich ansonsten um nichts zu kümmern, war nie die Intension dieser damaligen Mitglieder des FA. Darum gab es auch von vorn herein einen massiven Dissens in der Gewichtung der zu bearbeitenden Themen und der zeitlichen Veranschlagung derselben. Durchgesetzt hat sich nun ja (leider muss ich sagen) eine bestimmte Linie im FA, nachdem ja alle Andersdenkenden dann nach und nach ähm nicht mehr teilnahmen. Zu was das letztlich geführt hat, seht ihr jetzt. Und das nun so darzustellen, dass ihr nur das weiterführt, was damals beschlossen würde, ist eine massive Verdrehung der Tatsachen!


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Stefan,

    Sorry, aber den Post finde ich äußerst deplatziert. Ich bin langsam diese ewigen Provokationen leid. Es werden mir (uns) ständig irgendwelche Dinge, wie z.B. Arroganz unterstellt. Viele von euch kennen mich persönlich und ihr solltet wissen und mich gut genug einschätzen können, dass ich durchaus Fehler habe, aber arrogant bin ich nun wirklich nicht. Wenn einige von euch meinen, aus meinen Posts eine Arroganz herauszulesen (vielleicht sogar unterbewusst herauslesen wollt; ist jetzt nicht als Vorwurf sondern vollkommen wertneutral gemeint!), ist das nicht mein Problem.
    Nur um das noch mal klarzustellen: Ich habe mehrmals sehr viele Dinge, die ihr kritisch angemerkt habt, unabhängig von den aktuellen Diskussionen schon vor langer Zeit im FA-PSV angesprochen und bin da mehrmals auf sehr heftigen Widerstand gestoßen. Ich diskutiere gerne mit euch, aber dann bitte fair und ohne irgendwelche Seitenhiebe. Wie Andreas so schön schrieb: "Das ist ein Spagat, der mir nicht gelingen kann". Das sehe ich inzwischen auch so. Ich bin jetzt wirklich am Überlegen, ob ich hier überhaupt noch auf eure Anfragen antworten sollte, denn aus meiner Sicht macht es keinen Unterschied. Schreibe ich was, werden bestimmte Dinge, wie z.B. Arroganz, Untätigkeit oder sonst was in die Antworten hereininterpretiert; schreibe ich nix, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sich darüber auch aufgeregt wird. Also folgt daraus: Egal was ich mache; es herrscht Unzufriedenheit bei den gleichen Personen. Die 2. Option hat allerdings den "Vorteil", dass es meine Gesundheit, Nerven und Kräfte schont und ich mich um für mich wichtigere Dinge, wie z.B. meiner Gesundheit, Jobsuche, dem Tricholoma-Projekt oder dem Sachsenatlas widmen kann. Denkt bitte auch daran, dass ich alles ehrenamtlich mache und ich absolut keinen persönlichen Nutzen in der Sache habe; überhaupt keinen. Wenn so viele von euch sich konstruktiv in das PSV-Wesen einbrigen wollt, dann lade ich euch alle ein beim FA-PSV nach der Wahl mitzumachen. Mein Amt als Sprecher könnt ihr dann wegen mir auch gerne haben. Ich hab mich Ende 2017 ehrlich gesagt nur dazu bereit erklärt, weil das sonst keiner machen wollte.


    l.g.
    Stefan

    ich habe in meinem hier angesprochenen Post im anderen Thread extra sorgfältig darauf geachtet, zu schreiben, dass ich den FA meine und nicht Dich persönlich!
    Ich habe Dir gar nichts unterstellt, aber ich lese aus den Formulierungen heraus, was da steht: Wir Prüfer dürfen dann, wenn der Leitfaden fertig ist, mal drüberlesen und noch eventuell vorhandenen kleinere Unstimmigkeiten melden, und vielleicht werden die dann geändert oder eben auch nicht. So steht es nun mal da. Das ist keine Zusammenarbeit, sorry!


