Posts by Andreas

    Hallo Stefan,

    woher soll irgendjemand - egal ob Prüfungskandidat oder Ausbilder, denn wissen, WELCHE Baumarten ihr dnn noch verlangt? Muss er die Grün-Erle erkennen? Wenn nein, warum nicht - da gibt es viele explizit an sie gebundene Arten dran - vielleicht mehr noch als an die Weiß-Tanne!


    Wieviele explizit an Weißtanne gebundenen Pilzarten, die in die PSV-Praxis fallen könnten, kennst Du denn - also was verstehst Du unter "wirklich einige"?
    - Lachs-Reizker. Ist es wichtig, dass ein PSV-Prüfer den vom Fichten-Reizker unterscheiden kann? Es ist schön wenn er es kann, aber ist es WICHTIG?!?!
    - Hohlstiel-Täubling. Muss ein PSV-Prüfer diesen Täubling erkennen können?!?!
    - Weißtannen-Grubenmilchling. Muss ein PSV-Prüfer den vom Fichten-Grubenmilchling unterschieden können?!?!


    Gibt es noch weitere Arten? Mir fallen keine mehr ein. Und bitte jetzt nicht Phlegmacien noch mit aufzählen wie z.B. C. atrovirens - die kommen alle auch bei Buche/Fichte vor!


    Warum also soll ich nun in die Ausbildung auch noch einen Kurs Baumkunde mit aufnehmen? Was kommt als nächstes? Welche Zeigerpflanzen muss der PSV kennen - mus ich wissen denn ich muss ja dann auch noch einen Pflanzenbestimmungskurs mit reinpacken.
    Warum muss ein PSV, der doch deiner/eurer Meinung nach eine so umfassende Bildung haben soll mit allem was ins Spektrum Pilz gehört nicht auch die wichtigsten Baumschädlinge erkennen, die wichtigsten Vogelarten (also wenigstens die Spechte und andere Höhlenbrüter, ja!), Feldermäuse und vor allem die ganzen Kleinsäuger die die Fruchtkörper anfressen!


    Es ist alles schön und gut, wenn ein PSV vieles weiß was über den Tellerrand hinausgeht. Die Frage ist aber doch, was MUSS er wissen, welche Kenntnisse MUSS er nachweisen?! Und eine Weißtanne MUSS er nicht erkennen können, und er MUSS mir nicht drei relevante Merkmale der Gattung Phellinus aufzählen können. Er MUSS wegen mir noch nicht mal einen Feuerschwamm erkennen!


    Macht Euch bitte bitte lieber erst mal grundlegende Gedanken darüber:
    - Welche Pilzarten MUSS ein PSV kennen (und wie ist "kennen" definiert) und welche Pilzarten SOLLTE er kennen (Definition von "kennen" ....).
    - Wie stellt ihr Euch eine Definition vor, in welchem Zustand Fruchtkörper sein sollen, damit der PSV-Prüfling sie erkennen MUSS. Pilzfruchtkörper können so grotesk anders aussehen wie die Norm, auch gute Mykologen können sich um eigentlich einfache und sicher zu erkennende Arten streiten ....
    - wie ist die Vorgabe für die Prüfer bei seltenen, aber wichtigen Arten, z.B. Tiger-Ritterling, Riesen-Rötling, Cortinarius meinhardii oder ähnlichem. Liegen diese Arten im Korb, und der PSV-Prüfling erkennt sie nicht sicher, sondern legt sie als "könnte die Art xy sein" als nicht freigegeben weg, ist das okay? Wenn der Riesen-Rötling unbestimmt weggelegt wird mit der Bemerkung "das ist ein Rötling, aber die Art kenne ich nicht und alle Rötlinge mit Ausnahme der im Frühjahr wachsenden Schlehen-Rötlinge werden nicht freigegeben und sind teils stark giftig" - ist das okay?


