Posts by Andreas

    Hallo Thorsten,


    ich sehe das nicht ganz so restriktiv wie Du.
    Ich bin im Zweifel, ob wir ganz generell überhaupt rechtlich belangt werden könnten. Was wir tun, ist, anderen Leuten einen Rat zu geben. Unser Rat wiegt aufgrund nachgewiesenen Fachwissens natürlich schwer, aber es immer ein Ratschlag, und nicht mehr.


    Speziell zu den kritischen Arten und ihren Umgang wäre meine Vorgfehensweise und Empfehlung - sowohl für Praxis als auch für die Prüfung - zu erläutern, warum ein Pilz nicht völlig ohne Einschränkung freigegeben werden kann. Was der Ratsuchende dann mit dieser Auskunft anfängt, das ist allein seine Entscheidung. Die musst du ihm gar nicht abnehmen! Wenn Du ihm sagst, der Butterpilz ist ein guter Speisepilz, aber nicht wenige Menschen vertragen ihn nicht sonderlich gut und bekommen Durchfall, insbesondere wenn sie größere Mengen essen, dann reicht das. Ob derjenige ihn dann (dennoch) essen möchte oder nicht, dass darf er selber entscheiden ;-)
    Gleiches gilt auch für Hallimasch, usw. Erkläre, was an der jeweiligen Pilzart zur Einschränkung führt und lass den Ratsuchenden selbst entscheiden. Wichtig st aber, das Du sagen kannst, WAS denn nun die Einschränkung verursacht (kein Alkohol bei Falten-Tintling z.B.) und dass Du tatsächlich als giftig oder bitter bekannte Pilze nicht freigibst.
    Es ist auch klar, dass es da eine gewisse Grauzone gibt. Der eine gibt den Grauen Wulstling ohne mit der Wimper zu zucken frei und den Rehbraunen Dachpilz, der nächste hält diese Arten für geschmacklich so unterste Schublade, dass er sie als ungenießbar ablehnt. Es kann und wird da keine 100%ig klare "richtig oder falsch"-Lösung für manche Arten geben.


    beste Grüße,
    Andreas


    edit: Während ich mr hier stundenlang einen Sermon aus den Fingern sauge, hat Wolfgang das ganze in zwei Sätzen genauso beantwortet, wie ich es auch getan hätte, wenn mir die gabe der kurzen Worte gegeben wären ... ;-)

    Hallo,


    ich persönlich sehe es genau wie Peter S.. Die Maßnahmen und auch die Reihenfolge wäre genau das, was auch mir als das sinnvollste vorschweben würde.
    Die Aussetzung der Fragen und Selbstgestaltung der Prüfung für dieses Jahr wäre jetzt nicht unbedingt etwas, was ich als "must be" ansehe, gleichwohl sicherlich sinnvoll. Ich glaube, dieses Jahr kriegen wir auch mit (... trotz ...) den vorgegebenen Fragen vernünftig über die Runden. Aber die restliche Agenda wäre schon sehr nach meinen Vorstellungen.


    Nicht ganz so übereinstimmen meine Vorstellungen mit denen von Peter K.. Ich bin weiterhin ein großer Fan von einem autarken, Fachauschuss, und wenn ich lese dass der Fachausschuss nach Gusto des Präsidiums zusammengestellt werden soll, dass Mitglieder notfalls halt abberufen werden sollen wenn sie "nicht gut tun", dann klingt das alles ziemlich nach Willkür.
    Ich glaube schon, dass ich verstehe wie Peter (K.) das meint, und es ist auch klar, dass ein FA sinnvoll zusammengestellt werden muss, um möglichst gut alle anfallenden Themenbereiche abzudecken. Klar ist, dass da bei der Zusammensetzung (auch) das Präsidium ein Wörtchen mitreden will und auch soll. Aber ganz wesentlich ist meiner Meinung nach, dass genügend Ansichten und Kompetenzen vertreten sind, um ergebnisorientierte Diskussionen führen zu können - die durchaus kontrovers sein können, ja müssen. Nur gegenseitig blockieren darf man sich dabei natürlich nicht.
    Wobei ich Peter K. jetzt nicht unterstellen, auszusagen, dass das Präsidium sich einen Fachausschuss nach dem Kriterium "bequem zu führende Personen" zusammenstellen möchte. Aber ein bisschen klang das für mich so ....


