Tricholoma - Projekt Kollektion ##4

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  • Hallo zusammen!


    Ich führe mal die Nummerierung von Ingo fort, mit der nächsten Kollektion, welches die erste von dreien aus einem kleinen Kiefernwäldchen in der nördlichen Oberrheinebene ist.


    Das Wäldchen sieht aus der Distanz erstmal unscheinbar aus:



    Fuddatum: 04.10.2017
    Fundort: Schwetzingen, Hirschacker; Kiefernschonung auf sandigem Boden, nährstoffarm; 6517/341
    Hüte fein radialfaserig, jung und frisch deutlich schmierig, bald abtrocknend, jung mit feinen Schleimporen am Hutrand, die gelegentlich bei älteren Fruchtkörpern als kleine, dunkle Punkte sichtbar bleiben; Hutränder bei alten, voll entwickelten Fruchtkörpern gerippt (gelegentlich fehlend oder undeutlich), verwitternde Hüte selten auch in faserige Schüppchen aufbrechend;
    Stiel längsfaserig, Fasern teils etwas aufgeraut & stellenweise schwach aufschuppend, weiß bis bräunlich; keine Pseudoringzone (nur jung Stielspitze abrupt weißer als der Rest vom Stiel);
    Geruch unverletzt und im Schnitt stark mehlig
    Geschmack nach wenigen Sekunden Kauen deutlich aber moderat bitter; ältere Exemplare sind etwas milder als jüngere Exemplare
    Guajak im Hutfleisch negativ; an Stielspitze schwach positiv (= nach 5 sek. schwach graugrün, mit der Zeit intensiver; nach >5 Min. satt türkis





    Sporen aus Abwurf eines mittelalten, voll aufgeschirmten Fruchtkörpers aber noch ohne verfärbte Lamellen; in Leitungswasser:


    Einen Namensvorschlag mache ich dazu erstmal noch nicht, es darf gerne diskutiert werden.
    Diese Ritterlinge sind übrigens in meiner Ecke durchaus häufig und auffällig ist auch der sehr gesellige Wuchs, teils in dichten Hexenringen oder auch truppweise und gelegentlich fast kleinbüschelig zusammenstehend.


    Das Aussehen verändert sich recht stark während des Reifeprozesses der Fruchtkörper, und ich glaube fast, junge und alte Fruchtkörper dieser Species in den vergangenen Jahren auch schon für zwei verschiedene Arten gehalten zu haben.



    LG, Pablo.