    Ich würde mir solche Vorgaben vom FA wünschen. Nicht weil ich nicht selbst da meinen Weg gehen könnte, wie bisher auch, und auch nicht weil ich dies nicht mehr tun wollen würde. Aber IHR wollt doch alles vorgeben, die Prüfer zu reinen Dienstleistern machen ohne eigenen Spielraum, also habt ihr auch dafür zu sorgen dass es klappt! Und das tut es sowas von überhaupt nicht, seid ihr an dem System rummurkst!!


    beste Grüße,
    Andreas
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    Hallo,


    was mich an diesen und ähnlichen Fragen generell stört, dass ich bis heute nicht weiß, was ich als Prüfer da als korrekt werten soll und was nicht.
    "Woran erkenne ich eine Weißtanne" - reicht es wenn ich antworte "an den Nadeln", oder muss ich auch beschreiben, was an den Nadeln bemerkenswert ist um die Weißtanne zu erkennen? Da nicht eine Unterscheidung zu einer anderen Art/Gattung angeführt ist, muss ich davon ausgehen, dass nach Alleinstellungsmerkmalen gefragt ist - die gibt es aber selten. Ich kann als z.B. NICHT antworten, dass die Nadeln der Weißtanne gerieben nach Citrusfrüchten riechen - denn das tun sie bei der Douglasie auch. Ich kann auch NICHT antworten, dass die Rinde silbriggrau ist, denn das ist sie bei der Grau-Erle ebenso.


    Ich finde es eine Ungeheuerlichkeit, dass von uns Prüfern verlangt wird, wir sollen Prüfungen abnehmen, mit Fragen, deren Beantwortung nicht eindeutig ist, mit Fragen, die nicht ins Anforderungsprofil eines PSV gehören, und dabei dürfen wir die Prüfungsfragen erstens nicht vorher sehen (wurde nach zweijährigem Drängen nun für dieses Jahr geändert) und zweitens gibt es keine Antwortvorgaben. Ich habe sogar von einem Mitglie des FA die Antwort bekommen zu einer konkret wiederholt angemahnten Antwort auf erine mir nicht klare Frage, man wüsse die Antworet auch nicht.


    Seit zwei Jahren rede ich mir den Mund fransig, dass eine korrekte Durchführung der Prüfung nicht möglich ist, wenn man Prüfern einfach einen denen nicht vorher bekannten Fragensatz schickt, der zudem viele zu bemängelnde Fragen beinhaltet, und ansonsten keinerlei Rückfragen dazu zulässt. Nun gehen wir also ins dritte derartige Prüfungsjahr - mein Hals darüber ist nicht kleiner geworden! Vor allem weil einfach zwei Jahre lang nichts (oder jedenfalls nichts vernünftiges) in diese Richtung gemacht wurde, sondern stets nur Abblocken jeglicher Kritik stattfand.


    Die Satzung jetzt mal eben kurz auf die neue Situation hinbiegen und abnicken zu lassen, statt sich mal mit der Frage auseinanderzusetzen, ob die Mitglieder denn wollen, dass sich die DGfM wirklich komplett aus der Teilnahme/Mitsprache/Verantwortung an/für die Ausbildung rausnimmt, passt in diese Arbeitsweise, finde ich ....


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Craterelle,


    sprichst Du gerade von Lepista irina? Ist der in vielen Büchern drin? Und dann auch jeweils noch als Speisepilz? Hätte ich eher nicht gedacht, aber da fehlt mir etwas der Überblick.


    Vielleicht hat man ihn einfach noch nicht aufgenommen weil man noch Klärungsbedarf sah und ihn nicht vorschnell als kritisch bewerten wollte?


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    leider weiß ich die Quelle nicht mehr, aber wir hatten seinerzeit beim erstellen der Liste (da war ich noch mit im FA TOX) Lepista irina explizit nicht mit aufgenommen, weil Fälle von Unverträglichkeiten bekannt geworden sein sollen (Schweiz?).
    Ich selbst bin mir über die Art überhaupt nicht im Klaren, finde sie sehr schwer zu bestimmen. Der typische Geruch ist natürlich toll - aber was macht man mit Funden die genauso aussehen, aber nicht süßlich riechen? Und letzteres ist bei mir häufiger der Fall als dass ich typisch riehende finden würde. Die Abgrenzung zu Lepista graveolens (wenn es die Art überhaupt bei und gibt) und selbst zu Lepista glaucocana ist dann nicht ganz so einfach wie es scheint. In der Schweiz gilt Lepista glaucocana als NICHT essbar, im Gegensatz zu Lepista nuda natürlich.
    Lepista glaucocana ist in Deutschland ähnlich verbreitet wie Cortinarius odorifer oder bei den Pflanzen Anemone narcissiflora. Sprich im Alpen- und Voralpenraum auf Kalk bis einschließlich der höheren Lagen der Schwäbischen Alb durchaus nicht selten.


