Posts by Stefan Fischer

    Hallo Rolf,


    herzlich willkommen hier im Forum.


    Auf den 2 Bildern sehe ich eher Pilze der rötenden Schirmpilze der Gattung Chlorophyllum, wozu der Safranschirmpilz gehört.

    Für nähere Angaben bräuchte man mehr Detailbilder und vor allem ein komplettes Schnittbild durch den ganzen Pilz. Auch die Form der Stielbasis ist sehr wichtig.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Andreas,


    meist werden die Prozesse, wie Kochen und Einlegen mit verschiedenen Zutaten, wiederholt. Dies kann sich über Monate hinziehen.

    Das Ergebnis schmeckt sehr angenehm würzig, je nach Sud. Nur, das es Pilze sind, darauf kommt man ohne Hinweis sicher nicht mehr.

    Ich durfte Lactarius torminosus und Lactarius turpis aus Litauen verkosten.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Vowe,


    bei deinem Pilz handelt es sich vermutlich um den Rosablättrigen Egerlingsschirmling Leucoagaricus leucithites. Der hat dieses Jahr ein Optimum und ist sehr häufig zu finden.


    Die Verwechselunggefahr mit giftigen Knollenblätterpilzen ist allerdings sehr hoch. Diese haben eine deutliche Knolle mit unterschiedlichen Aussprägungen von Hüllresten. Für den Grünen Knollenblätterpilz, auch in seiner weißen Form, ist hier ein gutes Beispiel zu finden.


    https://www.dgfm-ev.de/pilz-de…uener-knollenblaetterpilz


    Die Egerlingsschirmlinge haben höchstens eine knollig, verdickte Stielbasis.


    Bisher ist noch kein eindeutiger Nachweis einer Kontaktgiftigkeit bei Großpilzen erbracht worden. Hierzu also Entwarnung. Anfassen und Händewaschen ist also kein Problem.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Marielena,


    es ist schwierig Pilze nur an Hand eines einzigen Übersichtsbildes sehr junger Exemplare zu beurteilen. Eine Beschreibung des Fundortes und der makroskopischen Merkmale (Größe, Farbveränderungen, Geruch etc.) wäre sehr hilfreich hierbei.


    So lässt sich leider nur feststellen, dass es durchaus Champignons sein könnten. Aber eben nicht ganz zweifelsfrei. Von der Festlegung auf eine Art will ich gar nicht reden.


    Sollte es gar um den Speisewert gehen, so ist eine Freigabe über das Internet ohnehin nicht möglich. Der sichere Weg ist die Vorlage bei einem der Pilzsachverständigen. Hier könntest Du eventuell einen in deiner Nähe finden.


    https://www.dgfm-ev.de/service/pilzsachverstaendige


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Joschi,


    ja, es könnte sich durchaus um einen Röhrling der Gattung Xerocomellus handeln, soweit man das an Hand der Bilder beurteilen kann. Die genaue Artbestimmung und eindeutige Abgrenzung zu Xerocomus ist nicht so einfach. dazu braucht es viele Details und oft auch die Mikromerkmale.


    Ob Du ihn mit den bekannten giftigen Arten der Röhrlinge, wie Satanspilz oder Schönfußröhrling, verwechseln willst und kannst, ist dir überlassen. Ich halte es nicht für wahrscheinlich. Fakt ist aber, daß Pilze der Gattungen Xerocomellus und Xerocomus sehr leicht verderblich sind und schnell von gefährlichen Schimmel befallen werden. Sehr madig sind sie ohnehin oftmals.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Chris,


    tolle Sachen habt ihr da gemacht. Super!


    Eindeutiges zu Pilzen an Hand eines Bildes zu sagen ist wohl zu viel verlangt. Aber am "Ratespiel" beteilige ich mich mal.


    1. Hallimasch spec.

    2. Graue Koralle

    3. Krempling spec.

    4. Birkenpilz s.l.

    5. Klebriger Hörnling

    6. + 7. Rötlicher Holzritterling

    8. Grauer Wulstling (?)

    9. Birnenstäunling


    Aber Alles mit Vorbehalt.


    Beste Grüße

    Stefan

    Liebe Pilzfreunde,


    der Pilz wirkt dort am Schönsten, wo ihn die Natur vorgesehen hat, auch die Baumpilze, besonders die großen, alten Exemplare.

    Die Entnahme wäre bei Zielstellung "Größe" schon ein ästhetisches Problem, sofern man den Vorher-Zustand kannte.