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Jens,

    ich sage ja gar nicht, das es so wie Du es schilderst nicht in der Praxis sein KANN - es ist aber nicht in irgendeiner Weise vorbestimmt, dass das Präsidiumsmitglied den Ton angibt und den Fahcausschuss "benutzt" um seine Ideen durchzudrücken.
    In der Praxis wird es aber natürlich so sein, dass jemand der sich um ein solches Amt bewirbt, auch bestimmte Vorstellungen hat. Und die natürlich auch einbringt. Aber gleiches denke und erwarte ich von den anderen FA-Mitgliedern ebenso, und nur wenn alle Ideen haben und darüber ergebnisoffen diskutieren wird es zu guten Ergebnissen kommen. Dass es immer Leute gibt, die ihre Ansicht/Meinung engagierer vertreten als andere, auch das ist klar. Es sollte halt nicht so sein, dass sich ein Teil des FA überfahren fühlt von einer Person oder einer Gruppe.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Matthias,


    das verstehe ich nicht was du meinst.
    Es gibt nur ein Präsidiumsmitglied, das gleichzeitig im FA ist und nur dieses eine präsidiumsmitglied hat auch eine Stimme in diesem FA. Er/Sie ist dort aber nur EIN Mitglied unter mehreren, so dass Seine/Ihre Stimme da nicht besonders viel Gewicht hat.
    In der jetzigen Konstellazion des FA PSV-Wesen immerhin ein Viertel, aber es ist jederzeit möglich, dass die restlichen FA-Mitglieder das im FA befindliche Präsidiumsmitglied überstimmen.


    Ich möchte das nur zur Klarstellung nochmals hier posten, weil ich immer wieder hier lese, wie viel sich durch die Neuwahlen eventuell im Bereich PSV-Wesen ändern könnte. Fakt ist, dass ggf. EIN neues Mitglied in den FA kommt - ansonsten ändert sich erstmals gar nichts! Und da der FA das PSV-Wesen neu organisiert, könnt ihr doch selbst abschätzen, dass das Veränderungspotetial durch ein neues Präsidiumsmitglied marginal ist. Der Fachausschuss muss sich ändern, wenn sich etwas ändern soll!


    edit: Hatte übersehen, das die FA ja nur bis 6 Personen sein sollen, ich dachte sie wären auf acht begrenzt .... Aber ist prinzipiell egal, was ich sagen möchte ist, dass die Neuwahl EINES FA-Mitglieds nicht unbedingt zu irgendwelchen Änderungen führen wird .... Es muss sich grundlegendes ändern!


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    Wolfgang : Meiner Ansicht nach stimmt Deine Reihenfolge so nicht. Als erstes muss die Anfordrungsrichtlinie festgezurrt werden. Erst dann kann man die Frage überarbeiten. Erst an den Fragen rumformulieren, wenn jeder was anders unter den Begrifflichkeiten versteht, macht keinen Sinn. Also bitte ERST definieren: Was ist mit "Merkmal" genau gemeint, welche Arten/-gruppen sind im Fragespektrum und was versteht man unter "der Kenntnis" von Arten/-gruppen.


    @alle: Bitte klar trennen zwischen
    a) dem Fachausschuss PSV-Wesen, der alleine für die Weiterentwicklung des PSV-Wesen zuständig ist
    und b) dem DGfM-Präsidiumsmitglied das für den PSV-Bereich zuständig ist und in allererster Linie die administrativen Dinge erledigt.
    Das Präsidiumsmitglied PSV hat einen Sitz im Fachausschuss PSV-Wesen und damit eine gewisse Einflussmöglichkeit, ist aber nur eines von mehreren FA-Mitgliedern mit nur einer ganz normalen Stimme. Sein Einfluss ist daher begrenzt, vermutlich viel begrenzter als die meisten das denken. EINE Stimme von günstigstenfalls sechs oder sieben oder acht Mitgliedern ....