    Wir brauchen dazu in DIESEM Post auch gar nichts mehr diskutieren, aber so stehen lassen konnte ich das einfach nicht.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Stefan, hallo Christoph

    Hi,


    prinzipiell meine ich schon Lepista um engeren Sinn; zumindest habe ich nebularis ausgeklammert, weil die Art ja lange Zeit bei Clitocybe stand, (bzw. wohl auch noch steht?). Welche Arten jetzt noch genau zu der Gattung gehören; dazu fehlt mir aktuell der Überblick. Aber danke für den Hinweis. :)

    soweit mir bekannt, ist Clitocybe nebularis die Typusart der Gattung Clitocybe - kann also gar keine Lepista sein ....


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,

    In der Ausgabe von 2010 (Der große Kosmos Pilzführer) nicht. Wäre interessant, warum sich die Bewertung geändert hat.

    kann ich beantworten: Weil ICH die letzten beiden Auflagen des "Laux" überarbeitet habe und die Bewertung geändert habe. Ich hatte von Unverräglichkeiten gehört (ich meine im FA Tox., von Harry Anderson oder Siegmar Berndt) und da ich die Bestimmung der Art eh für kritisch erachte habe ich die Art lieber auf "kein Speisepilz" gesetzt.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Stefan,

    Hallo,
    fände ich ein bisschen einseitig. ;) Es gibt noch weitere tödlich giftige Arten, die auch bekannt sein müssten; insbesondere der Gifthäubling und die Leprocyben. Derzeit ist es so, dass 3-4 Prüfungsfragen Giftpilz, bzw. Pilzgiftfragen pro Prüfung enthalten müssen. An den aktuellen Fragen werden wir auch in der Saison nix mehr ändern. Anregungen und Fragenvorschläge sind aber in jedem Fall sehr willkommen. :)


    l.g.
    Stefan

    wieder mal nur die halbe Wahrheit!
    Du verschweigst wider besseren Wissens aber, dass es durchaus vorkommen kann, dass der Computer die Fragen zufällig so auswählt, dass eben keine einzige Frage über einen tödlich giftigen Pilz drankommt (außer Vergiftungsyndrome). Und das eben genau ist nicht gut!
    Und daran ändern auch mehr Fragen nichts, auch wenn es die Wahrscheinlichkeit dass eine Prüfung ohne solche Fragen zustande mkommt, etwas verringert.
    Die computergenerierte Prüfung muss einfach nochmal gegengeprüft werden und ggf. die eine oder andere Frage manuell ausgetauscht werden. Und der Quatsch dass Fragen nicht doppelt drankommen dürfen muss natürlich auch abgestellt werden!


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Stefan,

    woher soll irgendjemand - egal ob Prüfungskandidat oder Ausbilder, denn wissen, WELCHE Baumarten ihr dnn noch verlangt? Muss er die Grün-Erle erkennen? Wenn nein, warum nicht - da gibt es viele explizit an sie gebundene Arten dran - vielleicht mehr noch als an die Weiß-Tanne!


    Wieviele explizit an Weißtanne gebundenen Pilzarten, die in die PSV-Praxis fallen könnten, kennst Du denn - also was verstehst Du unter "wirklich einige"?
    - Lachs-Reizker. Ist es wichtig, dass ein PSV-Prüfer den vom Fichten-Reizker unterscheiden kann? Es ist schön wenn er es kann, aber ist es WICHTIG?!?!
    - Hohlstiel-Täubling. Muss ein PSV-Prüfer diesen Täubling erkennen können?!?!
    - Weißtannen-Grubenmilchling. Muss ein PSV-Prüfer den vom Fichten-Grubenmilchling unterschieden können?!?!


    Gibt es noch weitere Arten? Mir fallen keine mehr ein. Und bitte jetzt nicht Phlegmacien noch mit aufzählen wie z.B. C. atrovirens - die kommen alle auch bei Buche/Fichte vor!