    Die Masse der "großen" Baumpilze, würde aber solch eine Sammelaktion wieder relativieren. Wie groß wäre denn, bei nüchterner Betrachtung, denn die Zahl der Teilnehmer? Spätestens, wenn man merkt, wie bewohnt und lebendig es in so einem Pilz zugeht, vergeht die Sammelwut ganz schnell, auch ohne hoheitlichen Einspruch. Die an der Aktion Interessierten werden sich wohl ohnehin auf das Fotografieren und Messen beschränken.


    Ich bewerte die Zielstellung: "Eh, schaut mal hin! Das da oben am Baum sind auch Pilze. Die haben eine wichtige Funktion im Naturkreislauf. Pilze sind nicht nur ein Nahrungsmittel etc" viel höher, als die vermutete Schädigung der Natur durch Pilzfruchtkörperentnahme.


    Die "Nicht anfassen!" Mentalität des heutigen Naturschutzes halte ich für kontraproduktiv. Die Natur ist kein Museum!

    Ich durfte früher noch tagelang beobachten, wie aus einer Kaulquappe ein Frosch wird oder auch, wie aus Mückenlarven im Glas ein Disaster im Zimmer entsteht. Mit meiner Lupe konnte ich stundenlang die Pflanze anschauen und viel mehr sehen, als in den Sekunden am Standort. Das hat mich als Waldstromer geprägt. Ich fühlte mich als junger Naturforscher mit stolzen, dreckigen Hosen und Schuhen.


    Also, lieber Peter, lasst die Kirche im Dorf, auch wenn die Aktion etwas Diskutables hat. Den Wert der Natur sollte man, im wahrsten Sinne des Wortes, auch begreifen können und dürfen. Da gibt es doch kritischere Dinge, als eine Fruchtkörperentnahme von Pilzen.

    Der Schutz der Coburger Blauwürfeleiche und ihres Biotopes ist wichtiger, als der Schutz der Fruchtkörper des Blauwürfeleichenschwammes.


    Beste Grüße

    Stefan Fischer

    Hallo Matthias,


    dann müsste ja die DGfM ein Pilzbuch zertifizieren, in dem z. Bsp. der Fliegenpilz als Speisepilz ausgewiesen wird. Am Ende wäre aber trotzdem der Autor oder aber sicher der Nutzer selber in der Pflicht. um die Haftung würden sich in so einem falle sicher die Versicherungen mächtig beharken. Aber ist schon einmal ein so fehlerhaftes Buch gedruckt worden? Es müsste ja auch noch der Warnhinweis fehlen.


    Eine App ganz ohne Warnhinweise ist mir noch nicht vorgekommen. Aber von Rezeptbüchern für Smoothies habe ich schon gehört, in denen eindeutig sehr bedenkliche Zutaten zermatscht werden sollen. Roh und grün ist ja oft sooo gesund. Da habe ich noch nichts von verklagten Autoren oder Verlagen gehört.


    Beste Grüße

    Stefan

    Liebe Pilzfreunde,


    ich möchte aber auch nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Eine gut gemachte App zur Unterstützung von Pilzbestimmungen fernab der Speisewertproblematik, könnte in Zukunft ein nützliches Hilfsmittel im Felde sein. Durch die Einbindung wichtiger Pilzbücher gibt es hierzu schon gute Beispiele. Es sollte eben eine Kombination aus Merkmalseingabe, Bestimmungsvorschlag, Informationen mit Detail und Speichermöglichkeit der Daten, bis hin zur Kartierung, sein.


    Beste Grüße

    Stefan

    Lieber Wolfgang,


    es hat auch etwas damit zu tun, daß Wildpilze in in den Rang der Delikatessen gehoben wurden. Das ist den Spinnen und Brombeeren nicht gelungen.


    Man erwartet als Laie von allen "essbaren" Wildpilzen mindestens einen Steinpilzgeschmack. Die Frage: "Kann ich den essen?" ist also entscheidend. Welcher Pilz das ist, ist vielen einfach völlig egal. Bei "Nein!" geht einfach die zusammengeraffte Jacke nach unten und die vermuteten Delikatessen werden einfach fallen gelassen und schon ist man weg und holt die nächsten Pilze oder auch wieder die gleichen. Die App soll nun die Rolle des "Pilzberaters immer dabei" ersetzen. Die Fraktion "Kann ich den essen?" ist also in höchster Gefahr, da es tatsächlich oft das Einzige ist, was am Pilz interessant ist.