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Stefan,


    ja, das kann man natürlich so sehen, mit dem Mut zur Lücke, aber meiner Meinung nach hinkt da der Vergleich zwischen einem Studium und einer freiwilligen Ausbildung zum PSV, für das die Leute Geld bezahlen. Daher denke ich, dass diese Sichtweise an der gängigen Praxis der letzten Jahrzehnte vorbeigeht.
    Aber selbst wenn man sagen würde, dass die Leute sich eben manches selbst beibringen müssen, dann wäre es um so wichtiger, dass man eine genaue Richtlinie zur Verfügung stellen würde, dass jeder die verlangten Themenkreise kennt. Baumkunde war bisher ebensowenig in diesem Ausmaß ein Prüfungsinhalt wie auch das Wissen um Merkmale in der Gattung Phellinus (als Beispiel).


    Übrigens bitte ich Dich, auch bei meinen Ausführungen und Angriffen nicht Dich persönlich angesprochen/angegriffen zu fühlen, sondern du bist hier als Stellvertreter/Sprecher des PSV - angesprochen ist natürlich der FA in seiner Gesamtheit, dem ich ja auch einmal angehörte und daher letztlich für einiges Bemängelte durchaus auch in gewisser Weise mitverantwortlich bin.
    Und ich rechne es Dir hoch an, dass Du hier entsprechend Stellung beziehst. Verständnis habe ich absolut auch dafür, dass Du a) zu manchen Interna nichts sagen möchtest und b) zu manchen Dingen vor Deiner Zeit ebenfalls nicht direkt Stellung nehmen kannst.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    zum einen: Bei der nächsten MV wird nur ein neues Präsidiumsmitglied gewählt, das die Belange der PSV in der DGfM bearbeitet. Es wird aber KEIN FA-PSV-WESEN gewählt. Das betreffende Vorstandsmitglied ist EINE PERSON innerhalb des Fachausschusses. Warum soll also ein so frischer Wind in die Sache kommen, dass sich grundlegendes ändern wird?
    Bedeutet das, dass der FA PSV-Wesen gar nicht eigenständig arbeitet, sondern einfach nur Vorgaben des derzeitigen Präsidiumsmitglieds umsetzt?!


    zum zweiten: Das Problem der Fragen, die nicht eindeutig beantwortet werden können, habe ich bereits x Mal dem Fachausschuss und dem Präsidium vorgebracht, seit bestimmt zwei Jahren jetzt schon. Erst wurde es ignoriert, dann wurde es als nicht existent dargestellt und erst auf allermassivste Beschwerde aller Prüfer hin wurde überhaupt angefangen das ganze als ein zu diskutierendes Problem zu akzeptieren!


    und zum dritten: Wenn tatsächlich alle sich einige sind, also auch der FA PSV, dass es keinen Sinn macht, über einzelne Fragen zu diskutieren, sondern erst mal der Rahmen definiert werden muss, dann sehe ich eine Chance auf eine vernünftige Fortführung dieses Fragensystems.
    Dass Fragen innerhalb einer Saison nicht doppeltz verwendet werden dürfen, ist natürlich abstrus und nicht machbar - bei einem Dutzend Prüfungstermine dieses Jahr kann es gar nicht anders sein, dass es auch Fragen gibt die in irgendeiner anderen Prüfung schon mal dran waren. Na und? Wo liegt das Problem? Es ist gar kein Problem!! Ein Problem ist aber aus den Fingern gesaugte unbeantwortbare Fragen oder Fragen die den Rahmen dessen sprengen, was ein PSV wissen muss.


    Und zu allerletzt: Ich bin auch der Meinung, dass ein PSV die wichtigsten Baumarten kennen soll. Die Frage ist aber, wie man in der schriftlichen prüfung eine Frage danach formuliert - und zwar im Hinblick darauf, dass in der Ausbildung dann eben das auch ein Thema sein muss. Und die Art und Weise, wie die Frage nach den Bäumen formuliert ist, würde die Ausbilder dazu zwingen, mehrere Stunden Baumkunde in den Kurs einzubauen, denn die Kursteilnehmer haben ein Anrecht darauf, dass alles behandelt wird, was in der Prüfung gefragt werden könnte.