    Warum also soll ich nun in die Ausbildung auch noch einen Kurs Baumkunde mit aufnehmen? Was kommt als nächstes? Welche Zeigerpflanzen muss der PSV kennen - mus ich wissen denn ich muss ja dann auch noch einen Pflanzenbestimmungskurs mit reinpacken.
    Warum muss ein PSV, der doch deiner/eurer Meinung nach eine so umfassende Bildung haben soll mit allem was ins Spektrum Pilz gehört nicht auch die wichtigsten Baumschädlinge erkennen, die wichtigsten Vogelarten (also wenigstens die Spechte und andere Höhlenbrüter, ja!), Feldermäuse und vor allem die ganzen Kleinsäuger die die Fruchtkörper anfressen!


    Es ist alles schön und gut, wenn ein PSV vieles weiß was über den Tellerrand hinausgeht. Die Frage ist aber doch, was MUSS er wissen, welche Kenntnisse MUSS er nachweisen?! Und eine Weißtanne MUSS er nicht erkennen können, und er MUSS mir nicht drei relevante Merkmale der Gattung Phellinus aufzählen können. Er MUSS wegen mir noch nicht mal einen Feuerschwamm erkennen!


    Macht Euch bitte bitte lieber erst mal grundlegende Gedanken darüber:
    - Welche Pilzarten MUSS ein PSV kennen (und wie ist "kennen" definiert) und welche Pilzarten SOLLTE er kennen (Definition von "kennen" ....).
    - Wie stellt ihr Euch eine Definition vor, in welchem Zustand Fruchtkörper sein sollen, damit der PSV-Prüfling sie erkennen MUSS. Pilzfruchtkörper können so grotesk anders aussehen wie die Norm, auch gute Mykologen können sich um eigentlich einfache und sicher zu erkennende Arten streiten ....
    - wie ist die Vorgabe für die Prüfer bei seltenen, aber wichtigen Arten, z.B. Tiger-Ritterling, Riesen-Rötling, Cortinarius meinhardii oder ähnlichem. Liegen diese Arten im Korb, und der PSV-Prüfling erkennt sie nicht sicher, sondern legt sie als "könnte die Art xy sein" als nicht freigegeben weg, ist das okay? Wenn der Riesen-Rötling unbestimmt weggelegt wird mit der Bemerkung "das ist ein Rötling, aber die Art kenne ich nicht und alle Rötlinge mit Ausnahme der im Frühjahr wachsenden Schlehen-Rötlinge werden nicht freigegeben und sind teils stark giftig" - ist das okay?


    Ich würde mir solche Vorgaben vom FA wünschen. Nicht weil ich nicht selbst da meinen Weg gehen könnte, wie bisher auch, und auch nicht weil ich dies nicht mehr tun wollen würde. Aber IHR wollt doch alles vorgeben, die Prüfer zu reinen Dienstleistern machen ohne eigenen Spielraum, also habt ihr auch dafür zu sorgen dass es klappt! Und das tut es sowas von überhaupt nicht, seid ihr an dem System rummurkst!!


    beste Grüße,
    Andreas
    -

    Hallo,


    was mich an diesen und ähnlichen Fragen generell stört, dass ich bis heute nicht weiß, was ich als Prüfer da als korrekt werten soll und was nicht.
    "Woran erkenne ich eine Weißtanne" - reicht es wenn ich antworte "an den Nadeln", oder muss ich auch beschreiben, was an den Nadeln bemerkenswert ist um die Weißtanne zu erkennen? Da nicht eine Unterscheidung zu einer anderen Art/Gattung angeführt ist, muss ich davon ausgehen, dass nach Alleinstellungsmerkmalen gefragt ist - die gibt es aber selten. Ich kann als z.B. NICHT antworten, dass die Nadeln der Weißtanne gerieben nach Citrusfrüchten riechen - denn das tun sie bei der Douglasie auch. Ich kann auch NICHT antworten, dass die Rinde silbriggrau ist, denn das ist sie bei der Grau-Erle ebenso.