    Ich selbst habe Lepista irina einmal selbst gegessen und keine Probleme damit gehabt.


    In der Beratungspraxis würde ich die Leute darüber informieren, dass die Art in Deutschland allgemein als unkritisch gilt, es aber meines Wissens in der Schweiz Unverträglichkeiten gegeben hat. Meine direkte Empfehlung an die Leute wäre daher, wenn sie die Art denn probieren möchten, eine kleinere Portion zu testen auf persönliche Verträglichkeit. Ich würde ihnen auch sagen, dass im Falle der Unverträglichkeit eben mit mehr oder weniger intensivem Bauchgrummeln zu rechnen wäre, aber natürlich keine organischen oder psychischen Vergiftungssymptome auftreten würden.
    Die Entscheidung, was der glückliche Besitzer der Pilze mit meinen Ratschlägen anfängt, bleibt wie immer bei ihm selbst ;-)


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Thorsten,


    ich sehe das nicht ganz so restriktiv wie Du.
    Ich bin im Zweifel, ob wir ganz generell überhaupt rechtlich belangt werden könnten. Was wir tun, ist, anderen Leuten einen Rat zu geben. Unser Rat wiegt aufgrund nachgewiesenen Fachwissens natürlich schwer, aber es immer ein Ratschlag, und nicht mehr.


    Speziell zu den kritischen Arten und ihren Umgang wäre meine Vorgfehensweise und Empfehlung - sowohl für Praxis als auch für die Prüfung - zu erläutern, warum ein Pilz nicht völlig ohne Einschränkung freigegeben werden kann. Was der Ratsuchende dann mit dieser Auskunft anfängt, das ist allein seine Entscheidung. Die musst du ihm gar nicht abnehmen! Wenn Du ihm sagst, der Butterpilz ist ein guter Speisepilz, aber nicht wenige Menschen vertragen ihn nicht sonderlich gut und bekommen Durchfall, insbesondere wenn sie größere Mengen essen, dann reicht das. Ob derjenige ihn dann (dennoch) essen möchte oder nicht, dass darf er selber entscheiden ;-)
    Gleiches gilt auch für Hallimasch, usw. Erkläre, was an der jeweiligen Pilzart zur Einschränkung führt und lass den Ratsuchenden selbst entscheiden. Wichtig st aber, das Du sagen kannst, WAS denn nun die Einschränkung verursacht (kein Alkohol bei Falten-Tintling z.B.) und dass Du tatsächlich als giftig oder bitter bekannte Pilze nicht freigibst.
    Es ist auch klar, dass es da eine gewisse Grauzone gibt. Der eine gibt den Grauen Wulstling ohne mit der Wimper zu zucken frei und den Rehbraunen Dachpilz, der nächste hält diese Arten für geschmacklich so unterste Schublade, dass er sie als ungenießbar ablehnt. Es kann und wird da keine 100%ig klare "richtig oder falsch"-Lösung für manche Arten geben.


    beste Grüße,
    Andreas


    edit: Während ich mr hier stundenlang einen Sermon aus den Fingern sauge, hat Wolfgang das ganze in zwei Sätzen genauso beantwortet, wie ich es auch getan hätte, wenn mir die gabe der kurzen Worte gegeben wären ... ;-)

    Hallo,


    ich persönlich sehe es genau wie Peter S.. Die Maßnahmen und auch die Reihenfolge wäre genau das, was auch mir als das sinnvollste vorschweben würde.
    Die Aussetzung der Fragen und Selbstgestaltung der Prüfung für dieses Jahr wäre jetzt nicht unbedingt etwas, was ich als "must be" ansehe, gleichwohl sicherlich sinnvoll. Ich glaube, dieses Jahr kriegen wir auch mit (... trotz ...) den vorgegebenen Fragen vernünftig über die Runden. Aber die restliche Agenda wäre schon sehr nach meinen Vorstellungen.