    Von einer Zusammenarbeit und Diskussion des Fa PSV-Wesen mit den prüfern und/oder Ausbildern kann ich im Gegensatz zu Stefan nichts erkennen! Eine gemeinsame Sitzung unter Mitteilnahme einiger DGfM-Präsidiumsmitglieder - sonst nix. Keine Reaktion auf unsere Überarbeitungen, keine Mitteilungen irgendwelcher Art vom FA an die Prüfer bezüglich der Prüfungsfragen - Schweigen im Walde.
    Wenn Du, Stefan, hier darstellst, dass der FA in Diskussion mit den Prüfern sei, dann nenne mir mal bitte auch nur ein einziges Beispiel, bei dem der FA die Diskussion mit den Prüfern gesucht hätte!


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    ich gebe sowohl Craterelle als auch Matthias da ziemlich in allem recht, und verstehe da auch die Anforderungen das FA PSV-Wesen nicht so ganz und auch nicht deren Befindlichkeiten was die Wiederholung von Fragen betrifft.
    Auch die angesprochene Diskussion mit den Prüfern über die Prüfungsfragen fand bis nullkommanull statt. Wir Prüfer durften unsere Kommentare zu den Fragen abgeben, und haben aber weder eine Rückmeldung bekommen, dass dies überhaupt regisitriert wurde, noch irgendein Signal, dass man über die strittigen Fragen mit uns diskutieren möchte - in welchem Rahmen auch immer. Statt dessen wir einfach der bisherige Fragenkataloge ohne jedwelche Berücksichtigung unsere mKommentare online gestellt, ohne den Prüfern vorher oder überhaupt zur Kenntnis zu geben, dass die Fragen gar nicht mehr dieses Jahr überarbeitet werden sollen! Was soll das bitteschön für ein Miteinander sein, was ist das für eine Diskussion, und wie glaubt ihr denn, kommen wir Prüfer uns vor?! Als Dienstmädchen dürfen wir fungieren für den FA, ja?!
    Lieber FA PSV-Wesen: NEIN! So geht das nicht und so wird das auch nichts! Kommt bitte endlich von Eurem selbstherrlichen Alleinherrschaftsgehabe runter! So wie das seit Monaten oder gar Jahren läuft im FA PSV kann es nicht weitergehen, ganz im Ernst!


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Stefan,


    also das möchte ich so nicht stehen lassen:

    Meist absolvieren die Leute die Prüfung und das wars dann. Einige wollen den Ausweis noch haben und dann wirds mau. Von den meisten hört und sieht man dann nix mehr.

    ich verstehe nicht, wie Du zu dieser Aussage kommst. Ich denke, dass mindestens die Hälfte der von Dir angesprochenen Anzahl Prüflinge aus meinen Prüfungen kommt. Und zu meinen Prüflingen habe ich zu einem hohen Prozentsatz auch nach Jahren noch Kontakt. Die bilden sich auch weiter, meist öfters als sie unbedingt müssten, haben oftmals eine Gruppe um sie herum oder wo sie eben dabei sind und somit regelmäßigen Austausch und machen so ihr Ding mit Pilzen. Nicht jeder unbedingt mit öffentlicher Pilzberatung, okay, aber der allergrößte Teil aktiv auf irgendeine Weise - und darauf kommts doch eigentlich an.
    Und wenn DU nichts mehr von denen hörst, dann ist es noch lange nicht unbedingt so, dass die nicht aktiv sind. Das ist schon ein wenig anmaßend von Dir, das so darzustellen!


