Bestimmungshilfe bei Hyphomycet?

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    • Hi Joschi,

      mit einem Hyphomyceten hat das herzlich wenig zu tun.
      Die Bilder sind nicht ganz optimal, jedoch sind nach meiner Meinung die für einen Zygomyceten (Jochpilz) typischen Sporangien und die daraus freigesetzten (asexuellen) Sporangiosporen noch deutlich genug zu erkennen.
      Auf einem Bild kann man ein Sporangium sehen, an dessen Basis auch noch die Ausbildung von "Rhizoiden" zu erkennen ist. Solche "Rhizoide" findet man z.B in den Gattungen Absidia, Rhizomucor, Rhizopus und Syncephalastrum, wobei ich letztere Gattung durch die nicht vorhandene Ausbildung der Sporangien als Merosporangien (mehrköpfig durch Seitenverzweigungen) bereits ausschließen kann.

      Eine halbwegs belastbare Bestimmung von Zygomyceten geht mit wenigen Ausnahmen nicht mal kurz aus der Westentasche und noch weniger bei "Wildfängen".
      In der Regel braucht man für eine saubere Bestimmung einen Kulturansatz auf einem geeignetem Nährmedium, etwas Fachwissen und Übung, sowie die geeignete Literatur.

      Hier noch ein Link zu einer Website über Zygo's
      zygomycetes.org/

      In der Hoffnung ein klein wenig weitergeholfen zu haben.

      Viele Grüße in die Pfalz und bis spätestens Samstag.
      Peter
    • Hallo Joschi,

      ich habe mir die Bilder in dem Beitrag gerade noch einmal in Ruhe angesehen.
      Hierbei musste ich feststellen, dass ich bei der ersten Betrachtung des Beitrages von einem fremden Rechner aus nur die drei mittleren Bilder, ohne die Makro- und ohne die Sporendetailaufnahme, angezeigt bekommen habe. Nach nochmaliger und nun vollständiger Betrachtung muss ich mich nun selbst korrigieren.
      Es handelt sich nicht um einen Zygomyceten wie ursprünglich von mir dargestellt, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Vertreter aus der Gattung Aspergillus. Damit ist es allerdings immer noch kein Hyphomycet. Bei den Aspergillus-Arten handelt es sich um Anamorphe von Ascomyceten, wobei bei zahlreichen Aspergillus-Arten der Teleomorph (noch) nicht bekannt ist. Das vorgestellte Exemplar scheint zudem auch schon etwas in die "Tage" gekommen zu sein.

      Aufgrund der sehr dunklen Färbung der Sporenmasse und der sehr warzigen Sporen könnte es sich dabei um einen Vertreter aus der Gruppierung rund um Aspergillus niger handeln. Für eine brauchbare Bestimmung gelten hier die gleichen Vorraussetzungen wie bereits in meinem ersten Beitrag angeführt.

      In der Hoffnung nicht noch mehr Verwirrung verursacht zu haben.

      Viele Grüße
      Peter