    Nicht ganz so übereinstimmen meine Vorstellungen mit denen von Peter K.. Ich bin weiterhin ein großer Fan von einem autarken, Fachauschuss, und wenn ich lese dass der Fachausschuss nach Gusto des Präsidiums zusammengestellt werden soll, dass Mitglieder notfalls halt abberufen werden sollen wenn sie "nicht gut tun", dann klingt das alles ziemlich nach Willkür.
    Ich glaube schon, dass ich verstehe wie Peter (K.) das meint, und es ist auch klar, dass ein FA sinnvoll zusammengestellt werden muss, um möglichst gut alle anfallenden Themenbereiche abzudecken. Klar ist, dass da bei der Zusammensetzung (auch) das Präsidium ein Wörtchen mitreden will und auch soll. Aber ganz wesentlich ist meiner Meinung nach, dass genügend Ansichten und Kompetenzen vertreten sind, um ergebnisorientierte Diskussionen führen zu können - die durchaus kontrovers sein können, ja müssen. Nur gegenseitig blockieren darf man sich dabei natürlich nicht.
    Wobei ich Peter K. jetzt nicht unterstellen, auszusagen, dass das Präsidium sich einen Fachausschuss nach dem Kriterium "bequem zu führende Personen" zusammenstellen möchte. Aber ein bisschen klang das für mich so ....


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Jens,

    ich sage ja gar nicht, das es so wie Du es schilderst nicht in der Praxis sein KANN - es ist aber nicht in irgendeiner Weise vorbestimmt, dass das Präsidiumsmitglied den Ton angibt und den Fahcausschuss "benutzt" um seine Ideen durchzudrücken.
    In der Praxis wird es aber natürlich so sein, dass jemand der sich um ein solches Amt bewirbt, auch bestimmte Vorstellungen hat. Und die natürlich auch einbringt. Aber gleiches denke und erwarte ich von den anderen FA-Mitgliedern ebenso, und nur wenn alle Ideen haben und darüber ergebnisoffen diskutieren wird es zu guten Ergebnissen kommen. Dass es immer Leute gibt, die ihre Ansicht/Meinung engagierer vertreten als andere, auch das ist klar. Es sollte halt nicht so sein, dass sich ein Teil des FA überfahren fühlt von einer Person oder einer Gruppe.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Matthias,


    das verstehe ich nicht was du meinst.
    Es gibt nur ein Präsidiumsmitglied, das gleichzeitig im FA ist und nur dieses eine präsidiumsmitglied hat auch eine Stimme in diesem FA. Er/Sie ist dort aber nur EIN Mitglied unter mehreren, so dass Seine/Ihre Stimme da nicht besonders viel Gewicht hat.
    In der jetzigen Konstellazion des FA PSV-Wesen immerhin ein Viertel, aber es ist jederzeit möglich, dass die restlichen FA-Mitglieder das im FA befindliche Präsidiumsmitglied überstimmen.


    Ich möchte das nur zur Klarstellung nochmals hier posten, weil ich immer wieder hier lese, wie viel sich durch die Neuwahlen eventuell im Bereich PSV-Wesen ändern könnte. Fakt ist, dass ggf. EIN neues Mitglied in den FA kommt - ansonsten ändert sich erstmals gar nichts! Und da der FA das PSV-Wesen neu organisiert, könnt ihr doch selbst abschätzen, dass das Veränderungspotetial durch ein neues Präsidiumsmitglied marginal ist. Der Fachausschuss muss sich ändern, wenn sich etwas ändern soll!


    edit: Hatte übersehen, das die FA ja nur bis 6 Personen sein sollen, ich dachte sie wären auf acht begrenzt .... Aber ist prinzipiell egal, was ich sagen möchte ist, dass die Neuwahl EINES FA-Mitglieds nicht unbedingt zu irgendwelchen Änderungen führen wird .... Es muss sich grundlegendes ändern!


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    Wolfgang : Meiner Ansicht nach stimmt Deine Reihenfolge so nicht. Als erstes muss die Anfordrungsrichtlinie festgezurrt werden. Erst dann kann man die Frage überarbeiten. Erst an den Fragen rumformulieren, wenn jeder was anders unter den Begrifflichkeiten versteht, macht keinen Sinn. Also bitte ERST definieren: Was ist mit "Merkmal" genau gemeint, welche Arten/-gruppen sind im Fragespektrum und was versteht man unter "der Kenntnis" von Arten/-gruppen.


    @alle: Bitte klar trennen zwischen
    a) dem Fachausschuss PSV-Wesen, der alleine für die Weiterentwicklung des PSV-Wesen zuständig ist
    und b) dem DGfM-Präsidiumsmitglied das für den PSV-Bereich zuständig ist und in allererster Linie die administrativen Dinge erledigt.
    Das Präsidiumsmitglied PSV hat einen Sitz im Fachausschuss PSV-Wesen und damit eine gewisse Einflussmöglichkeit, ist aber nur eines von mehreren FA-Mitgliedern mit nur einer ganz normalen Stimme. Sein Einfluss ist daher begrenzt, vermutlich viel begrenzter als die meisten das denken. EINE Stimme von günstigstenfalls sechs oder sieben oder acht Mitgliedern ....