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Stefan,

    Hallo Andreas,


    die Einstellung der gekürzten Frageliste wurde nicht mit dem FA abgesprochen! Das muss an der Stelle im öffentlichen Bereich reichen. Dass der FA PSV nur durch mittels der ursprünglichen Fragenliste die Prüfungssaison 2018 gewährleisten kann, hat der FA mehrfach angekündigt, allerdings scheint das niemand sonst weiter auch zur Kenntnis genommen zu haben.


    l.g.
    Stefan

    das hatte ich nicht mitbekommen, ich dachte es tut sich noch was vor der Saison. Aber das ist letztlich auch nicht verwunderlich, braucht eben doch ganz schön Zeit alles, was ich verstehe. Was ich aber nicht verstehe ist, warum man die Fragen denn diese Saison noch online stellt, wenn sie es bisher nicht waren und es bis zur nächsten Saison eh einen (grundlegend?) überarbeiteten Fragenkatalog gibt.
    Meine Sorge dabei ist einfach, dass es heißen wird "jedes Jahr macht ihr was anders, wie soll man sich denn da vorbereiten auf die Prüfung in vielleicht zwei oder drei Jahren?"


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    bezüglich von Pilzsoziologischen Untersuchungen bitte auch DARIMONT mit den Buchenwäldern der Ardennen nicht vergessen. Hab das Zitat nicht greifbar und auch die Arbeit selbst nicht.


    Für Bernd sicherlich im konkreten Fall nicht relevant, aber generell eine wichtige Arbeit in dieser Thematik.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Stefan,

    Hallo, dass die Fragen gekürzt/gestrichen wurden, ist nicht mit dem FA, bzw. mit mir abgestimmt worden. Ich habe an anderer Stelle schon am Freitag dies ausführlich begründet.


    Ich bitte um eine Diskussion im entsprechenden Unter forum. Wie wir jetzt weiter verfahren wollen, bzw. sollen.


    l.g.
    Stefan

    *staun*
    Wer hat die gekürzten Fragen denn dann online gestellt?


    Ich finde es auch nicht gerade gut, eine stark überarbeitungswürdige Fragenübersicht ohne Not für eine Saison ins Netz zu stellen, wenn sie sowieso nächstens grundlegend überarbeitet werden soll bzw. gerade überarbeitet wird.


    Und wie schon Christoph deutlich macht: Der erste Schritt muss sein, zu definieren, was man an Kenntnissen erwartet: Welche Pilzgruppen müssen gekannt werden, was versteht die DGfM in der Prüfung unter "kennen", was erwartet sie an Merkmalen (irgendwelche, nur bestimmungsrelevante, nur alleinstellende ...) usw. Die meisten Fragen lassen sich erst sinnvoll beantworten und auch die Antworten in der Prüfung nur dann sinnvoll bewerten, wenn der Erwartungsrahmen steht!


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Jens,

    Du kannst natürlich versuchen, das ganze ins Lächerliche zu ziehen. Ich sehe die Formulierung etlicher Fragen auch als überarbeitungswürdig an, aber man kann's auch übertrieben. Ich als Prüfer würde Dir einige der Antworten als falsch anstreichen. Wenn z.B. nach Pilzen im allgemeinen gefragt wird, dann würde ich eine Antwort mit Bezug auf eine spezielle Art wohl im Regelfall als falsch beantwortet werten. "warum kein Verzehr von rohen Pilzen" läst keine Antwort die einzelne Arten betreffen zu, folglich würde ich Dir Antwort 1 und 2 zu dieser Frage streichen. Und die dritte Antwort erschließt sich mir überhaupt nicht: Sind lebende Pilzmaden giftig und gekochte nicht?
    Möglich dass Du die schriftliche Prüfung trotzdem bestehen würdest. Möglich aber auch, dass Du mit einer gewissen Hypothek in die mündliche Prüfung gehen müsstest, da ein Teil der Prüfung ja auch die menschliche Eignung zum Berater darstellt, nicht alleine die fachliche. Und da hätte die Prüfungskommission möglicherweise bereits den Verdacht auf Defizite in deinem Fall, den wir Dir natürlich ausgiebigst Gelegenheit geben würden auszuräumen. Sprich, jemand der solche Antworten in der schriftlichen Prüfung gibt, dürfte von der Prüfungskommission besonders in die Mangel genommen werden, um sicher zu gehen, dass sich der angehende PSV auch seiner Verantwortung und der Ernsthaftigkeit seiner Tätigkeit bewusst ist.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    nun, so kann mans natürlich auch machen. Ich dachte (hoffte) dass unsere Kommentare zu den Fragen sowas wie eine Diskussion in Gang bringen würden zwischen den Prüfungsmachern und den Prüfern ... Zumal ja Lothar und ich viele fragen gar nicht einheitlich bewertet/kommentiert hatten. Aber gut, nicht gewünschte Diskussionen soll man nicht aufdrängen ....