    Beste Grüße

    Stefan

    Oder ein anderes Beispiel:


    Ich habe einen, mir unbekannten, Pilz gefunden und die Gattung vermeintlich erkannt. Mit etwas Glück habe ich eine Vermutung der Art. Ich bemühe also Google und springe zunächst in die Bildersuche. Meist fühlt man sich bestätigt und möchte den Namen schon notieren. Gut, ein Klick auf das Bild und man findet zum Bild eine Beschreibung ... und, plötzlich ist man bei den ersten Unsicherheiten, weil wesentliche Merkmale nicht passen. Ist auf der geöffneten Seite keine Alternative zu finden, geht es ab in die allgemeine Google-Suche oder die Bücher werden bemüht. Es wird gelesen und verglichen, am Ende gar das Mikro bemüht und schon merkt man, wie trügerisch doch Bilder sein können. Weder die Gattung war korrekt noch die vermutete Pilzart. Der genaue Merkmalsvergleich des Pilzes mit den vorliegenden Beschreibungen führt am Ende zum Ziel und so zur Bestimmung. Diesen Weg versperrt eben schnell Google-Bilder oder eine App.


    Beste Grüße

    Stefan Fischer

    Hallo Dietmar,


    mir ging es eher um den Nutzer und dessen Verhalten mit einer App. Ich sehe etwas die Gefahr, daß die neuen Medien zur Oberflächlichkeit verführen könnten und vom genauen Betrachten des Pilzes ablenken. Auch bei recht guten Apps, wie Flora Incognita, ist man doch dann erst gut informiert, wenn man den Text zur gefundenen Pflanze liest.


    Beste Grüße

    Stefan Fischer

    Liebe Pilzfreunde,


    der vermeintlich fehlerhaften oder unzureichenden App ist schnell der schwarze Peter zugeschoben. Ich will und kann den Nutzer der App nicht so leicht aus der Verantwortung entlassen. Er sollte schon wissen, auf was er sich einläßt.


    Im Gegensatz zum Bestimmungsbuch gibt es nämlich einen großen Unterschied. Beim Buch trifft der Nutzer ganz allein, an Hand des Gelesenen und Gesehenen, seine Auswahl. Ein Fehler hier kann aber ebenso gefährlich werden, wenn die Suche unsachgemäß und oberflächlich erfolgt.


    Bei einer App aber wird man zielgerichtet zu einem Vorschlag geführt, der meist nicht ausreichend hinterfragt wird. Man hat einen Namen für den Pilz und spart sich das weitere Lesen. Die App hat dann für den Nutzer die Entscheidung getroffen. Das ist zu beachten.


    Eigentlich müsste der Nutzer irgendwie gezwungen werden die Beschreibung zum Pilz zu lesen, mit allen Warnungen vor den Verwechselungsmöglichkeiten. Bei einer App, die den Pilz per Foto bestimmen soll, habe ich ernsthaft Sorgen und Bedenken. Denn dann wird dem Nutzer auch noch das optische Betrachten und Erfassen abgenommen. Wie unterschiedlich Pilze aussehen können, wissen wir nur zu gut.


    Das veränderte Handlungs- und Denkmuster bei Bestimmungs-Apps, im Vergleich zu anderen Medien, sollte man stets im Hinterkopf haben. Die Bildlastigkeit ebenso. In einem guten Buch ist die Beschreibung immer mit im Blickwinkel des Auges und findet so schneller Beachtung.


    Mich würde eure Meinung hierzu sehr interessieren.


    Beste Grüße

    Stefan Fischer

    Lieber Andreas,


    in Franken ist der Pilz der Pfiffer und nicht unbedingt ein Pfifferling. Es könnten durchaus sonstwas für Pilze gewesen sein, bei den heftigen Symptomen.

    Vielleicht wurde ja doch ein PSV hinzugezogen, der demnächst mal nähere Auskunft geben könnte. Oder hat ein GIZ Kontakt zum Krankenhaus gehabt? An den falschen Pfifferling glaube ich nicht als Ursache.


    Beste Grüße

    Stefan

    Lieber Volker,


    geht man nach Julias Buch, so müsste die Frage erweitert werden um ein, oder was es mal werden könnte. Rhytisma punctuatum sollte am Ende später vereinzelt und klein bleiben. Man sollte dies zu verschiedenen Jahreszeiten überprüfen, wird empfohlen.


    Beste Grüße

    Stefan