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Stefan,


    ja, das kann man natürlich so sehen, mit dem Mut zur Lücke, aber meiner Meinung nach hinkt da der Vergleich zwischen einem Studium und einer freiwilligen Ausbildung zum PSV, für das die Leute Geld bezahlen. Daher denke ich, dass diese Sichtweise an der gängigen Praxis der letzten Jahrzehnte vorbeigeht.
    Aber selbst wenn man sagen würde, dass die Leute sich eben manches selbst beibringen müssen, dann wäre es um so wichtiger, dass man eine genaue Richtlinie zur Verfügung stellen würde, dass jeder die verlangten Themenkreise kennt. Baumkunde war bisher ebensowenig in diesem Ausmaß ein Prüfungsinhalt wie auch das Wissen um Merkmale in der Gattung Phellinus (als Beispiel).


    Übrigens bitte ich Dich, auch bei meinen Ausführungen und Angriffen nicht Dich persönlich angesprochen/angegriffen zu fühlen, sondern du bist hier als Stellvertreter/Sprecher des PSV - angesprochen ist natürlich der FA in seiner Gesamtheit, dem ich ja auch einmal angehörte und daher letztlich für einiges Bemängelte durchaus auch in gewisser Weise mitverantwortlich bin.
    Und ich rechne es Dir hoch an, dass Du hier entsprechend Stellung beziehst. Verständnis habe ich absolut auch dafür, dass Du a) zu manchen Interna nichts sagen möchtest und b) zu manchen Dingen vor Deiner Zeit ebenfalls nicht direkt Stellung nehmen kannst.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    zum einen: Bei der nächsten MV wird nur ein neues Präsidiumsmitglied gewählt, das die Belange der PSV in der DGfM bearbeitet. Es wird aber KEIN FA-PSV-WESEN gewählt. Das betreffende Vorstandsmitglied ist EINE PERSON innerhalb des Fachausschusses. Warum soll also ein so frischer Wind in die Sache kommen, dass sich grundlegendes ändern wird?
    Bedeutet das, dass der FA PSV-Wesen gar nicht eigenständig arbeitet, sondern einfach nur Vorgaben des derzeitigen Präsidiumsmitglieds umsetzt?!


    zum zweiten: Das Problem der Fragen, die nicht eindeutig beantwortet werden können, habe ich bereits x Mal dem Fachausschuss und dem Präsidium vorgebracht, seit bestimmt zwei Jahren jetzt schon. Erst wurde es ignoriert, dann wurde es als nicht existent dargestellt und erst auf allermassivste Beschwerde aller Prüfer hin wurde überhaupt angefangen das ganze als ein zu diskutierendes Problem zu akzeptieren!


    und zum dritten: Wenn tatsächlich alle sich einige sind, also auch der FA PSV, dass es keinen Sinn macht, über einzelne Fragen zu diskutieren, sondern erst mal der Rahmen definiert werden muss, dann sehe ich eine Chance auf eine vernünftige Fortführung dieses Fragensystems.
    Dass Fragen innerhalb einer Saison nicht doppeltz verwendet werden dürfen, ist natürlich abstrus und nicht machbar - bei einem Dutzend Prüfungstermine dieses Jahr kann es gar nicht anders sein, dass es auch Fragen gibt die in irgendeiner anderen Prüfung schon mal dran waren. Na und? Wo liegt das Problem? Es ist gar kein Problem!! Ein Problem ist aber aus den Fingern gesaugte unbeantwortbare Fragen oder Fragen die den Rahmen dessen sprengen, was ein PSV wissen muss.


    Und zu allerletzt: Ich bin auch der Meinung, dass ein PSV die wichtigsten Baumarten kennen soll. Die Frage ist aber, wie man in der schriftlichen prüfung eine Frage danach formuliert - und zwar im Hinblick darauf, dass in der Ausbildung dann eben das auch ein Thema sein muss. Und die Art und Weise, wie die Frage nach den Bäumen formuliert ist, würde die Ausbilder dazu zwingen, mehrere Stunden Baumkunde in den Kurs einzubauen, denn die Kursteilnehmer haben ein Anrecht darauf, dass alles behandelt wird, was in der Prüfung gefragt werden könnte.