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Bernd,


    leider ist ein Vergleich nur dann möglich, wenn in beiden zu vergleichenden Zeitabschitten auch dieselbe Aufnahmemethodik angewandt wird und auch dieselbe Expertise zur Verfügung steht. Ansonsten kannst Du statistisch nicht mit den beiden Datensätzen vergleichend arbeiten.


    Wenn Du also im selben Gebiet Arten kartierst, und deren Abundanz angeben willst, nach obigem Schema, dann macht das nur Sinn, wenn Du auch dieselbe Anzahl Exkursionen zu denselben Zeiten in derselben Länge unternommen hast. Und Du kannst nur diejenigen Arten zum Verlgeich herziehen, die sowohl das damalige Team Haas/Kost als auch Du beide kennt. Wenn Du also z. B. auch Pyrenomyceten und überhaupt inoperculate mit inventarisiert hast, so ist da ein Vergleich nicht möglich, weil meines Wissens Haas/Kost diese nicht bearbeitet haben.


    Wenn Du also die damaligen Ergebnisse mit den heutigen vergleichen willst, dann musst du dieselbe Abundanzsskala anwenden. Die andersartigen Rahmenbedingungen musst du aber erklären und begründn, warum sie keine Rolle spielen, oder wie du damit umgehst. Anderenfalls vergleichst Du Äpfel mit Birnen.


    Welches Gebiet schaust Du eigentlich an, Waldmoor-Torfstich?


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Jens,


    die Fragen sind in Themengruppen eingeteilt, aus denen der Computer dann pro Themengruppe eine Anzahl Fragen auswählt, bis eine vorgegebene Punktezahl für die jeweilige Themngruppe erreicht ist. Gleichartige Fragen sind gegeneinander gesperrt. Somit soll erreicht werden, dass die Prüfungen alle gleich schwierig sind. Ob dir aus einem Themenbereich aber nun eine Frage mehr liegt als eine andere, das ist natürlich persönliches Problem, wie beider Theorieprüfung beim Führerschein auch. Aber objektiv sind alle Prüfungen gleich schwierig, gleich lang und beinhalten dieselben Themen.
    Eine wirkliuch gute Sache, finde ich - wenn denn die Fragen sinnvoller wären ...


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    die Veröffentlichung des gesamten Katalogs der Prüfungsfragen ist etwas, was ich prinzipiell befürworte.


    Dass dieser Katalog jedoch ohne jegliche Überarbeitung online gestellt wird, obwohl bei einer DGfM-Sitzung mit FA, Prüfern und Präsidium ausgemacht wurde, das die Fragen von den Prüfern kommentiert werden, und dies auch von zwei Prüfern unter nicht unerheblichem zeitlichem Aufwand getan wurde, dass ist dann doch ein Schlag ins Gesicht.



    Ergo hätten sowohl Lothar als auch ich uns die Zeit sparen können, die wir uns mit den Fragen auseinandergesetzt hatten, und ganz offensichtlich ist dem FA PSV-Wesen in seiner derzeitigen Zusammensetzung in keinster Weise daran gelegen, mit Prüfern und Ausbildern zusammenzuarbeiten. Das ist schade und muss dringendst und grundlegend geändert werden!
    Offenkundig ist der jetzige FA PSV nicht in der Lage, ein funktionierendes System aufrecht zu erhalten und ich kann nur empfehlen, einen klaren Schnitt zu machen und zu bewährten Strukturen zurückzukehren - die durchaus reformiert gehören, ohne Zweifel. Aber nicht ersatzlos abgeschafft!