    Ich finde es eine Ungeheuerlichkeit, dass von uns Prüfern verlangt wird, wir sollen Prüfungen abnehmen, mit Fragen, deren Beantwortung nicht eindeutig ist, mit Fragen, die nicht ins Anforderungsprofil eines PSV gehören, und dabei dürfen wir die Prüfungsfragen erstens nicht vorher sehen (wurde nach zweijährigem Drängen nun für dieses Jahr geändert) und zweitens gibt es keine Antwortvorgaben. Ich habe sogar von einem Mitglie des FA die Antwort bekommen zu einer konkret wiederholt angemahnten Antwort auf erine mir nicht klare Frage, man wüsse die Antworet auch nicht.


    Seit zwei Jahren rede ich mir den Mund fransig, dass eine korrekte Durchführung der Prüfung nicht möglich ist, wenn man Prüfern einfach einen denen nicht vorher bekannten Fragensatz schickt, der zudem viele zu bemängelnde Fragen beinhaltet, und ansonsten keinerlei Rückfragen dazu zulässt. Nun gehen wir also ins dritte derartige Prüfungsjahr - mein Hals darüber ist nicht kleiner geworden! Vor allem weil einfach zwei Jahre lang nichts (oder jedenfalls nichts vernünftiges) in diese Richtung gemacht wurde, sondern stets nur Abblocken jeglicher Kritik stattfand.


    Die Satzung jetzt mal eben kurz auf die neue Situation hinbiegen und abnicken zu lassen, statt sich mal mit der Frage auseinanderzusetzen, ob die Mitglieder denn wollen, dass sich die DGfM wirklich komplett aus der Teilnahme/Mitsprache/Verantwortung an/für die Ausbildung rausnimmt, passt in diese Arbeitsweise, finde ich ....


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Craterelle,


    sprichst Du gerade von Lepista irina? Ist der in vielen Büchern drin? Und dann auch jeweils noch als Speisepilz? Hätte ich eher nicht gedacht, aber da fehlt mir etwas der Überblick.


    Vielleicht hat man ihn einfach noch nicht aufgenommen weil man noch Klärungsbedarf sah und ihn nicht vorschnell als kritisch bewerten wollte?


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    leider weiß ich die Quelle nicht mehr, aber wir hatten seinerzeit beim erstellen der Liste (da war ich noch mit im FA TOX) Lepista irina explizit nicht mit aufgenommen, weil Fälle von Unverträglichkeiten bekannt geworden sein sollen (Schweiz?).
    Ich selbst bin mir über die Art überhaupt nicht im Klaren, finde sie sehr schwer zu bestimmen. Der typische Geruch ist natürlich toll - aber was macht man mit Funden die genauso aussehen, aber nicht süßlich riechen? Und letzteres ist bei mir häufiger der Fall als dass ich typisch riehende finden würde. Die Abgrenzung zu Lepista graveolens (wenn es die Art überhaupt bei und gibt) und selbst zu Lepista glaucocana ist dann nicht ganz so einfach wie es scheint. In der Schweiz gilt Lepista glaucocana als NICHT essbar, im Gegensatz zu Lepista nuda natürlich.
    Lepista glaucocana ist in Deutschland ähnlich verbreitet wie Cortinarius odorifer oder bei den Pflanzen Anemone narcissiflora. Sprich im Alpen- und Voralpenraum auf Kalk bis einschließlich der höheren Lagen der Schwäbischen Alb durchaus nicht selten.


    Ich selbst habe Lepista irina einmal selbst gegessen und keine Probleme damit gehabt.


    In der Beratungspraxis würde ich die Leute darüber informieren, dass die Art in Deutschland allgemein als unkritisch gilt, es aber meines Wissens in der Schweiz Unverträglichkeiten gegeben hat. Meine direkte Empfehlung an die Leute wäre daher, wenn sie die Art denn probieren möchten, eine kleinere Portion zu testen auf persönliche Verträglichkeit. Ich würde ihnen auch sagen, dass im Falle der Unverträglichkeit eben mit mehr oder weniger intensivem Bauchgrummeln zu rechnen wäre, aber natürlich keine organischen oder psychischen Vergiftungssymptome auftreten würden.
    Die Entscheidung, was der glückliche Besitzer der Pilze mit meinen Ratschlägen anfängt, bleibt wie immer bei ihm selbst ;-)


    beste Grüße,
    Andreas