    Von einer Zusammenarbeit und Diskussion des Fa PSV-Wesen mit den prüfern und/oder Ausbildern kann ich im Gegensatz zu Stefan nichts erkennen! Eine gemeinsame Sitzung unter Mitteilnahme einiger DGfM-Präsidiumsmitglieder - sonst nix. Keine Reaktion auf unsere Überarbeitungen, keine Mitteilungen irgendwelcher Art vom FA an die Prüfer bezüglich der Prüfungsfragen - Schweigen im Walde.
    Wenn Du, Stefan, hier darstellst, dass der FA in Diskussion mit den Prüfern sei, dann nenne mir mal bitte auch nur ein einziges Beispiel, bei dem der FA die Diskussion mit den Prüfern gesucht hätte!


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    ich gebe sowohl Craterelle als auch Matthias da ziemlich in allem recht, und verstehe da auch die Anforderungen das FA PSV-Wesen nicht so ganz und auch nicht deren Befindlichkeiten was die Wiederholung von Fragen betrifft.
    Auch die angesprochene Diskussion mit den Prüfern über die Prüfungsfragen fand bis nullkommanull statt. Wir Prüfer durften unsere Kommentare zu den Fragen abgeben, und haben aber weder eine Rückmeldung bekommen, dass dies überhaupt regisitriert wurde, noch irgendein Signal, dass man über die strittigen Fragen mit uns diskutieren möchte - in welchem Rahmen auch immer. Statt dessen wir einfach der bisherige Fragenkataloge ohne jedwelche Berücksichtigung unsere mKommentare online gestellt, ohne den Prüfern vorher oder überhaupt zur Kenntnis zu geben, dass die Fragen gar nicht mehr dieses Jahr überarbeitet werden sollen! Was soll das bitteschön für ein Miteinander sein, was ist das für eine Diskussion, und wie glaubt ihr denn, kommen wir Prüfer uns vor?! Als Dienstmädchen dürfen wir fungieren für den FA, ja?!
    Lieber FA PSV-Wesen: NEIN! So geht das nicht und so wird das auch nichts! Kommt bitte endlich von Eurem selbstherrlichen Alleinherrschaftsgehabe runter! So wie das seit Monaten oder gar Jahren läuft im FA PSV kann es nicht weitergehen, ganz im Ernst!


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Stefan,


    also das möchte ich so nicht stehen lassen:

    Meist absolvieren die Leute die Prüfung und das wars dann. Einige wollen den Ausweis noch haben und dann wirds mau. Von den meisten hört und sieht man dann nix mehr.

    ich verstehe nicht, wie Du zu dieser Aussage kommst. Ich denke, dass mindestens die Hälfte der von Dir angesprochenen Anzahl Prüflinge aus meinen Prüfungen kommt. Und zu meinen Prüflingen habe ich zu einem hohen Prozentsatz auch nach Jahren noch Kontakt. Die bilden sich auch weiter, meist öfters als sie unbedingt müssten, haben oftmals eine Gruppe um sie herum oder wo sie eben dabei sind und somit regelmäßigen Austausch und machen so ihr Ding mit Pilzen. Nicht jeder unbedingt mit öffentlicher Pilzberatung, okay, aber der allergrößte Teil aktiv auf irgendeine Weise - und darauf kommts doch eigentlich an.
    Und wenn DU nichts mehr von denen hörst, dann ist es noch lange nicht unbedingt so, dass die nicht aktiv sind. Das ist schon ein wenig anmaßend von Dir, das so darzustellen!


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Stefan,

    Hallo Andreas,


    die Einstellung der gekürzten Frageliste wurde nicht mit dem FA abgesprochen! Das muss an der Stelle im öffentlichen Bereich reichen. Dass der FA PSV nur durch mittels der ursprünglichen Fragenliste die Prüfungssaison 2018 gewährleisten kann, hat der FA mehrfach angekündigt, allerdings scheint das niemand sonst weiter auch zur Kenntnis genommen zu haben.


    l.g.
    Stefan

    das hatte ich nicht mitbekommen, ich dachte es tut sich noch was vor der Saison. Aber das ist letztlich auch nicht verwunderlich, braucht eben doch ganz schön Zeit alles, was ich verstehe. Was ich aber nicht verstehe ist, warum man die Fragen denn diese Saison noch online stellt, wenn sie es bisher nicht waren und es bis zur nächsten Saison eh einen (grundlegend?) überarbeiteten Fragenkatalog gibt.
    Meine Sorge dabei ist einfach, dass es heißen wird "jedes Jahr macht ihr was anders, wie soll man sich denn da vorbereiten auf die Prüfung in vielleicht zwei oder drei Jahren?"