    Im Übrigen decken sich die Kommentare von Christoph und Peter in weiten Teilen mit den Anmerkungen der Prüfer zum Fragenkatalog.
    Es macht erst mal keinen Sinn über jede einzelne Frage zu feilschen. Zuerst müssen mal die Rahmenbedingungen definiert werden: Welche Arten/Artengruppen muss der PSV kennen und was versteht man unter dem Begriff "kennen" bzgl. der Prüfung. Was ist mit "Merkmale" bzgl. der Prüfung gemeint? Solche grundlegenden Dinge, die Ausbilder wie Prüfer im luftleeren Raum schwimmen lassen, werden seit Jahren von seitens des FA ignoriert und nicht beantwortet.


    Schade dass eine eigentlich gute Idee derart in den Boden gestampft wurde. Ich hoffe das gesamte DGfM-Präsidium setzt sich zukünftig intensiver mit dem Thema PSV-Wesen auseinander. Es ist gut und wichtig, dass es zu dem Thema einen FA gibt, der unabhängig vom Präsidium eigene Ideen entwickeln soll - das Präsidium ist dennoch gefordert, die Arbeit der FA zu prüfen und gegebenenfalls zu hinterfragen. Es ist auch gefordert, die Zusammensetzung eines FA auf Sinnhaftigkeit zu überprüfen, ob damit ein sinnvolles Arbeiten möglich ist und das gesamte Spektrum an Fragestellungen im Aufgabenbereich des FA bearbeitet werden kann. Das gilt natürlich für alle FAs, aber ganz besonders für den FA PSV-Wesen.


    So geht es jedenfalls nicht, und da nun auch diese unsäglichen, nicht klar zu beantwortenden Fragen online sind und ich darauf in meinen Kursen mit einer extremen Ausweitung der Kursinhalte reagieren müsste (z. B. muss ich Baumkunde neu mit aufnehmen, muss Porlinge intensiv mitbehandeln "Merkmale der Gattung Phellinus" etc. etc.). Ob ich das wirklich will werde ich mir in den nächsten Tagen überlegen.


    Eventuell werde ich alle Prüfungen dieses Jahr absagen und auf die derzeitige Nichtdurchführbarkeit aufgrund mangelnder Klarheit bei der Beantwortung und fehlender Diskussionsbereitschaft der DGfM verweisen.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    ich persönlich halte nicht viel von einer Abundanzangabe bei Pilzen auf ein bestimmtes Gebiet bezogen. Egal welches System man versucht, es klemmt immer. Fruchtkörperbasiert bevorzugt gesellig und büschelig wachsende Arten über Gebühr. Zählt man (gedachte) Myzelien, so hat man das Problem, bei welchem Abstand zueinander denn ein neues myzel angenommen werden kann. Außerdem wissen wir ja, wie groß Myzelien werden können (Stichwort Hallimasch ...), so dass im Extemfall dann eine Pilzart, die das gesamte Gebiet überzieht nur als 1 Myzel gewertet würde.


    Praktikabler fände ich da den Ansatz, dass man im Gesamtgebiet eine Anzahl Intensivplots definiert, z.B. 0,1 ha-Kreise (Kreis mit ca. 18,5 m Radius), die merhmals im Jahr begangen werden (am besten zeitstandardisiert). Wenn im Gesamtgebiet dann z.B. 10 oder 20 solcher Plots per zufälliger Verteilung inventarisiert werden, dann könnte man eine Abundanz ausweisen.


    Hierzu wichtig wäre auch die Arbeit von Dr. Haas (seine Promotion 1932!) über die bodenbewohnenden Pilze der Fichten-Tannenwälder am Schwarzwaldrand, in der er nach Braun-Blanquet die Pilze aufgenommen hatte. Ich habe versucht, mich bei meiner Arbeit über den Bannwald Sommerberg daran zu orientieren (siehe AMO-Heft XIV), bin aber nicht sehr begeistert davon, weil es eben nur eine Momentaufnahe darstellt, die in einem anderen jahr völlig anders aussehen kann.


    beste Grüße,
    Andreas