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    bezüglich von Pilzsoziologischen Untersuchungen bitte auch DARIMONT mit den Buchenwäldern der Ardennen nicht vergessen. Hab das Zitat nicht greifbar und auch die Arbeit selbst nicht.


    Für Bernd sicherlich im konkreten Fall nicht relevant, aber generell eine wichtige Arbeit in dieser Thematik.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Stefan,

    Hallo, dass die Fragen gekürzt/gestrichen wurden, ist nicht mit dem FA, bzw. mit mir abgestimmt worden. Ich habe an anderer Stelle schon am Freitag dies ausführlich begründet.


    Ich bitte um eine Diskussion im entsprechenden Unter forum. Wie wir jetzt weiter verfahren wollen, bzw. sollen.


    l.g.
    Stefan

    *staun*
    Wer hat die gekürzten Fragen denn dann online gestellt?


    Ich finde es auch nicht gerade gut, eine stark überarbeitungswürdige Fragenübersicht ohne Not für eine Saison ins Netz zu stellen, wenn sie sowieso nächstens grundlegend überarbeitet werden soll bzw. gerade überarbeitet wird.


    Und wie schon Christoph deutlich macht: Der erste Schritt muss sein, zu definieren, was man an Kenntnissen erwartet: Welche Pilzgruppen müssen gekannt werden, was versteht die DGfM in der Prüfung unter "kennen", was erwartet sie an Merkmalen (irgendwelche, nur bestimmungsrelevante, nur alleinstellende ...) usw. Die meisten Fragen lassen sich erst sinnvoll beantworten und auch die Antworten in der Prüfung nur dann sinnvoll bewerten, wenn der Erwartungsrahmen steht!


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo Jens,

    Du kannst natürlich versuchen, das ganze ins Lächerliche zu ziehen. Ich sehe die Formulierung etlicher Fragen auch als überarbeitungswürdig an, aber man kann's auch übertrieben. Ich als Prüfer würde Dir einige der Antworten als falsch anstreichen. Wenn z.B. nach Pilzen im allgemeinen gefragt wird, dann würde ich eine Antwort mit Bezug auf eine spezielle Art wohl im Regelfall als falsch beantwortet werten. "warum kein Verzehr von rohen Pilzen" läst keine Antwort die einzelne Arten betreffen zu, folglich würde ich Dir Antwort 1 und 2 zu dieser Frage streichen. Und die dritte Antwort erschließt sich mir überhaupt nicht: Sind lebende Pilzmaden giftig und gekochte nicht?
    Möglich dass Du die schriftliche Prüfung trotzdem bestehen würdest. Möglich aber auch, dass Du mit einer gewissen Hypothek in die mündliche Prüfung gehen müsstest, da ein Teil der Prüfung ja auch die menschliche Eignung zum Berater darstellt, nicht alleine die fachliche. Und da hätte die Prüfungskommission möglicherweise bereits den Verdacht auf Defizite in deinem Fall, den wir Dir natürlich ausgiebigst Gelegenheit geben würden auszuräumen. Sprich, jemand der solche Antworten in der schriftlichen Prüfung gibt, dürfte von der Prüfungskommission besonders in die Mangel genommen werden, um sicher zu gehen, dass sich der angehende PSV auch seiner Verantwortung und der Ernsthaftigkeit seiner Tätigkeit bewusst ist.


    beste Grüße,
    Andreas

    Hallo,


    nun, so kann mans natürlich auch machen. Ich dachte (hoffte) dass unsere Kommentare zu den Fragen sowas wie eine Diskussion in Gang bringen würden zwischen den Prüfungsmachern und den Prüfern ... Zumal ja Lothar und ich viele fragen gar nicht einheitlich bewertet/kommentiert hatten. Aber gut, nicht gewünschte Diskussionen soll man nicht aufdrängen ....


    beste Grüße,
    Andreas